Neph 02+03|2015

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Univ.- Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Klinische Abteilung für Nephrologie, Medizinische Universität Graz.

Editorial

  • Editorial 2+3/15
    Wir müssen in der Nephrologie einen bedeutenden Teil an Patienten mit Diabetes mellitus betreuen, sei es, dass unsere Patienten an renalen Folgeschäden dieser zentralen Stoffwechselstörung leiden, sei es aber auch, dass Patienten einen Diabetes im Rahmen ihrer chronischen Nierenerkrankung entwickeln, ...Weiterlesen ...

Focus: Niere und Diabetes

  • Epidemiologie der diabetischen Nierenerkrankung in Österreich − Daten des Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregisters (ÖDTR)

    ÖDTR mit seit 50 Jahren erfassten Daten zur Nierenersatztherapie (NET) als ­weltweite Besonderheit.

    Exakte Daten zum Anteil mit diabetischer Genese der Nierenerkrankung erst für das Stadium 5 mit Dialysepflichtigkeit (DKD-ESRD = Diabetic Kidney Disease with End Stage Renal Disease).

    Bei Dialysierten deutliche Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetikern: Dauer der NET, Komorbiditäten, Alters-, Geschlechterverteilung etc.

    Für den erfreulichen Rückgang der Inzidenz von DKD-PatientInnen zur NET (ca. seit 2006) vermutlich viele Faktoren verantwortlich.

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  • Progressionsbeeinflussung der diabetischen Nephropathie – Stellenwert der glykämischen Kontrolle und antihypertensiven Therapie

    Anzahl der inzidenten Dialysepatienten mit Typ-2-Diabetes weltweit rückläufig, Verlauf der diabetischen Nephropathie scheint sich in den letzten Jahren ­verbessert zu haben.

    Nicht-albuminurische Verläufe der Niereninsuffizienz bei über der Hälfte der Typ-2-­Diabetiker mit Nephropathie.

    Strikte glykämische Kontrolle mit HbA1c-Werten < 7 % aus nephroprotektiver Sicht zur ­längerfristigen Vermeidung eines renalen Funktionsverlustes sinnvoll – Caveats: Hypo­glykämierisiko und kardiovaskuläre Sicherheit!

    Systolischer Zielblutdruck von 120–130 mmHg nach derzeitiger Datenlage ab Stadium der Albuminurie am günstigsten.

    ACE-Hemmer oder AT1-Blocker bei Hypertonie bzw. ab Auftreten einer Albuminurie auch bei normotensivem Blutdruck Medikamente erster Wahl. Duale RAAS-Blockade sollte vermieden werden!

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  • Diabetische Nierenerkrankung bei Typ-1-Diabetes – Die zentrale Bedeutung des Nierenfunktions­verlusts gegenüber der Albuminurie

    Eine Reihe von klinischen Beobachtungen widerspricht dem vereinfachenden ­Lehrbuchmodell mit Albumin-zentrischer Genese der diabetischen Nephropathie bis hin zum terminalen Nierenversagen.

    Gegenwärtig laufen Studien, um bessere prädiktive Faktoren für terminales Nierenversagen zu evaluieren.

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  • Kontext kardiovaskuläres Risiko bei diabetischer Nephropathie – Diabetes mellitus Typ 2 und arterielle Hypertonie

    Hypertonie als auch Diabetes mellitus gehen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einher, eine suffiziente und dauerhafte Therapie ist daher notwendig.

    Blutdruck-Zielwerte richten sich nach Alter und Komorbiditäten (allgemein < 140/90 mmHg, für Diabetiker < 130/85 mmHg).

    Als First-Line-Therapie soll ein ACE-Hemmer oder ARB verwendet werden. Oftmals ist aber eine Zwei- bzw. Dreifachkombination zum Erreichen des Blutdruckziels notwendig (Add-on Substanzen nach Vor- und Nachteilen auf präexistente Begleiterkrankungen auszuwählen).

    Therapieadhärenz und das Überwinden der „therapeutic inertia“ sind Grundpfeiler einer guten Blutdrucktherapie.

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  • Diabetestherapie bei chronischer Niereninsuffizienz – Welche Substanz in welcher Dosierung?

    Verbesserung der Blutglukosesituation trägt zu deutlicher Progressionsreduktion der diabetischen Nephropathie bei: deshalb sollte unabhängig vom Grad der Niereninsuffizienz eine strikte Blutglukoseoptimierung angestrebt werden.

    Adaptation der antidiabetischen Medikation, da die meisten oralen Antidiabetika, aber auch subkutan appliziertes Insulin zu einem großen Teil renal eliminiert werden.

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  • Hämodialyse und Diabetes – Überlegungen zu Gefäßzugang und Blutzuckermanagement

    Die Behandlungsprinzipien von DiabetikerInnen an der Hämodialyse entsprechen prinzipiell denen von NichtdiabetikerInnen, diese Hochrisikogruppe bedarf jedoch unserer besonderen Aufmerksamkeit.

    Auch bei DiabetikerInnen sollte ein Cimino-Shunt erste Wahl sein und ist ein erreichbares Ziel.

    Die Individualisierung des HbA1c-Zielwerts wird empfohlen.

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  • Altes und Neues zur Albuminurie – Prognostische und prädiktive Aussagekraft und therapeutische

    Albumin im Harn bleibt ein wichtiger Laborparameter für die Einschätzung des renalen und kardiovaskulären Risikos und als Marker des Krankheitsverlaufs.

    Albuminurie als (alleiniger) Surrogatparameter und definitives therapeutisches wird hingegen derzeit kontrovers diskutiert.

    Bei der diabetischen Nephropathie existieren auch normoalbuminurische Verlaufsformen.

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