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Erscheinungsdatum:
15.11.2015

Herausgeber:
Österreichische Gesellschaft für Nephrologie, Univ.- Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Klinische Abteilung für Nephrologie, Medizinische Universität Graz.


Editorial

Editorial 2+3/15

Sabine Schmaldienst et al. 15.11.2015

Wir müssen in der Nephrologie einen bedeutenden Teil an Patienten mit Diabetes mellitus betreuen, sei es, dass unsere Patienten an renalen Folgeschäden dieser zentralen Stoffwechselstörung leiden, sei es aber auch, dass Patienten einen Diabetes im Rahmen ihrer chronischen Nierenerkrankung entwickeln, wie zum Beispiel einen Post-Transplant-Diabetes. Diabetes mellitus ist per se eine hochkomplexe Erkrankung, im...

Focus: Niere und Diabetes

Epidemiologie der diabetischen Nierenerkrankung in Österreich − Daten des Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregisters (ÖDTR)

Friedrich C. Prischl 15.11.2015

ÖDTR mit seit 50 Jahren erfassten Daten zur Nierenersatztherapie (NET) als ­weltweite Besonderheit. Exakte Daten zum Anteil mit diabetischer Genese der Nierenerkrankung erst für das Stadium 5 mit Dialysepflichtigkeit (DKD-ESRD = Diabetic Kidney Disease with End Stage Renal Disease). Bei Dialysierten deutliche Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetikern: Dauer der NET, Komorbiditäten, Alters-,...

Focus: Niere und Diabetes

Progressionsbeeinflussung der diabetischen Nephropathie – Stellenwert der glykämischen Kontrolle und antihypertensiven Therapie

Roland Edlinger 15.11.2015

Anzahl der inzidenten Dialysepatienten mit Typ-2-Diabetes weltweit rückläufig, Verlauf der diabetischen Nephropathie scheint sich in den letzten Jahren ­verbessert zu haben. Nicht-albuminurische Verläufe der Niereninsuffizienz bei über der Hälfte der Typ-2-­Diabetiker mit Nephropathie. Strikte glykämische Kontrolle mit HbA1c-Werten < 7 % aus nephroprotektiver Sicht zur ­längerfristigen...

Focus: Niere und Diabetes

Diabetische Nierenerkrankung bei Typ-1-Diabetes – Die zentrale Bedeutung des Nierenfunktions­verlusts gegenüber der Albuminurie

Marcus Säemann 15.11.2015

Eine Reihe von klinischen Beobachtungen widerspricht dem vereinfachenden ­Lehrbuchmodell mit Albumin-zentrischer Genese der diabetischen Nephropathie bis hin zum terminalen Nierenversagen. Gegenwärtig laufen Studien, um bessere prädiktive Faktoren für terminales Nierenversagen zu evaluieren.

Focus: Niere und Diabetes

Kontext kardiovaskuläres Risiko bei diabetischer Nephropathie – Diabetes mellitus Typ 2 und arterielle Hypertonie

Alexander Bräuer et al. 15.11.2015

Hypertonie als auch Diabetes mellitus gehen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einher, eine suffiziente und dauerhafte Therapie ist daher notwendig. Blutdruck-Zielwerte richten sich nach Alter und Komorbiditäten (allgemein < 140/90 mmHg, für Diabetiker < 130/85 mmHg). Als First-Line-Therapie soll ein ACE-Hemmer oder ARB verwendet werden. Oftmals ist aber eine Zwei- bzw. Dreifachkombination zum...

Focus: Niere und Diabetes

Diabetestherapie bei chronischer Niereninsuffizienz – Welche Substanz in welcher Dosierung?

Michael Resl et al. 15.11.2015

Verbesserung der Blutglukosesituation trägt zu deutlicher Progressionsreduktion der diabetischen Nephropathie bei: deshalb sollte unabhängig vom Grad der Niereninsuffizienz eine strikte Blutglukoseoptimierung angestrebt werden. Adaptation der antidiabetischen Medikation, da die meisten oralen Antidiabetika, aber auch subkutan appliziertes Insulin zu einem großen Teil renal eliminiert werden.

Focus: Niere und Diabetes

Hämodialyse und Diabetes – Überlegungen zu Gefäßzugang und Blutzuckermanagement

Peter Krisper 15.11.2015

Die Behandlungsprinzipien von DiabetikerInnen an der Hämodialyse entsprechen prinzipiell denen von NichtdiabetikerInnen, diese Hochrisikogruppe bedarf jedoch unserer besonderen Aufmerksamkeit. Auch bei DiabetikerInnen sollte ein Cimino-Shunt erste Wahl sein und ist ein erreichbares Ziel. Die Individualisierung des HbA1c-Zielwerts wird empfohlen.

Focus: Niere und Diabetes

Altes und Neues zur Albuminurie – Prognostische und prädiktive Aussagekraft und therapeutische

Arno Beer 15.11.2015

Albumin im Harn bleibt ein wichtiger Laborparameter für die Einschätzung des renalen und kardiovaskulären Risikos und als Marker des Krankheitsverlaufs. Albuminurie als (alleiniger) Surrogatparameter und definitives therapeutisches wird hingegen derzeit kontrovers diskutiert. Bei der diabetischen Nephropathie existieren auch normoalbuminurische Verlaufsformen.

Topics

Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe bei VHF und terminaler ­Niereninsuffizienz – Befinden wir uns im evidenzfreien Raum?

Cihan Ay et al. 15.11.2015

Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz und chronischer Hämodialysetherapie haben eine hohe Prävalenz von Vorhofflimmern (VHF) und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Antikoagulation zur Schlaganfallprophylaxe wird durch ein erhöhtes Blutungsrisiko erschwert. Die Risikoevaluierung für Schlaganfälle und Blutungen unterscheidet sich von gängigen Risikoscores aus der Allgemeinbevölkerung.

 



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