UIM 03|2011 Themenheft Gastroenterologie

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Editorial

  • Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Unser therapeutisches Armamentarium in der Gastroenterologie und Hepatologie hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Manche Therapien wurden obsolet wie z. B. Anticholinergika beim Magen- und Duodenalgeschwür, andererseits wurden völlig neue Substanzen für uns verfügbar, wie z. B. die ...Weiterlesen ...
  • Das pflanzliche Universum in der Gastroenterologie und Hepatologie
    Zumeist liegen sie an der Kassa, als Abschluss eines Abendessens gedacht: Süßigkeiten mit Pfefferminze. Als Karminativum zur Förderung der Verdauung gedacht. Als ätherisches Öl fördert es den Speichelfluss und die Magensekretion, stimuliert die Sekretion der Bauchspeicheldrüse und den Gallenfluss. TRPM8 ...Weiterlesen ...

Weitere Artikel

  • Weihrauch in der Gastroenterologie – Patient-based Medicine versus Evidence-based-Medicine?

    Warum können moderne wissenschaftliche Methoden einen Jahrhunderte alten Nimbus nicht zerstören, oder erkennen sehende Patienten mehr als doppelblinde Studien? Laut einer 2006 in Deutschland durchgeführten Patientenbefragung haben 36 % aller Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Erfahrung mit Weihrauchextrakten in ihrer Krankengeschichte gemacht.1 Hier soll der Versuch unternommen werden, das aktuelle Wissen rund um den medizinischen Gebrauch des Indischen Weihrauchharzes (Boswellia serrata [BS]) zusammenzufassen.

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  • Mehr als ein After-Dinner-Mint – Pfefferminze für Reizdarm und Reizmagen

    Menthol, der Hauptinhaltsstoff des Pfefferminzöls, wird wegen seiner geschmacklichen und erfrischenden Eigenschaften geschätzt. Diese Sinnesqualitäten werden von TRPM8-Ionenkanälen vermittelt. TRPM8 kommt auch im Magen-Darm-Trakt vor und dürfte für die therapeutischen Wirkungen des Pfefferminzöls bei Spasmen, beim Reizdarmsyndrom und bei der funktionellen Dyspepsie relevant sein.

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  • Regulierung der Darmperistaltik -Flohsamen bei Obstipation und Diarrhö

    Flohsamen und Indische Flohsamen gehören zu den so genannten Muzilaginosa. Mit Wasser bilden die in ihnen enthaltenen unverdaulichen Polysaccharide Gele (Pflanzenschleime), die im gesamten Gastrointestinaltrakt schleimhautschützend und resorptionshemmend wirken. Schleimstoffe können durch ihre ausgeprägte Wasserbindungskapazität auch quellen und im Darmtrakt reflektorisch über einen erhöhten Füllungsdruck (Dehnungsreiz) die Darmperistaltik anregen bzw. die Defäkation auslösen.

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  • Einsatz von Prä- und Probiotika im Gastrointestinaltrakt -Weit verbreitete, aber oft unkritische Verwendung

    Der Begriff „Präbiotikum“ wurde erstmals von Gibson und Roberfroid 1995 verwendet (Definition > Tab.). Der Begriff „Probiotikum“ wurde erstmals von Elie Metchnikoff 1907 in seinem Werk „The Prolongation of Life: Optimistic Studies“ verwendet und bedeutet eigentlich „for life“. In dieser Arbeit diskutierte er, dass der Konsum von Keimen insbesondere in der Behandlung von Verdauungserkrankungen nützliche Effekte haben könnte. Fast ein Jahrhundert später spekulierte der britische Mikrobiologe Roy Fuller, dass ihr Nutzen möglicherweise über eine Interaktion mit der Mikrobiota beruht.

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  • Den Darm umgehen -Die injizierte Eisenersatztherapie

    Eisenmangel ist weltweit die häufigste Mangelerscheinung. Betroffen sind vor allem Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, Kinder im Wachstum, Patientinnen vor und nach Operationen sowie Senioren.

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  • Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit und der Resistenzsituation -Antibiotika in der Gastroenterologie

    Antibiotika kommen in vielen Teilbereichen der Gastroenterologie regelmäßig zum Einsatz. Die Symbiose zwischen Mensch und Bakterien ist im Gastrointestinaltrakt sehr ausgeprägt und anschaulich. Störungen der intestinalen Flora oder die Translokation von Darmbakterien aus dem geschützten Kompartment können zu Infektionskrankheiten führen, aber auch die antibiotische Behandlung extraintestinaler Infektionen kann Kollateralschäden wie die Antibiotika-assoziierte Diarrhö nach sich ziehen. Im Folgenden werden einige in der Gastroenterologie häufig angewendete Substanzgruppen kurz charakterisiert.

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  • Einsatz von Virostatika in der Gastroenterologie und Hepatologie -Von der Virushepatitis bis zur CMV-Kolitis

    Virostatika werden in der Gastroenterologie und Hepatologie zur Behandlung der chronischen Hepatitis B und Hepatitis C sowie auch bei viralen Superinfektionen chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (z. B. durch Zytomegalievirus) eingesetzt.

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  • Silymarin und Silibinin -Leberschutz durch Wirkstoffe der Mariendistel

    Der Name Mariendistel bezieht sich auf eine Legende, nach der die grün weiß marmorierten Blätter der Pflanze ihr Aussehen durch verlorene Milch der Jungfrau Maria erhalten hätten. Die Bezeichnung „Distel“ wird für viele Pflanzen mit Stacheln und Dornen verwendet

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  • Mariendistel -Wunderdroge bei chronischer Hepatitis C?

    In den letzten Jahrzehnten wurde Silybum marianum gaertneri (Mariendistel) aufgrund ihrer hepatoprotektiven Wirkung hauptsächlich in der Therapie von Leber- bzw. Gallenerkrankungen eingesetzt. Zuletzt konnten Studien zusätzlich eine hochpotente antivirale Eigenschaft bei Patienten mit chronischer Hepatitis C (CHC) zeigen. Silibinin wird intravenös appliziert und ist in Österreich derzeit zur Behandlung der Knollenblätterpilzvergiftung und bedingt auch zur CHC-Therapie zugelassen.

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  • Neue Therapeutika für Lebererkrankungen -Gallensäuren, modifizierte Gallensäuren und Gallensäurenmimetika
    Kontext: Die Multifunktionalität der Gallensäuren eröffnet ein großes Potenzial für deren therapeutische Anwendung. In der Vergangenheit wurden die Gallensäuren, basierend auf deren Fähigkeit zur Mizellenbildung und der darauf beruhenden Erhöhung von Cholesterinlöslichkeit, für die Behandlung von Cholesteringallensteinen verwendet. Derzeit werden ...Weiterlesen ...
  • Günstigeres Nebenwirkungsprofil und längere Halbwertszeit -Vasopressin-Analoga zur Therapie der Ösophagusvarizenblutung und des hepatorenalen Syndroms

    Synthetische Analoga des Hypophysenhinterlappenhormons Vasopressin kommen in der Gastroenterologie und Hepatologie zur Therapie der Ösophagusvarizenblutung und des hepatorenalen Syndroms zum Einsatz.

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  • Gute Alternative zu Benzodiazepinen -Propofol zur Kurzzeitsedierung bei endoskopischen Eingriffen

    Propofol ist ein schnell wirkendes Hypnotikum, das seit seiner Einführung raschen Eingang in den klinischen Alltag gefunden hat. Es wird wegen seiner guten Steuerbarkeit nicht nur für Allgemeinnarkosen, sondern in zunehmendem Maße auch für die Kurzzeitsedierung bei diagnostischen und interventionellen endoskopischen Eingriffen verwendet.

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