DF 01|2015

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • ADA/EASD-Konsensus 2015: Die Qual der Wahl der antidiabetischen Therapie
    Sehr geehrte Frau Kollegin,sehr geehrter Herr Kollege!
    Nachdem auch im letzten Update des amerikanisch-europäischen Konsensus zum Management der Hyperglykämie bei Typ-2-Diabetes (Inzucchi et al., Diabetes Care 38:140, 2015) die Substanzklassen für die pharmakologische Therapie weitgehend ohne Bewertung gelistet werden, beruht ...Weiterlesen ...

News Update

ÖDG Aktuell

  • Preise der Österreichischen Diabetes Gesellschaft

    ÖDG-Forschungspreis 2014
    Der mit 35.000 Euro dotierte Forschungspreis der Österreichischen Diabetes Gesellschaft für das Jahr 2014 wurde Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Martin Bilban für ein Projekt im Bereich der genetischen Grundlagenforschung verliehen.
    „The Role of LMO3 in human adipocyte energy ...Weiterlesen ...

ÖDG Seite des Präsidenten

  • FACE DIABETES: Die ÖDG sucht den Dialog mit der Öffentlichkeit
    Die Österreichische Diabetes Gesellschaft blickt auf eine nunmehr fast fünfzig Jahre währende Geschichte zurück. Gegründet 1968/69, diente sie Jahrzehnte lang nahezu ausschließlich als Plattform für wissenschaftliche Forschung und Austausch. Erst nach und nach richtete sich ein immer stärkerer Fokus auch ...Weiterlesen ...

Focus: ÖDG Jahrestagung 2014

  • Der Patient entscheidet: Therapie chronischer Erkrankungen am Beispiel von Typ-2-Diabetes

    Paradigmenwechsel: Früher starben die meisten Menschen an Infektionskrankheiten und ­Verletzungen, heute sterben 9 von 10 an einer chronischen Erkrankung.

    Diabetesepidemie: Laut Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) leiden weltweit über 6 % aller Menschen an Diabetes, in Österreich sogar 10 %.

    Eigenverantwortung: Diabetes ist eine Selbstmanagementerkrankung, der Behandlungserfolg hängt zu 90 % vom Verhalten der Patienten ab.

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  • Rezente Literatur: Neues aus der Diabetesforschung

    Mediterrane Kost senkt Diabetesinzidenz, unabhängig von Kalorienrestriktion oder körperlicher ­Aktivität.

    Die Diabetesdauer ist der wichtigster Prädiktor für das Auftreten/Anhalten der Diabetes-Remission nach bariatrischer Operation.

    Bihormonelles künstliches Pankreas bietet bessere glykämische Kontrolle und geringere Hypoglykämiegefahr als herkömmliche Insulinpumpentherapie.

    Trotz steigender Diabetesinzidenz in den letzten 20 Jahren in den USA sind typische diabetesassoziierte ­Begleiterkrankungen rückläufig.

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  • Depression, Angst, Verweigerung – Hürden der Compliance

    „Beim Diabetes mellitus als chronische Erkrankung sind eine hohe Anpassungsleistung und eine gute Compliance wichtig für das Gelingen einer erfolgreichen Therapie.

    Psychische Störungen können zur Beeinträchtigung der Motivation und der Ressourcen führen und dadurch eine Non-Compliance bewirken.

    „„Die Kenntnis dieser Einschränkungen und der entsprechende Umgang damit können zum Gelingen einer individuumzentrierten Therapie beitragen.

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  • Gestationsdiabetes: Therapieerfolge und offene Fragen

    Diät ist die Therapie der Wahl, die am besten geeignete Diätform bleibt unklar.

    Orale Antidiabetika sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen.

    Metformin zeigte in Studien einen günstigen Effekt auf das mütterliche Outcome, unklar bleibt der ­Effekt auf das kindliche Outcome.

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  • ÖDG fordert Bewegungsberatung: Körperliche Aktivität als Therapie bei ­Typ-2-Diabetes

    Regelmäßige Bewegung (Ausdauer- und Krafttraining) beeinflusst die dem Typ-2-Diabetes zugrunde liegende Insulinresistenz.

    Empfehlung: wöchentlich 150 Minuten aerobe körperliche Aktivität mit mindestens mittlerer Intensität bzw. 75 Minuten mit höherer Intensität oder eine Kombination daraus sowie muskelkräftigende ­Übungen.

    Bewegungsberatung: Abhängig von der persönlichen Neigung sowie den körperlichen/psychischen Umständen soll ein individueller Bewegungsplan festgelegt und kontrolliert werden.

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  • Wie bedeutsam sind die Nebenwirkungen von Pioglitazon?

    Die Gewichtszunahme um ca. 2–5 kg ist zu 75 % auf Wasserretention zurückzuführen.

    Die Frakturraten erscheinen im Vergleich zu Placebo und aktiven Komparatoren erhöht, die klinische Relevanz ist jedoch gering.

    Das Risiko für Herzinsuffizienz ist erhöht, führt jedoch nicht zu einer höheren Mortalität.

    Blasenkrebs: Der berichtete, jedoch nicht bestätigte Zusammenhang mit Pioglitazon könnte an einem ­Detektionsbias liegen.

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  • Risiken und Nebenwirkungen von Sulfonylharnstoffen

    Zahlreiche populationsbasierte Untersuchungen und Metaanalysen sprechen für eine Erhöhung der Mortalität und des kardiovaskulären Risikos unter Sulfonylharnstoffen (SH).

    Mögliche Pathomechanismen einer potenziell erhöhten Mortalität und Morbidität sind Gewichtszunahme, Zunahme des viszeralen Fettgewebes, hohes Hypoglykämierisiko und gesteigerte Proinsulinsekretion.

    Der Einsatz von SH hat derzeit angesichts der Daten und der verfügbaren Alternativen kaum Berechtigung.

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  • So sicher sind inkretinbasierte Therapien

    Die Pankreassicherheit ist durch umfangreiche Studien belegt.

    Derzeit gibt es kein Signal für ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsentumoren, Langzeitdaten fehlen.

    Outcome-Studien zeigen eine geringe, aber statistisch signifikante Risikoerhöhung für Herzinsuffizienz.

    Die Daten bezüglich Frakturrisiko unter GLP-1-RA sind widersprüchlich.

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  • Wirkungen und Nebenwirkungen von Insulin

    Bei Prädiabetes und frühem Typ-2-Diabetes kann Insulin möglicherweise den Betazellverlust aufhalten.

    Hypoglykämien und Gewichtszunahme sind die wichtigsten unerwünschten Wirkungen; vor allem bei alten Patienten sind einfache und sichere Schemata zu wählen.

    Es gibt kein Signal für ein erhöhtes Krebsrisiko.

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