„Einen transparenten, offenen Dialog führen“ Karin Storzer, AstraZeneca

Das wissenschaftlich ausgerichtete Unternehmen AstraZeneca ist darum bemüht, Forschung und Entwicklung voranzutreiben, um durch Innovationen Verbesserungen für Patienten zu erreichen. Dabei fokussiert das Pharmaunternehmen auf drei Therapiegebiete: Atemwegserkrankungen (Asthma/COPD), Onkologie (Immunonkologie/ zielgerichtete Therapie/DNS-Reparatur- Defizienz) sowie Herz-Kreislauf-, Nieren- und Diabeteserkrankungen. „2018 liegt unser Fokus speziell auf dem Atemwegsbereich. Hier werden wir im März ein neues Biologikum zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma auf den Markt bringen. Ein weiterer Schwerpunkt wird heuer weiterhin im Bereich Onkologie liegen. Hier laufen derzeit Studien für viele verschiedene Krebsarten – z.B. Lungentumoren, Ovarialund Blasenkarzinom sowie Hals- und Kopftumoren – und wir werden hoffentlich im zweiten Halbjahr 2018 einige Erfolge zu berichten haben“, erzählt Storzer.

Brückenschlag zwischen verschiedenen Interessen- und Zielgruppen

Als Pharmakommunikatorin sieht Storzer ihre Aufgabe darin, eine Brücke zwischen den wesentlichsten Zielgruppen und den Bereichen Forschung/Medizin, Pharmamarketing sowie den Unternehmenszielen zu schlagen. „Dies sollte ausgewogen passieren – dazu ist es manchmal notwendig, ein paar Schritte zurückzutreten, um das ,große Ganze‘ nicht aus dem Blick zu verlieren“, erklärt Storzer. Zudem gehe es um Authentizität: „Wenn wir sagen, dass für uns die Patienten im Vordergrund stehen, müssen wir das auch leben“, betont sie. Den großen Unterschied zur Konsumgüterindustrie sieht Storzer darin, dass es bei Pharmakommunikation um einen weitaus sensibleren Bereich geht: „Wir reden über Medikamente, die die Lebensqualität und die Lebensdauer der Patienten maßgeblich beeinflussen können. Das erfordert eine besondere Art der Kommunikation“, so Storzer. Einen weiteren Unterschied sieht sie darin, dass im Konsumgüterbereich sehr viel direkt mit den Konsumenten kommuniziert werde, während der Patient im RXBereich nur selten der direkte Ansprechpartner sei, sondern stattdessen das medizinische Fachpersonal – sprich, die Ärzte und Apotheker – adressiert werde.

Digital sollte Kommunikation verstärken

AstraZeneca fokussiert sich nach wie vor auf die bewährten Kommunikationskanäle und erweitert diese durch digitale Medien. Durch diesen Kommunikationsmix können Zielgruppen auf unterschiedlichen Kanälen angesprochen werden. „Die digitalen Medien dienen meiner Ansicht nach dazu, Kommunikation zu potenzieren, d.h. die Botschaft noch zu verstärken. Unserer Erfahrung nach nutzen Ärzte und auch Apotheker die digitalen Medien zunehmend mehr, allerdings besteht immer noch Potenzial nach oben“, sagt Storzer. Hier sei es wichtig, einen Dialog zu führen und zu schauen, was die jeweilige Zielgruppe brauche und wie man als Unternehmen diese Bedürfnisse am besten befriedigen könne, so die Kommunikationsmanagerin.

Austausch auf Augenhöhe

In der Kommunikation mit den verschiedenen Interessengruppen des Gesundheitsbereiches ist es Storzer sehr wichtig, dass ein transparenter, offener Dialog geführt wird. „Wir brauchen einen Austausch auf Augenhöhe“, unterstreicht sie. Aktuell sieht sie einen partnerschaftlichen Umgang innerhalb der Interessengruppen als gegeben: „Wir verfolgen alle dasselbe Ziel: dem Wohle der Patienten zu dienen. Dafür arbeiten wir und entwickeln miteinander Projekte, um hier immer weitere Innovationen und Verbesserungen zu erreichen.“

Karin Storzer

Kommunikationsmanagement AstraZeneca

Foto: atelier schiffleitner


AutorIn: Mag. Nicole Gerfertz

PA 01|2018

Herausgeber: Mag. Wolfgang Maierhofer
Publikationsdatum: 2018-04-03