GA 05|2015

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

Seite des BÖG

Podium

Focus: Beckenboden & Blase

  • AUB-Jahrestagung 2015: Fortbildungszertifikat „Urogynäkologie“
    Sehr geehrte Frau Kollegin!
    Sehr geehrter Herr Kollege!
    Liebe Mitglieder der AUB!
    Die heurige Jahrestagung der AUB (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie & Rekonstruktive Beckenbodenchirurgie der OEGGG) hat gerade erst gemeinsam mit der Herbsttagung der OEGGG (22.–24. 10. 2015) stattgefunden und ...Weiterlesen ...
  • Das Potenzial neuer Netze in der Prolaps-Chirurgie

    Synthetische Netze in der Prolapschirurgie: wenig Evidenz zum materialabhängigen ­spezifischen mechanischen Verhalten nach Implantation.

    Eigene Untersuchung: spezifische mechanische Netz-Eigenschaften wie Gewicht etc. lassen ­keinen Rückschluss auf mögliche Materialveränderung und Performance in vivo zu.

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  • Beckenschmerz – Herausfordernde Differenzialdiagnostik und interdisziplinärer Betreuungsbedarf

    Häufiger Konsultationsgrund: ein Drittel der Frauen mit länger dauernden Schmerzepisoden im bisherigen Leben.

    Breites Ursachenspektrum: im Harntrakt, im Bereich des inneren Genitales, Darmtrakt oder muskuloskeletalen System – entzündlich, nicht-entzündlich sowie funktionell bzw. psychosomatisch.

    Bei chronischem Beckenschmerz möglichst rasch multidisziplinäre Betreuung: hormonelle Therapien, Schmerzmanagement, chirurgisch-laparoskopische Behandlungen, Psychotherapie etc.

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  • Therapie der überaktiven Blase − Praktische Tipps und Tricks

    Eine Reihe von Medikamenten verschlechtert die Symptome einer Dranginkontinenz (OAB) bzw. kann eine solche auslösen.

    Therapieprozess umfasst Lebensstilmodifikation, Beckenbodentraining, Medikamente zur ­Wiederherstellung einer normalen Blasenfunktion – Therapieerfolg orientiert sich an der ­Lebensqualität der Patientin.

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  • Kurzabriss Harnwegsinfektionen

    Spontanheilungsrate des akuten, nicht-bakteriämischen HWI liegt bei 30–50 %, selten ­Komplikationen.

    Eine antibiotische Behandlung ist bei PatientInnen mit systemischen Krankheitssymptomen, starken Schmerzen oder bei spezifischen Risikogruppen angezeigt (Präparate mit geringem ­Selektionspotenzial für resistente Keime, auf lokales Resistenzspektrum abstimmen).

    Ein HWI gilt in der Schwangerschaft a priori als kompliziert.

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AGO Austria

  • Perioperative Musiktherapie

    Angst vor chirurgischen Eingriffen ist nicht nur psychisch belastend, sondern hat auch negative physiologische Effekte, die den Therapieerfolg beeinträchtigen können.

    Musikmedizin als „Komplementärmodalität“ kann präoperative Angst sicher, effektiv, ­zeiteffizient und billig reduzieren.

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  • Start des TOP-Trials am KH der Barmherzigen Schwestern Linz − Muss man den Port-a-Cath spülen?

    Zur Herstellerempfehlung der 4-wöchentlichen, die PatientInnen belastenden Spülung eines nicht in Verwendung stehende implantierten Portkatheters (PAC) existieren kaum unterstützende Daten.

    Ziel des TOP-Trials am KBS Linz: Standards für Spülungsintervalle zu generieren, die die Funktion des PAC nicht beeinträchtigen, weniger PAC-bezogene Infektionen hervorrufen und die Belastung für die PatientInnen reduzieren.

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Gynäkologische Onkologie

  • Differenzialdiagnose Myom vs. Sarkom – Traum oder Wirklichkeit?

    Untersuchungsmethode der Wahl: multimodale MRT in 92,4 % der Fälle akkurat in der Unterscheidung zwischen benigner und maligner Uterusraumforderung.

    FDG-PET-CT zur Rezidiv-Früherkennung ein gutes diagnostisches Verfahren mit hoher ­Differenzierungsfähigkeit zwischen benignen und malignen Tumoren.

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  • Operation bei Uterussarkom

    Die Diagnose der sehr seltenen uterinen Sarkome ist fast immer ein intra- oder post­operativer Zufallsbefund.

    Die möglichst radikale chirurgische Entfernung des Tumors ist nach wie vor die Therapie der Wahl.

    Eine systematische Lymphknotenentfernung wie auch Ovarektomie sind nicht indiziert (beeinflussen nicht das Überleben).

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  • Medikamentöse Myomtherapie

    Kombinierte orale Kontrazeptiva und Gestagene führen über endometriale Atrophie zu einer Kontrolle der Blutungsstörungen.

    GnRH-Analoga: sind zeitlich durch hypoöstrogene Nebenwirkungen begrenzt einsetzbar, nach Absetzen Reinduktion des Myomwachstums.

    Ulipristalacetat (selektiver Progesteronrezeptor-Modulator) stellt durch die schnelle Blutungsregulierung bei Myom-bedingten Blutungen eine gute Therapieoption dar.

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  • Ultraschall in Brustkrebsscreening-Programmen – Erste Erfahrungen mit dem österreichischen Modell

    In Österreich erstes populationsbasiertes Brustkrebsscreening-Programm mit Ultraschall als fixem Bestandteil.

    Einsatzrationale Paremchymdichte: bei extrem dichtem Drüsenparenchym (BI-RADS D) ­Sensitivität des Ultraschalls 76 % vs. 48 % für Mammografie.

    Statt handgeführter in Zukunft automatisierte Brustultraschall-Systeme (ABUS).

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Rückblick: OEGGG-Herbsttagung 2015

    Die Herbsttagung der OEGGG fand heuer gemeinsam mit der Jahrestagung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie & Rekonstruktive Beckenbodenchirurgie (AUB) vom 22. bis 24. Oktober 2015 im steirischen Schladming statt. Wir befragten den OEGGG-Präsidenten Univ.-Prof. Dr. Uwe Lang kurz nach dem Kongress zu den Besonderheiten der Veranstaltung und den Take-home-Botschaften.

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  • Klinischer Einsatz der nicht-invasiven pränatalen Testung (cfDNA-Testung)

    Die Einführung der nicht-invasiven Testung auf zellfreie fetale DNA (cfDNA) im mütterlichen Blut bedeutet einen Meilenstein im Ersttrimesterscreening vor allem auf Trisomie 21, da sie eine hohe Aussagekraft bei niedriger Falsch-positiv-Rate aufweist.

    Viele Patientinnen können beruhigt und unnötige Punktionen vermieden werden.

    Die cfDNA-Testung ist kein „All-inclusive-Test“, der eine sorgfältige Ultraschalluntersuchung ersetzen kann.

    Ein unauffälliges Testergebnis bedeutet keine Garantie für ein gesundes Kind!

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  • Das Asherman-Syndrom aus forensischer Sicht – Unterschätzte Komplikation bei Kürettage

    Schwerwiegende Folgen eines Asherman-Syndroms: Amenorrhöen, gelegentlich Zervixokklusionen und Infertilität als Folge einer Zerstörung der basalen Endometriumschicht bei Kürettagen etc.

    Sorgfältige, zurückhaltende Indikationsstellung für eine Kürettage und explizite Aufklärung zum relativ hohen Asherman-Risiko gefordert.

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  • PCOS und perinatales Outcome − Eigene Ergebnisse* zur Komplikationsrate bei unterschiedlichen PCOS-Phänotypen

    Für das erhöhte Risiko für Schwangerschaftskomplikationen bei PCOS wird eine ­multifaktorielle Genese angenommen.

    Die unterschiedlichen geltenden Definitionskriterien lassen sich zu 10 verschiedenen ­Phänotypen kombinieren.

    Eigene Studienergebnisse: Schwangerschaftskomplikationen treten bei den verschiedenen PCOS-­Phänotypen mit gleicher Häufigkeit auf.

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  • Geburtshilfe-Notfall Schulterdystokie

    Seltener und meist nicht vorhersehbarer geburtshilflicher Notfall.

    Alle Notfallmanöver müssen für den Ernstfall immer wieder trainiert werden.

    Nach dem Ereignis Nachbesprechung und Dokumentation im Team zur Fehleranalyse.

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  • Probiotikum gegen Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft und Säuglingskoliken

    Benefit für Schwangere: Probiotikum reduziert Häufigkeit von Flatulenz und Obstipation in den letzten Schwangerschaftsmonaten signifikant.

    Benefit für Neugeborene und Säuglinge: spezifische Darmsymbionten zur präventiven Behandlung von 3-Monats-Koliken.

    Durch probiotische Bakterien Erkrankungen des allergischen Formenkreises signifikant reduziert – mehrfach in klinischen Studien bestätigt.

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  • Weltkongress: Controversies in Obstetrics, Gynecology Infertility – Nachlese zum COGI 2015 in Budapest

    Geburtshilfe-Themen: Forensik, Progesteron gegen Frühgeburt, NIPT.

    Reproduktionsmedizin-Themen: IVF-Fortschritte, Präimplantationsdiagnostik, ­Implantationsversagen, DHEA-Supplementierung.

    Menopause-Themen: HRT und Brustkrebs, lokale Östrogen-Mangelsyndrome, Östrogen-SERM-­Kombinationen zur hormonellen Therapie.

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Frauengesundheit

  • Diabetes, der Sexkiller – Wie guter Lifestyle das Sexleben verbessert

    Bis zu 80 % der männlichen und über 50 % der weiblichen Diabetiker leiden an ­Sexualfunktionsstörungen, die bei Frauen mit Depressionen und die bei Männern mit ­organischen Problemen korrelieren.

    Durch optimale antidiabetische Therapie, genaue Medikamenten-Anamnese, eine effektive Blutdruck- und Stoffwechsel-Einstellung und Lifestyle-Modifikation sind bis zu 80 % dieser sexuellen Probleme lös- bzw. verbesserbar.

    Aussicht auf Erhaltung der sexuellen Gesundheit verbessert die Compliance.

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