SU 03|2019

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Editorial 3/19
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Der Windhauch der Veränderungen weht durch diese Welt. Doch er bringt nicht nur die Frische des Neuen mit sich, sondern auch große Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen. Dies lässt sich am Beispiel der Politik gut erkennen: Zahlreiche ...Weiterlesen ...

Focus: Phytotherapie in der Urologie

  • Vorwort
    Liebe Leserin, lieber Leser!
    Als Vertreter des Faches Pharmakognosie, als Pharmakognost, liegt mir die Anwendung von Pflanzen zu therapeutischen Zwecken besonders am Herzen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, bei der Gestaltung des FOCUS Phytotherapie in dieser Ausgabe von SPECTRUM ...Weiterlesen ...
  • Phytopharmaka bei Harnwegsinfekten

    Für die Therapie und Prophylaxe von unkomplizierten Harnwegsinfektionen der unteren Harnwege stehen Arzneidrogen mit aquaretischer Wirkung und Harnwegsdesinfizienzien zur Verfügung.

    Die Hemmung der Zelladhäsion uropathogener Keime stellt einen wesentlichen Wirkungsmechanismus vieler pflanzlicher Harnwegsdesinfizienzien dar.

    Senföle aus Kren, Kapuzinerkresse und Brunnenkresse zeigen ein breites antibakterielles Wirkungsspektrum.

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  • Medizinische Aromatherapie: Duftendes gegen Keime

    Ätherische Öle können bei Harnwegsinfekten in Form von Sitzbädern oder Vollbädern angewendet werden, alternativ als Einreibung für den Unterbauch und das äußere Genitale.

    Das Aromatogramm ist eine rasche, relativ günstige Screeningmethode, um die Wirkung mehrerer ätherischer Öle auf Bakterien zu testen.

    Voraussetzung für jede Anwendung ist neben der umfassenden Patienteninformation ein Verträglichkeitstest.

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  • Prostataerkrankungen: Was kann die Phytotherapie?

    Phytotherapie hat einen festen Platz in der Behandlung von Prostataerkrankungen, allen voran bei dem benignen Prostatasyndrom; ungeeignet für die Behandlung von gravierenden Symptomen.

    Forderung an die akademische Forschung, qualitativ hochwertige Studien durchzuführen.

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  • Früchte und Samen wirksam bei Prostatabeschwerden – aber nicht nur!

    u Kürbissamen wirken auch bei der überreaktiven Blase (Reizblase).u Lipophile Extrakte der Sägepalmenfrüchte wirken nachgewiesenermaßen gegen die Symptome der gutartigen Prostatahyperplasie.u Granatapfelprodukte scheinen bei Blasenentzündungen zu helfen, Einsatz von Wacholderbeeren zur Erhöhung der Urinmenge, aber es gibt vergleichsweise wenig klinische Evidenz.

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  • Wirkmechanismen pflanzlicher Urologika

    Pflanzliche Urologika mittlerweile in der S3-Leitlinie für unkomplizierte, bakterielle, ambulant erworbene Harnwegsinfektionen verankert.

    Pflanzliche Urologika weisen komplexe Wirkmechanismen auf: antibakteriell, antiadhäsiv, antiinflammatorisch, Stimulation des innaten Immunsystems.

    Wenn möglich, nur qualitativ hochwertige, zugelassene Phytopharmaka auf Arzneimittelbasis verwenden.

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  • Synergismen von Phytos und Antibiotika

    Arzneipflanzenzubereitungen können in Kombination mit üblich angewendeten Antibiotika auch bei resistenten uropathogenen Erregern deren Antibiotikaempfindlichkeit wiederherstellen.

    Definierte phenolische Inhaltsstoffe in Arzneipflanzen sind Resistenz-Modifier und wirken zusammen mit Antibiotika synergistisch.

    Aussagekräftige klinische Studien zur Kombination von Phytotherapeutika mit Antibiotika stehen noch aus.

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  • Behördliche Anforderungen an pflanzliche Arzneimittel am Beispiel pflanzlicher Urologika

    Pflanzliche Urologika können entweder als Arzneimittel zugelassen oder als traditionelle pflanzliche Arzneimittel registriert werden.

    Seit dem Jahr 2007 werden in Österreich alle pflanzlichen Urologika als traditionelle pflanzliche Arzneimittel registriert.

    Die Zahl der in Österreich zugelassenen oder registrierten pflanzlichen Urologika ist überschaubar.

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  • Arzneitees – unterstützende Hilfe bei Harnwegsbeschwerden

    Arzneitees sind keine Frühstücksgetränke, sondern wirksame, gut verträgliche Arzneimittel in Arzneibuchqualität.

    Bei Harnwegsbeschwerden neben anderen Arzneiformen gut geeignet zur alleinigen Therapie oder adjuvant zu Synthetika und Antibiotika.

    Als Vielstoffgemische haben sie pleiotrope Wirksamkeit – aquaretisch, antibakteriell, analgetisch, spasmolytisch, antiinflammatorisch.

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  • Fallbeispiel: Sägepalmenfrüchte- und Brennnesselwurzel-Extrakt bei BPH/LUTS

    Fallbeispiel eines BPH/LUTS-Patienten, der sich aufgrund der die Lebensqualität beeinträchtigenden Miktionsbeschwerden für eine Phytotherapie und nicht für ein Medikament entscheidet, das seine Vita sexualis beeinträchtigen könnte.

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  • Phytotherapie bei abakterieller Prostatitis

    Fallbeispiel eines 32-jährigen Patienten, der wegen vermehrter Drangsymptomatik, Restharngefühl und intermittierenden, leicht ziehenden Schmerzen im Unterbauch in die Praxis kommt.

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Kongress

  • Uroonkologische Highlights vom ASCO 2019

    Urothelkarzinom: Enfortumab-Vedotin als mögliche zukünftige Therapieoption nach Versagen einer Chemo- und Immuntherapie.

    Nierenzellkarzinom: Checkpoint-Inhibition ist auch bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom mit sarkomatoider Histologie effektiv.

    Prostatakarzinom: Apalutamid als neue lebensverlängernde Therapieoption beim metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) für eine „All comers“-Population.

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  • ÖGU/BUV 2019 – Update: Therapie der überaktiven Blase

    Lifestyle-Interventionen und physikalische Therapien bleiben First-Line-Maßnahmen.

    Kombinationstherapien zwischen Antimuskarinika und β3-Agonisten sind erlaubt, aber nicht unbedingt erfolgversprechend; Entwicklung neuer Medikamente wird sich in nächster Zeit mit weiteren β3-Agonisten beschäftigen (Stichwort Vibegron).

    Die sakrale Neuromodulation und die Botox-Injektionstherapie stehen als Third-Line-Verfahren gleichwertig nebeneinander, es wird keine eindeutige Reihenfolge/Präferenz ausgesprochen.

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Serie: Young Urologists

Kontinenz-News

  • Belastungsinkontinenz beim Mann – konservative Therapieoptionen
    Moderne Operationsmethoden und genauere Kenntnisse der anatomischen Gegebenheiten haben in den letzten Jahren zu immer besseren Ergebnissen in der Kontinenzerhaltung nach radikaler Prostatektomie geführt. Trotzdem ist und bleibt die Post-Prostatektomie-Inkontinenz (PPI), also eine postoperative Belastungsinkontinenz, eine immer noch nicht auszuschließende ...Weiterlesen ...
  • Hilft’s nichts, schad’s nichts – oder kann Physiotherapie doch mehr?
    Das Training der Beckenbodenmuskulatur ist eine allgemein anerkannte Methode zur Behandlung der Inkontinenz. In der Behandlung der Frau hat das Training in Bezug auf Inkontinenz und Senkungen den Empfehlungsgrad Level 1A bei den großen Ärztevereinigungen erreicht. Für die Harninkontinenz des ...Weiterlesen ...