UIM 07|2017

UIM 07|2017 Themenheft Hämostaseologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Hämostaseologiekurs 2017

Editorial

  • Editorial
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Unser Fach verbindet so entgegengesetzte Krankheitsbilder wie Blutung und Thrombose, denn das Gerinnungssystem bzw. die Hemmung dessen stellt die Fließeigenschaften sicher bzw. wird Gerinnung aktiv, wenn dies zur Bewahrung der Integrität des Gefäßsystems notwendig ist. Veränderungen ...Weiterlesen ...

Hämatologie und Hämostaseologie

  • Physiologie der Blutgerinnung

    Das Hämostasesystem:

    trägt zur Ausbildung eines Gerinnsels und dadurch zum raschen Wundver-schluss bei.

    gewährleistet eine lokale und zeitlich begrenzte Aktivierung des Gerinnungssystem

    sorgt für die Kontrolle und Inhibition der Blutgerinnung.

    unterstützt die Wundheilung und Gefäßzellregenerierung.

    wird zur zeitgerechten Fibrinolyse benötigt.

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  • Angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen und das Von-Willebrand-Syndrom

    Bei unklarer Neigung zu Epistaxis, Schleimhautblutungen, Menorrhagien und kutanen Hämatomen sollen ein Von-Willebrand-Syndrom (VWS) und angeborene Plättchendefekte (IPD) ausgeschlossen werden.

    VWS und IPD sind komplexe Erkrankungen.

    Das VWS ist häufig, angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen sind sehr selten.

    Leitlinien zur Diagnose von Plättchendefekten und für die optimale Verwendung von Tranexamsäure, Desmopressin, aktiviertem Faktor VII-, VWF-hältigen Faktor- VIII- und Thrombozytenkonzentraten sind im Internet abrufbar (www.awmf.org; S2K 086-03; S2K 086-004).

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  • Labordiagnostik/Gerinnungsanalytik

    Die Globalparameter aPTT und PTZ werden oft zu Unrecht als unzeitgemäß geschmäht.

    aPTT und PTZ sind billige Suchsonden, die über eine Vielzahl von klinisch relevanten ­Veränderungen des Gerinnungssystems Information bieten und im Rahmen einer Stufendiagnostik komplexer Gerinnungsanalytik vorgeschaltet sein sollen.

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  • Diagnostik venöser und arterieller Thromboembolien

    Lokalisation und Ausdehnung des Geschehens bestimmen die klinische Symptomatik der venösen (tiefe Venenthrombose, Pulmonalembolie) und der arteriellen Thromboembolie.

    Rasche Sicherung der Diagnose mit unverzüglichem Therapiebeginn ist zur Verhinderung von Spätschäden essenziell.

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  • Erworbene Blutgerinnungsstörungen und thrombotisch-thrombozytopenische Purpura

    Vorliegender Beitrag ist ein Update des Beitrags aus 2015:
    → Neu im Abschnitt medikamentös induzierte Gerinnungsstörungen: neben Rivaroxaban und Apixaban ist nun auch Edoxaban als direkter Xa-Hemmer verfügbar. Für den direkten ­Thrombininhibitor Dabigatran steht das Antidot Idarucizumab zur Verfügung.

    Neu: Tabelle 2 (Therapie bei disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC) und Tabelle 3 (thrombotische Mikroangiopathien).

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  • Besonderheiten der Blutgerinnung im Kindesalter

    Besonderheiten vor allem in der Neugeborenenperiode

    Niedrige Plasmaspiegel an Hämostaseproteinen und verminderte (In-vitro-)Thrombozyten-Funktion, dennoch gut funktionierende Hämostase

    Wichtigster Globaltest PTT ist verlängert.

    Spezifisches Problem der Neugeborenenhämostase: Vitamin-K-Mangel-Blutungen.

    Die präoperative Diagnostik zum Ausschluss einer angeborenen Gerinnungsstörung (z. B. Von-Willebrand-Syndrom) im Kindesalter stellt durch meist fehlende Anamnese eine Herausforderung dar.

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  • Intraoperatives Gerinnungsmanagement

    Die Gabe von gerinnungsaktiven Substanzen erfolgt in der Regel nur zur Therapie einer ­klinisch relevanten Blutung.

    Das Management soll einem Behandlungsalgorithmus mit vordefinierten Grenz- und ­Zielwerten folgen.

    Mittels viskoelastischer Methoden ist eine Gerinnungsdiagnostik am Point-of-Care möglich.

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  • Lysieren oder nicht lysieren, das ist hier die Frage

    Kasuistik einer Notfallsituation:

    Nicht ansprechbare Patientin wird in die Notfallmedizin eingeliefert.

    Patientenbrief: Antikoagulation mit Apixaban; tatsächliche Einnahme nicht feststellbar.

    CT-Angiografie des Schädels ergibt Infarkt mit proximalem Verschluss der Arteria cerebri media im M2-Segment.

    Vorhandensein eines gerinnungsaktiven Apixaban-Plasmaspiegels stellt eine relative bis absolute Kontraindikation für die Durchführung einer Thrombolyse dar. Was tun?

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