SP 03|2020

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek

Editorial

  • Lebensziel: freudvolles Altern
    Wir alle werden älter!“ Das ist ein Satz von kaum zu überbietender Banalität und gleichzeitig doch ein Satz von ungeheurer Wucht. Die Wucht, die Urkraft, die hier auf uns prallt, die Last, die uns da auferlegt wird, rührt vor allem ...Weiterlesen ...

Focus: Gerontopsychiatrie

  • Demenz – ein Überblick aus sozialpsychiatrischer Sicht

    Von Demenz Betroffene, Angehörige, Betreuende und Behandelnde sehen sich häufig mit einer Vielzahl von Fragestellungen und Problemen konfrontiert.

    Um diese bewältigen zu können, braucht es ein koordiniertes Zusammenwirken aller Beteiligten und die Berücksichtigung der verschiedenen Aspekte einer Demenzerkrankung.

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  • Psychosen im Alter

    Die Zuordnung psychotischer Symptome (Halluzinationen, Wahnphänomene) zu den verschiedenen Syndromen und Störungen bei älteren Menschen erfordert eine genaue Abklärung und viel Erfahrung in der klinischen Praxis.

    Der Einsatz von Antipsychotika bildet die Grundlage für die Behandlung, jedoch ist im Alter auf höhere Nebenwirkungsraten und Interaktionen mit anderen Medikamenten zu achten.

    Als relevante Nebenwirkungen im Alter werden kardiovaskuläre (QTc-Verlängerung), sedierende, anticholinerge und metabolische Störungen sowie Bewegungsstörungen, wie Akathisie, Parkinsonoid und tardive Dyskinesie, beobachtet.

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  • Depression im Alter

    Die Wirksamkeit von Antidepressiva bei Älteren ist prinzipiell genauso gegeben wie bei Jüngeren, ebenso die Verträglichkeit, vor dem Hintergrund Polypharmazie sollte aber das Interaktionsprofil berücksichtigt werden.

    Bei Depression ist die Kombination aus Pharmako- und Psychotherapie am effektivsten.

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  • „Delirare“ – aus der Spur geraten

    Das anticholinerge Delir ist die häufigste Delir-Art – wenn durch zusätzliche Faktoren die mit dem Alter ohnehin abnehmende Acetylcholin-Ausschüttung weiter beeinträchtigt wird, erhöht sich das Delir-Risiko.

    Hypoaktive delirante Zustandsbilder drohen häufig übersehen zu werden, was mitunter lebensbedrohlich sein kann.

    Plötzliche Verhaltensänderungen bei dementen Patienten sollten immer Anlass geben, an ein beginnendes Delir zu denken.

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  • Psychopharmaka- Therapie im Alter

    Bei älteren Patienten besteht oftmals Multimorbidität, die durch Polypharmazie behandelt wird und zu vielen Interaktionen führt.

    Psychopharmaka-UAW (unerwünschte Arzneimittelwirkungen) sind nach Antihypertensiva und Antikoagulanzien für die meisten stationären Aufnahmen mitverantwortlich.

    Ein Wissen über Medikamentenmetabolismus, Proteinbindungen und induktive und inhibitorische Cytochrom-P450-Effekte kann Interaktionen und UAW verhindern.

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  • Gerontopsychiatrische Versorgung in Österreich

    Die Gerontopsychiatrie braucht ein Mehr an präventiven, diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen sowie an regionalen, integrierten alterspsychiatrischen Versorgungskonzepten, ein Mehr an Vernetzung aller PsychiaterInnen und Kooperation mit allen Berufsgruppen der Altersmedizin, ein Mehr an gerontopsychiatrischen Aus-/Weiter-/Fortbildungen, Forschungsprojekten sowie Qualitätssicherung.

    Bei den Versorgungsangeboten sollte es um das richtige Angebot für den jeweiligen Bedarf der PatientInnen und nicht um die richtigen PatientInnen für den Bedarf des jeweiligen Angebotes gehen.

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