Therapie im optimalen Fluss

Bisher waren diese Therapien für Patienten mit stationären Aufenthalten verbunden. Nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen geht die Entwicklung dahin, dass diese Patienten möglichst ambulant versorgt werden. Sichere, leicht bedienbare, diskrete und kostengünstige Infusionsgeräte können Ärzten, Pflegepersonal und Patienten eine ambulante Therapie ermöglichen. Produkte aus der Infusor-Familie von Baxter schaffen diese Voraussetzungen und bieten sowohl Patienten als auch Apotheken, Ärzten, dem Pflegepersonal und dem Krankenhaus wesentliche Vorteile. Während der Infusion muss der Patient nicht im Bett bleiben, sondern kann sich frei bewegen und so weit wie möglich seinen alltäglichen Tätigkeiten nachgehen. Die große Auswahl an verschiedenen Infusoren ermöglicht eine adäquate Verwendung bei unterschiedlichen Therapien – mit nur wenigen Handgriffen ist der passende Infusor vorbereitet. Die Infusoren sind einfach in der Anwendung und auch dem Patienten leicht zu erklären. Die Konzeption des Systems schließt Programmierfehler aus, sodass die Bedienung des Infusors vom Anwender schnell erlernt werden kann. Die Arbeitsbelastung für das Pflegepersonal kann somit reduziert werden.

Bedarfsorientierte Einwegprodukte

Für den Arzt schafft das Infusor-System hohe Zuverlässigkeit und die Mobilisierung der Patienten, denn die Abgabe der korrekten Dosierung erfolgt zuverlässig. Fest vorgegebene Flussraten gewährleisten eine genaue Dosierung des zu verabreichenden Medikamentes. Der behandelnde Arzt wählt den entsprechenden Infusor mit der gewünschten Flussrate und legt die erforderliche Arzneimittelkonzentration fest. Eine Überdosierung durch das System ist bei korrekter Anwendung praktisch ausgeschlossen. Für Krankenanstalten bedeutet der Einsatz geringes gebundenes Kapital und keinen Lagerplatz, denn Baxter Infusoren sind Einwegprodukte, die auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten bestellt werden können.

Wie Infusoren arbeiten

Infusoren bestehen aus einem Kunststoffbehälter mit einem Ballon-Reservoir, dessen Fassungsvolumen 60 ml, 100 ml, 250 ml oder 500 ml beträgt. Dieses Reservoir ist an einen rund 90 cm langen Schlauch angeschlossen. Dieser Schlauch ist mit einem Luer-Anschluss am distalen Ende versehen und kann mit jeder Luer-Lock-Verbindung verbunden werden. Eine konstante Flussrate wird durch einen Flussbegrenzer gewährleistet. Zusätzlich ist ein Partikelfilter dem Flussbegrenzer vorgeschaltet. Zur Befüllung der Systeme wird eine Spritze mit Luer-Konus mit dem Arzneimittelport des jeweiligen Infusors konnektiert und das Arzneimittel injiziert. Die Spritze wird zuvor entlüftet; eine Kanüle ist nicht erforderlich. Die Infusionspumpen arbeiten geräuschlos und ohne jeden mechanischen Antrieb. Die Medikamentenlösung wird mit einer Spritze über den Füllstutzen eingebracht. Dadurch wird der Ballon „aufgepumpt“ und dient sowohl als Medikamentenreservoir als auch als Energiequelle, denn aufgrund des Überdrucks wird die Lösung vom Ballon durch den Schlauch gepresst. Am Ende des Schlauches befindet sich ein Luer- Anschlussstück, in das eine Präzisionskapillare integriert ist. Sie regelt die Flussrate und ist so gefertigt, dass sie nur von einer genau definierten Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit durchflossen werden kann. Die Infusion beginnt, sobald die Luer-Verschlusskappe vom Anschlussstück entfernt wird. Unterbrochen wird sie, indem die Kappe aufgesetzt wird. Ein Abklemmen des Schlauches unterbricht aufgrund des knicksicheren Querschnitts nicht. Ist eine häufige Applikation notwendig, so bietet sich die Verwendung von subkutan implantierbaren Kathetersystemen an.

Ambulante Infusionen in der Onkologie

Ein spezielles Applikationssystem der Infusor-Familie für den Bereich der Onkologie ist der FOLFusor, der sich in der ambulanten Infusions-Chemotherapie bestens bewährt hat. Der FOLFusor wurde für die kontinuierliche Infusion von 5- Fluoruraxil Protokollen entwickelt und erlaubt Flussraten von 0,5 ml/h bis 10 ml/h. Die Bandbreite von Infusionsdauern reicht von einem bis zu fünf Tagen. Der FOLfusor verfügt über ein durchsichtiges Schutzgehäuse mit UV-Filter, einen integrierten Partikelfilter und einen knicksicheren Schlauch und ist frei von natürlichem Latex. Durch das transparente Reservoir ist ein einfaches Beobachten der Infusionslösung möglich; die Markierungen am Gehäuse zeigen das Forschreiten der Infusion an. Der FOLFusor ist bei Patienten angezeigt, die eine langsame, kontinuierliche intravenöse, intraarterielle, epidurale oder subkutane Verabreichung von Medikamenten benötigen. Der FOLFusor ist so konzipiert, dass er während des Infusionszeitraums einen kontinuierlichen Arzneimittelfluss mit der auf dem Produkt angegebenen Flussrate gewährleistet und innerhalb von ±10 % der nominalen Verabreichungszeit das Nennvolumen verabreicht. Die Flussrate wird einerseits durch die Temperatur und Viskosität der Arzneimittellösung beeinflusst, andererseits durch die Position des FOLFusor zum Flussregler.

MP 01|2011

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2011-02-18