GA 02|2014

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

  • Das österreichische Krebsregister

    Das österreichische Krebsregister ist ein bevölkerungsbezogenes Register mit einer klaren epidemiologischen Fundierung. Es dient der Erhebung, Speicherung sowie Erarbeitung und Analyse von Daten zur Häufigkeit von Krebserkrankungen und Krebssterbefällen aller Personen mit Wohnsitz in Österreich (ca. 8,4 Mio., 2012).

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Seite des BÖG

  • Die Zukunft des Mutter-Kind-Passes
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Wie Sie wissen, bemüht sich der Berufsverband österreichischer GynäkologInnen seit über einem Jahr, die Regelung rund um die MKP-Honorierung in Frage zu stellen.
    Bitte machen Sie sich nochmals ein Gesamtbild zur Situation, die untenstehenden Links führen ...Weiterlesen ...

Focus: AGO-Jahrestagung 2014

  • Einleitung: „Krebs bei der Frau“

    Für alle ÄrztInnen, die in die ­Vorsorge, Behandlung und ­Nachsorge von gynäkologischen Malignomen inklusive des ­Mammakarzinoms, eingebunden sind, hat sich die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für ­gynäkologische Onkologie (AGO Austria) der OEGGG zu ­einem Pflichttermin ihrer ­fachlichen Fortbildung ­entwickelt.

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  • Nachsorge bei Brustkrebs
    Ziel einer umfassenden Nachbetreuung von Brustkrebspatientinnen ist die Evaluierung und Sicherung des Behandlungserfolges, rechtzeitige Diagnose und Behandlung bei neuerlichem Auftreten der Erkrankung bzw. Zweitkarzinom, Erfassung und Hilfestellung bei der Behandlung von Problemen, die als Folge der Therapie entstehen, sowie Informationsvermittlung ...Weiterlesen ...
  • Das Qualitätssicherungsprojekt der AGO
    Die AGO Austria hat im Jahr 1999 beschlossen, für die vier zentralen Tumorentitäten in der Gynäkologie Qualitätssicherungsprogramme zu starten. Bereits im Jahr 1999 wurde mit einem Programm für Ovarialkarzinome begonnen, im Jahr 2002 wurden die Endometriumkarzinome aufgenommen, im Jahr 2005 ...Weiterlesen ...
  • Materieller und immaterieller Wert der Zertifizierung
    Die Zertifizierung von onkologischen Organzentren ist seit mehr als 10 Jahren etabliert und wird ständig weiterentwickelt. Ausgangspunkt war die angeblich ungenügende Patientenversorgung bei im Vergleich zu den angloamerikanischen Ländern hohen Kosten. Den Kliniken wurden veraltete Strukturen, nicht überprüfbare Patienten- und ...Weiterlesen ...
  • Therapie mit PARP-Inhibitoren beim Ovarialkarzinom
    Poly-ADP-Ribose-Polymerase-Inhibitoren (PARP-Inhibitoren) haben kürzlich für Aufregung ob ihrer Wirkung beim triple­negativen Mammakarzinom und vor allem beim BRCA-1- und BRCA-2-assoziierten Ovarialkarzinom gesorgt. Sie sollten den zytotoxischen Effekt von Chemotherapien verstärken, selektiv sein und die Nebenwirkungen nicht erhöhen.
    Wirkrichtungen der PARP-Inhibitoren: PARP-Inhibitoren hemmen ...Weiterlesen ...
  • Blutungsstörungen in der Perimenopause
    Als Perimenopause bezeichnet man laut Definition der WHO die Zeit unmittelbar vor der Menopause, wenn endokrine, biologische und klinische Zeichen der nahen Menopause beginnen. Bei etwa 10 % aller Frauen beginnt diese Lebensphase im 40. Lebensjahr, bei 50 % erst ...Weiterlesen ...
  • Pathogenese der Peritonealkarzinose beim Ovarialkarzinom
    Als Peritonealkarzinose wird ein disseminierter Befall des Bauchfells durch Zellen maligner epithelialer Tumoren bezeichnet. In der Regel handelt sich dabei um Metastasen von primären Karzinomen des Abdomens, insbesondere des Gastrointestinaltrakts und der Genitalorgane. Bei 10–20 % dieser Patienten haben die ...Weiterlesen ...
  • Das Lynch-Syndrom – was sollte der Gynäkologe wissen?
    Frauen mit einem familiären Risiko für das Lynch-Syndrom sollten im Rahmen einer genetischen Beratung abgeklärt werden, da bei Nachweis eines Lynch-Syndroms spezielle Früherkennungsprogramme bzw. die Möglichkeit prophylaktischer Operationen besprochen werden sollten.
    Hintergrund: Das Lynch-Syndrom – auch als hereditäres non-polypöses Kolorektalkarzinom-Syndrom (HNPCC) ...Weiterlesen ...
  • Mammografie-Screening in Österreich: Eckpunkte und erste Erfahrungen
    Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“ – eine gemeinsame Initiative von Bund, Sozialversicherung, Ländern, Österreichischer Ärztekammer unter Einbeziehung von ExpertInnen der Österreichischen Krebshilfe, der Patienten- und Pflegeanwaltschaft und verschiedener Selbsthilfegruppen – ist am 1. Jänner 2014 gestartet. Das Programm richtet sich ...Weiterlesen ...
  • Diagnose und Therapie des Endometriumkarzinoms 2013
    Das Endometriumkarzinom ist das häufigste gynäkologische Malignom. Obwohl man annehmen könnte, dass sowohl Diagnostik und Therapie durch Daten und Leitlinien klar geregelt ist, bleiben viele Fragen offen. Wir haben am 4. 10. 2013 eine Expertenkonferenz in Linz veranstaltet, um möglichst ...Weiterlesen ...
  • AGO-Studienzentrale: Auswahl aktueller AGO-Studien

    AGO-Studien 28 und 30
    TRINOVA-2 und -3 – Trebananib-Kombinationen bei Ovarialkarzinom-Patientinnen: TRINOVA-1 hat eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens bei Ovarialkarzinom-Patientinnen mit partiell platinsensitivem Rezidiv unter Therapie mit Paclitaxel + Trebananib (AMG 386) im Vergleich zu Paclitaxel + Placebo gezeigt. ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Krebs bei der Frau in Österreich − Ein Update zur Epidemiologie

    Tendenziell gehen bei uns sowohl Inzidenz als auch Mortalität von Krebserkrankungen zurück. Insgesamt in den vergangenen Jahrzehnten deutliche Zunahme des relativen 5-Jahres-­Überlebens nach Krebsdiagnose.

    Brustkrebs: Inzidenzrückgang im vergangenen Jahrzehnt nur um 4 %, jedoch deutliche Abnahme der alterstandardisierte Sterberate. Gebärmutterhalskarzinom: Neuerkrankungen im vergangenen Jahrzehnt deutlich gesunken, kaum Abnahme der an Zervixkarzinom Verstorbenen. Gebärmutterkörperkarzinom: häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane; Prävalenzrückgang, kaum Abnahme der Sterbefälle. Eierstockkarzinom: deutliche Abnahme der Erkrankungsfälle und der altersstandardisierten Mortalitätsrate im letzten Jahrzehnt.

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  • Antihormonelle Therapie: 5 Jahre versus 10 Jahre

    Zwei große prospektiv-randomisierte Studien (ATLAS und aTTom) mit insgesamt über 17.000 Patientinnen konnten zeigen, dass 10 Jahre Tamoxifen signifikant besser bezogen auf das krankheitsfreie Überleben, die Brustkrebsmortalität sowie die Gesamtmortalität als 5 Jahre sind.

    Durch längere Gabe von Tamoxifen treten signifikant mehr Endometriumkarziome und Pulmonal­embolien auf.Für die prämenopausale Patientin – die diese verlängerte Tamoxifengabe primär betrifft – ist der Vorteil auch gezeigt worden, allerdings waren diese Daten aufgrund der geringen Zahl eingeschlossener prämenopausaler Patientinnen nicht signifikant.

    Die Adherence wird den zentralen Punkt bei der verlängerten endokrinen Therapie darstellen.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Rauchen, Alkohol, Koffein & Kinderwunsch

    Nikotinabusus beeinflusst sowohl die Fertilität der Frau und des Mannes als auch den Schwangerschaftsverlauf und die Gesundheit des ungeborenen Kindes in vielfältiger Weise negativ.

    Alkohol ist nicht nur ein bekanntes Teratogen, auch die Konzeptionschancen verringern sich – selbst bei Konsum von durchschnittlich nur einem alkoholischen Getränk pro Woche – dosisabhängig mit zunehmender Alkoholmenge.

    Auch Koffein scheint – zumindest in größeren Mengen konsumiert – die Zeit bis zum Eintreten einer Schwangerschaft zu verlängern.

    Bei der präkonzeptionellen Beratung können modifizierbare Risikofaktoren – wie Ernährungsgewohnheiten, Gewicht, Rauchen, Alkohol und Koffein – identifiziert und möglicherweise geändert werden.

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  • Schwangerschaft und Suchterkrankungen

    Eine möglichst frühe Diagnostik und Behandlung der Suchterkrankung und psychiatrischer ­Komorbiditäten der werdenden Mutter führen zu einer besseren Prognose für die Entwicklung des Kindes.

    Im Behandlungsalltag ist ein Überfokus auf die Opioidabhängigkeit gerichtet. Alkoholabusus in der Schwangerschaft liegt in der Realität ca. 15-mal häufiger vor. Genauso wenig darf der Nikotinabusus ­bagatellisiert werden.

    Alle Interventionen, die die Stabilität der Mutter erhöhen und damit die Prognose für das Kind verbessern, führen außerdem zur Einsparung gesellschaftlicher Kosten.

    Eine stabilisierte Patientin mit einer Suchterkrankung darf keiner Benachteiligung ausgesetzt werden.

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