UIM 02|2014

UIM 02|2014 Themenheft Pneumologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Ungewöhnliche Fälle in der Pneumologie

  • Fieber, Husten, Dyspnoe: banale Symptome, exotische Ursache

    Die serologische Untersuchung einer Patientin weist in Zusammenschau mit den klinischen Symptomen und der Bildgebung auf eine akute Infektion mit Coccidioides-Pilzsporen hin, freilich ohne Aufenthalt in einem Endemiegebiet.

    Eine antimykotische Therapie führte zu einer radiologischen und klinischen Besserung der Beschwerden.

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  • Ein Fleck, drei Diagnosen

    Patient mit B-Symptomatik, Lupus-Anamnese und St. p. Lymphknoten-TBC: Veränderungen im Thorax-CT könnten einer Tuberkulose, einer Narbe oder einem Malignom entsprechen.

    Nach tuberkulostatischer Therapie (ohne Kulturnachweis) Verringerung alveolärer Verdichtungen, jedoch Größenprogredienz des Rundherds im linken Oberlappen.

    Mehrmalige Bronchoskopien und CT-gezielte Punktionen, erst durch die offene Biopsie nach ca. 13 Monaten Diagnose Plattenepithelkarzinom (Therapie: Sleeve-Lobektomie des linken Oberlappens mit radikaler mediastinaler Lymphadenektomie).

    Nebenbefund Anthrakosilikose unter Verlaufskontrolle.

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  • Immunsuppression als trojanisches Pferd

    Rhodokokkennachweis bei immunsupprimiertem Patienten mit Husten und Fieber, nach antibiotischer Therapie klinische Besserung.

    Persistenz und Zunahme infiltrativer Veränderungen unter erhöhter Immunsuppression, in Biopsien wiederum Rhodokokkennachweis.

    In der Folge Fieber, trotz antibiotischer Therapie einschmelzende Infiltrate, linksseitige Pneumektomie bzw. Stopp der Immunsuppression als weitere Optionen vom Patienten abgelehnt; Sepsis, Exitus.

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  • Seltene Ursache einer mediastinalen Raumforderung

    Nach Revision der CT-Aufnahmen werden vorbeschriebene, intrapulmonale Rundherde nicht bestätigt, kein Verdacht auf Bronchialkarzinom.

    Als Ursachen einer unklaren Raumforderung sind aufgrund des anatomischen Situs im vorderen Mediastinum Teratome, Thyreomegalie, Lymphome sowie Thymustumoren diskutierbar.

    Feinnadelpunktion des Zysteninhalts: Erst die immunhistochemische Untersuchung der Lymphozyten erlaubt die Diagnose Thymuszyste.

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  • Raumforderung im Pankreas als Erstmanifestation einer Granulomatose

    Nach CT Verdachtsdiagnose einer neoplastischen Expansion im Pankreas mit Lungenmetastasen und paravertebraler Absiedelung.

    Nach Biopsie Verdachtsdiagnose Mykobakteriose, antituberkulöse Therapie erfolglos.

    Serum-Immunpathologie führt zur Diagnose einer Granulomatose mit Polyangiitis (GPA).

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  • Interkostalnerv-Tumor als Ursache einer großen thorakalen Raumforderung

    Zuweisungsdiagnose: Serothorax mit Verdacht auf Lobärpneumonie bei stattgehabtem respiratorischem Infekt.

    Im Thorax-CT Pleuraerguss links und eine gut umschriebene, arteriell teilvaskularisierte, inhomogene Expansion in der linken Lunge basal.

    In der erweiterten Diagnostik keine Hinweise auf immunpathologisches oder malignes Geschehen, keine Pilze oder Bakterien aus dem Pleurapunktionsexsudat kultivierbar.

    In der aus der CT-gezielten Punktion gewonnenen Histologie zeigten sich Anteile eines Schwannoms ohne Hinweis auf Malignität.u Bestätigung der Diagnose nach kurativer Therapie durch operative Komplettentfernung.

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  • Therapie eines pleuraständigen Tumors mit Kortison

    Im Kontext NSTEMI-Abklärung als Zufallsbefund Raumforderung.

    Diagnose nach histologischer Aufarbeitung: inflammatorischer myofibroblastischer Tumor (IMT).

    Aufgrund des kardiovaskulären Risikos und der sehr wahrscheinlich benignen Natur des Tumors konservative Strategie mit Kortikosteroidtherapie.

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  • Junger Patient mit akutem Abdomen – beinahe fataler Verlauf

    Ein Patienten mit zystischer Fibrose wird mit einem distalen intestinalen Obstruktionssyndrom (DIOS), einer häufigen Komplikation bei ZF, stationär aufgenommen.

    In der Regel kann DIOS konservativ beherrscht werden, eine Operation ist Ausnahmefällen vorbehalten.

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  • Akute Dyspnoe und Hämoptysen bei Triathleten

    Während der Schwimmdisziplin im Rahmen eines Triathlons plötzlich akute Atemnot, Hustenanfälle und Hämoptysen.

    Blutgasanalyse ergab eine respiratorische Partialinsuffizienz, im Thoraxröntgen flüssigkeitsmarkiertes Interlobium und ein grenzwertig großer Herzschatten mit Stauungszeichen Grad 1 im kleinen Kreislauf, in der Pulmonalarterien-CT beidseitige alveoläre Verdichtungsareale.

    Drei Tage nach Erstkontakt völlig beschwerdefrei ohne auffällige Befunde. Die spontane Reversibilität der pulmonalen Veränderungen sowie der klinische Verlauf mit spontaner Beschwerdefreiheit innerhalb von 48 Stunden sprachen für ein „swimming-induced pulmonary edema‟.

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  • Knochenzementembolisate als Zufallsbefund

    Knochenzementembolisate in Pulmonalarterien bei Patientin mit Belastungsdyspnoe als Zufallsbefund, weil aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion bei der Multislice-CT kein Kontrastmittel verwendet wurde.

    konservative Therapie mit oraler Antikoagulation.

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