GA 06|2021

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Fake News und alternative Wahrheiten

    Die Prüfung des Wahrheitsgehaltes von Informationen erfordert grundlegende Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere im Auffinden von Primärquellen und im Verständnis der Einordnung bzw. Bewertung von Studienergebnissen. Eine besondere Herausforderung stellt die Berichterstattung in einer Situation wie der Corona-Pandemie dar, die von Anfang an affektiv aufgeladen war.

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Editorial

  • Das „5-C-Modell“ der WHO – Gesundheitskompetenz und Impfen

    Wenn Menschen gut informiert sind, können sie im täglichen Leben besser Entscheidungen treffen, die sich auch positiv auf ihre Gesundheit auswirken. Die impfbezogene Gesundheitskompetenz (GK) spielt eine besonders wichtige Rolle, da kompetente Informationen zum Thema Impfen oft sehr komplex, nicht immer leicht verständlich und außerdem schwer zugänglich sind.

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Seite des BÖG

  • Kann man aus Erfahrung dümmer werden? – „Wohlstandspandemie“

    Zu Beginn der Pandemie war die Befürchtung, dass jeder/jede jemanden kennen wird, der an Corona gestorben ist. Jetzt kennt jeder jemanden, der sich keinesfalls impfen lassen möchte. Mit Inkrafttreten einer Impfpflicht werden Impfbefreiungsatteste von Ärzten verlangt werden, diese Nachfrage kann man jetzt schon in der Praxis erleben! Hoffentlich wird man das klugerweise und ausschließlich den Amtsärzten überlassen.

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Podium

Focus: Menopause & Healthy Aging

  • „Kalorienrestriktion ist der Königsweg zum Healthy Aging“

    Patientinnen klagen im Kontext der Menopause nicht nur über Beschwerden wie Hitzewallungen, sondern auch über ästhetisch nachteilige Veränderungen wie eine Gewichtszunahme. Wir haben den Endokrinologen Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber zu den langfristigen negativen Folgen der hormonellen Umstellungen und zum präventivmedizinischen Potenzial von Lebensstil-Anpassungen befragt.

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  • Hormonersatztherapie für die Praxis

    Wirkstoffauswahl, Dosierung, Applikationsweg und Behandlunsdauer einer Hormonersatztherapie (HET) richten sich nach dem individuellen Beschwerdebild.

    Die Indikation und mögliche Risikofaktoren sollten halbjährlich neu bewertet werden.

    Kontraindikationen: kardiovaskuläres Ereignis (Insult, transitorische ischämische Attacke [TIA]), thromboembolisches Ereignis, ­hormonabhängiger Tumor (St. p. Mammakarzinom), familiäres Brustkrebsrisiko in der Anamnese.

    Festlegung eines individuellen Behandlungsbeginns (z. B. Klimakterium praecox) und eines ­individuellen Behandlungszeitraums („Window of Opportunity“).

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  • Menopause – Zeit der Gelassenheit

    Das genaue Eingehen auf die Beschwerden und Lebensumstände der Frau ermöglicht eine ­Differenzierung zwischen stressbedingten und menopausal bedingten Symptomen.

    Sport mit ausreichender Intensität schützt die Knochen und wirkt euphorisierend und ­antidepressiv.

    Yoga stellt ebenfalls eine gute Option zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden dar.

    Ein zufriedenes, gutes Sexualleben ist auch bei dauerhafter Scheidentrockenheit möglich.

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  • Transvaginal-Sonografie des Endometriums – Tipps und Tricks

    Bei der 2-D-Transvaginalsonografie sollte nicht nur die saggitale, sondern auch die transversale Ebene berücksichtigt und somit im 2-Schichten-Prinzip untersucht werden.

    Die Hydro-Contrast-Sonography (HyCoSy) bietet eine sehr einfache Abklärungsmöglichkeit der Eileiter und zusätzlich eine Kontrastierung des Cavum uteri.

    Der 3-D-Ultraschall bedarf einiger Übung und ist von einer zu Beginn oft flachen Lernkurve geprägt. Die Coronal-Ebene („C“-Plane) im 3-D-Ultraschall scheint jene mit den genauesten Messergebnissen zu sein und zur Abmessung zu präferieren.

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  • Ambulantes Operieren in der Gynäkologie

    Ambulante Operationen ohne Vollnarkose sind gut akzeptable, ­zeitsparende und ­kosteneffektive Behandlungsalternativen, die den Patientinnen ­angeboten werden sollten.

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  • Interstitielle Zystitis und „Bladder Pain Syndrome“

    Auslöser für die Entstehung eines Blasenschmerzsyndroms/einer interstitiellen Zystitis (BPS/IC) sind multifaktoriell.

    Die Diagnosestellung erfolgt durch Ausschluss anderer Krankheiten, Zystoskopie, Blasenwandbiopsie und zystomanometrisch.

    Die vielfältigen konservativen Therapieoptionen der IC machen sie zu einer behandelbaren Erkrankung, eine Heilung ist allerdings schwierig.

    In chronisch rezidivierenden Fällen ist die operative Zystektomie/Blasenentfernung mit kutaner Harnableitung eine invasive, aber erfolgversprechende Option.

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  • Präpartale Kolostrummassage bei Frauen mit Diabetes

    Neugeborene diabetischer Mütter haben ein erhöhtes Risiko für eine postpartale ­Hypoglykämie.

    Um die kritische Zeit in den ersten Lebensstunden optimal zu überbrücken, bietet sich die Gabe von prä- und/oder postpartal gewonnenem Kolostrum an.

    Als GynäkologInnen können wir einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit von Mutter und Kind leisten, wenn wir unsere Patientinnen im Rahmen der Vorsorge über die Möglichkeit der Kolostrummassage und deren Benefit aufklären.

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Gynäkologische Onkologie

  • Typische Nebenwirkungen der Immuntherapeutika

    Immunvermittelte Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren können alle Organsysteme betreffen.

    Beim Auftreten von immunvermittelten Nebenwirkungen wird die Therapie pausiert und bei entsprechendem Rückgang nach Gabe von Kortikosteroiden wieder die volle Dosis appliziert (bei Checkpoint-Inhibitoren sind generell keine Dosisreduktionen vorgesehen).

    Die Immuntherapie ist dauerhaft abzusetzen, wenn erneut eine weitere Episode jeglicher immunvermittelter Nebenwirkung der Grade 3 oder 4 auftritt (Ausnahme: immunvermittelte Endokrinopathien, die durch Hormonsubstitution kontrolliert werden können).

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  • Leitlinienkonforme Strahlentherapie der Brust

    Hypofraktionierung als neuer Standard.

    Teilbrustbestrahlung als neue standardisierte Option.

    Verzicht einer Bestrahlung bei älteren Patientinnen als leitlinienkonforme Option.

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  • Promotion Neue Therapie des fortgeschrittenen Endometriumkarzinoms

Junge Gyn

  • Menstruation: Science and Society

    Bei der Menstruation handelt es sich um viel mehr als lediglich eine Progesteron-Entzugs­blutung.

    In Zukunft könnte die Analyse von Menstruationsblut eine nichtinvasive Alternative zur ­Biopsiegewinnung im Rahmen der Diagnosestellung für verschiedene Krankheiten, wie beispielsweise ­Endometriose, darstellen.

    Neben diversen anderen Symptomen macht sich bei verschiedenen Erkrankungen oftmals auch ein ­bakterieller Shift im zervikovaginalen Mikrobiom bemerkbar.

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