GA 05|2021

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Klinische Studien in Österreich – Stagnieren auf niedrigem Niveau

    Im Jahre 2018 wurden in Österreich 283 klinische Prüfungen zur Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen ­beantragt, 2019 waren es 268, 2020 lag mit 273 Erstanträgen knapp über dem Ergebnis des Vorjahres. Dies ist in erster Linie durch einen Anstieg an akademischen Studien bedingt, diese haben nach einem Tiefststand im Jahre 2019 wieder zugenommen (Tab. 1).

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Editorial

  • Medizintourismus

    In einer globalisierten Welt werden auch Patienten immer mobiler, sie reisen auf der Suche nach adäquater medizinischer Betreuung um die halbe Welt; im Fokus dieser Reisen stehen medizinische Exzellenz, modernste technische Ausstattung, oft eine Verkürzung von Wartezeiten auf Operationen und nicht selten auch ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Der ­Medizintourismus, der nicht zuletzt auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt, gewinnt seit Jahren an Bedeutung.

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Seite des BÖG

  • Späte Entschlossenheit zum Ultimatum

    Resolution der Bundeskurie niedergelassene Ärzte vom 5. 10. 2021: „Honorar für Mutter-Kind-Pass muss endlich erhöht werden! 27 Jahre ohne Valorisierung sind inakzeptabel und verschärfen Versorgungsmängel im kassenärztlichen Bereich. Politik und Kasse werden dringend zum Handeln aufgefordert.“

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Gynäkologische Onkologie

  • Senologie 2021 face to face

    Im Rückblick auf die Jahrestagung beantwortet ÖGS-Präsident Univ.-Prof. Dr. Florian Fitzal Fragen zu aktuellen Entwicklungen in der chirurgischen, radiologischen und systemischen Therapie des Mammakarzinoms, zum Pandemie-bedingten Rückgang der Früherkennungsmammografien und Optimierungsbedarf beim Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm (BKFP) sowie zur Arbeit der Fachgesellschaft.

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  • Adjuvante Systemtherapie des Mammakarzinoms

    Luminales Mammakarzinom (HR+/HER2): CDK-4/6-Inhibitor Abemaciclib (in Kombination mit Aromatasehemmer) als neue Substanzklasse in der adjuvanten endokrin basierten Therapie bei höherem Rezidivrisiko.

    HER+-Mammakarzinom: Nach Trastuzumab als revolutionierender Innovation nun weitere positive ­Weiterentwicklungen: neben Pertuzumab die Antikörper-Drug-Konjugate Trastuzumab-Emtansin und ­Trastuzumab-Deruxtecan sowie die Tyrosinkinase-Inhibitoren Neratinib und Tucatinib.

    Triplenegatives Mammakarzinom: Bei fehlenden Kontraindikationen neoadjuvante zytostatische ­Systemtherapie absolut indiziert, post-neoadjuvant bei Patientinnen ohne pathologisch komplette ­Remission Capecitabin.

    BRCA+-Mammakarzinom: Im metastasierten Setting ist der PARP-Inhibitor Olaparib verfügbar, der auch beim lokal fortgeschrittenen BRCA+-Karzinom hohe Ansprechraten und nun vielversprechende ­Daten nach neoadjuvanter Chemotherapie ohne pathologische Komplettremission (pCR) zeigte.

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  • Mammakarzinom – der diagnostische Ablauf in der Pathologie

    Biomarker-Untersuchungen: Östrogen- und Progesteronrezeptoren, HER2/neu und Ki-67 ­erlauben seit Jahren eine individuelle Therapieplanung beim Mammakarzinom.

    Neue Biomarker wie PD-L1 oder PIK3CA-Mutationsanalysen ermöglichen die zielgerichtete Therapiewahl im Falle von Rezidiven.

    Eine Herausforderung stellen Untersuchungen am oftmals kleinen Biopsiematerial dar, ­welches ­zunehmend auch für translationale klinische Studien zur Verfügung gestellt werden muss.

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  • Wesentliche Ergebnisse des BKFP 2014–2019

    Die Strukturqualität des BKFP ist als sehr gut zu beurteilen, die Teilnahme- und Wiederteil­nahme-Raten sind jedoch nicht ideal und schwächen die potenzielle Senkung des Mortalitätsrisikos durch das Screening.

    Der Einsatz der Sonografie im Screening hat keineswegs zu einer Verschlechterung der Spezifität, d. h. ­Zunahme der falsch-positiven Befunde geführt.

    Forderungen aus der Analyse der Intervallkarzinome: Einladungen ab 40 Jahren an Stelle von Opt-in, zwischen 40 und 55 Jahren verkürztes Screeningintervall von 24 auf 12 Monate.

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  • Promotion Neue Therapieoptionen bei fortgeschrittenem HR+/HER2-Brustkrebs

    In einem Satellitensymposium* im Rahmen der Jahrestagung 2021 der Österreichischen Gesellschaft für ­Senologie (ÖGS) waren zwei Wirkstoffgruppen Thema, die, wie Moderator Univ.-Prof. Dr. Christian Singer, Univ.-Klinik für Frauen­heilkunde, MedUni Wien, eingangs betonte, das Therapiearmamentarium bei HR-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs zuletzt deutlich erweitert haben.

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  • Promotion Rezidivrisikoreduktion durch potenten Tyrosinkinase-Hemmer

    Durch die Gabe des pan-HER-Tyrosinkinase-Inhibitors Neratinib (Nerlynx®) in der extendierten Adjuvanz kann das Überleben von Patientinnen mit HER2+/HR+-Mammakarzinom frei von invasiver Erkrankung verlängert und das Rezidivrisiko reduziert werden.

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  • Highlights vom ESMO 2021

    DESTINY-Breast03: „Practice changing data“ für die Zweitlinientherapie bei metastasiertem Mammakarzinom, klinisch signifikanter PFS-Vorteil unter Trastuzumab-Deruxtecan ­(T-DXd) vs. Trastuzumab-Emtansin (T-DM1).

    MONALEESA-2: Zusatz des CDK-4/6-Inhibitors Ribociclib bei endokriner Therapie des Mammakarzinoms ­erzielt einen First-Line-OS-Benefit von über einem Jahr.

    KEYNOTE-826: OS-Benefit durch Zusatz von Pembrolizumab zu Chemotherapie zeigt Potenzial für neuen Therapiestandard beim fortgeschrittenen Zervixkarzinom.

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  • Neue molekularbiologische Charakterisierung des Endometriumkarzinoms

    Durch die molekularbiologische Charakterisierung des Endometriumkarzinoms werden 4 molekulare Subtypen unterschieden.

    Diese sind mit einer neuen Risikoklassifizierung verbunden und beeinflussen erheblich die ­Indikation, aber auch die Art der adjuvanten Therapie.

    Somit sind laut den ProMisE-Kriterien die POL∈-Mutationsanalyse sowie die Bestimmung des ­Mismatch-Repair- und des p53-Status als integraler Bestandteil der endgültigen Befundung durch die Pathologie beim Endometriumkarzinom zu sehen.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • CTG-Monitoring und die neue S3-Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“

    Die neue S3-Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin“ behandelt erstmals das vollständige ­vaginale ­Geburtsmanagement von Termingeburten.

    Aufgrund einer fundamental unterschiedlichen Betrachtungsweise hat der Vorstand der OEGGG das in der Leitlinie empfohlene und grundlegend veränderte fetale Überwachungs­management ­abgelehnt und somit für Österreich nicht freigegeben.

    Die OEGGG als Fachgesellschaft distanziert sich darüber hinaus von der nicht evidenzbasierten ­Darstellung der sog. Hausgeburtshilfe und lehnt diese unter Sicherheitsaspekten für Mutter und Kind ab.

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  • Ambulante Hysteroskopie

    Bei richtiger Indikationsstellung ist die ambulante Hysteroskopie (HSK) ohne Vollnarkose („Office“-HSK) eine sehr gute diagnostische und therapeutische Methode, die sowohl zur Entfernung von Polypen und „lost“ IUDs als auch zur Abklärung von unerfülltem Kinderwunsch und bei einer Reihe von weiteren Indikationen eingesetzt werden kann.

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  • Eisenmangel bei der Frau

    Eisenmangel ist ein oft unterschätztes Problem bei Frauen im gebärfähigen Alter.

    Symptomatischer bzw. schwerer Eisenmangel sollten behandelt werden.

    Schwangerschaft: Eisen-Carboxymaltose und Hypophosphatämie.

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  • Scheidengesundheit und Probiotika

    Eine Grundbedingung für die Scheidengesundheit ist der Erhalt eines sauren pH-Wertes in der Scheide.

    Durch ausgewählte probiotische Stämme können ein Laktobazillen-Mangel ausgeglichen, der pH-Wert gesenkt und die Ansiedelung bzw. Vermehrung pathogener Keime verhindert werden.

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  • NEUE SERIE STILLEN: Stillen: Ammenmärchen versus Evidence-based Medicine

    Die Ernährung des Säuglings mit Muttermilch ist eine wertvolle präventivmedizinische ­Maßnahme für Mutter und Kind. Viel zu oft wird Abstillen als Lösung von Stillproblemen ­empfohlen.

    Eine Vollstillzeit von 6 Monaten ist international empfohlen.

    Beratung stillender Frauen sollte nicht auf Ammenmärchen oder persönlichen Erfahrungen basieren, ­sondern auf modernsten Erkenntnissen fußen. Die Zusatzausbildung zur Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) bietet das volle Spektrum dieses Wissens.

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Junge Gyn

  • Einfluss der Pandemie auf die sexuelle Gesundheit von Jugendlichen

    Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie haben weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheitsvorsorge.

    Auch die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Jugendlichen hat durch soziale ­Distanzierung und die Schließung der Schulen gravierende Einschnitte erfahren.

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Frauengesundheit

  • „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“

    Dieses alte Sprichwort erzählt man sich heute noch, doch was steckt tatsächlich dahinter? Aus der heutigen Sicht ist die rechtzeitige Kontrolluntersuchung von werdenden Müttern ein besonders wichtiges Vorgehen in der Prävention für Zahnfleischerkrankungen und Entzündungen des Zahnhalteapparates rund um die Schwangerschaft.

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MKÖ News

  • Editorial 05/21
    Liebe Kolleginnen und Kollegen!

    Am 15. und 16. Oktober 2021 haben wir es geschafft, die Jahrestagung der MKÖ auf der Gugl in Linz trotz aller pandemiebedingten Restriktionen als Live-Veranstaltung anbieten zu können. Es war uns eine besondere Freude, nach ...Weiterlesen ...
  • Physiotherapie bei Beckenbodendysfunktionen – mehr als Krafttraining!
    Dem Beckenboden (BB) wird in der Behandlung von Störungen der Harn- und Stuhlkontrolle, aber auch bei Organsenkungszuständen, sexueller Dysfunktion und Beckenschmerz eine wichtige Bedeutung zugemessen. Die Effektivität von Beckenbodenbehandlungen ist in etlichen klinischen Einsatzbereichen, vor allem aber bei der Therapie ...Weiterlesen ...