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SPIO: Spectrum Immunonkologie

Die Welt der Immunonkologie. Durchblicken mit SPIO

Erscheinungsdatum:
27.6.2014

Herausgeber:
o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin


Brief des Herausgebers

Brief des Herausgebers 5/14

G. J. Krejs 27.6.2014

Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Fußballweltmeisterschaft hat in den letzten Wochen wohl für Abwechslung bei den Fernsehgepflogenheiten gesorgt. But, after all it’s only a game! Eine todernste Sache ist jedoch die Darmkrebsvorsorge, die, wie die „Presse“ am amerikanischen Staatsfeiertag, dem 4. Juli 2014, auf ihrer Titelseite berichtet: „am Geld scheitert“. Mit 180 Euro...

Editorial

Editorial 5/14

I. Pabinger 27.6.2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen, im FOCUS der aktuellen Ausgabe stehen myeloproliferative Neoplasien (MPN) bzw. das myeloproliferative Syndrom (MPS). Ao. Univ.-Prof. Dr. Gisslinger beschreibt die Bedeutung des Nachweises genetischer Mutationen für die Diagnostik und die Behandlung der MPN. Er hebt insbesondere die Entdeckung der CALR-Mutation im Dezember 2013 hervor, an der er maßgeblich beteiligt war, anhand...

Aktuell

Inhalt, Umfang und Ausnahmen der ärztlichen Aufklärungspflicht

Mag. Dr. Sabine Ritter, P.LL.M et al. 27.6.2014

Die ärztliche Aufklärungspflicht ist im Ärztegesetz und im Krankenanstaltengesetz verankert und ergibt sich aus dem Behandlungsvertrag. Die Pflicht zur Aufklärung umfasst operative und physikalische Eingriffe, die medi­kamentöse Behandlung und Impfungen. Es gilt folgender Leitsatz: „Der Umfang der Aufklärungspflicht reicht umso weiter, je weniger dringlich der Eingriff aus der Sicht des vernünftigen...

Seite des niedergelassenen Internisten

Pflege: Rückbesinnung auf Kernaufgaben notwendig

L. Fiedler et al. 27.6.2014

Eine Verbesserung der Ausbildung des Gesundheits- und Krankenpflegepersonals ist erwünscht und zu begrüßen. Doch die Ausweitung von Kompetenzen sollte weder die Teamarbeit erschweren noch die Führung medizinischer Teams durch Ärzte gefährden, meint Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann für Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

Hämatologie und Hämostaseologie

Update zum Hodgkin-Lymphom - Im Zentrum klinischer Forschungsanstrengungen: Spätkomplikationen, neue Entwicklungen bei ungünstigem Verlauf

J. Drach 27.6.2014

Die Therapie des Hodgkin-Lymphoms erfolgt gemäß der Einteilung in Stadien und Risikofaktoren, um bei erhaltener Effektivität mögliche Spätkomplikationen der Behandlung zu minimieren. Die Therapieoptionen wurden in letzter Zeit vor allem durch das Antikörper-Drug-Konjugat Brentuximab Vedotin erweitert.

Hämatologie und Hämostaseologie

Studiendaten und Tipps für die Praxis: Apixaban bei Vorhofflimmern

A. Niessner 27.6.2014

Apixaban zeigt im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (VKA) eine Verbesserung des klinischen Nettobenefits bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern mit einer signifikanten Reduktion der Schlaganfälle und systemischen Embolien, der schwerwiegenden Blutungen und der Mortalität. Apixaban zeigt insbesondere bei „vulnerablen‟ Patienten, z. B. mit einge­-schränkter Nierenfunktion, ein besonders vorteilhaftes...

Hämatologie und Hämostaseologie

Myeloproliferative Neoplasien - Entdeckung einer neuen krankheitsverursachenden Mutation

H. Gisslinger et al. 27.6.2014

Bis vor Kurzem waren JAK2 (V617F) und MPL (W515L) die beiden am häufigsten gefundenen Treibermutationen in den myeloproliferativen Neoplasien. Die Behandlung der betroffenen Patienten kann jetzt noch besser fokussiert werden.

Hämatologie und Hämostaseologie

Moderne Risikostratifizierungen werden das Patientenmanagement künftig verbessern - Myeloproliferatives Syndrom und thrombotische Komplikationen

V. Buxhofer-Ausch 27.6.2014

Arterielle und venöse thrombotische Komplikationen stellen neben der Myelofibrose und der sekundären Leukämie das gesundheitliche Haupt-problem bei Patienten mit Philadelphia-Chromosom-negativen myeloproliferativen Neoplasien (MPN) dar. Die rezente Entdeckung der Calreticulin-Mutationen bei Patienten ohne JAK2- oder MPL-Mutationen erleichtert die Diagnose einer MPN. Eine möglichst frühe Diagnose sowie die...

Hämatologie und Hämostaseologie

Therapie der Polyzythämia vera: Behandlungsentscheidung gemäß Risikostratifizierung

S. Burgstaller 27.6.2014

Ziel der Therapie der Polyzythämia vera: Reduktion der thromboembolischen Komplikationen, Reduktion der Transformation in akute Leukämie, Myelofibrose, Symptomkontrolle. Zytoreduktive First-Line-Medikamente: Interferon-alpha, Hydroxyurea.

Onkologie

Systemische Therapie des Nierenzellkarzinoms

M. Schmidinger 27.6.2014

Überblick über den optimalen Einsatz gewählter Therapien in verschiedenen Linien beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom; leitlinien- und praxisorientiert. Vorstellung neuer Therapien, wie z. B. Cabozantinib, die andere als bislang bekannte Pathways inhibieren. Im Zentrum des Interesses sind neue Immuntherapeutika; Antikörper wie Nivolumab können die Interaktion zwischen dem spezifischen Oberflächenrezeptor...

Angiologie

Lyse bei Pulmonalarterienembolie-(PAE-)Patienten mit intermediärem Risiko: Eine kritische Beurteilung der PEITHO-Studie

J. Beyer-Westendorf 27.6.2014

Auch Patienten im mittleren Risiko nach ESC profitieren von einer Fibrinolysetherapie, da hämodynamische Dekompensation und Akutsterb-lichkeit signifikant gesenkt werden können. Das Blutungsrisiko einer systemischen Lysetherapie ist auch bei sorgfältiger Patienten­selektion hoch und muss gegen den Nutzen abgewogen werden. Lyseschemata mit reduzierter Dosierung der Fibrinolytika oder moderne ­katheterassistierte...

Angiologie

Periphere Aneurysmen – was tun?

27.6.2014

Periphere Aneurysmen sind oft klinisch stumm. Neben einem Rupturrisiko besteht in erster Linie ein erhöhtes Embolierisiko. Bei akuten Komplikationen ist rasches Handeln gefragt, um einen drohenden Extremitätenverlust zu verhindern. Periphere Aneurysmen – auch wenn zunächst asymptomatisch – zeigen eine hohe Komplikationsrate. Die Behandlung des peripheren Aneurysmas muss individualisiert in Zentren mit...

Angiologie

Screening und Diagnostik

M. Hoke et al. 27.6.2014

Als Aneurysma wird eine abgegrenzte Gefäßerweiterung um mind. 50 % des ursprünglichen Kalibers bezeichnet. Periphere Aneurysmen treten im Vergleich zu aneurysmatischen Veränderungen der Aorta selten auf. Oftmals finden sich bei betroffenen Patienten mehrere Gefäßerweiterungen an unterschiedlichen Lokalisationen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Auch wenn die meisten Aneurysmen eine...

Angiologie

Ätiologische Aspekte, Therapie

J. Klocker 27.6.2014

Periphere arterielle Aneurysmen stellen oft entweder einen Zufallsbefund oder eine wichtige Differenzialdiagnose dar. Die Behandlungsplanung ist – im Vergleich zu den aortoiliakal lokalisierten Aneurysmen – weniger standardisiert. Für die Behandlung relevante Aspekte Ätiologische Aspekte: Die Behandlung von peripheren Aneurysmen ist durch deren zugrunde liegende Ätiologie bestimmt: In den häufigsten...

Kardiologie

Diagnostischer Beitrag der kardialen Magnetresonanztomografie: Kardiale Sarkoidose

E. Sigmund et al. 27.6.2014

Kardiale Beteiligung bei Sarkoidose häufiger als bislang angenommen: Diagnose ist oft eine Sache des „Daran-Denkens‟. Zunehmende Bedeutung der Magnetresonanztomografie des Herzens in der Diagnostik. Chronische Sarkoidose mit Herzbeteiligung mündet unbehandelt in eine Herzinsuffizienz oder in lebensbedrohliche Rhythmusstörungen. Perkutane Katheterablation bei anhaltenden ventrikulären Tachykardien im Rahmen...

Endokrinologie & Stoffwechsel

Highlights der ÖDG-Frühjahrstagung 2014

H. Toplak 27.6.2014

Jede Art der Bewegung ist besser als keine Bewegung. Diabetiker sind in vielen Bereichen mit Diskriminierung konfrontiert. Stigmatisierung von Adipositas ist präsent und auch unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens weit verbreitet. Die Auswahl der antidiabetischen Therapie soll individualisiert erfolgen; Benefits und Limitationen der einzelnen oralen Antidiabetika werden diskutiert.

Endokrinologie & Stoffwechsel

Analoga von GLP-1: Pharmakologische Unterschiedeund klinische Konsequenzen

M. Resl 27.6.2014

Die bedeutendsten pharmakologischen Unterschiede der zurzeit zur Verfügung stehenden GLP-1-Agonisten sind deren unterschiedliche Halbwertszeit und Wirkdauer. Kurz wirksame Substanzen wie Lixisenatid und Exenatid führen zu einer effektiven Senkung des postprandialen Blutzuckerspiegels. Lang wirksame Substanzen bewirken eine größere Gewichtsreduktion und eine etwas effektivere Senkung des HbA1c.

Rheumatologie

Genetisch bedingtes Fiebersyndrom: Das familiäre Mittelmeerfieber

J. Gruber et al. 27.6.2014

Das familiäre Mittelmeerfieber ist weltweit das häufigste genetisch bedingte Fiebersyndrom. Typischerweise manifestiert sich das FMF als 1–3-tägige Krankheitsattacke mit Fieber und entzündlichen Veränderungen an Pleura, Peritoneum, Gelenken oder der Haut. Die schwerwiegendste Komplikation des FMF ist die systemische Amyloidose. Das Ziel der im Prinzip lebenslang notwendigen Therapie mit Colchicin ist, die...

Rheumatologie

Arthrose und Arthritis - Die Rolle des Internisten

L. Erlacher et al. 27.6.2014

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, allen voran arthrotische Veränderungen und rheumatoide Arthritis, sind häufig die Ursache für Gelenkschmerzen. Bei rheumatoider Arthritis hat ein möglichst früher Therapiebeginn entscheidenden Einfluss auf den Behandlungserfolg. Die Differenzierung zwischen Arthrose, rheumatoider Arthritis und Psoriasisarthritis erfolgt in erster Linie auf Basis von klinischer...

Gastroenterologie & Hepatologie

Obstipation als therapeutische Herausforderung: Ein instruktiver Fall aus der Praxis

H. Hammer 27.6.2014

Bei Obstipation leiden Patienten oft jahre- bis jahrzehntelang an ihren Be­schwerden und an inkonsequenten oder mangelhaft wirksamen Behandlungen. Die Ärzteschaft muss die Verantwortung für die Abklärung und die Behandlung dieses Symptoms übernehmen, um nicht überholten Mythen und Missverständnissen das Feld zu überlassen und um den Patienten den indikationsgerechten Zugang zu den neuesten Therapieformen,...

Gastroenterologie & Hepatologie

Darmkrebsvorsorge - Früherkennung oder Prävention?

E. Waldmann et al. 27.6.2014

Im Rahmen der Darmkrebsvorsorge wird in Österreich ein Beratungsgespräch zur Evaluierung persönlicher Risikofaktoren und ein Test auf okkultes Blut im Stuhl ab dem 40. Lebensjahr sowie eine Vorsorgekoloskopie ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.

Gastroenterologie & Hepatologie

Chronische Pankreatitis bedeutet adäquate Schmerztherapie - Häufigste Ursache: Alkohol; Rauchen beschleunigt Progression

B. Tribl 27.6.2014

Durch rezidivierende Entzündungsschübe erfolgt ein bindegewebiger Umbau mit konsekutivem Verlust der exokrinen und endokrinen Pankreasfunktion. Zusätzlich können Komplikationen wie Pseudozysten, Pankreasgang-, Duodenal- und Gallengangstenosen, Gefäßkomplikationen, Mangelernährung sowie Schmerzen als Hauptsymptom auftreten. Die chronische Pankreatitis stellt einen Risikofaktor für ein Pankreaskarzinom...

Pneumologie

COPD: Update GOLD-Guidelines 2014

W. Pohl et al. 27.6.2014

COPD: In den upgedateten Guidelines wird die Therapieempfehlung für eine Exazerbationsprophylaxe bestätigt.

Pneumologie

Junger COPD-Patient: Vom Rauchen kam es nicht!

27.6.2014

Bei einem jüngeren Patienten wurde vor einigen Jahren eine COPD diagnostiziert, obwohl er Nichtraucher war. Bei späteren Kontrollen zeigte sich eine zunehmende Verschlechterung der Lungenfunktion. Erst mittels Laboruntersuchung konnte die eigentliche Ursache gefunden werden.

Infektiologie

Highlights vom European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases 2014

A. Lenger et al. 27.6.2014

In Anbetracht hoher Resistenzen gegenüber den Hauptantibiotikagruppen und den immer älteren und multimorbiden Patienten hat die Berücksichtigung pharmakokinetischer und -dynamischer Eigenschaften der eingesetzten Medikamente eine große Bedeutung. Invasive Candida-Infektionen werden häufiger diagnostiziert – nicht nur bei Intensivpatienten; der Anteil der Non-albicans-Spezies steigt an.

Schmerz

Relevante Topics auf der 22. Jahrestagung der ÖSG - Fachdisziplinen vereint, um Schmerzreduktion zu erreichen

G. Feigl 27.6.2014

Die 22. Jahrestagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) umfasste interdisziplinäre Themenschwerpunkte zur Findung effizienterer Schmerztherapien.

Schmerz

SCENAR-Therapie bei chronischen Schmerzen - 4 Jahre Erfahrung am Schmerzzentrum des Klinikums Klagenfurt

W. Pipam et al. 27.6.2014

Bei der SCENAR-Therapie handelt es sich um eine zwar nicht evidenzbasierte nichtinvasive Schmerz­therapiemethode, die sich aber gut mit der konven­tionellen Schmerztherapie kombinieren lässt, additive Wirkung hat und oft beeindruckende Ergebnisse erzeugt.

Palliativmedizin

Sterbehilfe: Gibt es in Österreich ein Zuviel oder ein Zuwenig an Verboten?

Univ. Prof. Dr. Herbert Watzke et al. 27.6.2014

Von einer Verankerung des Verbots der Sterbehilfe in der österreichischen Verfassung ist Abstand zu nehmen. Ein weiterer Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung ist dringend notwendig. Eine gesellschaftliche Enttabuisierung der Themenbereiche Sterben und Tod ist Voraussetzung für jede Diskussion.

 



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Inhaltsverzeichnis UIM 05|2014

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