GA 04|2019

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Hat das Sonderfach Gynäkologie und Geburtshilfe eine Zukunft?

    Es mag vielleicht etwas abstrus erscheinen, sich in Zeiten des Ärztemangels, der unbesetzten Facharztstellen, der nicht zu besetzenden Oberarztstellen in den Spitälern und einer zunehmenden „Work-Life-Balance“ Gedanken ­darüber zu machen, ob und – vor allem – welche Zukunft unser Fachgebiet hat. Für Personen, die in einem ­Mangelberuf arbeiten (und dies ist unsere derzeitige Situation), scheint es ein relativ sicheres Dasein zu geben. Trotzdem gibt es schon jetzt Entwicklungen zu beachten, die zumindest eine Änderung der Aufgaben in unserem Fachgebiet nach sich ziehen könnten.

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Editorial

  • Fake News im „Lancet“ – Die Akte Andrew Wakefield

    Es sind alarmierende Meldungen, laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Maserninfektionen aktuell ­einen Höchstwert erreicht – auch Österreich ist betroffen. Dabei sind Masern keineswegs harmlos, alleine im ­Jahre 2017 waren weltweit 110.000 Todesfälle auf diese Erkrankung zurückzuführen, überwiegend Kinder unter 5 Jahren.­

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Seite des BÖG

  • Wahlarzt im Sommerloch

    Anfang August verkündete der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, dass Wahlärzte ein Problem darstellten und er ihre Zahl beschränken wolle. Keine Daseinsberechtigung für Ärzte, die außerhalb des Systems, also privat Leistungen erbringen?

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Focus: BGGF/OEGGG-Kongress 2019

  • OEGGG-Jahrestagung 2019: Im Interview – die neue Präsidentin Gunda Pristauz-Telsnigg

    Die Jahrestagung der OEGGG findet heuer wieder – wie jedes zweite Jahr – als gemeinsame Veranstaltung mit der BGGF statt – nach dem Austragungsort 2017 in der Wiener Hofburg diesmal in München.

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  • Transgender: Lifestyle-Phänomen oder zunehmend relevante Patientengruppe?
    Der Begriff „Transgender“ beschreibt die Unzufriedenheit mit dem biologischen, bei Geburt zugeordneten Geschlecht. Die Diskrepanz zwischen dem Zuweisungsgeschlecht und dem erlebten Geschlecht führt zu einem Leidensdruck, welcher durch geschlechtsangleichende Therapien häufig gebessert werden kann. Wobei sowohl eine eindeutig weibliche oder ...Weiterlesen ...
  • Thrombotische Mikroangiopathie (TMA) in der Schwangerschaft
    Die thrombotische Mikroangiopathie (TMA) in der Schwangerschaft ist selten. Sollte sie allerdings auftreten, handelt es sich um einen Notfall, der rasch erkannt und behandelt werden muss. Es kommt durch unterschiedliche Ursachen zum Auftreten von Thrombosen in kleinsten Gefäßen, die zu ...Weiterlesen ...
  • Studienprojekt an der MedUni Graz: Histologische und immunologische Entstehungstheorien zu Plazentationsstörungen bei Zustand nach Sectio
    Hintergrund: Plazentationsstörungen sind ein zunehmendes Problem in der Geburtshilfe. Unter Placenta creta versteht man die pathologische Anhaftung der Plazenta an die Gebärmutter. Ursachen für Plazentationsstörungen sind Voroperationen am Uterus jeglicher Genese mit Verletzung des Endometriums. Einer der Gründe für die zunehmende ...Weiterlesen ...
  • Ursachen der fetalen Anämieabseits der Rhesusproblematik
    Eine fetale Anämie stellt eine seltene, aber ernste und potenziell letale Erkrankung des Fetus dar. Primäre Hinweise auf eine fetale Anämie können abnehmende Kindesbewegungen oder die Anamnese auf mütterliche Infektionen oder familiäre Belastung auf angeborene Anämie-Erkrankungen ergeben.
    Ursachen: Außer den ...Weiterlesen ...
  • Früherkennung des Zervixkarzinoms in Österreich
    Entsprechend der Daten der Statistik Austria sind im Beobachtungszeitraum von 1991 bis 2016 sowohl die Inzidenz als auch die Mortalität des Zervixkarzinoms in Österreich gesunken (Abb. 1).
    Diese gute Entwicklung ist auf die sehr gute Vorsorge im Rahmen der jährlichen ...Weiterlesen ...
  • Das hereditäre Endometriumkarzinom
    Das Endometriumkarzinom (EC) ist mit knapp 5 % der malignen Neuerkrankungen das vierthäufigste Karzinom der Frau. Bis ca. 5 % der EC sind erblich bedingt. Den größten Anteil hiervon (2–4 % der EC) stellt das Lynch-Syndrom (LS) mit einer Bevölkerungsinzidenz ...Weiterlesen ...
  • Therapie des fortgeschrittenen HR+-Mammakarzinoms
    Die überwiegende Mehrheit der Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinome ist einer antihormonellen Manipulation zugänglich.
    Eine endokrine Therapie ist die bevorzugte Behandlung in der Erstlinientherapie für Patientinnen mit metastasierten Hormonrezeptor-positiven und HER2-negativen Mammakarzinomen ohne viszerale Beteiligung. In jüngster Vergangenheit wurde diese Therapielinie um ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Erfolgsmodell: 10 Jahre zertifizierte Brustgesundheitszentren

    In Österreich wurden seit 2009 bisher 30 Brustgesundheitszentren (BGZ) durch die ­Österreichische Zertifizierungskommission1 (ÖZK) zertifiziert. In ÖZK-zertifizierten BGZs werden 80 % aller Mammakarzinom-Erkrankungen behandelt.Die Versorgung in BGZs hat einen wesentlichen Anteil daran, dass die Diagnose Brustkrebs ­mittlerweile kein Todesurteil mehr ist: Überlebensrate nach 5 Jahren bei 88 %.

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  • Immuntherapie beim triple-negativen Mammakarzinom

    Der PD-L1-Antikörper Atezolizumab erzielt einen klinisch relevanten Überlebensvorteil beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) um zehn Monate (IMpassion130-Studie). Wie immer wirft eine Studie mehr Fragen auf, als sie beantworten kann. Ist das PD-L1-Staining in der Routine des TNBC angekommen? Gibt es bessere Biomarker für das ­Ansprechen auf die Therapie? Gibt es aus Sicht der Immunogenität bessere Chemotherapie-Kombinationspartner? Letztlich stellt sich auch die Frage nach Unterschieden zwischen Checkpointinhibitoren.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Highlightbericht vom ESHRE 2019 in Wien – Neues zur Reproduktionsmedizin und Embryologie

    Positiver Einfluss einer gesunden Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Mikro­nährstoffen nicht nur auf Schwangerschafts-Outcomes, sondern auch präkonzeptionell auf die Fruchtbarkeit und epigenetisch auf die Nachkommen.Genetische Diagnostik und Kinderwunschtherapie: Untersuchung von Embryonal-DNA im Nährmedium kann die Invasivität der Präimplantationsdiagnostik deutlich verringern. Ein „Natural Cycle“ bei einem Kryotransfer senkt die Abort- und Präeklampsierate.

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  • Diagnose und Therapie der gestörten Schwangerschaft

    Die Diagnose der „gestörten Gravidität“ stützt sich auf Laborparameter und Ultraschall.Als prinzipielle Therapieoptionen stehen sowohl das abwartende Management, die ­medikamentöse Therapie als auch die Curettage für eine individuelle Strategiewahl zur ­Verfügung.Bei Extrauteringravidität sollte das operative Management bei Patientinnen gewählt werden, die für ein medikamentöses Management nicht geeignet sind oder bei denen dieses nicht zum Erfolg geführt hat – außerdem bei hämodynamischer Instabilität, hohem β-hCG-Level, großer Ausdehnung der extrauterinen Masse oder positiver Herzaktion.

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  • Deszensuschirurgie: mit oder ohne Uteruserhalt?

    Vermehrte Evidenz für die Effektivität des Uteruserhalts.

    Aufklärung über Möglichkeit der uteruserhaltenden Deszensus-OP bei entsprechenden ­Patientinnen.

    Bessere Evidenz für den vaginalen Zugangsweg (vaginale sakrospinale Hysteropexie [SSH]).

    Allerdings deutlicher Datenmangel nach Follow-up-Zeit von > 3 Jahren nach OP (Langzeitrisiko einer Uteruspathologie bei Uteruserhalt? Rezidive nach > 4 Jahren?).

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  • Sexuelle Auffälligkeiten bei (Klein-)Kindern und Jugendlichen – was ist normal?

    Sexualität ist integraler Bestandteil der Entwicklung.

    Kinder lernen von selbst, wenn sie nicht gestört werden, weil sie sich entwickeln wollen, im Spiel probierend, über differenzierte Sprache, über sinnliche Erfahrungen, durch praktisches Üben.

    Die Bewertung einer sexuellen Auffälligkeit darf niemals zu limitierenden Interventionen führen und bedarf einer umfassenden professionellen Auseinandersetzung.

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Frauengesundheit

  • Highlights vom 27. Osteoporoseforum St. Wolfgang 2019

    Diabetes mellitus Typ 2 ist ein wesentlicher Risikofaktor für Fragilitätsfrakturen, die Knochendichtemessung mittels DXA erfasst dies aber nicht ausreichend.

    Eine chronische Herzinsuffizienz NYHA II–IV ist in 25–30 % der Fälle mit einer Osteoporose und/oder einer vertebralen Fraktur assoziiert.

    Call for action: die Awareness für Osteoporose und die interdisziplinäre Behandlung dieser Erkrankung müssen massiv verbessert werden.

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