Best of Pharma Advertising: Die Juryarbeit hinter dem „Goldenen Skalpell“

Beim Best of Pharma Advertising prämiert der PMCA jedes Jahr die kreativsten ­Marketingkampagnen für ­rezeptpflichtige und rezeptfreie Produkte sowie Awareness- und Imagekampagnen in der Gesund­heitsbranche. Unternehmen können ihre Arbeiten in verschiedenen Kategorien ­einreichen; zugelassen sind Kampagnen, die im Vorjahr in Österreich verbreitet wurden.

PMCA-Präsident Dietrich Göller (Mitte vorne) mit den Mitgliedern der diesjährigen Jurys; © killer.media

Zu den 12 bisherigen Kategorien kam heuer eine weitere hinzu: Mit der neuen Kategorie Public Health trägt der PMCA dem wachsenden Stellenwert von Prävention Rechnung. Denn auch in diesem Bereich gibt es ­wirkungsvolle Initiativen und kreative ­Leistungen, die eine Auszeichnung mit dem „Goldenen Skalpell“ verdienen.

Auswahl der Shortlist und der Gewinner:innen

Für die Bewertung der Einreichungen stellt ein PMCA-Komitee jedes Jahr 2 unabhängige Fachjurys zusammen: eine RX- und eine OTC-Jury mit jeweils rund 10 Mitgliedern. Die Jurymitglieder wechseln somit jedes Jahr und setzen sich aus Expert:innen der Bereiche Healthcare, Kommunikation, Werbung und Medien zusammen.
Um Objektivität sicherzustellen und gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden, erfolgt die Beurteilung der Kampagnen nicht im Rahmen einer Diskussion, sondern geheim über ein elektronisches Voting-Tool. Jedes Jurymitglied vergibt Punkte nach den offiziellen Bewertungskriterien, darunter Klarheit der Botschaft, Originalität sowie Usability. Jede:r ­Juror:in sieht nur die selbst vergebenen Punkte, nicht die der anderen. Anschließend wird aus den Einzelwertungen ein Gesamtscore errechnet: Die 4 punktestärksten Kampagnen jeder Kategorie kommen auf die Shortlist, und der jeweilige Punktesieger darf sich über ein „Goldenes Skalpell“ freuen! Es gibt bei der Jurysitzung also keine zweite Runde, in der die Gewinner:innen ermittelt werden, sondern alles wird aus der anonymen und individuellen Abstimmung der Jurymitglieder errechnet. Kampagnen des eigenen Unternehmens dürfen Jurymitglieder selbstverständlich nicht bewerten; solche Kampagnen werden im Voting-Tool für die jeweiligen Juror:innen nicht angezeigt.

© killer.media

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Die besten Kampagnen aus 119 Einreichungen

Auch heuer war es im Mai wieder so weit, und 21 Jurymitglieder kamen in Wien zusammen, um aus 119 Einreichungen die Shortlist sowie die Gewinnerkampagnen 2026 zu bestimmen.
Die Jurysitzung dauerte auch dieses Mal wieder rund 2,5 Stunden. Die Jurymitglieder staunten, wie intensiv sich der Auswahlprozess gestaltete: „Die Jurysitzung war für uns Juror:innen sehr spannend“, erzählt Jasmin Baumgartner, Mitglied der diesjährigen RX-Jury. „Es hat uns allen wirklich Freude gemacht, so tief in die unterschiedlichen Projekte einzutauchen. Besonders beeindruckt hat mich, wie viele kreative Projekte und Kampagnen es in Österreich gibt, die in ganz unterschiedlichen Bereichen Awareness schaffen.
“Besonders erfreulich: Obwohl die Gewinner:innen jedes Jahr bereits rund 6 Wochen vor der Gala feststehen, bleibt das Ergebnis bis zur Preisverleihung streng geheim – selbst für PMCA-Mitglieder.

Kreativität und Umsetzung als Bewertungskriterien

Die Jurys haben die eingereichten Arbeiten auch heuer nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Kreativität (70 %) – hierzu gehören ­Aspekte wie:
    – Klarheit der Positionierung und Botschaft
    – Originalität und ­Aufmerksamkeitsstärke
    – Emotionalität und Tonalität
  • Umsetzung (30 %) – hierzu gehören Aspekte wie:
    – Verständlichkeit und Usability
    – handwerkliche Präzision

Das waren die Jurys 2026

In der RX-Jury waren heuer: Alexander ­Barta (Managing Director, Springer Medizin), Jasmin Baumgartner (Sales Manager Oncology, ­AstraZeneca), Denise Daum (Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, Ärztekammer Wien), Heidi Hauer (Managing Director Brand ­Advisory Schweiz und Österreich, Havas Health), Katrin Radakovits (Strategy Lead Oncology, Bristol Myers Squibb), ­Alexander ­Schauflinger (Geschäftsführung FINE FACTS Health Communication), ­Alexander ­Szakusits (Geschäftsführung Agentur ­wundermild), Melanie Todt (Marketing Lead ­Vaccines, GlaxoSmithKline), ­Magdalena ­Wiedermann (Agenturleiterin eigenart), Julia Wittmann (Product Manager/Marketing GX, Teva ratiopharm) sowie ­Alexander Zach ­(General Manager, Merz Pharma).

In der OTC-Jury waren heuer: Gudrun ­Auinger (Sales Manager, Insight Health), ­Claudia Baumschlager (Business Unit Head, Sanova Pharma), Mimi Boyer (CD Art und ­Prokuristin, saintstephens), Bartosz Chlap (Geschäftsführung Universimed Cross Media Content), Christina Nageler (Geschäfts­führung IGEPHA), Alexander Reger (Geschäftsführung reger & zinn), Christian ­Schneebauer (Key Account National, Kleine Zeitung), Niklas Strohmeier (CEO, [kju:] digital solutions), Martina Weiland (Managing Director, M.C.M. Klosterfrau) sowie Julia Zauner (Strategic Manager, intermedix Österreich).