GA 01|2019

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Zum 100. Todestag von Friedrich Schautag – „Begründer der deutschen Gynäkologie“

    „Als Schauta seine wissenschaftliche Tätigkeit begann, war die Gynäkologie noch nicht viel mehr als die kleine Gynäkologie der heutigen Zeit. Vergleichen wir den damaligen Stand unserer Wissenschaft mit ihrer heutigen Entwicklung und bedenken wir, welch gewaltiger Anteil Schauta und seiner Schule an diesem Entwicklungsgange zufällt, so gewinnen wir unter dem Eindrucke dieses Kontrastes und dieser Erwägung wenigstens beiläufig ein Maß für die Größe seines Werkes“ (Univ.-Prof. Dr. Hans Thaler, 1919).1

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Editorial

Seite des BÖG

  • Von der Vision zum Tun

    Vor dem Hintergrund, dass die konventionelle jährliche Zytologie bis zum endgültigen „Game over“ bereits am absteigenden Ast der Popularität zu sein scheint, braucht es für die Gynäkologie ein neues Image.

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Podium

Gynäkologische Onkologie

  • Zervixkarzinom-Früherkennung – die neuen Abklärungs-Algorithmen

    Nach dem Inkrafttreten der neuen österreichischen Gyn-Zyto-Nomenklatur mit 1. 1. 2018 erfolgte eine entsprechende Anpassung der OEGGG-Empfehlungen zur Diagnose und Therapie von CIN sowie Vorgangsweise bei zytologischen Befunden mit eingeschränkter Qualität.

    Diese Leitlinie soll zu einer Vereinheitlichung und Standardisierung des Abklärungsmanagements führen und damit eine Unter- oder Übertherapie verhindern – d. h. die Anzahl an Konisationen senken und eine möglichst rasche Karzinomdiagnostik ermöglichen.

    Neben den Grundpfeilern der Inspektion und Kolposkopie, Abnahme der konventionellen Zytologie und Histologie ist die HPV-Testung von entscheidender Relevanz, da eine persistierende HPV-High-Risk-Infektion eine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen darstellt.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Komplikationen der operativen Therapie bei tief infiltrierender Endometriose

    Komplikationen bei ausgedehnten Operationen zur Behandlung der TIE sind in Abhängigkeit
    der Erfahrung und Fallzahl des interdisziplinären operativen Teams selten, können jedoch
    schwerwiegend sein.

    Der Schlüssel zur erfolgreichen und oft individuellen Behandlung solcher Komplikationen ist die frühzeitige Diagnose und rasche Intervention.

    Die mögliche Prävention von Komplikationen beinhaltet eine adäquate präoperative Diagnosestellung und Risikoeinschätzung in Kombination mit den erläuterten medikamentösen und chirurgischen Maßnahmen.

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  • Hormonersatztherapie: Nutzen überwiegt Risiko

    Die menopausale Hormonersatztherapie (HRT) stellt nach wie vor die wirksamste Methode zur Behandlung klimakterischer Beschwerden dar.

    Bei frühem Therapiebeginn konnte mit den aktuell verfügbaren Präparaten eine Reduktion des kardiovaskulären Risikos und der Gesamtmortalität gezeigt werden.

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  • IN DER PIPELINE: Neue Behandlungsmöglichkeit bei rezidivierender Vulvovaginalcandidose

    In Studien zu neuem Medikament zur Behandlung von chronisch-rezidivierenden Verlaufsformen von Vulvovaginalcandidose (VCC) Hinweise auf deutlich höhere primäre Heilungsrate.

    Erstmals als therapeutisches Target: besondere Form mikrobieller Resistenz und chronifizierter Entzündungsreaktionen im Biofilm.

    Probandinnen gesucht für letzte Studien vor Zulassung.

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  • Chirurgische Therapie der Belastungsharninkontinenz: Inkontinenz nach Voroperation – (k)ein Drama in zwei Akten

    Bei rezidivierender/persistierender Inkontinenz nach einer Operation sollte die diagnostische Abklärung gleich wie bei der Erstvorstellung erfolgen.

    Der klinische Zugang richtet sich nach der Behandlung der störenden Symptome (Belastungsinkontinenz?), dem Behandlungswunsch mit einer Risiko-Nutzen-Abwägung bei Invasivität sowie der Auslotung der Behandlungsziele und Erwartungshaltung aus der Sicht der Patientin.

    Einen chirurgischen Rezidiveingriff wird man von der Stärke und Art der Symptome abhängig machen.

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  • Mönchspfeffer bei prämenstruellem Syndrom

    Als ursächlicher Auslöser des PMS gilt eine zyklusabhängige Veränderung des Prolaktins in der zweiten Zyklushälfte als gesichert.

    Zur Diagnosesicherung des PMS ist neben einer genauen Anamnese wichtig, den Hormon­status in der zweiten Zyklushälfte festzustellen.

    Als pflanzliche Therapieoption hat sich die Gabe von Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) als wirkungsvoll erwiesen, da seine Wirkstoffe der Hyperprolaktinämie entgegenwirken und eine natürliche Balance von ­Östrogen und Progesteron wieder herstellen.

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Frauengesundheit

  • Abhängigkeit und Sucht durch Analgetika

    Bei wiederholter Opioidexposition kommt es zu Änderungen der Hirnfunktion – mit zunehmend höherem Bedarf an Opioiden und gleichzeitiger Entwicklung von Entzugssymptomen.

    In den letzten Jahren häufen sich Berichte über eine Zunahme der Suchtentwicklung bei Patienten, welche wegen nicht tumorbedingter Schmerzen Opioide verabreicht bekommen.

    Nachdem Suchtentwicklung offensichtlich mit einer individuellen Prädisposition verbunden ist, wurden spezielle Fragenbögen entwickelt, welche die Filterung von Risikopatienten ermöglichen.

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