FdR 04|2015

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Josef Smolen, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Medizinische Universität Wien

Editorial

  • Arthrosen – „Stiefkinder“ der Rheumatologie
    Habe ich Rheuma? Diese Frage wird uns Rheumatologen naturgemäß oft gestellt, und fast immer werden wir sie mit „ja“ beantworten müssen, bedeutet „Rheuma“ doch nichts anderes als ­ziehender, fließender Schmerz im Bereich der Gelenke, Weichteile und gelenknahen Strukturen.
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Focus: Fingerpolyarthrose

  • Die Fingerpolyarthrose: experimentell-pathophysiologische Grundlagen

    Obwohl die Fingerpolyarthrose eine sehr häufige Erkrankung ist, gibt es kaum Studien zu ihrer Pathophysiologie.

    Bisher nicht identifizierte genetische und hormonelle Einflüsse sind maßgeblich für das Auftreten der Erkrankung.

    An der Entstehung der Fingerpolyarthrose sind der Gelenkknorpel, der subchondrale Knochen und Strukturen der Gelenkkapsel beteiligt.

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  • Therapie der Fingerpolyarthrosen

    Die Fingerpolyarthrose ist und bleibt eine relativ schwer zu behandelnde Erkrankung, da die Therapieoptionen eingeschränkt sind und strukturmodifizierende Agenzien nicht existieren.

    Ein Zusammenspiel von Allgemeinmaßnahmen, Ergotherapie/physikalischer Therapie sowie pharmakologischer Therapie bringt dem Patienten oft Erleichterung.

    Viele Arthrosepatienten sprechen jedoch nur unzureichend oder gar nicht auf diese etablierten Therapieoptionen an.

    In diesen Fällen betreten wir beinahe Neuland gesäumt von bisweilen ausgefallenen therapeutischen Ansätzen, weniger guten Studien und wenig überzeugenden Resultaten. Trotzdem kann das eine oder andere Heilverfahren hier wirksam sein; es sollte also nichts unversucht bleiben.

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  • Fingerpolyarthrosen: Welche chirurgischen Verfahren sind sinnvoll?

    Die chirurgische Versorgung von Heberden- und Bouchard-Arthrosen kommt als letzte therapeutische ­Maßnahme nach versuchter konservativer Therapie in Betracht.

    Im DIP-Gelenk ist unserer Meinung nach nur die Arthrodese als einzige sinnvolle Maßnahme zu empfehlen.

    Im PIP-Gelenk kommen in erster Linie die bewährten Silikonspacer zur Anwendung. Die Arthrodese ist im ­Revisionsfall oder als Primärmaßnahme im 2. Strahl zur Verbesserung der Kraft eine sinnvolle Option.

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  • Ergotherapie bei Fingerpolyarthrose: Was wirkt, was wirkt nicht?

    Fingerpolyarthrose kann zu Funktionsverlust, Schmerzen, Formveränderungen der Gelenke bis zur Verminderung von Selbstständigkeit führen.

    Die Rehabilitation eines Patienten mit Fingerarthrose bedarf eines komplexen Managements, welches auch physikalische und ergotherapeutische Maßnahmen inkludieren sollte.

    Größtmögliche Selbstständigkeit ist ein Ziel der Ergotherapie.

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Wissenschaft aktuell

  • Methotrexat: Therapieeinsatz bei Älteren und PatientInnen mit eingeschränkter Nierenfunktion

    Methotrexat führt zur vermehrten Verfügbarkeit von Adenosin, welches antiinflammatorisch wirkt.

    Der Erfolg von Methotrexat ist – wenn mit Folsäure verabreicht – auf einer sehr guten Risiko-Nutzen-Abwägung begründet.

    Ältere PatientInnen sollten bei der Einstellung auf MTX wie PatientInnen mit Niereninsuffizienz behandelt werden.

    Die Kreatinin-Clearance ist ein guter Surrogat-Parameter zur Abschätzung der MTX-Clearance.

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  • 2015-EULAR-ACR-Empfehlungen für die Behandlung der Polymyalgia rheumatica

    Die „2015 EULAR-ACR Recommendations for the management of Polymyalgia rheumatica“ sind gleichzeitig in den Annals of Rheumatic Diseases und in Arthritis & Rheumatology erschienen.

    In 8 Statements zu allgemeinen Therapieprinzipien („overarching principles“) und 10 spezifischen Empfehlungen werden Vorschläge zu Diagnosesicherung, klinischen und laborchemischen Untersuchungen, Zuweisung zum Spezialisten, individualisiertem Therapieplan, Monitoring, Patientenschulung, Zugang zu medizinischer Versorgung, ­Glukokortikoid-Anfangsdosierung, Einsatz von Methotrexat und Biologika sowie einige weitere Empfehlungen festgehalten.

    Die neuen Empfehlungen sind ein Leitfaden für die klinische Praxis und sollen das Outcome von PMR-Patienten ­verbessern.

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  • Der internationale Lupus-Kongress 2015 in Wien

    Ein unvollständiger, subjektiv gefärbter Report

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Kongress

SERIE Autoinflammatorische Syndrome

  • Teil 3: Neue Therapiekonzepte

    Autoinflammatorische Syndrome umfassen eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch periodische ­Fieberschübe und zusätzliche klinische Manifestationen gekennzeichnet sind.

    Pathogenetisch liegt ihnen vor allem eine Störung in der angeborenen Immunabwehr, insbesondere in der Regulation des Zytokins Interleukin-(IL-)1 zugrunde.

    Die Therapie dieser Erkrankungen erfolgt meist symptomatisch, wobei neben Glukokortikoiden auch verschiedene ­Immunsuppressiva zum Einsatz kommen.

    Neue Therapieansätze sind Biologika, darunter insbesondere Substanzen, die IL-1 blockieren, beziehungswiese ­Substanzen, die in die Aktivierung des Inflammasome eingreifen.

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SERIE Kinder-Rheumatologie

  • Teil 3: Kindliche Uveitis

    Bis zu 10 % aller Uveitiden entwickeln sich vor dem 16. Lebensjahr.

    Bei chronischen Verläufen besteht die Gefahr der Visusminderung bis hin zur Erblindung.

    Früherkennung durch engmaschiges Screening an der Spaltlampe und die Ausschöpfung moderner ­Therapiestrategien, die den Off-Label-Use von Biologika einschließen, haben die Langzeitprognose entscheidend verbessert.

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