UIM 08|2013

UIM 08|2013 Themenheft ESC 2013


Highlights vom europäischen Kardiologenkongress

  • Editorial: Guidelines, Hotlines und Clinical Trial Updates
    Zur Jahrestagung der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in Amsterdam Ende August 2013 sind Tausende von Kollegen aus verschiedenen Ländern Europas, aber auch aus anderen Kontinenten angereist. In vielen Symposien, Vortagsreihen und Posterpräsentationen wurden neue Erkenntnisse auf verschiedensten Gebieten der Kardiologie ...Weiterlesen ...
  • ESC und EASD veröffentlichen gemeinsame Diabetes-Guidelines

    Die European Society of Cardiology (ESC) und die European Association for the Study of Diabetes (EASD) haben eine Neuauflage ihrer „Guidelines on diabetes, pre-diabetes, and cardiovascular diseases‟ vorgestellt. Wesentliche Neuerungen: individualisierte Blutzuckerziele, HbA1c als Diagnosekriterium, konservative Behandlung vor Koronarintervention bei Patienten ohne komplexe koronare Läsionen.

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  • Neue Studien zu Risikofaktoren und Diabetes

    Die ersten Endpunktstudien mit neuen Antidiabetika haben den von der FDA geforderten Nachweis der kardiovaskulären Sicherheit der DPP-4-Hemmer Alogliptin (EXAMINE) und Saxagliptin (SAVOR-TIMI-53) erbringen können – „superiority‟ war aufgrund der Studiendesigns nicht zu erwarten.

    Ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis oder Malignome durch DPP-4-Hemmer ist aus den Daten nicht ableitbar. Die leichte Häufung von Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz unter Saxagliptin erfordert eine weitere Abklärung.

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  • ESH/ESC und ÖGH: Die neuen Hypertonie-Leitlinien

    Drei Fachgesellschaften, die European Society of Hypertension sowie die European Society of Cardiology (ESH/ESC) und die Österreichische Gesellschaft für Hypertonie (ÖGH) haben rezent neue Guidelines zur Hypertonie erstellt.

    Gemeinsam ist den Leitlinien eine weitgehende Vereinheitlichung der Zielwerte, Unterschiede finden sich im ambulatorischen 24-Stunden-Blutdruckmonitoring, neu definiert wurden subklinische Organschäden.

    Neu in den ÖGH-Leitlinien sind Kapitel über Kinder, Jugendliche und sehr alten Patienten.

    Die ÖGH-Leitlinien warnen vor einer Senkung des diastolischen Drucks bei KHK-Patienten unter 70 mmHg.

    Neu in allen Leitlinien enthalten ist die renale Sympathikusdenervierung bei therapieresistenter Hypertonie.

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  • Schwer einstellbare, therapieresistente Hypertonie

    ASPIRANT-EXT: Bei schwer einstellbaren, therapieresistenten Hypertonikern konnte Spironolakton nach 8 Wochen den systolischen Blutdruck um –9,8 mmHg und den diastolischen Blutdruck um –3,3 mmHg senken.

    Simplicity 1: Verlaufsdaten zur renalen Sympathikusdenervierung zeigen nach 3 Jahren eine mittlere Blutdrucksenkung um systolisch 32 mmHg und diastolisch 14 mmHg. Es gibt keine Hinweise für eine funktionell bedeutsame Reinnervation der Nieren.

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  • ESC-Guidelines 2013 – Stabile koronare Herzerkrankung

    ESC-Leitlinien zur stabilen koronaren Herzkrankheit, neu gegenüber 2006.

    größere Bedeutung der Vortestwahrscheinlichkeit, größere Rolle der modernen Bildgebung.

    Focus auf mikrovaskuläre Angina pectoris.

    ausführliche Darstellung der optimalen medikamentösen Therapie inkl. neuer Medikamente zur Symptomkontrolle.

    Möglichkeiten der perkutanen Koronarintervention.

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  • Hot am ESC 2013 – Fokus akutes Koronarsyndrom

    Ein Absetzen der dualen Antiplättchentherapie nach Stenting soll mit dem behandelnden Arzt besprochen werden und ist mit den neuen Stentgenerationen im Einzelfall auch früher vertretbar.

    In der ACCOAST-Studie war die Gabe von Prasugrel bei NSTEMI-Patienten vor der geplanten Angiografie nicht zielführend.

    Die Thrombus-Aspiration erleichtert bei STEMI-Patienten mit massiver Thrombuslast die Intervention, auch wenn die Kurzzeitmortalität möglicherweise unbeeinflusst bleibt.

    Copeptin ist ein neuer Marker bei akutem Koronarsyndrom zur frühen Triage mit möglicherweise kürzerem Aufenthalt der Patienten in der Notaufnahme.

    In der Notfallsituation des akuten Infarkts primär nur das Infarktgefäß zu behandeln greift zu kurz, wie die PRAMI-Studie zeigt, ob aber alle Gefäße in einer Sitzung oder in einem ­zweiten Eingriff erst später optimiert werden sollen, bleibt offen.

    Die RE-ALIGN-Studie zeigt, dass nicht jede Indikation für Vitamin-K-Antagonisten zugleich auch eine Indikation für neue orale Antikoagulanzien ist.

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  • Edoxaban bei Patienten mit symptomatischer venöser Thromboembolie – Hokusai-VTE

    Hokusai-VTE-Studie: Heparin/Edoxaban vs. Heparin/Vitamin-K-Antagonist zur Prävention der Rezidiv-VTE:

    Der neue Faktor-Xa-Inhibitor Edoxaban (60 mg täglich) war der Standardtherapie nicht unterlegen.

    • Weniger klinisch relevante Blutungen.
    • Konsistente Ergebnisse bei tiefer Venenthrombose und Pulmonalembolie.
    • Klinisch relevante Reduktion der Rezidiv-VTE bei schwerer Pulmonalembolie mit rechtsventrikulärer Dysfunktion.
    • Dosisadaption (30 mg täglich), z. B. bei Patienten mit Niereninsuffizienz, effektiv und sicherer.

    (Harry Büller, Principal Investigator der Hokusai-VTE-Studie, ESC 2013, Hotline-I-Sitzung)

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  • Neues bei Herzinsuffizienz

    Omecamtiv Mecarbil und Serelaxin, zwei Vertreter ganz neuer Therapieprinzipien, werden derzeit bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz untersucht.

    Die Studie ECHO-CRT spricht gegen den Einsatz der kardialen Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz und schmalem Kammerkomplex (QRS-Breite < 130 ms).

    Das europäische „Heart Failure Long-Term Registry‟ zeigt eine gute Umsetzung der Guidelines zur Therapie der Herzinsuffizienz.

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  • Kardiale Resynchronisationstherapie

    Bei Linksschenkelblock und systolischer Herzinsuffizienz soll die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) frühzeitig zum Einsatz kommen.

    Bei schmalen Kammerkomplexen hat die CRT keinen Stellenwert.

    Bei Patienten mit Vorhofflimmern und Linksschenkelblock sollte zusätzlich die totale AV-Knotenablation nach CRT-Implantation erwogen werden.

    Die telemedizinische Überwachung von ICD/CRT-Geräten ist sinnvoll und senkt die Mortalität bei Herzinsuffizienz.

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  • ESC-Guidelines 2013 – Herzschrittmacher und kardiale Resynchronisationstherapie

    Ziel der neuen Guidelines ist es, praktisch orientierte Empfehlungen zu bieten.

    Neu ist die auf der klinischen Präsentation – anstatt auf der Ätiologie – basierende Klassifikation der Bradyarrhythmien.

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  • Kathetergestützte Klappeninterventionen

    Exemplarische Auswahl von im Rahmen des ESC präsentierten Ergebnissen:

    Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI):

    • Paravalvuläre Lecks treten im Vergleich zu den Anfangszeiten der Methode seltener auf; aber nicht nur die hochgradigen beeinflussen das Outcome negativ.
    • Patienten mit Diabetes zeigten nach TAVI ein besseres Outcome als nach chirurgischem Klappenersatz.

    MitraClip®: Selektierte hochbetagte Patienten mit schwerer Mitralklappen­regur-gitation profitieren von der Methode in vergleichbarem Ausmaß wie jüngere.

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