DF 04|2017

Herausgeber: Österreichische Diabetes Gesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Guntram Schernthaner

Editorial

  • Kardiovaskuläre Outcome-Studien im Focus
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege!
    Das Programm der 77th Scientific Sessions der Amerikanischen Diabetesgesellschaft ADA, die von 9. bis 13. Juni dieses Jahres in San Diego abgehalten wurden, war diesmal in besonderem Maße durch die Präsentation von ...Weiterlesen ...

News Update

ÖDG Aktuell

ÖDG Seite des Präsidenten

  • Fortbildung am Puls der Zeit
    2017 war wieder ein wissenschaftlich bewegendes Jahr. Sie lesen in diesem Heft Zusammenfassungen und wichtige Details zu den neuesten Studien, die während der diesjährigen Jahrestagung der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (ADA) in San Diego im Juni der interessierten Weltöffentlichkeit vorgestellt wurden. Im ...Weiterlesen ...

Focus

  • Kardiovaskuläre Outcome-Studien – was wissen wir bis jetzt, und was soll die Zukunft bringen?

    Eine Reduktion des kombinierten kardiovaskulären Endpunktes (3-MACE) konnte bisher für die GLP-1-Rezeptoragonisten Liraglutid und Semaglutid sowie die SGLT-2-Inhibitoren Empagliflozin und Canagliflozin gezeigt werden. Bei anderen Endpunkten bestehen z. T. Unterschiede auch zwischen den Vertretern einer Klasse.

    Die Ergebnisse kardiovaskulärer Outcome-Studien (CVOT) gelten vor allem für Patienten in der ­Sekundärprävention. Erkenntnisse für die Primärprävention können z. B. aus Real-World-Studien erwartet werden.

    Aus der aktuellen Studienlage ergibt sich zumindest bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und vorbestehender ­kardiovaskulärer Erkrankung eine klare Präferenz für Substanzen der SGLT-2-Hemmer- und GLP1-RA-Familie nach Metformin.

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  • SGLT-2-Hemmer und kardiovaskuläre Erkrankungen … Klasseneffekt

    Die Ergebnisse aus CANVAS bestätigen teilweise jene aus EMPA-REG OUTCOME

    Neue Sicherheitssignale in CANVAS waren ein erhöhtes Amputationsrisiko und vermehrte Frakturen.

    Weitere Erkenntnisse zum kontroversiell diskutierten Klasseneffekt erwartet man sich aus der Endpunktstudie DECLARE mit Dapagliflozin.

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  • TeilnehmerInnen für Diabetes-Typ-2-Studie gesucht!
    Im Rahmen einer klinischen Prüfung untersucht die Universitätsklinik für Innere Medizin III, der Medizinischen Universität Wien, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, die Wirkung bereits zugelassener Diabetes-Medikamente auf die Leberfettspeicherung und die Körperfettverteilung. Die Studiendauer beträgt 7–8 Monate ...Weiterlesen ...
  • DEVOTE-Studie − Insulin degludec im Direktvergleich mit Insulin glargin

    Die DEVOTE-Studie hat nachgewiesen, dass Insulin degludec hinsichtlich prädefinierter ­kardiovaskulärer Ereignisse Insulin glargin U100 nicht unterlegen ist.

    Schwere Hypoglykämien (sowohl insgesamt als auch nächtlich) waren bei vergleichbarer ­HbA1c-Senkung in der Degludec-Gruppe seltener.

    Nebenwirkungen, die zum Abbruch der Studie führten, waren insgesamt selten und in beiden Gruppen ­vergleichbar häufig.

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  • Neue Daten zur LEADER-Studie

    Kardiovaskuläre Ereignisse: Die aktuellen Subanalysen der LEADER-Studie belegen den positiven Effekt von Liraglutid auf das primäre Auftreten sowie auf Rezidivereignisse in einer kardiovaskulären ­Risikopopulation.

    Mikrovaskuläre Ereignisse: Der Einsatz von Liraglutid reduziert vor allem renale Endpunkte.

    Weiters ist positiv hervorzuheben, dass es unter Liraglutid signifikant später zur Notwendigkeit einer Insulintherapie und zu weniger Hypoglykämien kommt.

    Der Mechanismus der kardialen Protektion bleibt weitgehend unklar; denkbare Ansätze beinhalten u. a. ­Wirkungen von GLP-1 direkt an den Herz- und Gefäßmuskelzellen, Reduktion der Inflammation und Plaquestabilisierung.

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  • Update SUSTAIN-6

    Semaglutid ist ein einmal wöchentlich subkutan zu applizierender GLP-1-Rezeptoragonist; für eine ­orale Formulierung liegen positive Daten aus Phase-II-Studien vor. Semaglutid ist noch nicht am Markt erhältlich.

    Nach EMPA-REG (Empagliflozin) und LEADER (Liraglutid) liegt mit SUSTAIN-6 (Semaglutid) eine ­weitere positive kardiovaskuläre Endpunktstudie vor.

    Eine erhöhte Rate an retinopathischen Komplikationen könnte auf sehr rasche Absenkung einer initial schlechten glykämischen Kontrolle und auf eine präexistente Retinopathie zurückzuführen sein.

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  • ADA/ASN-Symposium: Neue Antidiabetika und Niere

    HbA1c-Zielwerte und Antidiabetika-Dosierung müssen an die Nierenfunktion angepasst werden.

    Substanzen mit geringem Hypoglykämierisiko wie DPP-4-Hemmer, SGLT-2-Hemmer und GLP-1-Rezeptoragonisten sind bevorzugt zu verwenden.

    SGLT-2-Hemmer und GLP-1-Rezeptoragonisten können die Verschlechterung der Nierenfunktion bremsen.

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  • Probleme und Lösungsstrategien: Sport und Typ-1-Diabetes

    Hinsichtlich kardiovaskulärer Gesundheit hat Sport bei Menschen mit Typ-1-Diabetes noch ­größere Bedeutung als bei Nichtdiabetikern.

    Kraftsport und Ausdauersport beeinflussen den Blutzucker bzw. Insulinbedarf in unterschiedlicher Weise.

    Die wichtigste Strategie ist das Erkennen persönlicher Muster durch häufige Blutzuckerkontrollen und ­Aufzeichnungen der Kohlenhydratzufuhr während und nach der Aktivität sowie Kontrolle der Trainingsintensität mittels Pulsuhr.

    Neue Forschungsergebnisse, die im Rahmen des ADA präsentiert wurden, erklären das Auftreten von ­Hypoglykämien erst 60–120 Minuten nach Ende eines intensiven Ausdauertrainings – bei zunächst normalen Werten – mit der durch Muskelkontraktion induzierten Exprimierung und Persistenz des glukoseunabhängigen Glukosetransporters GLUT-1 an der Oberfläche von Skelettmuskelzellen.

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