UIM 08|2013

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 08|2013 Themenheft ESC 2013


Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 8/13
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Die Umstellung auf die Winterzeit und Allerheiligen erinnern uns daran, dass das Jahr sich bald dem Ende zuneigt. Der „Facharzt für Innere Medizin“ wird von mehreren Seiten bearbeitet. Es wird die Ausbildungsordnung ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Sauer macht nicht immer lustig
    Im Jahr 2012 wurden in Österreich 210 Millionen Dosen eines Protonenpumpenhemmers (PPI) verbraucht. Statistisch gesehen nimmt damit jede Österreicherin und jeder Österreicher – einschließlich der Neugeborenen, 25 Tabletten pro Jahr zu sich, schreibt o. Univ.-Prof. Dr. Günter Krejs in seinem ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG)

    Die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) ist eine multiprofessionelle wissenschaftliche Vereinigung von Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und vieler weiterer Berufsgruppen, die mit der Betreuung schwerkranker ­Patienten mit fortgeschrittenem Leiden und eingeschränkter Lebenserwartung befasst sind.

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  • Nachlese zur ÖGIM-Jahrestagung 2013

    Die Jahrestagung der ÖGIM verfolgt seit Jahren das Ziel, niedergelassene und Spitalsinternisten in thematischer Breite über die Neuerungen in der Inneren Medizin zu informieren. Das Kongresshaus Salzburg erwies sich einmal mehr als ideales Forum für die Durchführung der wissenschaftlichen Sitzungen und auch für die Industrieausstellung.

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  • Vorstellung der Korporativen Mitglieder der ÖGIM, Teil 9: Takeda – im Zentrum steht der Arzt

    Der größte japanische Pharmahersteller vertreibt in Österreich Klassiker der Gastroenterologie, Diabetologie und Hypertonie. In Linz produziert Takeda Pharmaprodukte für den Weltmarkt. Das Unternehmen zeichnet sich seit jeher mit Gesamtkonzepten aus, die einen Mehrwert für Arzt und Patient bieten.

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Berufsverband österreichischer Internisten

  • Flurbereinigung bei den Fachärzten?

    Im Juni 2013 wurde zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern der „Bundes-Zielsteuerungsvertrag“ abgeschlossen. Die „nachhaltige Sicherstellung einer qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung“ soll durch neue ambulante Versorgungsformen erzielt werden. Wird nach solch einer Reform der freiberufliche Facharzt im Jahre 2020 noch existieren?

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • „Bei E-Health rührt sich wenig“

    In der Gesundheitsbildung gibt es in Österreich deutliche Defizite. Auch „E-Health“ würde sich da sehr gut als Mittel zu mehr Information und Bildung anbieten. Dazu kommen die Möglichkeiten in der Therapie- und Nachkontrolle, meint dazu Dr. Lothar Fiedler, Obmann der Fachgruppe Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

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Kardiologie

  • Differenzialdiagnose Dyspnoe: Herz, Lunge oder was?

    Die wichtigsten primären Differenzialdiagnosen bei akuter Dyspnoe sind kardiale Ursachen, pulmonale Ursachen und Störungen der oberen Atemwege.

    Die differenzialdiagnostische Basisdiagnostik umfasst Anamnese, klinisch-physikalische Untersuchung, Bildgebung und funktionelle Tests.

    Die Untersuchung bei Verdacht auf Herzinsuffizienz beinhaltet EKG, Thoraxröntgen, Echokardiografie und Bestimmung von NT-proBNP.

    Bei Verdacht auf Pulmonalembolie: bei Notfallpatienten unverzüglich Computertomografie/Echokardiografie veranlassen; bei Nichtnotfallpatienten Wahrscheinlichkeit mittels Klinik und D-Dimer-Test einschätzen.

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Angiologie

Rheumatologie

  • DGRh-Kongress: Highlights aus Studien und Praxis

    Einige Beispiele aus der Fülle an vorgestellten Fakten:

    Zweitlinientherapie bei rheumatoider Arthritis (RA) ist leitliniengemäß eine Zweifachkombination synthetischer Basistherapeutika; aufgrund rezenter Daten ist eine Tripeltherapie zu bevorzugen.

    Durch die Zulassung von Belimumab und neue Daten zu Mycophenolat mofetil sind wesentliche Verbesserungen für Patienten mit SLE zu erwarten.

    Physikalische Therapiemaßnahmen sind unverzichtbar für ein erfolgreiches multimodales Therapiekonzept bei ankylosierender Spondylitis.

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  • Stellenwert der Sonografie in der Rheumatologie

    Die Sonografie nimmt heute eine zentrale Rolle in der Abklärung und beim Therapie­monitoring bei entzündlichen rheumatologischen Erkrankungen ein. Eine US-gezielte Punktion ist mit höherer Treffsicherheit und damit einem besseren therapeutischen Ansprechen assoziiert.

    Besonders wichtig sind die Anwendung standardisierter US-Untersuchungen und eine einheitliche Interpretation pathologischer Befunde.

    Domänen für den Einsatz der Sonografie sind Synovitis, Tendosynovitis, Bursitis und Enthesitis sowie Gichtarthritis, Kollagenosen, Nervenkompressionssyndrome, Sarkoidose u. a.

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  • Update: Orthopädie für Rheumatologen

    Synovektomie und Tenosynovektomie sind auch im Zeitalter der Biologika wichtige Eingriffe, die vor Gelenkzerstörung oder Sehnenruptur schützen können.

    Gelenkerhaltende Eingriffe wie die Impingement-Chirurgie des Hüftgelenks oder Umstellungsosteotomien am Kniegelenk haben zunehmend an Bedeutung gewonnen.

    Hochvernetztes Polyäthylen bestätigt als Gleitpaarung in der Hüftchirurgie klinisch die aus den Simulatoruntersuchungen zu erwartenden hervorragenden Eigenschaften.

    Die Doppelbündelrekonstruktion des gerissenen vorderen Kreuzbandes ist der klassischen Einbündeltechnik überlegen.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Eisenmangelanämie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

    Chronischer Blutverlust über den Darm kann durch Eisenaufnahme aus der Nahrung nicht kompensiert werden.

    Patienten in Remission oder mit mild-aktiver Erkrankung sollten alle 6–12 Monate eine Blutuntersuchung durchführen lassen, Patienten mit aktiver Erkrankung zumindest alle 3 Monate.

    Internationale und nationale Behandlungsrichtlinien empfehlen eine intravenöse Eisensubstitution.

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Update Gestationsdiabetes

    Screening gemäß IADPSG-Richtlinien mit OGGT in der 24.–28. Schwangerschaftswoche (seit 2011 im Mutter-Kind-Pass).

    Therapie: Lebensstilmodifikation, bei Bedarf ergänzt um Insulin (orale Antidiabetika unter bestimmten Voraussetzungen).

    Frühzeitige Intervention und Prävention nach GDM, um Typ-2-Diabetes und koronare Herzerkrankungen zu vermeiden bzw. hinauszuzögern.

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  • Ernährung hat Einfluss auf Nephropathie und Überleben

    Ergebnis einer aktuellen Beobachtungsstudie im Kollektiv der ONTARGET-Studie: Gesunde Ernährung mit hohem Anteil an Obst und Gemüse ist bei Patienten mit Diabetes mit einer geringeren Inzidenz und Progression der Nierenerkrankung und mit einer niedrigeren Mortalität assoziiert.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Geschichte des Magenulkus

    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Therapie und dem pathophysiologischen Verständnis der Ulkuskrankheit vom 19. bis ins 21. Jahrhundert.

    2012 wurden in Österreich 210 Millionen Dosen eines PPI verbraucht.

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  • Zunahme der Reflux-Erkrankung: Beleuchtung der pathophysiologischen Hintergründe

    Neuere pathophysiologische Erkenntnisse, allen voran zu transienten Relaxationen und zur aktivierten Entzündungskaskade, haben das Potenzial, sich in der Entwicklung neuer GERD-spezifischer Therapiestrategien niederzuschlagen.

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  • PPI: Einsatz nur bei belegtem Nutzen sinnvoll

    Das Einsatzgebiet von PPI reicht von der probatorischen Therapie bei Oberbauchbe­schwerden, gastroösophagealen Refluxkrankheit, gastroduodenalen Ulkuskrankheit, Magenschutz bei NSAR/ASS-Therapie, blutendem Ulcus ventriculi/duodeni, Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie, Stressulkusprophylaxe bis zur funktionellen Dyspepsie.

    Unter PPI-Therapie ist das Risiko für bakterielles Überwucherungssyndrom und auch ­Darminfektionen mit Salmonella und Campylobacterstämmen erhöht. Die Evidenz für ­Clostridium-difficile-Infektionen unter PPI-Therapie ist etwas schwächer belegt.

    Ein Zusammenhang zwischen PPI-Therapie und dem Risiko für Pneumonie sowie Knochen- und Wirbelkörperfrakturen wird weiterhin kontrovers ­diskutiert.

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  • Aus nephrologischer Sicht – Nebenwirkungen der PPI

    Auch als Nichtnephrologe ist an die Möglichkeit der Induktion eines akuten Nierenversagens (akute interstitielle Nephritis) bei Nierenfunktionsverschlechterung in Anwesenheit eines PPI zu denken.

    In nephrologischen Zentren werden bei unklarer Ursache eines akuten Nierenversagens PPI abgesetzt (= Therapie).

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  • Indikation zur Leberbiopsie bei diffusen Hepatopathien

    Die Indikation zur Leberbiopsie hat sich gewandelt und besteht derzeit bei speziellen Fragestellungen vorwiegend im Bereich der (nicht-)alkoholischen Fettlebererkrankung, der autoimmunen und toxischen Hepatopathien sowie zur Klärung der Ätiologie bei biochemisch/serologisch untypischer Befundkonstellation.

    Für das Staging einer chronischen Virushepatitis stehen derzeit nichtinvasive Methoden im Vordergrund.

    Neben Sicherung der Diagnose und Staging wird künftig die prognostische Information der Leberhistologie eine wichtige Rolle spielen.

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  • Neue Leitlinie „Chronische Obstipation“

    Chronische Obstipation ist eine Erkrankung, die grundsätzlich einem gewissen Maß an diagnostischer Abklärung sowie in der Mehrzahl der Fälle einer langfristigen medikamentösen Therapie zugeführt werden muss.

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Nephrologie

  • Enge Beziehung – Harnsäure und Niere

    Störungen des Harnsäurestoffwechsels können sowohl Ursache als auch Folge von Nierenerkrankungen sein.

    Die Hyperurikämie ist ein etablierter Risikofaktor in der Entstehung von Hypertonie und chronischer Nierenerkrankung.

    Die Behandlung einer Hyperurikämie mit dem Ziel, die Progression einer chronischen Nierenerkrankung zu bremsen, wird aktuell nicht empfohlen.

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Infektiologie

  • Update Antibiotika bei COPD

    Eine antibiotische Therapie bei COPD-Exazerbation (AECOPD) erscheint bei Patienten mit purulentem Sputum oder bestehender hochgradiger COPD sowie bei „Häufigexazerbierern” sinnvoll.

    Entsprechend dem zu erwartenden Keimspektrum (Haemophilus influenzae, Pneumo­kokken, Moraxella catarrhalis) ist eine bevorzugt orale Antibiose mit Aminopenicillinen (ggf. plus Betalaktamaseinhibitoren), Makroliden, Tetrazyklinen oder pneumokokken­wirksamen Fluorchinolonen über 5 bzw. 7 Tage ratsam.

    Lediglich bei erhöhtem Risiko für eine zugrunde liegende Pseudomonasinfektion oder auf multiresistente Erreger muss die antibiotische Therapie entsprechend modifiziert werden.

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  • Die dunkle Seite der Darmflora: Stuhltransplantation (Biotherapie)

    Infektionen mit Clostridium difficile stellen aufgrund von gehäuftem Vorkommen auch bei nicht hospitalisierten Patienten und dem Aufkommen hypervirulenter Stämme eine zunehmende klinische Herausforderung dar.

    Die fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT) führt bei 92–98 % der rezidivierenden Clostridium-difficile-Infektionen zur Ausheilung.

    Unterschiedliche Techniken sind möglich, die endoskopische Applikation in das Kolon scheint die sicherste Form zu sein.

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  • Wundantiseptik – Indikationen und Wirkstoffe

    Derzeit sind Polihexanid, Octenidin und zum Teil PVP-Iod als ausgewogenste antiseptische Wirkstoffe im Rahmen der Wundantiseptik anzusehen.

    Polihexanid und Octenidin sind Mittel der 1. Wahl für chronische und akut infizierte Wunden, PVP-Iod (breites Wirkspektrum, schneller antimikrobieller Effekt) ist Mittel der 1. Wahl bei Stich- und Bissverletzungen.

    Medizinischer Honig gewinnt zunehmende Bedeutung. Die große Anzahl unterschiedlicher Hersteller und Rezepturen erfordert eine detaillierte Betrachtung der Produkte.

    Silberionen in Kombination mit entsprechenden antimikrobiellen Wundauflagen können in speziellen Indikationen sinnvoll sein; eine überlegte Nutzen-Risiko-Analyse ist durchzuführen.

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Schmerzmedizin

  • Schmerztherapie in der Gynäkologie: Dos und Don’ts in der täglichen Praxis

    Die häufigsten unerkannten bzw. fehlinterpretierten Krankheitsbilder, die für Schmerzen im Vulvovaginalbereich verantwortlich zeichnen, sind die Dermatosen Lichen sclerosus, Lichen planus und der Formenkreis der Vulvodynie.

    Schwer therapierbare chronische Verläufe müssen vermieden werden, daher: strukturiertes Vorgehen in der gynäkologischen Praxis.

    Gezielte Diagnostik und Therapie benötigen interdisziplinäre Kooperation aller mit diesen Krankheitsbildern befassten Disziplinen.

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Palliativmedizin

  • Die Praxis der palliativen Sedierung

    Unter palliativer Sedierung versteht man den Einsatz sedierender Medikamente mit dem Ziel, durch eine Bewusstseinsminderung unerträgliches Leid bei sonst therapierefraktären Symptomen zu lindern.

    Die palliative Sedierung ist eine medizinische Intervention, zu deren Indikationsstellung Patienten- und Angehörigenaufklärung, Durchführung und Überwachung, äußerste Sorgfalt und palliativmedizinische Expertise notwendig sind. Die EAPC-Guideline von 2009 hat derzeit die größte Verbindlichkeit.

    Zur palliativen Sedierung werden klassischerweise Benzodiazepine und/oder Neuroleptika eingesetzt. Ergänzend müssen den Patienten andere Medikamente zur Symptomkontrolle zugeführt werden (z. B. Analgetika). Die sachgerechte Applikation des richtigen Medikaments in adäquater Dosierung muss individuell auf die Patienten und die gewünschte Sedierungstiefe abgestimmt werden.

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Pneumologie

  • Highlights der ERS-Jahrestagung 2013

    In der Behandlung von Atemwegsobstruktion sollte vermehrt ein Augenmerk auf Komorbiditäten und eine Verminderung der Exazerbationsrate gelegt werden.

    Endoskopische Lungenvolumenreduktionen können bei Emphysemen die Performance verbessern.

    Ab sofort steht in der Langzeitbehandlung der Pulmonalembolie der direkte Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban zur Verfügung. Bei der pulmonalen Hypertension wird Macitentan, ein dualer Endothelin-Rezeptor-Antagonist, erwartet.

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  • Aktives und passives Rauchen bei Jugendlichen und Kindern

    Dass in Österreich mehr Jugendliche rauchen als in allen anderen europäischen Ländern ist bekannt. Passivrauchexposition, Third-Hand-Smoking und aktives Rauchen bedrohen in vielfältigster Weise die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dies gilt ebenso für präpartale Schädigungen im Sinne des fetalen Tabaksyndroms und die postpartalen Folgen.

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Artikel

  • RDS: Therapieerfolge mit Hypnose

    Es handelt sich um eine funktionelle, sehr häufige Darmerkrankung, die sich in intermittierenden, krampfartigen, schlecht lokalisierbaren Schmerzen äußert.

    Auftreten von Diarrhö und/oder Obstipation und Blähungen.u Hypnose ist eine effektive Methode zur Linderung und Behandlung.

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Themenheft: Highlights vom europäischen Kardiologenkongress

  • Editorial: Guidelines, Hotlines und Clinical Trial Updates

    Zur Jahrestagung der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in Amsterdam Ende August 2013 sind Tausende von Kollegen aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus anderen Kontinenten angereist. In vielen Symposien, Vortagsreihen und Posterpräsentationen wurden neue Erkenntnisse auf verschiedensten Gebieten der Kardiologie…

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  • ESC und EASD veröffentlichen gemeinsame Diabetes-Guidelines

    Die European Society of Cardiology (ESC) und die European Association for the Study of Diabetes (EASD) haben eine Neuauflage ihrer „Guidelines on diabetes, pre-diabetes, and cardiovascular diseases‟ vorgestellt. Wesentliche Neuerungen: individualisierte Blutzuckerziele, HbA1c als Diagnosekriterium, konservative Behandlung vor Koronarintervention bei Patienten ohne komplexe koronare Läsionen.

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  • Neue Studien zu Risikofaktoren und Diabetes

    Die ersten Endpunktstudien mit neuen Antidiabetika haben den von der FDA geforderten Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit der DPP-4-Hemmer Alogliptin (EXAMINE) und Saxagliptin (SAVOR-TIMI-53) erbringen können – „superiority‟ war aufgrund der Studiendesigns nicht zu erwarten.

    Ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis oder Malignome durch DPP-4-Hemmer ist aus den Daten nicht ableitbar. Die leichte Häufung von Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz unter Saxagliptin erfordert eine weitere Abklärung.

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  • ESH/ESC und ÖGH: Die neuen Hypertonie-Leitlinien

    Drei Fachgesellschaften, die European Society of Hypertension sowie die European Society of Cardiology (ESH/ESC) und die Österreichische Gesellschaft für Hypertonie (ÖGH) haben rezent neue Guidelines zur Hypertonie erstellt.

    Gemeinsam ist den Leitlinien eine weitgehende Vereinheitlichung der Zielwerte, Unterschiede finden sich im ambulatorischen 24-Stunden-Blutdruckmonitoring, neu definiert wurden subklinische Organschäden.

    Neu in den ÖGH-Leitlinien sind Kapitel über Kinder, Jugendliche und sehr alten Patienten.

    Die ÖGH-Leitlinien warnen vor einer Senkung des diastolischen Drucks bei KHK-Patienten unter 70 mmHg.

    Neu in allen Leitlinien enthalten ist die renale Sympathikusdenervierung bei therapieresistenter Hypertonie.

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  • Schwer einstellbare, therapieresistente Hypertonie

    ASPIRANT-EXT: Bei schwer einstellbaren, therapieresistenten Hypertonikern konnte Spironolakton nach 8 Wochen den systolischen Blutdruck um –9,8 mmHg und den diastolischen Blutdruck um –3,3 mmHg senken.

    Simplicity 1: Verlaufsdaten zur renalen Sympathikusdenervierung zeigen nach 3 Jahren eine mittlere Blutdrucksenkung um systolisch 32 mmHg und diastolisch 14 mmHg. Es gibt keine Hinweise für eine funktionell bedeutsame Reinnervation der Nieren.

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  • ESC-Guidelines 2013 – Stabile koronare Herzerkrankung

    ESC-Leitlinien zur stabilen koronaren Herzkrankheit, neu gegenüber 2006.

    größere Bedeutung der Vortestwahrscheinlichkeit, größere Rolle der modernen Bildgebung.

    Focus auf mikrovaskuläre Angina pectoris.

    ausführliche Darstellung der optimalen medikamentösen Therapie inkl. neuer Medikamente zur Symptomkontrolle.

    Möglichkeiten der perkutanen Koronarintervention.

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  • Hot am ESC 2013 – Fokus akutes Koronarsyndrom

    Ein Absetzen der dualen Antiplättchentherapie nach Stenting soll mit dem behandelnden Arzt besprochen werden und ist mit den neuen Stentgenerationen im Einzelfall auch früher vertretbar.

    In der ACCOAST-Studie war die Gabe von Prasugrel bei NSTEMI-Patienten vor der geplanten Angiografie nicht zielführend.

    Die Thrombus-Aspiration erleichtert bei STEMI-Patienten mit massiver Thrombuslast die Intervention, auch wenn die Kurzzeitmortalität möglicherweise unbeeinflusst bleibt.

    Copeptin ist ein neuer Marker bei akutem Koronarsyndrom zur frühen Triage mit möglicherweise kürzerem Aufenthalt der Patienten in der Notaufnahme.

    In der Notfallsituation des akuten Infarkts primär nur das Infarktgefäß zu behandeln greift zu kurz, wie die PRAMI-Studie zeigt, ob aber alle Gefäße in einer Sitzung oder in einem ­zweiten Eingriff erst später optimiert werden sollen, bleibt offen.

    Die RE-ALIGN-Studie zeigt, dass nicht jede Indikation für Vitamin-K-Antagonisten zugleich auch eine Indikation für neue orale Antikoagulanzien ist.

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  • Edoxaban bei Patienten mit symptomatischer venöser Thromboembolie – Hokusai-VTE

    Hokusai-VTE-Studie: Heparin/Edoxaban vs. Heparin/Vitamin-K-Antagonist zur Prävention der Rezidiv-VTE:

    Der neue Faktor-Xa-Inhibitor Edoxaban (60 mg täglich) war der Standardtherapie nicht unterlegen.

    • Weniger klinisch relevante Blutungen.
    • Konsistente Ergebnisse bei tiefer Venenthrombose und Pulmonalembolie.
    • Klinisch relevante Reduktion der Rezidiv-VTE bei schwerer Pulmonalembolie mit rechtsventrikulärer Dysfunktion.
    • Dosisadaption (30 mg täglich), z. B. bei Patienten mit Niereninsuffizienz, effektiv und sicherer.

    (Harry Büller, Principal Investigator der Hokusai-VTE-Studie, ESC 2013, Hotline-I-Sitzung)

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  • Neues bei Herzinsuffizienz

    Omecamtiv Mecarbil und Serelaxin, zwei Vertreter ganz neuer Therapieprinzipien, werden derzeit bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz untersucht.

    Die Studie ECHO-CRT spricht gegen den Einsatz der kardialen Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und schmalem Kammerkomplex (QRS-Breite < 130 ms).

    Das europäische „Heart Failure Long-Term Registry‟ zeigt eine gute Umsetzung der Guidelines zur Therapie der Herzinsuffizienz.

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  • Kardiale Resynchronisationstherapie

    Bei Linksschenkelblock und systolischer Herzinsuffizienz soll die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) frühzeitig zum Einsatz kommen.

    Bei schmalen Kammerkomplexen hat die CRT keinen Stellenwert.

    Bei Patienten mit Vorhofflimmern und Linksschenkelblock sollte zusätzlich die totale AV-Knotenablation nach CRT-Implantation erwogen werden.

    Die telemedizinische Überwachung von ICD/CRT-Geräten ist sinnvoll und senkt die Mortalität bei Herzinsuffizienz.

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  • ESC-Guidelines 2013 – Herzschrittmacher und kardiale Resynchronisationstherapie

    Ziel der neuen Guidelines ist es, praktisch orientierte Empfehlungen zu bieten.

    Neu ist die auf der klinischen Präsentation – anstatt auf der Ätiologie – basierende Klassifikation der Bradyarrhythmien.

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  • Kathetergestützte Klappeninterventionen

    Exemplarische Auswahl von im Rahmen des ESC präsentierten Ergebnissen:

    Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI):

    • Paravalvuläre Lecks treten im Vergleich zu den Anfangszeiten der Methode seltener auf; aber nicht nur die hochgradigen beeinflussen das Outcome negativ.
    • Patienten mit Diabetes zeigten nach TAVI ein besseres Outcome als nach chirurgischem Klappenersatz.

    MitraClip®: Selektierte hochbetagte Patienten mit schwerer Mitralklappen­regur-gitation profitieren von der Methode in vergleichbarem Ausmaß wie jüngere.

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