FdR 01|2014

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

  • Gegensätze: Arthritis – Arthrose
    Gegensätze ziehen einander an. Was für Menschen gelten mag, gilt auch in der Medizin. So sehr wir – meist aus didaktischen Gründen – auf Gegensätzen und Abgrenzungen in der Medizin bestehen, so sehr wissen wir auch, dass Übergänge durchaus fließend ...Weiterlesen ...

Focus: Gegensätze: Arthritis – Arthrose

  • Gelenkschmerz: Wann an Arthritis denken?

    Die allgemeine und rheumatologische Anamnese ist ein essenzieller Baustein in der Diagnostik von Rheuma­patienten.

    Neben der Anamnese ist die klinische Untersuchung von größter Relevanz.

    Eine Arthritis imponiert klinisch meist als teigig-weiche Gelenkschwellung.

    Eine zügige Vorstellung beim internistischen Rheumatologen ist entscheidend.

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  • Gelenkschmerz: Wann an Arthrose denken?

    Die Schmerzsymptomatik der Osteoarthrose (OA) unterscheidet sich von der einer chronischen Polyarthritis (CP).

    Die harte, knöcherne Schwellung der Osteoarthrose unterschiedet sich deutlich von der weichen, synovitischen Schwellung eines CP-Gelenks.

    Die OA ist nicht mit einem Verlust von Knochensubstanz verbunden. Im Röntgen finden sich subchondrale Skerosierungen oder subchondrale Aufhellungen, Gelenkspaltverschmälerungen als Folge des zunehmenden Verlusts von Knorpelsubstanz sowie die die Ausbildung von Osteophyten.

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  • EULAR-Behandlungsempfehlungen für die rheumatoide Arthritis

    2010 wurden erstmals die „EULAR-Empfehlungen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit synthetischen und biologischen Therapien“ publiziert.

    2013 wurde ein Update publiziert, das neue Medikamente, aber auch neue Einsichten zu Therapiestrategien ­berücksichtigt.

    Im folgenden Beitrag werden die wesentlichen Inhalte der Empfehlungen erläutert.

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  • Treat to Target: Die Behandlungsstrategie bei rheumatoider Arthritis

    Eine internationale Expertengruppe unter der Leitung von Josef Smolen hat 2010 eine an rationale Behandlungsziele angepasste Behandlungsstrategie der rheumatoiden Arthritis formuliert.

    Neu darin ist die Beachtung der Patientenziele bei der Erstellung von Behandlungsentscheidungen.

    Die Überlegenheit der Treat-to-Target-Strategie im Vergleich zu historischen Gepflogenheiten konnte mittlerweile in mehreren Publikationen gezeigt werden.

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  • Therapie der Fingerpolyarthrose – State of the Art

    Die Therapie der Fingerpolyarthrose (FPA) ist aufgrund der äußerst limitierten Therapieoptionen herausfordernd für den behandelnden Arzt.

    Es existieren keine strukturmodifizierend wirkenden Agentien. Es ist daher oft schwer, den Bedürfnissen der ­Patienten mit Fingerpolyarthrose zu begegnen.

    Derzeit besteht das optimale Management der FPA aus einem Zusammenspiel von pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Modalitäten, mit dem Ziel der effektiven Bekämpfung des Gelenkschmerzes und Erhaltung der Gelenkfunktion.

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  • Pro und Contra: MRT und Sonografie in der Diagnose der frühen Arthritis

    Die Sonografie bzw. MRT sind ausgezeichnete Hilfsmittel in der Abklärung entzündlicher Gelenkerkrankungen, dürfen aber nur in Ergänzung zur klinischen, laborchemischen und konventionellen Bildgebung interpretiert ­werden.

    Festzuhalten ist auch, dass noch viele Fragen zur Wertigkeit dieser modernen bildgebenden Methoden offen sind, sodass weitere Forschungsergebnisse notwendig sind, um den Stellenwert des Ultraschalls und der MRT in der ­Rheumatologie zu festigen.

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Wissenschaft aktuell

  • Dünnes Blut – DMARDs und Antikoagulantien

    Bei Rheumapatienten unter DMARD-Therapie ist beim Monitoring einer Antikoagulation nicht nur auf die Gerinnung im engeren Sinne zu achten, sondern auch auf begleitende Laborveränderungen, welche durch die Basismedikamente oder die Grundkrankheit per se zu einer Erhöhung des Blutungsrisikos führen können.

    Die gleichzeitige Gabe von Antikoagulantien und NSAR ist streng zu überwachen und darauf zu achten, dass Langzeittherapien mit NSAR vermieden werden.

    Aus pharmakokinetischer Sicht sind wenig klinisch relevante Interaktionen zwischen DMARDs und NOAKs zu erwarten.
    Ciclosporin ist bei gleichzeitiger Gabe von Dabigatran kontraindiziert. Bei gleichzeitiger Gabe von Ciclosporin und Rivaroxaban bzw. Apixaban ist Vorsicht geboten.

    Zu intramuskulären Injektionen unter Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban gibt es derzeit keine speziellen Warnhinweise. Nutzen-Risiko-Abwägung wegen Hämatomgefahr empfohlen.

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SERIE Off-Label-Indikationen von Biologika, abseits von Phase III

  • Morbus Behçet

    Die bisherigen internationalen Therapieempfehlungen für Biologika bei Morbus Behçet (MB) betreffen die Gabe von TNF-Blockern vor allem bei schweren Augen- und ZNS-Manifestationen.

    In Japan ist Infliximab bereits seit 2007 zur Therapie der refraktären Uveoretinitis bei Patienten mit MB ­zugelassen.

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Artikel

  • Ergotherapeutische und ­physiotherapeutische Maßnahmen

    PatientInnen mit Fingerpolyarthrose sollten in einem interdisziplinären Team betreut werden. Der nicht-medikamentösen Behandlung kommt großer Stellenwert zu.In einer randomisiert kontrollierten interdisziplinären Studie an der Medizinischen Universität Wien werden ­ergotherapeutische und physiotherapeutische Maßnahmen bei PatientInnen mit Fingerpolyarthrose evaluiert. Die Rekrutierung ist noch nicht abgeschlossen, bis Mai 2014 können PatientInnen eingebracht werden.

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