Rheumatologe sein – ein gutes Gefühl!

Lange haben wir schwer gearbeitet, um die Neuerungen in der Betreuung von Patienten mit RA, PsA, SpA und Kollagenosen umzusetzen. Die Etablierung gezielter Biologikatherapien war ein Meilenstein, der eine Verbesserung des Wohlbefindens, der Funktion und der Prognose der Patienten mit entzündlichen Rheumaerkrankungen ermöglichte. Eine weitere Etappe wurde mit der Entdeckung und Markteinführung der JAK-Inhibitoren beschritten.

Die harte Arbeit hat sich gelohnt (klinische Prüfungen, Patientenschulungen, Etablierung von elektronischer Datenverarbeitung und Registern, Entstehung der Scores etc.), und man kann heute evidenzbasiert und mit Vernunft das beste Mittel für den Patienten aussuchen und verordnen. Die Fülle an Therapieoptionen macht die Wahrscheinlichkeit, einen Zustand niedriger Krankheitsaktivität oder gar Remission zu erlangen, ziemlich hoch – und es ist daher ein gutes Gefühl, Rheumatologe zu sein und wirksame Heilmittel zu haben. Allerdings wissen wir noch immer nicht genug über die Ursachen der meisten entzündlich rheumatischen Erkrankungen, es bleibt ausreichend Platz für Grundlagen-, translationelle und klinische Forschung. Im Focus dieser Ausgabe werden folgende rheumatologische Aspekte beleuchtet:

Ich hoffe, Sie werden das Fokusheft genießen und daraus Anregungen für weitere Fragen und Erläuterungen erhalten. Möge die Vielfalt der Behandlungsmittel uns zu einer kompletten Lösung der schweren Krankheiten führen!

AutorIn: Univ.-Prof. Dr. Winfried Graninger

Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz


UIM 09|2019

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs
Publikationsdatum: 2019-11-28