GA 05|2019

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Angriff auf die Fristenlösung – Déjà-vu zum Schwangerschaftsabbruch

    „Das, was die Frauenbewegung seit den 1980er Jahren erreicht hat, soll anscheinend wieder rückgängig gemacht ­werden“, dieses Statement ist einer aktuellen „Frauenarzt“-Ausgabe zu entnehmen, dem offiziellen Organ des Deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte und der DGGG, „es ist Ausdruck einer ganz bestimmten Frauen-feindlichen Haltung, die als überwunden galt.“ Gleiches gilt wohl auch für Österreich.

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Editorial

Seite des BÖG

  • ELGA Der Boiled-Frog-Effekt

    Wird ein Frosch in heißes Wasser geworfen, springt er sofort wieder heraus. Wird das Wasser, in dem er sich befindet, langsam erhitzt, bleibt er hingegen und scheint die Hitze nicht zu bemerken, bis er jede Chance vertan hat, der tödlichen Falle zu entkommen. Auf diese Art und Weise köchelt ELGA seit 2011 vor sich hin und treibt die Ärzteschaft vor sich her.

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Gynäkologische Onkologie

  • ESMO-Highlights zum Mammakarzinom – Große Fortschritte und erfreuliche Signale

    In der MONARCH-2-Studie mit Abemaciclib wie auch in der MONALEESA-3-Studie mit Ribociclib erzielten CDK4/6-Inhibitoren eindeutig signifikante und vor allem auch klinisch relevante Verbesserungen.

    Beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) mehren sich positive Daten zur Immuntherapie: Der Immun-Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab steigerte signifikant die Rate pathologischer ­Komplettremissionen in der KEYNOTE-522-Studie.

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  • Sentinel-Lymphknoten-Biopsie: Was ist noch unklar?

    Die Sentinel-Node-Biopsie (SLNB) ist das Standardverfahren für alle Patientinnen mit ­axillärem Staging bei primärer Operation.

    Bei klinisch okkultem und geringfügigem Tumorbefall im SLN wird die Indikation zu einer Axilladissektion zunehmend verlassen.

    Bei Patientinnen mit klinisch negativen Lymphknotenstatus vor neoadjuvanter Chemotherapie (NACT) sollte die SLNB nach der NACT durchgeführt werden.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Thrombophilie bei Kinderwunsch

    Grundsätzlich sollte bei jeder Kinderwunschpatientin neben einer genauen Anamneseerhebung vor Start einer IVF/ICSI-Behandlung ein basaler Gerinnungsstatus erstellt werden, um eine Thrombose- oder Blutungsneigung auszuschließen.

    Es konnte bei Anti-Phospholipid-Antikörpern ein erhöhtes Risiko für ein Implantationsversagen und habituelle Aborte festgestellt werden.

    Eine antithrombotische Therapie zum alleinigen Zweck der Verbesserung der Schwangerschafts- und Lebendgeburtenrate ist nicht indiziert.

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  • Blutungsstörungen bei Jugendlichen

    Mädchen, die eine gynäkologische Ordination aufsuchen, kommen in 75 % wegen ­ Menstruationsproblemen.

    Bei Abklärung der abnormen uterinen Blutung in der Pubertät sollten einerseits unnötige ­Untersuchungen vermieden, aber Pathologien nicht übersehen werden.

    Je nach Ergebnis einer strukturierten Basisuntersuchung sollten gezielt weiterführende Untersuchungen veranlasst werden: Hormonstatus inklusive Schilddrüsenabklärung, Blutbild, Eisenstoffwechsel, ­Hämophilieabklärung, Funktionstests oder humangenetische Testungen.

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