GA 02|2020

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Ein Modell für Österreich?

    Durch Kolposkopie, Zytologie und Histologie fand bisher die sehr erfolgreiche Vorsorge des Zervixkarzinoms in ­Österreich und Deutschland in ähnlicher Art und Weise statt. Auch deren viertes Standbein, die HPV-Testung, hat nun einen ­gebührenden Platz erhalten.

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Editorial

Seite des BÖG

AGO 2020

  • „Krebs bei der Frau“ 2020
    Liebe Leserinnen und Leser, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    angesichts der unglaublichen Veränderungen unseres täglichen Alltages und der ex­tremen Herausforderung für den Krankenhausbetrieb durch die Pandemie mit ­COVID-19 möchte ich hier von Seiten der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische ­Onkologie (AGO) ein ...Weiterlesen ...
  • Praxisverändernde Entwicklungen

    Große Fortschritte durch zielgerichtete Therapien wie PARP-Inhibitoren oder Immun­checkpoint-Inhibitoren – Einzug der PARP-Inhibitoren in die Erstlinientherapie des Ovarial­karzinoms, immunonkologische (Kombinations-)Therapien beim Mammakarzinom. Molekulares Tumorprofil und prädiktive molekulargenetische Marker zur Entscheidungsfindung für eine personalisierte Therapie. Herausforderung für die Zukunft: u. a. die richtigen Substanzkombinationen und das richtige „Timing“ (sequenzielle oder konkomitante Therapie mit anderen Medikamenten).

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  • Nebenwirkungsmanagement bei Checkpoint-Inhibitoren

    Aufgrund des breiten und ungewohnten Spektrums an immunvermittelten Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren – können praktisch in jedem Organ auftreten – ist sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eine enge interdisziplinäre Kooperation notwendig.

    Beim Auftreten in den meisten Fällen sofort Therapiepause und Kortisontherapie (Ausnahme Endokrinopathien).

    Nach Abklingen der Nebenwirkung langsames Ausschleichen der Kortisontherapie und wieder Start der CPI-Therapie erwägen (keine Dosisreduktion).

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  • Hormonrezeptor-positives und triplenegatives Mammakarzinom

    Beim metastasierten HR+/HER2–-Mammakarzinom (HR+/HER2–-mBC) erstmals Nachweis einer ­relevanten Verlängerung des Gesamt­überlebens durch Einsatz von CDK-4/6-Inhibitoren. Beim PD-L1-positiven triplenegativen Mammakarzinom (TNBC) deutliche Verbesserung der Langzeitprognose durch ­Immuncheckpoint-Inhibitoren.

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  • Diagnosis of adnexal mass – do we really need CT?

    Das IOTA-Konsortium (Internationale Ovarian Tumor Analysis) steht für eine optimale ­präoperative Risikoeinschätzung. Das ADNEX-Modell (Assessment of Different NEoplasias in the AdneXa) erlaubt nicht nur die Unterscheidung von gut- oder bösartigen Adnexbefunden, sondern auch die Zuordnung zu FIGO-Stadien. International ist ein Shift weg vom CT hin zum Ultraschall in der Abklärung von Adnexbefunden zu ­beobachten.

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  • Sexuelle Gesundheit – (k)ein Thema in der gynäkologischen Onkologie?

    Frauen mit der Diagnose Krebs erachten ihre sexuelle Gesundheit als eine der drei ­wichtigsten Qualitätsaspekte einer medizinischen Betreuung. Da ca. 80 % der Patientinnen von sich aus das Thema nicht ansprechen würden, obwohl sie sich Hilfe erwünschen, sollten sexualmedizinische Gespräche von den behandelnden ÄrztInnen initiiert ­werden. Zur Einbindung sexualmedizinischer Aspekte in das Therapiemanagement hat sich für das praktische ­Vorgehen das 5-A-Modell (Ask, Advice, Assess, Assist, Arrange) bewährt.

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  • Bringen Sie Ihre Patientinnen in klinische Studien ein!

    Die Teilnahme an klinischen Studien wird von nationalen und internationalen Fachgruppen empfohlen. Die AGO ist eine Non-Profit-Organisation und Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und ­Geburtshilfe mit dem Ziel, die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Patientinnen mit gynäkologischen ­Tumoren zu verbessern. Um hochwertige Studien in Österreich durchzuführen, werden nur solche Projekte als AGO-Studie durchgeführt, welche im Vorfeld durch die Studienzentrale der AGO und den Wissenschaftlichen Ausschuss der AGO (WAAGO) positiv evaluiert wurden.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Zyklus-Apps – Verhütung der Zukunft?

    App-basierte Informationen zur fertilen Phase im Zyklus und darauf basierende Verhütung sind bereits eine Realität. Die vielen Prognose-Apps, die das fertile Fenster vorhersagen, sind für die Kontrazeption nicht geeignet. Auch Apps, die auf seriösen Methoden der natürlichen Familienplanung basieren, benötigen Studien zur Verhütungssicherheit. Neue Parameter und Messsysteme werden die Zukunft sein, die aktuellen Entwicklungen haben jedoch bisher keine hinreichend genaue Korrelation zu den Zyklusphasen gezeigt.

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  • Deszensuschirurgie: Laparoskopische Techniken der apikalen Suspension

    Es hat sich gezeigt, dass das apikale Kompartiment nahezu bei jeder Form des Deszensus mitbetroffen ist. Insbesondere die Korrektur des apikalen Kompartiments ist durch laparoskopische abdominale­ Verfahren besser zugänglich und gegenüber vaginalen Verfahren auch mit besseren Langzeitergebnissen verbunden. Vorteile der Laparoskopie sind u. a. die gute Übersicht über das Operationsgebiet, eine erhöhte ­Ergonomie für die Assistenzen, höhere Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Adnexektomie und primäre Prävention von Ureterkomplikationen.

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Junge Gyn

  • Aus aktuellem Anlass: Die Ausbildung in der Zeit der SARS-COV-2-Pandemie

    Fehlzeiten im Ausmaß von 6 Monaten während der Ausbildung in einem Sonderfach sind während der Corona-Pandemie anrechenbar.

    Die „Sechstelregelung“ (vgl §§ 9 und 14 ÄAO 2006 bzw. §§ 14 und 18 ÄAO 2015) fällt im ­ Zeitraum der Pandemie weg.

    Online verfügbare Weiterbildungsmöglichkeiten sind wichtiger denn je.

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  • Studienvorstellung: TriO-Studie

    Wissenschaft stellt ein zentrales Betätigungsfeld für klinisch tätige ÄrztInnen und somit auch für die Junge Gyn dar. Wir wollen dazu unsere Arbeitsgemeinschaft als Plattform für junge ­WissenschaftlerInnen zur Vernetzung und Vorstellung ihrer aktuellen Forschungsprojekte anbieten. Die TriO-Studie (Trisomie 21-Outcome) ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Medizinischen ­Universität Wien (Abteilung für Frauenheilkunde) und der Psychologischen Fakultät Wien (Institut für ­Entwicklungspsychologie) mit der Zielsetzung, das heterogene entwicklungspsychologische Outcome von Schwangerschaften mit Trisomie 21 näher zu untersuchen.

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Frauengesundheit

  • Neue Publikationen zu „Menopause und Frauengesundheit“
    Isoflavon-Zufuhr und koronare Herzerkrankung (CHD) – Risikosenkung besonders bei jungen Frauen und postmenopausalen Frauen ohne Hormontherapie: Ob mit dem Konsum von Soja-Produkten auch kardiovaskuläre Benefits verbunden sind, wird aufgrund bisher inkonsistenter Studienergebnisse kontroversiell beurteilt. Zur Klärung dieser Fragestellung wurden nun Daten ...Weiterlesen ...

MKÖ News

  • 30 Jahre MKÖ – eine Gesellschaft stellt sich vor
    Kontinenz geht uns alle etwas an! In frühester Kindheit erlernt, ist es für die meisten Menschen selbstverständlich, die Ausscheidungen von Blase und Harn zurückhalten und an einem selbstbestimmten Ort zu einer selbstgewählten Zeit entleeren zu können. Dahinter steht ein hochkomplexes ...Weiterlesen ...
  • Rückblick, Gegenwart und Ausblick
    Rückblick
    Eingangs sei festgestellt, dass eine Revue über 30 Jahre zwangsläufig eine Überlappung der Zeiträume impliziert. Auch erlaube ich mir im Weiteren, auf das platzraubende „Gendern“ zu verzichten.
    Ins Leben gerufen wurde unser gemeinnütziger Verein 1990 unter dem Namen GIHÖ ...Weiterlesen ...