GA 06|2018

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

  • The Dark Side of Science−Forschungs-Müll, Fake-Publikationen und Junk-Konferenzen

    Das Ergebnis einer von „ORF Science“ gemeinsam mit den deutschen TV-Sendern NDR und WDR, der „Süddeutschen Zeitung“, mit „Le Monde“ und dem „Falter“ durchgeführten investigativen Recherche hat im vergangenen Sommer mein Weltbild um einiges erweitert. Es wurde ausführlich von einem Fake Science-System berichtet, das mir, obwohl seit langem wissenschaftlich tätig, in seinem Ausmaß nicht wirklich bekannt war.

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Seite des BÖG

Podium

Focus: Wiener Menopause-Kongress 2018

Gynäkologische Onkologie

  • ESMO 2018: Highlights zum Ovarialkarzinom − Neue Daten zu PARP-Inhibitoren und Immuntherapie

    In der Primärtherapie profitieren Patientinnen mit BRCA-Mutation eindrucksvoll von Olaparib, verabreicht als 2-jährige Erhaltungstherapie nach abgeschlossener Chemotherapie.

    In der PRIMA-Studie zeigte sich unter einer adaptierten Niraparib-Dosierung (200 statt 300 mg täglich) eine deutliche Reduktion der Nebenwirkungen in einem definierten ­Risikokollektiv (entweder Körpergewicht < 77 kg KG oder Thrombozyten < 150.000/µl).

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  • Medikamentöse Therapie des Mammakarzinoms − Nebenwirkungsmanagement von zielgerichteten Therapien

    Schwere kardiale Toxizität unter Trastuzumab stellt insgesamt ein sehr seltenes Ereignis dar, ­jedoch ist die Untersuchung sowie Überwachung der kardialen Funktion im Rahmen der ­Trastuzumab-Therapie sowie auch anderer HER2-gerichteter Substanzen essenziell.

    Eine Anti-VEGF-Therapie mittels Bevacizumab bedarf jedenfalls eines regelmäßigen Monitorings ­hinsichtlich Hypertonie und Proteinurie.

    Stomatitis, nicht-infektiöse Pneumonitis und generell ein erhöhtes Infektionsrisiko durch die ­immunsuppressive Wirkung von Everolimus, einem mTOR-Inhibitor, müssen beachtet werden.

    Durch CDK4/6-Inhibitoren verursachte Neutropenie ist rasch reversibel und unterscheidet sich von jener durch eine Chemotherapie.

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  • Promotion PARP-Inhibitor Niraparib (Zejula®) beim platinsensitiven rezidivierten Ovarialkarzinom − Ein Jahr Erfahrungen mit Niraparib
    Ein Jahr Erfahrungen mit NiraparibEnde 2017 erfolgte die Zulassung von Zejula® als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit Rezidiv eines Platin-sensiblen, gering differenzierten serösen Karzinoms der Ovarien, der Tuben oder mit primärer Peritonealkarzinose, die sich nach Platin-basierter Chemotherapie in ...Weiterlesen ...

Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Wandel in der operativen Gynäkologie – Sinn und Unsinn

    Die Rahmenbedingungen und der zunehmende ökonomische Druck haben den operativen Alltag in der Frauenheilkunde völlig verändert.

    Nach der Ära der mit hoher Morbidität und Mortalität gekennzeichneten Ultraradikalchirurgie für alle Tumorstadien folgte die stadienadaptierte kombinierte operative und radiochemotherapeu­tische Strategie mit deutlicher Reduktion der Folgekomplikationen für die Patienten.

    Nach einer Epoche der explosionsartigen Entwicklung neuer TVT-Operationstechniken zur Rekonstruktion des Beckenbodens ist nach Bekanntwerden vieler neuer Komplikationen jetzt kritischer Realismus eingekehrt.

    Mit der Zunahme der organerhaltenden Techniken und konservativer Therapieoptionen ist die Anzahl der Hysterektomien seit Jahren rückläufig.

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Frauengesundheit

  • Sexualmedizin – Erfahrungen in der Männersprechstunde

    Bei Paaren in meiner Praxis mit dem Thema zu wenig Sex beklagt sich in 90 % der Fälle der Mann darüber, in 10 % die Frau.

    Selbstverständlich können auch Erektionsstörungen Paardimension erlangen, sie werden von einem Großteil der Männer traumatisch erlebt.

    Auch der vorzeitige Orgasmus des Mannes, eine der häufigsten sexuellen Funktionsstörung der Männer, bedarf der Einbeziehung der Partnerin und einer Kooperationsbereitschaft durch das Paar.

    Die meisten mit latenter homosexueller Orientierung negieren diese und leben in heterosexuelle ­Beziehungen, die dadurch starken Belastungen ausgesetzt sind.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Editorial: Vorsitzwechsel in der MKÖ
    Es ist mir eine große Freude, mich in meiner Funktion der Präsidentin der österreichischen Kontinenzgesellschaft vorstellen zu dürfen.
    Bereits seit Beginn meiner chirurgischen Tätigkeit befasse ich mich intensiv mit der Proktologie, speziell mit Inkontinenz und Entleerungsstörungen. Ich bin Oberärztin mit ...Weiterlesen ...
  • Nachlese zur MKÖ-Jahrestagung 2018
    Das Tagungspräsidium, Physiotherapeutin Barbara Gödl Purrer, MSc und Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Tamussino, hat mit dem Titel „Das Becken – Generationen und Sensationen“ den Bogen von der Kindheit bis ins Alter gespannt und die Jahrestagung mit einem sehr vielfältigen Programm ...Weiterlesen ...
  • Beckenphysiotherapie − Welche Bausteine braucht die effiziente Therapie?
    Beckenboden – was die Physiotherapie kann
    Die physiotherapeutische Behandlung im Uro-, Prokto- und gynäkologischen Bereich hat sich längst als effiziente „First-Line“-Therapie etabliert (Tab. 1). Trotzdem ist die Vorstellung davon, was in der Physiotherapie passiert, oft vage.
    Die physiotherapeutische Behandlung bei ...Weiterlesen ...

Kinder- & Jugendgynäkologie

  • Polyzystisches−Ovar−Syndrom bei Jugendlichen

    Korrekte Diagnosestellung des PCOS in der Jugend oft schwierig, da einige „key features“ in den ersten Jahren nach Menarche oft physiologischerweise auftreten – zur Verifizierung der Verdachtsdiagnose PCOS regelmäßige Re-Evaluierung obligat.

    Therapie nach der vorherrschenden Symptomatik: Gewichtsreduktion durch Lifestyle-Modifikation als wichtigste therapeutische Maßnahme, Behandlung kutaner Hyperandrogenisierungserscheinungen mit COC, Antiandrogenen oder Low-Dose-Kombinationstherapien, regelmäßige Zyklierung zur Endometriumprotektion essenziell.

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