GA 01|2017

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

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Podium

AGO Austria

Gynäkologische Onkologie

  • Highlights vom SABS 2016 − Prognose, Prädiktion, Therapieresistenz und verlängerte Adjuvanz

    Positive Daten zur Überwindung der Therapieresistenz hormonrezeptorpositiver Mammakarzinome durch die Kombination von Aromatasehemmer mit Fulvestrant oder Everolimus (STEPAUT-Studie).

    Unklare Datenlage zur verlängerten adjuvanten Therapie nach 5 Jahren endokriner Standardtherapie.

    Hohe prädiktive und auch prognostische Wertigkeit tumorinfiltrierender Lymphozyten bei triple-­negativen und HER2-positiven Tumoren; prognostisch ungünstig bei luminalen Karzinomen.

    Rückgang zirkulierender Tumorzellen unter neoadjuvanter Therapie korreliert mit dem Erreichen einer pCR und mit klinischen Outcomes wie Gesamtüberleben, Lokalrezidivrate und metastasenfreies Überleben.

    Hormonrezeptor-positive, HER2-positive Tumoren profitieren von der HER2-Doppelmodulation in ­Kombination mit Aromatasehemmer mehr als von einer Trastuzumab-Monotherapie plus Aromatasehemmer.

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  • Endokrine Therapie des Mammakarzinoms − Sekundäre Osteoporose unter Aromataseinhibitoren

    Der Östrogenentzug unter Aromatasehemmer-Therapie wirkt sich langfristig negativ auf den Knochenstoffwechsel mit einem erhöhten Osteoporose- und Frakturrisiko aus.

    Zur spezifischen Osteoporose-Prophylaxe unter endokriner Brustkrebstherapie sind das ­Bisphosphonat Zoledronsäure und der RANKL-Antikörper Denosumab studiengesichert wirksam.

    Neben den osteoprotektiven Effekten der osteospezifischen Therapie wurden auch direkte Effekte auf die Brustkrebserkrankung nachgewiesen.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Zika-Virus-Infektion in der Schwangerschaft

    Übertragung durch die Aedes-Mücke und Sexualkontakte.

    Infektionen während der Schwangerschaft erhöhen die Wahrscheinlichkeit von ­Gehirnfehlbildungen um den Faktor 2.

    Das maternofetale Übertragungsrisiko dürfte in Südamerika bei 10 % liegen und die ­Erkrankungswahrscheinlichkeit der Feten ist umso höher, je früher die Infektion stattfindet.

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  • Der Präeklampsietest sFlt-1/PlGF-Quotient im klinischen Einsatz

    Bei Schwangeren mit der Differenzialdiagnose Präeklampsie kann die Bestimmung des sFlt-1/PlGF-Quotienten helfen, unnötige stationäre Aufnahmen zu vermeiden bzw. die Überwachung der Schwangeren zu optimieren.

    Die internationale Konsensusgruppe zum Einsatz des sFlt-1/PlGF-Quotienten hat einen Leitfaden für die klinische Praxis erstellt.

    Derzeit ist dieser Test noch nicht mit formellen Empfehlungen in den offiziellen Leitlinien ­implementiert.

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  • Therapie des PCO-Syndroms

    Die Therapie des PCO-Syndroms richtet sich nach der im Vordergrund stehenden ­Symptomatik.

    Bei Akne und Hirsutismus werden neben oralen Kontrazeptiva diverse Antiandrogene ­verabreicht.

    Zur Ovulationsinduktion bzw. bei unerfülltem Kinderwunsch kommen Clomiphen-Citrat, Aromatasehemmer, niedrig dosierte Gonadotropine, eine operative Therapie im Sinne des „laparoscopic ovarian ­drilling“ oder ein IVF/ICSI-Zyklus zum Einsatz.

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  • Stress und Kinderwunsch

    Es gibt Hinweise, dass sich Stress bei Männern negativ sowohl auf Samenmenge als auch -qualität auswirkt.

    Eigene Daten zum Stresseinfluss bei Frauen (ermittelt an Speichel-Kortisol und durch ­Fragebogen) zeigten keinen negativen Effekt auf die IVF/ICSI-Therapie und ihren Ausgang.

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  • Das Mikrobiom in Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin

    Der gesamte weibliche Genitaltrakt ist besiedelt, also nicht steril.

    Postulierte Zusammenhänge von Mikrobiom-Dysbalancen mit Infertilität, Fehl-/Frühgeburten,­ Ovarialkarzinom, Endometriose, PCO etc.

    Eine bessere Erkennung mikrobieller Imbalancen mithilfe moderner molekulargenetischer ­Bestimmungsmethoden würde eine effektivere Therapie und Prophylaxe von vielen gynäkologischen ­Problemstellungen ermöglichen.

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  • Die prämenstruelle Dysphorie

    Die prämenstruelle Dysphorie (PMDD) ist eine multifaktoriell bedingte, schwere affektive Störung mit kognitiv-affektiven und körperlichen Symptomen, vorwiegend vor der Menses.

    Wichtigste Ursachen: prämenstrueller Hormonabfall und dessen Auswirkungen auf den ­Neurotransmitterstoffwechsel und den Brain-derived Neurotrophic Factor sowie Stress.

    Therapieoptionen: SSRI, hormonelle Behandlung und kognitive Verhaltenstherapie.

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Frauengesundheit

  • Nachlese zum Wiener Menopause-Kongress 2016: Menopause und Anti-Aging – mit der Natur und gegen sie

    Die Phytotherapie hält eine Vielzahl an Substanzen gegen unterschiedliche Wechsel­beschwerden bereit.

    Isoflavone zeigen in Studien v. a. gegen Hitzewallungen einen signifikanten Effekt. Auch Effekte auf Surrogatparameter des kardiovaskulären Risikos und der Osteoprose sind nachweisbar.

    Die menopausale Hormontherapie (MHT) ist die wirksamste Behandlung schwerer klimakterischer ­Beschwerden. Bei gegebener Indikation und individualisierer Gabe überwiegt der Nutzen die Risiken.

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  • Rotklee – Eine Pflanze für die Wechseljahre

    Rotklee ist aufgrund seines Gehalts an Isoflavonen wie Formononetin und Biochanin A eine ­besonders für die Frauenheilkunde interessante Pflanze.

    Rotklee-Isoflavone binden spezifisch an die Subtypen α und β des Östrogenrezeptors.

    Daten gibt es zur Linderung von menopausalen Symptomen und zur Senkung der Lipidparameter in der Postmenopause.

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