SU 04|2020

Herausgeber: Dr. Karl Dorfinger, Prim. Dr. Wolfgang Loidl

Editorial

  • Editorial 4/20
    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    diese Ausgabe von SPECTRUM Urologie beinhaltet ein Thema, das uns Mediziner jetzt und in naher Zukunft noch mehr beschäftigen wird.
    Die Nephrologie, von vielen Urologen ein stiefmütterlich behandeltes Thema, wird uns fast täglich tangieren. Die Bevölkerung ...Weiterlesen ...

Seite des Berufsverbandes

  • Online-Patienten-Schulung „Prostatakrebs“

    Männliche Patienten sind generell zurückhaltender als Frauen, wenn es darum geht, Unterstützungsangebote anzunehmen. Hilfe zu suchen bedeutet für manche Männer ein Eingeständnis von Schwäche, und oft gibt es den Anspruch, große Herausforderungen allein tragen und lösen zu müssen. Für die Krebshilfe ist es daher nicht verwunderlich, dass von den jährlich rund 22.000 Beratungsgesprächen mit PatientInnen und Angehörigen nur ein Drittel mit Männern geführt wird.

    Weiterlesen ...
  • Lösungen sind gefragt!
    Fast alle Kolleginnen und Kollegen, die in Ordinationen arbeiten und flexible Endoskope benutzen, um ihren Patienten eine möglichst wenig belastende Zystoskopie anbieten zu können, kennen die häufigen Probleme, die es mit diesen sensiblen Instrumenten immer wieder gibt. Im Vordergrund stehen ...Weiterlesen ...

Focus: Nephrologie meets Urologie

  • Vorwort
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
    Es war für uns als Nephrologen eine Freude und Ehre, einen FOCUS in SPECTRUM Urologie gestalten zu dürfen. Wir haben bei der Auswahl der Themen besonders auf klinische Relevanz und Interaktion zwischen Urologie und Nephrologie ...Weiterlesen ...
  • Psychosoziale Aspekte der chronischen und terminalen Niereninsuffizienz

    Durch die Untersuchung des Einflusses potenziell veränderbarer psychosozialer Faktoren auf das Fortschreiten der Krankheit und die Behandlung von Patienten mit chronischer (CNI) oder terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) können Bereiche für psychosoziale Interventionen in dieser vulnerablen Bevölkerung identifiziert werden.

    Sowohl komorbide depressive als auch Angststörungen bei Patienten mit CNI/ESRD verringern maßgeblich die Lebensqualität, erhöhen die funktionelle Beeinträchtigung der Patienten und sind somit auch mit einer stärkeren Inanspruchnahme von Gesundheitsressourcen verbunden.

    Angesichts der chronischen Natur der CNI/ESRD, des häufigen Zusammenhangs mit psychosozialen Störungen und der signifikanten Symptombelastung ist vor allem die subjektive Patientenerfahrung der Schlüssel zum Verständnis der tatsächlichen Auswirkungen von CNI/ESRD auf das Leben des Patienten.

    Weiterlesen ...
  • Hämodialyse – ein Update

    Hämodialyse ist die am häufigsten eingesetzte Methode der Nierenersatztherapie und verläuft bei den meisten Patienten komplikationslos.

    Dialysequalität beruht großteils an der Dauer und Frequenz der wöchentlichen Behandlungen und ist ein wichtiger Parameter fürs Überleben.

    Neue Metaboliten-Profiling-Methoden ermöglichen genauere Analysen der urämischen Stoffe, womit eine bessere und effektivere Blutreinigung erreicht werden kann.

    Weiterlesen ...
  • Peritonealdialyse (PD) als Dialyseverfahren

    Vorteile der PD: längere Erhaltung der Nierenrestfunktion; ohne Antikoagulation möglich; kreislaufschonender, kostengünstiger, flexibler als HD und zu Hause durchführbar.

    Arten der PD: manuelle (CAPD) und maschinelle (APD) Formen.

    Komplikationen der PD: infektiöse Komplikationen (Exit-Site-Infekt, Tunnelinfekt, Peritonitis), nichtinfektiöse Komplikationen (Hernien, Leckagen, peritoneale Fibrose).

    Weiterlesen ...
  • Alloimmunität und Immunsuppression

    Immunologisches Matching und Immunsuppression sind notwendig, um die Abstoßung des Transplants zu vermeiden.

    Die Calcineurininhibitoren haben Transplantationen klinisch ermöglicht, sind jedoch selbst nephrotoxisch.

    In Zukunft erhofft man sich eine individualisierte Immunsuppression sowie eine effektive Therapie der chronischen antikörpermediierten Abstoßung.

    Weiterlesen ...
  • Für ein erfolgreiches Glomerulonephritis-Management

    Eine enge urologische und nephrologische Zusammenarbeit verbessert die Chance, eine Glomerulonephritis frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

    Bei neu aufgetretener Hämaturie, Mikrohämaturie oder Proteinurie sollte stets an eine nephrologische Mitbetreuung gedacht werden.

    Vor und nach Einleitung einer immunsuppressiven Therapie profitieren Patienten mit Glomerulonephritis von einer interdisziplinären Betreuung.

    Weiterlesen ...
  • Nierenerkrankung und Diabetes – wie therapieren?

    In den KDIGO-Guidelines wird empfohlen, den Begriff diabetische Nephropathie nicht mehr zu verwenden, da es keinen Konsens für dessen einheitliche Definition gibt.1

    Ursächlich dafür ist, dass der Verlauf einer Niereninsuffizienz bei Diabetes mellitus histologisch und klinisch variieren kann (z. B. durch unterschiedliche Ausprägung, unter Umständen sogar Abwesenheit von Proteinurie2). Personalisiertes Management von Risikofaktoren steht neben personalisierter antihyperglykämer Therapie daher im Vordergrund.

    SGLT-2-Hemmer und GLP-1-Rezeptoragonisten haben die antihyperglykäme Therapie revolutioniert und können die Nierenfunktion erhalten, unterscheiden sich aber in ihrer Wirkung (eGFR-Stabilisierung vs. Verbesserung der Proteinurie), auch präparatbezogen.

    Weiterlesen ...

Kongress

  • ESMO 2020 Virtual | Schwerpunkte: Nierenzell- und Prostatakarzinom

    Nierenzellkarzinom

    Die positiven Ergebnisse von CheckMate 9ER sind ein Argument für die Etablierung von Nivolumab + Cabozantinib als neuen möglichen Therapiestandard in der Erstlinie des lokal fortgeschrit­tenen/metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinoms.

    Prostatakarzinom

    Die primäre Endpunktanalyse von IPATential150 demonstriert, dass sich mittels kombinierter Androgenrezeptor-(AR-) und AKT-Blockade durch Ipatasertib + Abirateron vs. solitärer AR-Blockade in der Erstlinientherapie das klinische Outcome bei mCRPC-Patienten mit PTEN-Verlust deutlich verbessern lässt.

    PROfound repräsentiert die erste α-kontrollierte, prospektiv randomisierte und biomarker­selektionierte Phase-III-Studie, die einen OS-Benefit durch PARP-Inhibition mittels Olaparib bei mCRPC-Patienten mit spezifischen Genalterationen, insbesondere BRCA1 oder BRCA2, zeigen konnte. PROfound wird daher die schrittweise Implementierung genomischer Testungen in die klinische Routine des Prostatakarzinoms vorantreiben.

    Die Langzeitanalyse aus dem Studienarm G von STAMPEDE demonstriert keine veränderten Ergebnisse im Kollektiv der M1-Prostatakarzinompatienten verglichen mit der Datenlage 2017; die Kombinationstherapie SOC + Abirateronacetat + Prednisolon (AAP) vs. SOC zeigt einen hochsignifikanten Benefit bzgl. verschiedener und klinisch relevanter Endpunkte unabhängig von „Risk“- und „Burden“-Konstellation der Erkrankung.

    Weiterlesen ...

Serie: Young Urologists

  • Vorstellung der Prostatakarzinom-Arbeitsgruppe

    Die Young Academic Urologists (YAU) ist eine von der Europäischen Gesellschaft für Urologie ins Leben gerufene Gruppe von jungen Menschen, welche sich mit verschiedenen urologischen Themen wissenschaftlich befassen.

    Als Beispiel wird die Prostatakarzinom-Arbeitsgruppe vorgestellt.

    Weiterlesen ...

Kontinenz-News

  • MKÖ Online-Symposium „Der schmerzhafte Beckenboden“

    Bereits 2019 widmete sich eine Session der MKÖ-Jahrestagung der Frage: „Wird die Videokonferenz den Kongressbesuch ersetzen – also auch den der MKÖ-Jahrestagung 2030?“ Damals war, nach einem evolutionär gespannten Bogen, der ganz in Richtung „Nein“ ausgelegt war, die überraschende Antwort: „Ja“ – und zwar aus der Not heraus, Stichwort: Klimawandel.

    Weiterlesen ...

Panorama

  • Blasengesundheit bei der erwachsenen und älteren Frau

    Therapie der asymptomatischen Bakteriurie nur in der Schwangerschaft und vor urologischen Eingriffen.

    Interdisziplinäre Abklärung bei rezidivierenden Infektionen oder persistierenden Symptomen, insbesondere bei Makrohämaturie.

    Nur bei symptomatischer Harnwegsinfektion: Ursachenbeseitigung, Prophylaxe ausreizen, antibiotische Therapie.

    Weiterlesen ...
  • Loose Tie – Österreichs Urologen und Krebshilfe im Einsatz für die Männergesundheit

    Seit 2015 erinnern die Österreichische Gesellschaft für Urologie und der Berufsverband der Österreichischen Urologen gemeinsam mit der Österreichischen Krebshilfe alle Männer ab 45 an die Prostatakrebs-Früherkennung. Dank der Unterstützung und des Engagements zahlreicher Persönlichkeiten aus Medizin, Wirtschaft, Kultur und Medien ist Loose Tie mittlerweile zum heimischen Markenzeichen der Männergesundheit geworden. Für die Aktion 2020 lud die Österreichische Krebshilfe viele dieser Persönlichkeiten zum Shooting mit Sabine Hauswirth.

    Weiterlesen ...
  • Genetische Testung beim Prostatakarzinom

    Die genetische Testung beim Prostatakarzinom gewinnt zunehmend an Bedeutung.

    Männer mit Keimbahnmutation haben ein erhöhtes Risiko einer Prostatakarzinomdiagnose sowie eine ungünstigere Prognose.

    Keimbahnmutationen von DNA-Reparaturgenen sind bei ca. 12 % der Männer mit fortgeschrittenem oder metastasierten Prostatakarzinom nachzuweisen.

    Weiterlesen ...