Klinik 06|2015

Herausgeber: MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH

Editorial

  • 300 Arztstellen nicht besetzt
    Lange OP-Wartezeiten, psychiatrische Stationen, die in der Nacht keinen eigenen Arzt haben, Krankenhäuser ohne Turnusärzte etc. Das, was durchsickert, ist die Spitze des Eisbergs und zeigt: Versorgungsmängel sind bereits Realität, auch wenn seitens der Träger und Spitalsleitungen geschwiegen oder schöngeredet ...Weiterlesen ...

Aktuell

  • Den Spitälern gehen die Ärzte aus

    In Österreichs Spitälern können ca. 300 Arztstellen nicht besetzt werden.

    Reduktion der Arbeitszeit, Lücken in der Primärversorgung und überlaufene ­Ambulanzen, schlechte Arbeitsbedingungen, Ausbildungsmängel und Ärztemigration – die Gründe für den Ärztemangel sind vielfältig.

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  • Herausforderung: „Arzt sein“

    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für qualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen zunehmend entscheidend bei der Wahl des Arbeitgebers.

    Der Abwanderung junger Ärzte ins Ausland oder aus dem Medizinberuf kann nur durch ein komplexes Bündel an Maßnahmen entgegengesteuert werden.

    Die Ausbildungsreform ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung bessere Arbeitsbedingungen und höhere Zufriedenheit.

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  • Besserer Schutz für minderjährige Gewaltopfer

    Forensische Kinder- und Jugenduntersuchungsstelle an der Wiener Universitätsklinik­ für Kinder- und Jugendheilkunde.

    Das Pilotprojekt FOKUS soll die Kinderschutzgruppen in den Wiener Kliniken bei der Untersuchung, Behandlung von minderjährigen Gewaltopfern unterstützen und eine professionelle Spuren-Protokollierung sicherstellen.

    Wie die USA mit dem Thema Opferschutz von Jugendlichen in der medizinischen Versorgung umgehen, erläuterte Jordan Greenbaum bei einem vielbeachteten Gastvortrag am Institut für Ethik und Recht in der Medizin.

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  • Radikale Spitalsreform in Dänemark

    Neue Serie: Gesundheitspolitik in Europa

    Dänemark hat seine medizinische Versorgungslandschaft der Zukunft zentral geplant und setzt diese nun konsequent um.

    Die Zahl der Kliniken wird halbiert, 30 Prozent der Betten sollen dadurch wegfallen.

    Im Gegenzug werden Primär-, Notfall- und Telemedizinangebote ausgebaut und digital vernetzt.

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  • Gesundheitsreform – ein Vergleich der D-A-CH-Länder

    Am 72. Gesundheitspolitischen Forum wurde über die Gesundheitsreformen in Deutschland, der Schweiz und Österreich diskutiert.

    Deutschland: Fokussierung auf die Ergebnisqualität

    Schweiz: Im Rahmen einer interkantonalen Vereinbarung legen ein Fach- und ein Beschlussorgan fest, an welchen Zentren hochspezialisierte Verfahren durchgeführt werden dürfen.

    Österreich: Die Suche nach dem Best Point of Service in Wien ist beendet.

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News

  • [Gedanken] Patienten machen Ärzte besser

    Köstliches Essen? Ausreichend Parkmöglichkeiten? Häufige Fragen, wenn es darum geht, die Zufriedenheit von Patienten mit Krankenhäusern zu messen. Wirklich wichtig ist jedoch etwas ganz anderes: eine positive Patientenerfahrung – die bessere Ärzte aus uns machen wird.

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Alles was Recht ist

  • Zulässigkeit von Internetwerbung

    Grundsätzlich gibt es für Ärzte kein allgemeines Werbeverbot.

    Jedoch sind bei jeder Werbung (gleichgültig, ob durch Einschaltungen in Medien oder Internet oder Betreiben einer eigenen Website) die standesrechtlichen Vorschriften einzuhalten.

    Für die Errichtung einer Website müssen neben den standesrechtlichen Vorgaben auch die Bestimmungen des E-Commerce-Gesetzes sowie des Mediengesetzes eingehalten werden.

     

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Facility Management und Krankenhauslogistik

  • Energieeffizienz braucht Engagement, nicht unbedingt hohe Investitionen

    Krankenhäuser sind auch Wirtschaftsbetriebe und als solche gefordert, sich ständig zu optimieren.

    Vorzeigeprojekte zu den Themen Energieeffizienz und Umweltmanagement – und was diese mit der Versorgungsqualität zu tun haben:

    • Europäischer Award für KABEG-Häuser
    • Nachhaltige Energieeinsparungen bei den Barmherzigen Schwestern in Linz
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Gastroenterologie

  • Mikrobiom bei Darmerkrankungen

    Störungen in der Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms werden als „Dysbiose“ bezeichnet und mit der Entstehung von entzündlichen Darm­erkrankungen in Verbindung gebracht.

    Der aktuelle Stand der Forschung zu Mikrobiomveränderungen bei Darm­erkrankungen lässt eine sichere Interpretation von Ursache und Wirkung nicht zu.

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  • Hot Topics in der Lebertransplantation

    Steigerung der Zahl der Organspenden ist unabdingbar für den Erfolg der Organtransplantation.

    Optimierung der Abstoßungstherapie essenziell zur weiteren Verbesserung des Langzeitüberlebens und der Lebensqualität von Transplantierten.

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  • Pathologische Befunde bei lokaler Therapie kolorektaler Frühkarzinome

    pT1-Karzinome des Kolorektums sind bei fehlenden histopathologischen Risiko­faktoren für regionäre Lymphknotenmetastasen endoskopisch lokal therapierbar.

    Risikofaktoren für regionäre Lymphknotenmetastasen sind: Resektionsränder, Differenzierung, Gefäßeinbrüche, Invasionstiefe, Tumor-Budding.

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HNO

  • HNO: Innovationen, die sich „hören“ lassen

    In Österreich wurde im Sommer erstmals der Zungenschrittmacher bei einem ­Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt.

    Taub geborene Kinder entwickeln durch die Implantation eines Hörsystems im ersten Lebensjahr ein Hörvermögen, das der hörgesunder Kinder sehr ähnlich ist.

    2020 wird die Zahl der HPV-assoziierten Mund-Rachen-Karzinome bei beiden Geschlechtern die Zahl der Zervixkarzinome übersteigen.

    Hörsturz: die lokale Cortisonanwendung scheint vielversprechend zu sein.

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Infektiologie

  • Chronisch statt tödlich | Moderne HIV-Therapieoptionen – ein Überblick

    Das HIV-Therapieprinzip basiert auf der vollständigen Unterdrückung der Virus­replikation durch antiretrovirale Kombinationstherapie; Targets sind die Enzyme reverse Transkriptase, Integrase und die HIV-spezifische Protease.

    Ein früher Therapiebeginn senkt das Risiko für AIDS, ein schweres Nicht-AIDS-Ereignis oder Tod um 53%, verglichen mit einem späteren Therapiebeginn (CD4 < 350/µl).

    Test-&-Treat-Strategie: Durch vermehrtes Testen und Behandeln könnten bis 2030 80% der Neuinfektionen verhindert werden.

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Onkologie

  • Nicht wiederbeleben – heimliche Order oder Informed Consent?

    Therapiezieländerungen (z. B. do not resuscitate, DNR) müssen diskutiert, begründet, kommuniziert, dokumentiert und regelmäßig überprüft werden.

    Indikation und Patientenwille sind die 2 grundsätzlichen Voraussetzungen jeder medizinischen Behandlung.

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  • Immunonkologie 2015 | An der Schwelle zu einer neuen Dimension

    Mit immuntherapeutisch wirksamen Substanzen lässt sich bei einer Reihe von Krebserkrankungen im Vergleich zu den Standardtherapien eine Verbesserung der klinischen Ergebnisse erreichen; zum Teil wird ein Langzeitüberleben möglich.

    Derzeit stehen in Österreich mit Ipilimumab, Nivolumab und Pembrolizumab drei Wirkstoffe zur Verfügung.

    Das Nebenwirkungsprofil erfordert ein frühzeitiges und fachgerechtes Management durch spezialisiertes Personal.

    Der Patientenschulung kommt im Zusammenhang mit Immuntherapien besondere Bedeutung zu.

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Orphan diseases

  • Herausforderung: Hereditäres Angioödem

    Dem hereditären Angioödem (HAE) liegt ein seltener, meist erblich bedingter Mangel des in der Leber synthetisierten C1-Inhibitors zugrunde.

    Symptome eines HAE sind schmerzhafte, rezidivierende Schwellungen an der Haut, kolikartige Bauchschmerzen und unter Umständen lebensbedrohliche Schwellungen der oberen Atemwege.

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