UIM 03|2021

UIM 03|2021 Themenheft Kardiologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

23. Kardiologie-Kongress Innsbruck – eine Nachlese

Editorial

  • Editorial
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    es war uns eine Freude, viele von Ihnen beim 23. Kardiologie-Kongress Innsbruck begrüßen zu dürfen! Die Pandemie hat uns dieses Jahr vor neue Herausforderungen gestellt. Erstmals fand der Kongress in diesem Jahr rein virtuell statt.
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Kardiologie

  • Neue Therapieoptionen bei HFrEF

    Die Weiterentwicklung der ätiologischen Differenzierung und die Einführung neuer Substanzklassen mit hoher Wirksamkeit revolutionierten die Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Linksventrikelfunktion (HFrEF) in den letzten Jahren.

    ARNI und SGLT-2-Hemmer verbesserten die Optionen in der Behandlung der HFrEF noch weiter.

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  • Die vielen Gesichter der HFpEF

    Das vielfältige Erkrankungsbild der HFpEF weist multifaktorielle Ursachen und daher eine komplexe Pathophysiologie auf.

    Die phänotypische Heterogenität stellt eine zusätzliche Herausforderung hinsichtlich valider therapeutischer Wirkmechanismen dar.

    Bisher konnte keine spezifische medizinische Therapie einen klinischen Nutzen in diesem heterogenen PatientInnenkollektiv erbringen.

    Eine rezent publizierte Phase-III-Studie (PARAGON-HF) gibt jedoch berechtigten Anlass für Optimismus betreffend die Wirksamkeit von Sacubitril/Valsartan in spezifischen Subgruppen.

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  • Akute Herzinsuffizienz

    Natriuretische Peptide haben eine hohe Sensitivität und können bei norm-wertigem Befund eine akute Herzinsuffizienz weitestgehend ausschließen.

    Der rasche und effiziente Einsatz von Therapieformen, die aus der stabilen chronischen Herzinsuffizienz bekannt sind, ist nach initialer Patienten-Stabilisierung auch für die akute Herzinsuffizienz geeignet.

    SGLT2-Hemmer zeigen einen hoch positiven Einfluss in der Behandlung der Herzinsuffizienz.

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  • Perkutane Revaskularisationder unteren Extremitätenarterien

    PAVK-PatientInnen werden immer älter und weisen immer mehr Komorbiditäten auf.

    Trendwende: weg von der offenen, maximal invasiven chirurgischen Therapie zur minimal invasiven endovaskulären Therapie in Analogie zur Kardiologie.

    Medikamentenbeschichtete Devices sind State of the Art.

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  • Behandlung der akuten Lungenembolie

    Die aktuellen ESC-Leitlinien empfehlen bei der Niedrigrisiko-Lungenembolie einen an Klinik oder Alter angepassten D-Dimer-Cut-off.

    Bei der Niedrigrisiko-Lungenembolie ist ein ambulantes Management bzw. eine frühe Entlassung ohne erhöhtes Mortalitätsrisiko möglich.

    Die kathetergestützte Lyse zur Behandlung der submassiven und der Hochrisiko-Lungen­embolie bei Kontraindikation zur systemischen Lyse erhielt eine IIa-Empfehlung.

    Im Rahmen einer Lungenembolie beim Antiphospholipidsyndrom werden DOAKs nicht empfohlen.

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  • Wie sollen wir den Patienten revaskularisieren?

    Die interventionelle Versorgung des linkskoronaren Hauptstamms ist bei Vorliegen der entsprechenden Expertise der Bypass-OP ebenbürtig.

    Die Versorgung von Patienten mit koronarer Mehrgefäßerkrankung im Herzkatheterlabor ist heute im Großteil der Fälle (SYNTAX Score < 33) gleichwertig zur Bypass-OP.

    Die Versorgung der sehr komplexen KHK bleibt die Domäne der Bypass-Chirurgie trotz höheren prozeduralen Aufwands und stärkerer Belastung des Patienten.

    Bei klinischer Notwendigkeit sind auch Fälle hochkomplexer KHK einer interventionellen Therapie zugängig.

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  • Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

    Auch nach Korrekturoperationen bei Vitien können noch komplexe pathophysio­logische und anatomische Verhältnisse vorliegen.

    Die Betreuung richtet sich nach der Komplexität des vorliegenden Vitiums und sollte auch bei einfachen Vitien zumindest einmal mit einem EMAH-Zentrum abgesprochen werden.

    Notfallsituationen treten oft unerwartet bei oligo- oder asymptomatischen Patienten auf – meist aufgrund von Arrhythmien oder Herzinsuffizienz.

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  • Mechanische Infarktkomplikationen – selten, aber gefährlich

    Zu den klassischen mechanischen Infarktkomplikationen zählen der Infarkt-VSD, die Ruptur der freien Ventrikelwand und die Papillarmuskelruptur.

    In der aktuellen Ära der perkutanen Koronarintervention sind mechanische Infarkt­komplikationen sehr selten geworden (Auftreten bei < 0,5 % aller Infarkt-PatientInnen).

    Trotz rascher Diagnostik und Therapie ist die intrahospitale Mortalität der mechanischen Infarktkomplikationen nach wie vor sehr hoch (ca. 50 %).

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  • Perikarderguss oder Tamponade – von der Diagnostik zur Therapie

    Klinik und Bildgebung sind für die Diagnostik eines Perikardergusses/einer Tamponade wesentlich.

    Nicht nur die Ergussmenge, sondern insbesondere der zeitliche Verlauf und die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsakkumulation sind für die Entwicklung einer Tamponade entscheidend.

    Das Management eines Perikardergusses orientiert sich an der zugrunde-liegenden Ätiologie, während bei einer Tamponade eine umgehende Entlastung erforderlich ist.

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  • Innovationen in der antibradykarden Therapie

    Sondenlose Herzschrittmacher werden Patienten mit bradykarden Rhythmusstörungen über einen venösen Zugang in der Leiste in den rechten Ventrikel implantiert.

    Indikationen für sondenlose Herzschrittmacher wurden durch neue Systeme auf Patienten mit Sinusrhythmus und höhergradige AV-Blockierung erweitert.

    His-Bündel-Pacing kann das Risiko einer Pacing-induzierten Kardiomyopathie mit konsekutiver Herzinsuffizienz minimieren.

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  • Die Zukunft des Transkatheter-Aortenklappenersatzes

    Die TAVI hat sich als Standardtherapie hochgradiger Aortenklappenstenosen bei Patienten mit mittlerem/hohem operativem Risiko sowie bei Patienten in höherem Lebensalter etabliert.

    Die konsequente Weiterentwicklung der verfügbaren Klappensysteme, neue Möglichkeiten im präinterventionellen kardialen Imaging sowie die Etablierung neuer vaskulärer Zugangswege ergeben nun für diese Therapieform neue Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen.

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  • COVID-19 – Interaktion mit dem Renin-Angiotensin-System

    Der Zusammenhang zwischen einer SARS-CoV-2-Infektion und dem RAS-System ist eng, jedoch komplex und noch unzureichend verstanden.

    ACE-Inhibitoren oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker können zu einer gesteigerten Expression von ACE2 führen, das als funktioneller Rezeptor SARS-CoV-2 in die Zelle aufnimmt.

    Erste Studien zeigten keine Auswirkungen einer RAS-Inhibition auf eine COVID-19-Erkrankung, und Fachgesellschaften raten einheitlich dazu, diese Medikamente nicht abzusetzen.

    Die Ergebnisse von ACEI-COVID, der ersten europäischen randomisierten Studie mit einer Studienpopulation einer europäischen Hochrisikopopulation, werden in Kürze erwartet.

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  • COVID und das Herz

    Eine kardiale Mitbeteiligung bei COVID-19 ist häufig und mit erhöhter Mortalität assoziiert.

    Neben der direkten Myokardinfektion können auch indirekte Ursachen wie eine schwere systemische Entzündungsreaktion, eine Dysregulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems oder eine gestörte Durchblutung zur myokardialen Schädigung beitragen.

    Nicht zu vergessen: die teils erheblichen kardiovaskulären Kollateralschäden.

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