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Editorial

Editorial

Ingrid Pabinger et al. 18.9.2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Thrombosen und Blutungen sind das Kerngebiet der Hämostaseologie. Da Thrombosen und Blutungen bei vielen anderen Erkrankungen bzw. in Verbindung mit Interventionen (z. B. Operationen) vorkommen, ist die Hämostaseologie ein interdisziplinäres Gebiet. Die wesentlichen Grundlagen, diagnostischen Schritte und Vorgehensweisen müssen im Prinzip von jedem Arzt/jeder Ärztin beherrscht...

Hämatologie und Hämostaseologie

Von-Willebrand-Syndrom und Plättchendefekte

Werner Streif 18.9.2015

Bei unklarer Neigung zu Epistaxis, kutanen Hämatomen, Schleimhautblutungen und Menorrhagien sollen ein Von-Willebrand-Syndrom (VWS) und Plättchendefekte (PD) ausgeschlossen werden. Die Diagnose des VWS und PD erfolgt durch Zusammenschau von Klinik und Laboruntersuchungen. Leitlinien zur optimalen Verwendung von Tranexamsäure, Desmopressin, aktiviertem Faktor VII-, VWF-haltigen Faktor-VIII- und...

Hämatologie und Hämostaseologie

Hämophilie und andere seltene plasmatische Gerinnungsstörungen

Ingrid Pabinger 18.9.2015

Vorliegender Beitrag gibt einen Überblick über klinisches Bild und Therapie der klassischen Hämophilie A und B, weiters über die sehr seltenen Gerinnungsstörungen, wie Mangel an Faktor VII, X oder XI, und der Afibrinogenämie bzw. Dysfibrinogenämie. Für die einzelnen Faktorenmangelzustände sind Einzelfaktorenkonzentrate zur Substitution verfügbar. Das initiale Blutungsmanagement ist besonders wichtig: Zu...

Hämatologie und Hämostaseologie

Erworbene Immunthrombozytopenie (ITP)

Michael Fillitz 18.9.2015

ITP ist eine seltene Erkrankung, bei der in bis zu einem Drittel der Fälle keine Beschwerden oder Symptome vorliegen; erschwerte Abschätzung der Prognose und Therapiebedürftigkeit. Diagnose: kein Goldstandard. Therapieindikation: Thrombozytenzellzahlen > 30–50 G/l gelten als relativ sichere Werte. Erstlinientherapie-Empfehlung: Kortikosteroide; Rescue: hochdosiertes polyvalentes Immunglobulin i....

Hämatologie und Hämostaseologie

Präoperative Gerinnungsmanagement, Bridging und Blutungen unter Antikoagulation

Ansgar Weltermann et al. 18.9.2015

Die Anamnese bleibt auch 2015 das wichtigste Werkzeug der modernen präoperativen Gerinnungsabklärung. Vor einer Operation ist bei negativer Blutungsanamnese eine präoperative Gerinnungsdiagnostik meist nicht notwendig. Bei DOAK ist bei den meisten Patienten kein Heparin-Bridging nötig. Vor einem größeren operativen Eingriff werden DOAK in der Regel 5 Halbwertszeiten pausiert.

Hämatologie und Hämostaseologie

Intraoperatives Gerinnungsmanagement

Sibylle Kozek-Langenecker 18.9.2015

Die Ursachen der akquirierten intraoperativen Blutung sind komplex und können sich dynamisch und unvorhersehbar entwickeln. Das Motto im perioperativen Gerinnungsmanagement: gezielter und individualisierter Einsatz von Antifibrinolytika und Gerinnungsfaktorenkonzentraten. Derzeit beim akquirierten Defizit nicht empfohlen: prophylaktische oder präemptive Gabe von Gerinnungsfaktorenkonzentraten.

Hämatologie und Hämostaseologie

Pädiatrie: Besonderheiten der Blutgerinnung im Kindesalter

Wolfgang Muntean 18.9.2015

Besonderheiten vor allem in der Neugeborenenperiode Niedrige Plasmaspiegel an Hämostaseproteinen und verminderte (In-vitro-)Thrombozyten-Funktion, dennoch gut funktionierende Hämostase Wichtigster Globaltest PTT ist verlängert. Spezifisches Problem der Neugeborenenhämostase: Vitamin-K-Mangel-Blutungen. Die präoperative Diagnostik zum Ausschluss einer angeborenen Gerinnungsstörung (z. B. Von-Willebrand-Syndrom)...

Hämatologie und Hämostaseologie

Gerinnungstherapie und Sekundärprävention des ischämischen Schlaganfalls

Wilfried Lang 18.9.2015

Die systemische (intravenöse) Thrombolyse ist Therapiestandard des ischämischen Schlaganfalls im therapeutischen Fenster von 4 ½ Stunden. Neuer Therapiestandard ist die Kombination aus systemischer Thrombolyse und mechanischer Thrombektomie bei Verschluss der A. cerebri media bzw. der distalen A. carotis interna + A. cerebri media. Die direkten oralen Antikoagulanzien (Apixaban, Dabigatran, Rivaroxaban und bald...

Hämatologie und Hämostaseologie

Diagnostik venöser und arterieller Thromboembolien

Renate Koppensteiner 18.9.2015

Lokalisation und Ausdehnung des Geschehens bestimmen die klinische Symptomatik der venösen (tiefe Venenthrombose, Pulmonalembolie) und der arteriellen Thromboembolie. Rasche Sicherung der Diagnose mit unverzüglichem Therapiebeginn ist zur Verhinderung von Spätschäden essenziell.

 


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