SU 04|2017

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger

Editorial

  • Liebe Leserinnen und Leser,
    Rauchen ist die wichtigste Ursache vermeidbarer Erkrankungen und Todesfälle überhaupt. Schätzungen zufolge sterben jährlich 6 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Experten und auch der Berufsverband der Österreichischen Urologen (bvU) auf die Zusammenhänge ...Weiterlesen ...

Seite des Berufsverbandes

  • bvU-Intensivseminar „Das fortgeschrittene Prostatakarzinom“
    Das bvU-Seminar hat eigentlich eine langjährige Tradition, doch gab es in der Vergangenheit immer wieder das Problem, genügend Teilnehmer zu finden. Mit der Änderung der Firmenpolitik, gemäß dem Pharmig-Kodex ausländische Fortbildungsveranstaltungen gar nicht mehr oder nur eingeschränkt zu unterstützen, hat ...Weiterlesen ...
  • bvU Wordrap

    Der bvU wurde gegründet, um die österreichischen Urologinnen und Urologen zusammenzuschließen, deren Tätigkeit zu fördern und den Gemeinschaftsgeist zu pflegen.
    Hohe Qualität der urologischen Berufsausübung ist für die Mitglieder des bvU selbstverständlich. Diese zu verbessern ist das Ziel der ...Weiterlesen ...
  • Warum es sich auszahlt, bvU-Mitglied zu sein
    Ich bin bvU-Mitglied, und das gerne, weil …
    … durch meine aktive Mitgliedschaft das Berufsleben der Urologen ständig weiterentwickelt und verbessert werden kann. Durch den Besuch der Frühjahrstagung und der Intensivseminare kann ich sehr informative und hochkarätige Fortbildungen erleben.
    Durch ...Weiterlesen ...

Focus: Genetik in der Urologie

  • Genetische Risikofaktoren beim Prostatakarzinom

    Beim Prostatakarzinom wurde eine starke genetische Prädisposition nachgewiesen.

    „Genome wide association studies“ (GWAS) haben mehr als 100 genetische Varianten identifiziert, die mit der Entwicklung eines Prostatakarzinoms assoziiert sind.

    Genetische Signaturen könnten in Zukunft routinemäßig als prädiktiver und prognostischer Biomarker im klinischen Alltag angewandt werden.

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  • PCa: Genetische Veränderungen in liquid biopsies

    Patienten mit Mutationen in DNA-Reparaturgenen weisen eine erhöhte Ansprechrate auf PARP-Inhibitoren auf.

    Die Analyse von zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) im Plasma könnte in Zukunft invasive Gewebebiopsien ersetzen.

    Bei Patienten mit kastrationsrefraktärem Prostatakarzinom (CRPC) korrelieren Veränderungen von ctDNA mit dem Ansprechen auf spezifische Medikamente.

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  • Genetische Syndrome beim Nierenzellkarzinom

    Bei multifokalen und bilateralen Nierentumoren sowie bei Tumoren im frühen Lebensalter muss an eine hereditäre Erkrankung gedacht werden.

    Hereditäre genetische Syndrome existieren analog zu den histologischen Hauptformen des Nierenzellkarzinoms (NZK). Hierzu gehören das Von-Hippel-Lindau-Syndrom mit klarzelligem NZK, das hereditäre papilläre NZK mit papillärem NZK Typ I, die hereditäre Leiomyomatose mit NZK mit häufig papillärem NZK Typ II und das Birt-Hogg-Dubé-Syndrom bei chromophobem NZK und Onkozytom.

    Die Therapie besteht im Erreichen einer lokalen Kontrolle mittels Nierenteilresektion, insbesondere bei Tumoren über 3 cm und in der systemischen Therapie im Falle einer Metastasierung.

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  • Genetische Erkrankungen bei Nierensteinen

    In etwa 50 % der Patienten mit Nephrolithiasis haben einen genetischen Hintergrund, in 10 % ist eine monogenetische Ursache anzutreffen.

    Eine hereditäre Nephrolithiasis ist gekennzeichnet durch häufige Rezidive und ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Niereninsuffizienz.

    Genetische Untersuchungen bei rezidivierender Nephrolithiasis sollten nur bei entsprechender Anamnese bzw. daraus folgender klinischer Konsequenz durchgeführt werden.

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  • Varianten der Geschlechtsentwicklung – Update Genetik

    Der Nachweis genetischer Varianten bei DSD (Differences of Sex Development) unterstützt die prognostische Einschätzung hinsichtlich Geschlechtszuweisung, Fertilität, Tumorrisiko und Erblichkeit.

    Next-Generation Sequencing potenziert die diagnostische Effizienz und ermöglicht mittels Whole-Exome/Genome Sequencing (WES/WGS) die Entdeckung bisher unbekannter ursächlicher DSD-Gene.

    Die Komplexität von DSD erfordert eine Standardisierung/Harmonisierung der Diagnostik und des Managements, die nur durch multidisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung von Expertisezentren gelingen kann.

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Kongress

  • ESMO 2017 | Fokus Urogenitaltumoren

    Nierenzellkarzinom

    • CheckMate 214: Änderung des Standard of Care für die Erstlinientherapie der Intermediate- und Poor-Risk-Gruppe des metastasierten Nierenzellkarzinoms. Neuer Standard: Kombination Nivolumab plus Ipilimumab

    Prostatakarzinom

    • Abirateron oder Docetaxel im hormonnaiven metastasierten High-Risk-Setting?
    • erste Head-to-Head-Vergleichsdaten
    • laut Experten beides gangbarer Weg.

    Blasenkarzinom

    • Keynote-045: Second-Line nach platinhaltiger Chemotherapie: Pembrolizumab versus Chemotherapie der Wahl – signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben für Pembrolizumab.

    Studien zu Kombinationen von Immuntherapeutika und Tyrosinkinase-/Angio-geneseinhibitoren liefern vielversprechende Ergebnisse – auch bei seltenen Tumoren.

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  • DGU 2017 | Big Data und die Wissenschaftsprinzipien

    Big Data ist definiert durch die drei V: Volume – Masse an Daten, Velocity – exponentielles Wachstum der Daten, Variety – unterschiedliche Struktur der Daten.

    Big Data bietet große Chancen für die medizinische Forschung, insbesondere für die Erforschung seltener Erkrankungen, Entwicklung von Modellsystemen, personalisierte Medizin und Versorgungsforschung. Kehrseite: offene methodische Probleme und Datensicherheit.

    Methodisch starke und gut geplante Studien, insbesondere klinische, sind weiterhin unbedingt erforderlich, denn Big Data kann lediglich Hypothesen generieren bzw. Korrelationen herstellen. Diese müssen aber in prospektiven Studien validiert bzw. muss Kausalität hergestellt werden.

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  • DGU 2017 | E-Health: Big Data verändert die Medizin

    Die Erfassung medizinischer Daten und deren Interpretation ist aufgrund immer komplexer werdender Datenverarbeitung ein neuer prosperierender Wirtschaftszweig.

    Big Data wird die differenzialdiagnostische Praxis erheblich verändern. Ob dabei der medizinische Standard verbessert wird, bleibt abzuwarten.

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  • DGU 2017 | Krankheitsbewältigung bei kurativer und palliativer Therapie

    Krebs ist eine Krankheit, die häufig starke Gefühle der Angst, Trauer und Wut hervorruft.

    Verstärkter psychologischer Stress korreliert mit einem ungünstigen Krankheitsfortschritt.

    Unabhängig vom Tumorstadium können unterschiedliche psychologische/psycho-onkologische Maßnahmen effektiv sein und eine deutlich positive Wirkung erzielen.

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  • DGU 2017 | Schmerztherapie in der Palliativsituation urologischer Tumorpatienten

    Eine wirkungsvolle Schmerztherapie ist individuell abgestimmt – Voraussetzungen: sichere Kenntnisse über Wirkung, Wirksamkeit und Nebenwirkungen, Auswahl, Dosierung und Verabreichungsformen.

    Die häufigsten Fehler sind eine unzureichende Schmerzanalyse, eine zu geringe Dosis und zu kurz gewählte Zeitintervalle.

    Drei Missverständnisse bleiben hartnäckig etabliert: Schmerztherapie macht süchtig, teilnahmslos und ist nur etwas für Todgeweihte.

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  • DGU 2017 | PET-CT bei schwierigen uroonkologischen Fragestellungen

    Aktuell hat das PET-CT den höchsten Stellenwert bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms.

    Die Einführung PSMA-spezifischer Tracer konnte dabei die Sensitivität zur Erkennung von Lymphknotenmetastasen bei einem PSA-Anstieg nach primärer Therapie noch wesentlich steigern.

    Zukünftig könnte die Technik sogar bei der Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms eine Rolle spielen.

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  • DGU 2017 | Smart-Glass-Einsatz im OP

    Die tragbare Computerbrille (Smart Glass; SG) vereint die Facetten „erweiterte Realität“ (Augmented Reality) und „tragbare Technologien“.

    Fallserie: Einsatz von Smart Glass bei 31 urologischen Operationen unterschiedlichen Komplexitätsgrads.

    Fazit: SG-Technologie ist für Augmented-Reality-assistierte urologische Operationen machbar und sicher; nützliche Anwendungsmöglichkeiten für Operateure.

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  • BLADDR 2017 und Zukunftsthemen der Urologie

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen, Vortragender am diesjährigen BLADDR-Kongress in Edinburgh.

    Topthemen: roboterassistierte laparoskopische Chirurgie, molekulare Klassifizierung, 3D-Printing, steigender Bedarf an Urologinnen und Urologen.

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  • Join Forces: Urologie und Onkologie – Forschung und Klinik

    Unter der Schirmherrschaft der Leiter der Universitätsklinik für Urologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Horninger) und der Universitätsklinik für Innere Medizin V/ Hämatologie & Onkologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl) fand das 1. Translational Science Meeting in Innsbruck statt.

    Organisiert wurde die Veranstaltung von einem jungen Team – Ass.-Prof. Doz. Dr. Isabel Heidegger-Pircher, PhD (Urologie), Univ.-Ass. OÄ Dr. Renate Pichler, PhD (Urologie) und Dr. Andreas Pircher, PhD (Onkologie).

    Thematische Schwerpunkte waren „Immuntherapie“ und „Angiogenese“, zwei Key-Player in der Uro-Onkologie, welche in den vergangenen Jahren die Behandlung von urologischen Tumorerkrankungen revolutioniert und gleichzeitig die Entwicklung von neuen Technologien sowie biologischen Erkenntnissen ermöglicht haben.

    Ziel dieses Meetings war es, „Basic Science“ mit der State-of-the Art-Therapie in der modernen Uro-Onkologie zu verbinden, um einerseits die Wirkmechanismen und Nebenwirkungen neuer Medikamente zu verstehen, andererseits, um zukünftige Therapieansätze wie Kombinationstherapien zu diskutieren.

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Serie: Moderne Verfahren

  • Ein neuer Standard – endoskopische Enukleation der Prostata

    Endoskopische, transurethrale Enukleationsverfahren der Prostata zeigen gleiche und bessere Ergebnisse wie die TURP und offen chirurgische Enukleation.

    Endoskopische Enukleation der Prostata (EEP) ist klinisch sehr effektiv, aber lange Lernkurve.

    Aktuelle Evidenz zeigt, Energiequelle spielt bei der EEP sekundäre Rolle.

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Kontinenz-News

  • Erfolgreiche 27. Jahrestagung der MKÖ
    Mit großer Freude darf ich berichten, dass von 20. bis 21. Oktober 2017 in Linz eine gut besuchte Jahrestagung der MKÖ stattgefunden hat. Der Standort Linz, den wir seit 2013 gewählt haben, hat sich sehr bewährt. Die Tagungspräsidenten, Frau OÄ ...Weiterlesen ...
  • Das LARS-Syndrom und mögliche chirurgische Therapieoptionen
    Für Patienten, die mit der Diagnose Rektumkarzinom konfrontiert sind, steht neben dem Wiedererlangen der Gesundheit der Schließmuskelerhalt sehr weit im Vordergrund. Ein Leben mit einem bleibenden Stoma ist für viele Menschen unvorstellbar. Abhängig von der Ausdehnung des Primärtumors und der ...Weiterlesen ...
  • Pessartherapie bei Genitaldeszensus und Prolapsbeschwerden
    Genitaldeszensus und Prolapsbeschwerden sind wohl so alt wie die Menschheit. In der Literatur variiert die Prävalenz je nach Stadium von 28 bis 46 % der Frauen über alle Altersgruppen. Diese große Patientinnengruppe erfordert bei unterschiedlich großem Leidensdruckes durch verschiedene Symptome ...Weiterlesen ...

Panorama

  • „Mein Ziel ist es, ein urologisches Versorgungszentrum aufzubauen“

    Interview mit Dr. Erik Randall Huber, der seit Anfang 2017 gemeinsam mit Dr. Yong-Ho Lee das Urologenzentrum im 20. Wiener Gemeindebezirk betreibt.

    Statements: Viele Tätigkeiten könnten von den Ambulanzen in den niedergelassenen Bereich verlagert werden, das therapeutische Gespräch hat Priorität, und die Lehrpraxis sollte in der Ausbildung zum Urologen verpflichtend sein.

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  • Update Hypospadie 2017

    Hypospadien sind sehr komplexe Erkrankungen und stellen die häufigsten Fehlbildungen der äußeren männlichen Geschlechtsorgane (1 : 300), Inzidenz zunehmend.

    Die Therapie sollte in einem Zentrum erfolgen, die Behandelnden sollten große Erfahrung aufweisen (mindestens 40 OP/Jahr/Operateur) und mehrere OP-Techniken beherrschen.

    Zusammenarbeit mit Erwachsenen-Urologen dringend erwünscht.

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Ask the Expert

  • „Was ich schon immer über den Alltag als niedergelassene/r Urologe/in wissen wollte“

    In „ASK THE EXPERT“ befragt der urologische Nachwuchs seine etablierte Kollegenschaft zu einer gewählten Thematik.

    Im vorliegenden Interview trifft Dr. Theresa Küpper, Urologische Abteilung, Krankenanstalt Rudolfstiftung, auf Dr. Karl Dorfinger, niedergelassener Facharzt für Urologie und Andrologie, FEBU, Präsident des Berufsverbands der Urologen (bvU).

    Thema: Entscheidungsprozess Niederlassung.

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