DF 01|2014

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner, Österreichische Diabetes Gesellschaft

Editorial

News Update

  • IDF veröffentlicht Diabetes Atlas, Sixth Edition

    Zum Weltdiabetestag am 14. November 2013 hat die International Diabetes Federation (IDF) die sechste Ausgabe des „IDF Diabetes Atlas“ vorgestellt. Der Atlas ist die Standardreferenz zur aktuellen und prognostizierten zukünftigen weltweiten Prävalenz von Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen. Für Österreich wird aktuell eine Diabetesprävalenz von 9,3 % (ca. 590.000 Personen) angenommen.

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  • Österreichischer Diabetesbericht 2013 vorgestellt

    Im Vorfeld des Weltdiabetestages hat Gesundheitsminister Alois Stöger den „Österreichischen Diabetesbericht 2013“ präsentiert, der die verfügbare diabetesrelevante Datenbasis auf nationaler Ebene zusammenfasst. Demnach gibt es eine Dunkelziffer von bis zu 200.000 Personen mit Diabetes, die nichts von ihrer Erkrankung wissen bzw. nicht ärztlich diagnostiziert wurden.

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  • Diabetes-Pass neu aufgelegt

    In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) und der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger den „Diabetes-Pass“ neu aufgelegt. Er enthält basale Informationen zur Diabetestherapie und soll als standardisierte Dokumentation den Informationsaustausch zwischen Patientin/Patient und Betreuungsteam unterstützen.

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  • FDA lockert Zulassungsbeschränkungen für Rosiglitazon

    Am 25. November 2013 hat die US Food and Drug Administration (FDA) die seit 2010 geltenden Restriktionen für die therapeutische Anwendung von Rosiglitazon großteils aufgehoben. Kritiker des Antidiabetikums bleiben skeptisch. Eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde steht noch aus.

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ÖDG Aktuell

  • 10.000 Tote sind zu viel!
    Obwohl in Fachkreisen ständig und viel über die Zunahme des Diabetes mellitus und die damit verbundenen Folgekrankheiten, die Belastungen für die Betroffenen und auch über Bedeutung und Kosten für unser Gesundheitssystem und unsere Gesellschaft zu lesen ist, wird in der ...Weiterlesen ...
  • Diabeteselterncoaching-Projekt: „Gestärkte Eltern – starke Kinder“
    Hintergrund: Die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1 bedeutet sowohl für die betroffenen Kinder als auch für ihre Familien eine enorme Belastung – nach dem ersten Schock und hohen Anforderungen durch einen veränderten Lebensalltag folgen Sorgen um Therapiemanagement, Gefährdungen durch schwankende Blutzuckerwerte ...Weiterlesen ...
  • Preise der Österreichischen Diabetes Gesellschaft 2013

    Langerhans-Preis der ÖDG 2013
    Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt die in den letzten fünf Jahren publizierten oder zur Publikation angenommenen Arbeiten aus dem Bereich der Diabetologie und wurde 2013 bereits zum dritten Mal vergeben. Preisträger ist Assoz. ...Weiterlesen ...

Focus: ÖDG-Jahrestagung 2013

  • Fettleber: Mechanismen und Lösungsansätze

    Insulinresistenz ist ein zentraler Mechanismus in der Entstehung der Fettleber.

    Bei der Insulinresistenz spielen Lipotoxizität, Inflammation und die Mikrobiota eine wichtige Rolle.

    Antientzündliche Therapien sind attraktive neue Therapieansätze bei NAFLD/Typ-2-Diabetes.

    Neue Adiponectin-Agonisten könnten eine weitere interessante Therapieoption darstellen.

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  • Typ-1-Diabetes: Lipide und deren Einfluss auf Gefäßveränderungen bei Kindern und Jugendlichen

    Patienten mit Typ-1-Diabetes können bei einer langfristig schlechten Diabeteseinstellung bereits im ­Jugendalter kardiovaskuläre Ereignisse erleiden.

    Die Dyslipidämie ist der zweithäufigste kardiovaskuläre Risikofaktor bei Diabetikern, die Hyper­cholesterinämie dürfte zusammen mit dem erhöhten Blutdruck an der Pathogenese der frühen ­Atherosklerose beteiligt sein.

    Dyslipidämien bei Kindern und Jugendlichen sollen frühzeitig mit Lifestyle-Interventionen und gegebenenfalls medikamentös behandelt werden.

    „Früher an später denken!“

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  • Periphere diabetische Polyneuropathie

    Diabetes mellitus ist in den entwickelten Ländern die Hauptursache für Polyneuropathie. Ein Drittel der Patienten mit diabetischer Neuropathie leidet unter erheblichen neuropathischen Schmerzen.

    Die ursächliche Therapie beschränkt sich auf die optimale Zuckereinstellung unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten (Typ-1-Diabetiker ohne und Typ-2-Diabetiker mit metabolischem ­Syndrom).

    Die symptomatische Therapie erfolgt entsprechend den Leitlinien zur Behandlung neuropathischer Schmerzen.

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  • Diabetes durch Pankreatitis und Pankreatitis durch Diabetes

    Diabetes aufgrund von Pankreaserkrankungen (Typ-3c-DM) tritt mit einer Prävalenz von zirka 5–10 % auf und ist in der klinischen Routine eine unterdiagnostizierte Form des Diabetes, was sicherlich auch auf das Fehlen von einheitlichen Diagnosekriterien zurückzuführen ist.

    Bei gastrointestinalen Beschwerden eines Diabetikers sollte eine exokrine Pankreasinsuffizienz auf jeden Fall differenzialdiagnostisch mitbedacht werden.

    Patienten mit Typ-2-Diabetes weisen ein zirka 2-fach erhöhtes Risiko für das Auftreten einer akuten Pankreatitis auf.

    Derzeit verfügbare Daten aus randomisierten, kontrollierten Studien zeigen kein erhöhtes Risiko für Pankreatitiden durch den Einsatz von DPP-4-Hemmern.

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  • Omega-3-Fettsäuren nach ORIGIN

    Langkettige Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende, lipidsenkende und ­antiarrhythmische Wirkungen.

    Ausgehend von epidemiologischen Daten haben zahlreiche prospektive Kohortenstudien und ­randomisierte Studien mit ausreichender Power nachgewiesen, dass langkettige Omega-3-Fettsäuren die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität vermindern.

    Die ORIGIN-Studie konnte diese Wirkung schon auf Grund des Designs nicht untermauern.

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  • 1974 bis 2014: Diabetologie – quo vadis?

    In den vergangenen 40 Jahren konnte das Risiko für Mortalität sowie mikro- und makrovaskuläre Komplikationen bei Diabetespatienten dramatisch reduziert werden.

    Beispiele für aktuelle und künftige Forschungsschwerpunkte:

    • Typ-1-Diabetes: Immuntherapie, Stammzelltherapie, Inselzell-/Pankreastransplantation, neue Basalinsuline
    • Typ-2-Diabetes: Vermeidung von Hypoglykämien; neue Antidiabetika
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  • Stoffwechselaspekte der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

    Bei Diabetikern kam es in den vergangenen Jahren zu einer stärkeren Senkung des Cholesterinspiegels, aber zur einer deutlicheren Steigerung des Body-Mass-Index als bei Nichtdiabetikern.

    Adipositas ist ein wesentlicher kardiovaskulärer Risikofaktor des Diabetikers.

    Die aktuell publizierten ACC/AHA-Leitlinien zur Lebensstilmodifikation betonen die kardiovaskuläre Risikoreduktion durch ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.

    Eine HbA1c-Senkung in den Zielbereich hat nur einen moderaten Effekt auf die kardiovaskuläre Ereignisrate.

    Die HbA1c-Zielwerte orientieren sich an der individuellen Risikosituation.

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  • Antihypertensive Therapie: aktuelle Empfehlungen von ESH und ESC

    Die wichtigsten Empfehlungen für die Praxis:

    Blutdruckmessungen in der Ordination sollten durch Selbstmessung oder 24-Stunden-Messung ersetzt werden.

    Bei Hochrisikopatienten kann eine initiale antihypertensive Kombinationstherapie erwogen werden.

    Durch Kombination von zwei Wirkstoffklassen ist ein höherer Effekt zu erzielen als durch Dosissteigerung einer Einzelsubstanz.

    Dosierungsregime und Medikamentenwahl beeinflussen die Therapietreue.

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