UIM 06|2013

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 6/13
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Es ist ein tragisches Zusammentreffen: Während einer der drei Lehrstuhlinhaber für Nephrologie den Focus dieser Ausgabe zusammenstellt, verstirbt der andere ganz plötzlich und unerwartet. Wir trauern um o. Univ.-Prof. Dr. Walter Hörl, ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 6/13
    Werte Leserinnen und Leser!
    Die Entwicklung der Nephrologie über die letzten Jahre ist als dramatisch zu bezeichnen. Während wir Nephrologen vor zehn Jahren noch beklagten, dass keine vergleichbaren Studien wie bei den Kardiologen (große Fallzahlen, eindeutige Ergebnisse, Konsequenzen hinsichtlich der ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

Berufsverband österreichischer Internisten

Seite des niedergelassenen Internisten

  • Zielsteuerungsvertrag – Blaupause für die Reform

    Die geplante Gesundheitsreform ist mit dem vor Kurzem zwischen Bund, Bundesländern und Sozialversicherungsträgern beschlossenen „Bundes-Zielsteuerungsvertrag“ eingeleitet. „Im Wesentlichen wird es darauf ankommen, wie es in der Umsetzung ‚gespielt‘ wird“, sagte dazu Dr. Lothar Fiedler, Bundesfachgruppenobmann für Innere Medizin in der Österreichischen Ärztekammer.

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Focus: Nephrologie

  • Update – Diabetische Nephropathie

    Durch HbA1c-Werte < 7,0 % kann das Neu-Auftreten einer Mikroalbuminurie und die Progression zur Makroproteinurie bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern effektiv reduziert werden.

    Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion reduziert sich das nephroprotektive Potenzial der Blutzuckereinstellung.

    Zwecks Vermeidung eines Anstiegs des kardiovaskulären Risikos sollte ein systolischer Blutdruck-Zielbereich von 120–140 mmHg sowie ab dem Stadium der Mikroalbuminurie von 120–130 mmHg angestrebt werden.

    Bei Hypertonie bzw. ab dem Stadium der Mikroalbuminurie auch bei normotensivem Blutdruck sollten ACE-Hemmer oder AT1-Blocker zum Einsatz kommen. Eine duale RAAS-Blockade sollte vermieden werden.

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  • Rückgang der Dialyse-Inzidenz: ein Erfolg der Inneren Medizin?

    Seit 2004 hat sich die Dialyse-Inzidenz nicht mehr erhöht und in der Altersgruppe der 45–65-Jährigen abgenommen.

    Die Ursache für den Rückgang wird in der progressions-hemmenden Behandlung von Diabetikern und Hypertonikern gesehen.

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  • Einteilung und Therapie von Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind oft organgefährdende und lebensbedrohliche systemische entzündliche Autoimmunerkrankungen.

    Die Vaskulitiden unterscheiden sich durch das pathophysiologische Bild des entzündeten Gefäßes und der Organe, den unterschiedlichen Gefäßbefall und die unterschiedliche Organbeteiligung.

    Nach histologischer Diagnosesicherung bedürfen Vaskulitiden meist einer aggressiven immunsuppressiven Induktions- sowie einer anschließenden weniger aggressiven Erhaltungstherapie.

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  • IgA-Nephropathie

    Primäres Ziel ist eine optimale supportive Therapie mit Fokus auf antihypertensive und antiproteinurische Maßnahmen.

    Bei persistierender Proteinurie oder progredienter Nierenfunktionsverschlechterung muss der Einsatz von Kortikosteroiden erwogen werden.

    Die Kombination von Steroiden mit zytotoxischen Medikamenten wird primär, sofern kein rapid progressiver Verlauf der der IgA-Nephropathie vorliegt, nicht empfohlen.

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Kardiologie

Angiologie

  • Stellenwert der Kapillarmikroskopie in der Diagnostik von Vaskulitiden

    Die Kapillarmikroskopie ist eine einfach zu handhabende Untersuchungsmethode und hat ihren unbedingten Stellenwert in der Diagnostik von Vaskulitiden.

    Der große Benefit der Kapillarmikroskopie: Einzelne Kollagenosen lassen sich durch klassische Bilder in der Kapillarmikroskopie abbilden.

    Am deutlichsten ist dies für die Sklerodermie gegeben.

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  • Sailersymposium 2013: Von Pille und Gerinnung bis zu Thrombosen beim onkologischen Patienten

    Ausgewählte Statements:

    Empfehlungen zum Einsatz von Thrombozytenkonzentraten bei Blutungen: 2 Thrombozytenkonzentrate bei normalgewichtigen Patienten bei Blutungen unter Thrombozytenfunk­tionshemmern.

    VTE: Derzeit ist nur Rivaroxaban von den neuen direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) zugelassen. Der „off label use” von anderen DOAC in dieser Indikation ist strikt zu vermeiden.

    Routinemäßiges Thrombophiliescreening vor Einleitung eines Pillenpräparates ist nicht indiziert (Ausnahme: positive Eigen- oder Familienanamnese für eine VTE).

    Asymptomatische tiefe Beinvenenthrombose bei onkologischen Patienten häufig.

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Rheumatologie

  • Biosimilars: ähnlich wie Biologika?

    Biosimilars sind eine nicht identische, aber ähnliche Neuentwicklung eines rekombinant hergestellten Medikamentes.

    Biologische Arzneimittel schwanken in ihren Eigenschaften. Auch verschiedenen Chargen von Originatorsubstanzen können geringfügig unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

    Im Unterschied zu Generika werden von Biosimilars vor der Zulassung klinische Wirksamkeitsprüfungen gefordert, um die Nichtinferiorität gegenüber der Originatorsubstanz in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit zu zeigen.

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  • EULAR 2013: Rheumatologie-Update in Madrid

    Bei rheumatoider Arthritis gewinnen IL-Hemmer an Bedeutung.

    Zum systemischen Lupus erythematodes gibt es positive Ergebnisse zur B-Zell-Blockade.

    Für die Therapie der systemischen Sklerose scheint Rituximab vielversprechend.

    Bei Osteoarthritis zeigen multimodale Ansätze das beste Outcome.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Wenn der Patient nach Chemotherapie entlassen wird: Welche Nebenwirkungen und Komplikationen beachten?

    Die medikamentöse Tumortherapie verlagert sich zunehmend in den tagesklinischen Bereich. Zunehmend mehr Patienten erfahren allfällige Komplikationen der Behandlung im häuslichen Umfeld.

    Niedergelassene Kollegen sind daher gefordert, sich mit den Komplikationen und deren Management auseinanderzusetzen.

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen und Komplikationen zählen: Übelkeit/Erbrechen, Infektionen, Obstipation, Diarrhö, Mukositis des oberen GI-Trakts.

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Onkologie

  • Neues bei gynäkologischen Tumoren

    Mit dem VEGF-Antikörper Bevacizumab konnte das Prinzip der Antiangiogenese bei gynäkologischen Tumoren etabliert werden, zunächst beim Ovarial- und zuletzt auch beim Zervixkarzinom. Weitere neue, direkt oder indirekt VEGF-wirksame Therapieoptionen zeichnen sich ab, sodass die Frage, welche Patientin von welcher Therapie am meisten profitiert, in Zukunft eine größere Rolle spielen wird. Für junge Frauen mit Kinderwunsch, die an einem Endometriumkarzinom leiden, sind fertilitätserhaltende konservative Therapiemaßnahmen wünschenswert. Auch wenn diese nicht systematisch untersucht sind, so gibt es doch Optionen, mit denen eine Schwangerschaft trotz der Erkrankung möglich werden kann.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Kongressbericht: ADA Scientific Sessions 2013

    Ausgewählte ADA 2013 Highlights:

    Dass die Lebensstilmodifikation in Look-AHEAD klinische Endpunkte nicht günstig beeinflusste, dürfte auf die Patientenselektion, den frühzeitigen Studienabbruch und das Fehlen eines aus­reichend „harten‟ Endpunkts zurückzuführen sein.

    Typ-1-Diabetes scheint auf der Zytokinebene nicht beeinflussbar zu sein.

    DCCT/EDIC unterstreicht die Bedeutung der frühzeitigen guten Stoffwechselkontrolle vor allem bei jüngeren Patienten mit Typ-1-Diabetes.

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  • SERIE ÖDG-Guidelines 2012, was ist neu? – Geriatrische Aspekte bei Diabetes mellitus

    Wichtige Neuerungen im Geriatrie-Kapitel:

    Diagnose: Abklärung der Stoffwechselsituation mit oralem Glukosetoleranztest, alternativ ein HbA1c-Wert > 6,5 %.

    Stoffwechselziele: Prinzipiell wie bei jüngeren Patienten mit individuellen Anpassungen abhängig von Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko. Im Einzelfall können höhere Zielwerte toleriert werden.

    Diabetestherapie: Medikamente mit niedrigem Hypoglykämierisiko bevorzugen.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • ÖGGH-Tagung – Präkanzerosen im Fokus der Fortbildung

    Themenfelder des Fortbildungskurses waren u. a. H. pylori als größter Risikofaktor für Magenkarzinome, bariatrische chirurgische Eingriffe als neue Herausforderung für die gastroenterologische Betreuung und die häufiger als bislang angenommen auftretenden Pankreaszysten.

    Jahrestagung: Themen waren u. a. Endoskopie/Antikoagulation (Kooperation mit Kardiologen/Angiologen), aktuelle Behandlung und Ausblick der Hepatitis-C-Behandlung und CED (in Kürze steht Golimumab bei Colitis ulcerosa zur Verfügung).

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  • Geriatrische Aspekte in der Gastroenterologie – Achtung, Akutkomplikationen

    Altersassoziierte Veränderungen im Gastrointestinaltrakt betreffen vor allem eine Verlangsamung der Motilität und Störungen in der Mukosazellproliferation.

    Häufige Erkrankungen sind: Gastritis, Divertikulose, infektiöse Gastroenteritis, ischämische Kolitis, entzündliche Darmerkrankungen, Obstipation, Kolorektalkarzinom.

    Zu berücksichtigen: gesteigertes Risiko für Arzneimittelnebenwirkungen und -interaktionen.

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  • Nahrungsassoziierte Symptome am Beispiel Zöliakie und Reizdarmsyndrom

    Das Vorliegen einer Nahrungsmittelintoleranz macht häufig eine intensive diagnostische Abklärung notwendig, um die kausale Beziehung zwischen Nahrungs­mittelintoleranz und normalen oder abnormalen gastrointestinalen Strukturen oder Funktionen zu klären. Bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen ist die Auswahl verträglicher Nahrungsmittel, ohne dabei die nutritiv notwendige Nahrungsvielfalt nachteilig einzuschränken, eine Herausforderung.

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Nephrologie

  • Update – Diabetische Nephropathie

    Durch HbA1c-Werte < 7,0 % kann das Neu-Auftreten einer Mikroalbuminurie und die Progression zur Makroproteinurie bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern effektiv reduziert werden.

    Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion reduziert sich das nephroprotektive Potenzial der Blutzuckereinstellung.

    Zwecks Vermeidung eines Anstiegs des kardiovaskulären Risikos sollte ein systolischer Blutdruck-Zielbereich von 120–140 mmHg sowie ab dem Stadium der Mikroalbuminurie von 120–130 mmHg angestrebt werden.

    Bei Hypertonie bzw. ab dem Stadium der Mikroalbuminurie auch bei normotensivem Blutdruck sollten ACE-Hemmer oder AT1-Blocker zum Einsatz kommen. Eine duale RAAS-Blockade sollte vermieden werden.

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  • Rückgang der Dialyse-Inzidenz: ein Erfolg der Inneren Medizin?

    Seit 2004 hat sich die Dialyse-Inzidenz nicht mehr erhöht und in der Altersgruppe der 45–65-Jährigen abgenommen.

    Die Ursache für den Rückgang wird in der progressions-hemmenden Behandlung von Diabetikern und Hypertonikern gesehen.

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  • Einteilung und Therapie von Vaskulitiden

    Vaskulitiden sind oft organgefährdende und lebensbedrohliche systemische entzündliche Autoimmunerkrankungen.

    Die Vaskulitiden unterscheiden sich durch das pathophysiologische Bild des entzündeten Gefäßes und der Organe, den unterschiedlichen Gefäßbefall und die unterschiedliche Organbeteiligung.

    Nach histologischer Diagnosesicherung bedürfen Vaskulitiden meist einer aggressiven immunsuppressiven Induktions- sowie einer anschließenden weniger aggressiven Erhaltungstherapie.

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  • IgA-Nephropathie

    Primäres Ziel ist eine optimale supportive Therapie mit Fokus auf antihypertensive und antiproteinurische Maßnahmen.

    Bei persistierender Proteinurie oder progredienter Nierenfunktionsverschlechterung muss der Einsatz von Kortikosteroiden erwogen werden.

    Die Kombination von Steroiden mit zytotoxischen Medikamenten wird primär, sofern kein rapid progressiver Verlauf der der IgA-Nephropathie vorliegt, nicht empfohlen.

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Infektiologie

  • Legionella – Auslöser der Legionärskrankheit

    Gesundheitsgefährdende Keimzahlen werden v. a. in wasserführenden technischen Einrichtungen erreicht. Optimale Wassertemperatur für Vermehrung 35–46 °C.

    Die Übertragung erfolgt aerogen, die Vermehrung intrazellulär in Alveolarmakrophagen.

    Diagnostische Referenzmethode ist der direkte Erregernachweis mittels Kultur, neuer Goldstandard für die Typisierung ist die sequenzbasierte Typisierung.

    Therapeutisch wirksam sind Antibiotika mit hoher intrazellulärer Anreicherung, v. a. Makrolide (Azithromycin) und Chinolone (Levofloxacin).

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Schmerzmedizin

  • Haben invasive Methoden einen Platz in der Tumorschmerztherapie?

    Im Gegensatz zur medikamentösen Schmerztherapie haben Methoden der invasiven Schmerztherapie (Ausnahme: rückenmarknahe Medikamentenapplikation durch Katheter und Pumpensysteme) keine systemischen Nebenwirkungen.

    Invasive Methoden sind neben der Neurolyse die Implantation von Pumpensystemen zur Abgabe von Opioiden, Lokalanästhetika, Muskelrelaxanzien und Alpha-2-Agonisten sowie die Implantation von Stimulatoren.

    Die Indikationsstellung bedarf einer kritischen Analyse und die Durchführung einer entsprechenden Expertise.

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Palliativmedizin

  • Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

    Pro: Neben einer besseren Schmerztherapie einschließlich Durchbruch- und belastungs­abhängiger Schmerzen ist die Reduktion opioidbedingter Nebenwirkungen eine wichtige Indikation.

    Contra: Neurolytisch-subarachnoidale Verfahren entsprechen nicht mehr den Anforderungen der modernen Medizin. Plexusblockaden sind häufig nur eine Option in therapierefraktären Situationen. Intrathekale, nichtneurolytische Verfahren bringen gegenüber der konventionellen Schmerztherapie in aller Regel keine Vorteile.

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Pneumologie

  • Therapie der COPD: Klinik oder Biomarker

    Aktuelle Studien zum Thema Blut-Biomarker bei COPD weisen darauf hin, dass die Berücksichtigung der inflammatorischen Biomarker möglicher­weise eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden COPD-Klassifikation sein könnte, auch im Hinblick auf neue Therapiekonzepte.

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  • Der maligne Pleuraerguss – Klinik, Diagnose, Management

    Der maligne Pleuraerguss ist ein häufiges Symptom von thorakalen und extrathorakalen Malignomen. Bei exsudativen Ergüssen sind entzündliche Begleitreaktionen bei Pneumonien die häufigsten. Maligne Ergüsse treten typischerweise bei Bronchial- und Mammakarzinomen auf.

    Differenzialdiagnostisch ist immer an ein malignes Pleuramesotheliom zu denken.

    Die Therapie ist stadien-, symptom- und prognoseabhängig und soll einfache Punktionen, verschiedene Drainagen und Pleurodese mittels Slurry oder thorakoskopischer Poudrage umfassen.

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