UIM 09|2019

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 9/19
    Liebe Leserinnen und Leser!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Derzeit bin ich als Visiting Professor an meiner früheren Universität in Dallas, Texas, an der die Leiterin der Division of Infectious Dis­eases gerade im Rahmen der Grand Rounds (wöchentliche State-of-the-Art-Fortbildung für alle ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Rheumatologe sein – ein gutes Gefühl!
    Lange haben wir schwer gearbeitet, um die Neuerungen in der Betreuung von Patienten mit RA, PsA, SpA und Kollagenosen umzusetzen. Die Etablierung gezielter Biologikatherapien war ein Meilenstein, der eine Verbesserung des Wohlbefindens, der Funktion und der Prognose der Patienten mit ...Weiterlesen ...

Ernährungsmedizin

  • Psyche, Adipositas und moderne Ernährung

    Bevor bei der Diagnose Adipositas therapeutische Maßnahmen oder ein Programm zur Gewichtsreduktion begonnen werden, sollte zumindest eine Essstörung ausgeschlossen werden.

    Bei Vorliegen einer unbehandelten Essstörung sind Programme zur Gewichtsreduktion bestenfalls kurzfristig erfolgreich; mit psychiatrischen Komorbiditäten wie Depressionen, Angst-, Zwangsstörungen oder Suchterkrankungen ist zu rechnen; unbehandelt erschweren diese isolierte Verhaltensänderungen.

    Grundlegend sollte gemäß dem biopsychosozialen Krankheitsmodell stärker auf die psychosozialen Bedingungen der Adipositas durch gezielt multimodale Behandlungsprogramme eingegangen werden.

    Weiterlesen ...

Kardiologie

  • Subkutan implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren

    Subkutan implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (S-ICD) können bei sämtlichen ICD-Indikationen implantiert werden, solange keine Pacing-Notwendigkeit besteht.

    S-ICD sind effizient – fast 100 % Schockerfolg – und weisen aktuell eine niedrige inadäquate Schockrate auf.

    S-ICD weisen sehr geringe perioperative und Langzeit-Komplikationsraten auf.

    Weiterlesen ...

Angiologie

  • COMPASS-Studie und NOAKs

    Wirksamkeit: Low-Dose-Rivaroxaban plus Aspirin (ASS) schützt Patienten mit manifester Gefäßerkrankung wirksamer vor kardiovaskulären Ereignissen als ASS allein.

    Risiko: Low-Dose-Rivaroxaban plus ASS vs. ASS allein zeigt kein höheres Risiko für Hirnblutungen oder tödliche Blutungen, jedoch ein höheres Risiko für GI-Blutungen.

    Die vaskuläre Dosis bringt entscheidende Vorteile, besonders für Hochrisikopatienten.

    Weiterlesen ...

Rheumatologie

  • Modernes Management der rheumatoiden Arthritis „treat-to-target“ und „tight control“

    Gemeinsame Entscheidungen – „shared decisions“ – sind die Basis für die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA).

    Die Ausschaltung der Entzündung gilt als der wichtigste Weg zum Erreichen der gemeinsam gefassten Therapieziele.

    Eine zielorientierte Therapie mittels Bestimmung der Krankheitsaktivität und Anpassung der Therapie führt zur Optimierung der Behandlungsergebnisse bei rheumatoider Arthritis.

    Weiterlesen ...
  • 20 Jahre Biologika (Anti-TNFs) in der Rheumatologie

    Die medikamentösen Therapieoptionen in der Rheumatologie haben in den letzten 20 Jahren durch die Entwicklung der Biologika beachtenswert zugenommen.

    Auf TNF-α-Inhibitoren – als erste Substanzgruppe innerhalb der Biologika zur Therapie rheumatologischer Erkrankungen – folgten weitere Antikörper und Fusionsproteine zur Beeinflussung verschiedener anderer Zytokinsignale, der T-Zell-Kostimulation und der B-Zell-Funktion.

    Weiterlesen ...
  • Patient-reported Outcomes (PROs)

    Die Dokumentation der Krankheitsaktivität bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen, wie rheumatoider Arthritis oder seronegativen Spondarthritiden, hat sich auch im Praxisalltag als unverzichtbar erwiesen.

    Für Ärzte stehen als Behandlungsziele die Verminderung entzündlicher Aktivität, das Hintanhalten von strukturellen Schäden, das Vermeidung körperlicher Behinderung und die Reduktion der Mortalität im Vordergrund; für Patienten die Reduktion von Schmerzen und Müdigkeit, die Erhaltung der körperlichen Funktionsfähigkeit – und damit der Unabhängigkeit – sowie die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

    Patient-reported Outcomes (PROs) liefern stichhaltige und replizierbare Information über den Zustand von Patienten (Schmerz, Funktionalität, Krankheitsaktivität) und geben einen einzigartigen Einblick in mögliche Auswirkungen einer Therapie.

    Weiterlesen ...
  • Radiografie – Sonografie

    Noch vor 20 Jahren stellte die klinische Einschätzung anhand von Klinik und Labor einen Großteil der rheumatologischen Diagnostik dar.

    Neben dem Aufkommen einer Vielzahl von neuen Therapieoptionen entwickelte sich die rheumatologische Diagnostik deutlich weiter.

    Die angegebenen Beispiele ermöglichen eine genauere und frühere Diagnose, was Komplikationen und Spätschäden verhindern oder verzögern kann.

    Weiterlesen ...
  • JAK-Inhibitoren („-citinibe“) – Entwicklung und Wirkmechanismus

    Im Gegensatz zu den Biologika hemmen JAK-Inhibitoren nicht nur ein bestimmtes Zytokin, sondern gleich mehrere.

    Durch den neuen Wirkmechanismus der JAK-Inhibitoren erreichen noch mehr Patienten die Remission.

    Die orale Gabe der JAK-Inhibitoren führt zu einer besseren Patientenakzeptanz.

    Studienergebnisse attestieren den JAK-Inhibitoren nicht nur eine langanhaltende Wirksamkeit, sondern auch einen schnellen Wirkeintritt.

    Weiterlesen ...

Onkologie

  • Impfungen bei onkologischen Patienten

    Totimpfstoffe können auch während laufender Chemotherapie verabreicht werden. Bei monoklonalen Antikörpern wie Rituximab, welche die B-Lymphozyten depletieren, sind Impfungen für 6 Monate wirkungslos.

    Lebendimpfstoffe sind bei jeglicher Immunsuppression kontraindiziert. Dies betrifft v. a. die Mumps-Masern-Röteln-Impfung. Gegen Herpes Zoster ist nun ein Totimpfstoff verfügbar.

    Gegen Pneumokokken und saisonal gegen Influenza sollten onkologische Patienten geimpft werden.

    Weiterlesen ...

Gastroenterologie & Hepatologie

  • Immunologische Erkrankungen der Leber und Gallenwege

    Primär biliäre Cholangitis: Ursodeoxycholsäure als Therapiestandard; Obeticholsäure in Zweitlinie zugelassen, alternativ Bezafibrat (Off-Label); bei histologischen Zeichen einer Interphasenhepatitis Immunsuppression als „add-on“.

    Primär sklerosierende Cholangitis: Magnetresonanz-Cholangiografie als diagnostischer Goldstandard; aktuell keine gesichert wirksame medikamentöse Therapie; neue Therapieansätze werden aktuell in Phase-II- und -III-Studien evaluiert.

    Autoimmune Hepatitis: Mycophenolat als etablierte Zweitlinientherapie sollte möglicherweise bereits frühzeitiger zum Einsatz kommen.

    Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • Körperliche Aktivität, Sport und Schmerz

    Zwischen körperlicher Aktivität, Bewegung, Sport und Schmerz bestehen zahlreiche, sehr komplexe Interaktionen.

    Bewegung, körperliche Aktivität und Sport sind wichtige Komponenten einer nichtmedikamentösen Therapie von Verletzungen, Erkrankungen und funktionellen Störungen.

    Die Wahrnehmung und Verarbeitung von Schmerzen ist bei körperlich inaktiven, körperlich aktiven und bei Sportlern unterschiedlich.

    Weiterlesen ...