UIM 01|2016

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

UIM 01|2016 Themenheft Onkologie


Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 1/16
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    War 2015 Ebola in den Schlagzeilen, so beginnt dieses Jahr mit der Ausbreitung des Zika-Virus, das für Schwangere das Risiko von Mikrozephalie beim Neugeborenen mit sich bringt. Mit ein paar importierten Fällen ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 1/16
    Focus Rheumatologie
    Im Universum der gesamten Medizin gibt es schwer zu durchdringende Regionen wie etwa die immunologische Rheumatologie: Fehlgeleitete Entzündungen machen mehr destruktiven Schaden als die (hypothetisierte) Noxe selbst, die Patienten haben Schmerzen und Organstrukturschäden. Die Diagnostik bleibt etwas schwammig ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • Struktur und Inhalte – Neue Ärzteausbildung für Internisten

    Mit 1. Mai 2015 ist eine umfassend geänderte Ärzteausbildungsverordnung in Kraft getreten, in der auch die Ausbildung im Sonderfach Innere Medizin einer grundlegenden Neugestaltung unterworfen wurde. Frühestens mit 1. März 2016 werden die ersten auszubildenden Ärzte in diese neue Ausbildung der internistischen Sonderfächer eintreten und sie nach einer Gesamtdauer der Ausbildung von mindestens 6 Jahren abgeschlossen haben. Damit ist ein lang gehegter Wunsch vieler internistischer Disziplinen nach einer einheitlichen und vor allem kürzeren Ausbildungsdauer umgesetzt worden.

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Seite des niedergelassenen Internisten

Alles was Recht ist!

Kardiologie

Angiologie

  • Empfehlungen zum Blutungsmanagement bei Patienten unter oraler Antikoagulation

    Manifeste Blutungen und Eingriffe mit erhöhtem Blutungsrisiko erfordern bei Patienten unter oraler Antikoagulation sowohl mit Vitamin K-Antagonisten (VKA) als auch mit nicht-Vitamin K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) ein differenziertes Management.

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  • Neue S3-Leitlinie: Endovaskuläre Therapie der PAVK

    In den letzten Jahren setzte sich in allen größeren Gefäßzentren zunehmend eine „Endovascular first‟-Strategie durch. Grund dafür: die wesentlichen und klinisch relevanten Verbesserungen auf dem Gebiet der endovaskulären Therapie – insbesondere auch bei den infrapoplitealen Gefäßen.

    Die früher vielfach verwendete TASC-Klassifikation zur Differenzialindikation zwischen primär endovaskulärer und gefäßchirurgischer Therapie hat praktisch keine Bedeutung mehr.

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Hämatologie und Hämostaseologie

  • Stammzelltransplantation im Kindesalter

    Etwa 50 Kinder und Adoleszente erhalten pro Jahr in Österreich aufgrund einer malignen oder nichtmalignen Erkrankung eine allogene Stammzelltransplantation.

    Diese aufwendige Therapie und die zu erwartenden Nebenwirkungen erfordern eine spezielle Infrastruktur sowie eine interdisziplinäre Betreuung, die an drei pädiatrisch-onkologischen Spezialeinrichtungen (St.-Anna-Kinderspital in Wien, Universitätskinderkliniken in Graz und Innsbruck) zur Verfügung stehen.

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Rheumatologie

  • Physikalische Maßnahmen, medikamentöse Optionen – die Therapie der axialen Spondyloarthritis

    Therapieziel bei der axialen Spondyloarthritis ist die langfristige Sicherung der Lebensqualität durch Symptomkontrolle, Funktionserhalt und Aufrechterhaltung der sozialen Integration sowie die Vermeidung struktureller Schäden.

    Neben physikalischen Maßnahmen stehen dafür vor allem nichtsteroidale Antirheumatika, bei anhaltender Krankheitsaktivität und positiver Expertenmeinung auch TNF-α-blockierende Biologika zur Verfügung.

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  • Neue Optionen und Empfehlungen – die Therapie der Psoriasis-Arthritis

    Targets neuerer Basistherapeutika für Psoriasis-Arthritis (PsA) sind: PDE-4, IL-17, IL-12/IL-23.

    Leitlinien:

    • Die EULAR setzt auf eine schrittweise klare Therapieabfolge (z. B. NSAR, MTX, TNF-α-Blocker).
    • Die Therapiesäulen der GRAPPA sind flexibler und abhängig von der jeweiligen Manifes­-tation (z. B. Haut, Daktylitis, Enthesitis).

    Das Treat-to-Target-Prinzip zeigt auch bei PsA Erfolg: Engmaschige Kontrollen verbessern das ACR70-Ansprechen signifikant – bei gleicher Therapie.

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  • Von Biologika bis Eigenfett – neue Therapieansätze bei systemischer Sklerodermie

    Vermehrte B-Zell-Aktivität ist in der systemischen Sklerose (SSc) nachgewiesen.

    B-Zell-Depletion durch Rituximab ist ein vielversprechender Therapieansatz bei SSc; Dosierung, Therapieregime und Zeitpunkt der Behandlung scheinen wichtige Faktoren für das klinische Ansprechen zu sein.

    Abatacept und Tocilizumab finden Einzug in die Behandlung der SSc.

    Eigenfettinjektion ist eine neue Therapieoption bei lokoregionären Veränderungen im Rahmen der SSc.

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  • Gefährliche Komplikation: pulmonalarterieller Hypertonus bei Sklerodermie

    Die Lungenfibrose und die pulmonalarterielle Hypertonie spielen eine führende Rolle in der sklerodermieassoziierten Mortalität.

    Echokardiografie, Lungenfunktion (inkl. Messung der Diffusionskapazität) sowie Erfassung des NT-proBNP sollte bei Sklerodermie-Patienten jährlich erfolgen. Bei Verdacht auf eine pulmonalarterielle Hypertonie ist ein Rechtsherzkatheter durchzuführen.

    Die pulmonale Belastungshämodynamik ist eine vielversprechende Methode, um die Entwicklung einer PAH vorherzusagen.

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  • Seltene Krankheit mit vielen Gesichtern: IgG4-assoziierte Erkrankung

    Die IgG4-assoziierte Erkrankung („IgG4-related disease‟) ist eine chronisch entzündlich fibrosierende Systemerkrankung.

    Die Seltenheit und Heterogenität der Erkrankung machen ein standardisiertes Vorgehen in Diagnostik und Therapie schwierig.

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Onkologie

Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Insulin: neue Konzentrationen, neue Kombinationen

    Höher konzentrierte Insuline und Fixkombinationen von modernen Langzeitinsulinen mit GLP-1-Agonisten können einen wichtigen Beitrag zur Therapie von adipösen Diabetikern leisten.

    Insulin Glargin 300 E/ml und Insulin lispro 200 E/ml ermöglichen ein geringeres Injektionsvolumen der erforderlichen Insulindosis.

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  • Autonome diabetische Neuropathie: Auswirkungen einer „stillen Komplikation“

    Die Diagnose ist v. a. bei symptomatischen Patienten wichtig, um andere Ursachen für die Symptome auszuschließen und symptomatische Therapien einzusetzen.

    Häufig involvierte Organsysteme sind gastrointestinales, kardiovaskuläres und urogenitales System.

    Mit Ausnahme der Optimierung der Blutzuckereinstellung gibt es keine gesicherte kausale Therapie.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Stellenwert der Pankreaschirurgie im 21. Jahrhundert

    Pankreaskarzinom: Die Entwicklung multimodaler, neoadjuvanter Therapiekonzepte gibt Hoffnung, dass zukünftig bei einer wachsenden Zahl von Patienten mit zunächst nicht resektablen Tumoren sekundär eine radikale Tumorentfernung möglich wird.

    Akute Pankreatitis: In der Behandlung gilt der Step-up-Approach: delay – drain – debride.

    Chronische Pankreatitis: Etablierter Step-up-Approach: konservativ – endoskopisch – chirurgisch.

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Nephrologie

  • Frühzeitige Zusammenarbeit gefordert: Kardiorenales Syndrom – wie sich der Nephrologe einbringen kann

    Optimierung des Flüssigkeitshaushaltes (Anpassung der Flüssigkeitszufuhr und Diuretika) ist von großer Bedeutung für das Management des kardiorenalen Syndroms.

    Ebenfalls wichtig ist die Optimierung der renalen Perfusion durch Erhöhung des zirkulatorischen Volumens (vor allem via RAS-Hemmung).

    Adaptierung der medikamentösen Therapie in Abhängigkeit von der Nierenfunktion: bei manchen Herzinsuffizienz-Subgruppen höheres Risiko für GFR-Verschlechterung.

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Infektiologie

  • Präventivmedizin: Kinderimpfungen – ein Überblick

    Im Österreichischen Impfplan 2016 werden folgende Kinderimpfungen empfohlen: u für Säuglinge und Kleinkinder: Rotaviren, 6-fach-Impfung (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Haemophilus influenzae B, Hepatitis B), Pneumokokken, Mumps/Masern/Röteln (MMR), Meningokokken (B, C), FSME, Varizellen, Hepatitis A und Influenza;u für Schulkinder: 4-fach-Impfung (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio), Hepatitis B, MMR Meningokokken (A/C/W135/Y), HPV, FSME und Influenza.

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Schmerzmedizin

Palliativmedizin

  • „Bestmögliche Lebensqualität für unheilbar an Krebs erkrankte Menschen“

    Die Österreichische Krebshilfe, Hospiz Österreich und die Österreichische Palliativgesellschaft präsentieren zum Weltkrebstag 2016 (4. 2.) eine neue Broschüre, die Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung einen detaillierten Überblick über das österreichweite Hilfsangebot gibt und Angehörige bei den vielen Fragen und Problemstellungen in der Begleitung und Pflege unterstützt.

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  • PERS2ON Score: Gezieltes Assessment von Symptomen in der Palliative Care

    Der Einsatz zeitintensiver Assessment Tools scheitert oft an der Praktikabilität im klinischen Alltag.

    Der PERS2ON Score bietet eine Möglichkeit zur gezielten Anamnese; die Buchstaben dienen als Eselsbrücke: P (Pain) E (Eating) R (Rehabilitation) S (Social Situation, Suffering), O2 (Dyspnoea) und N (Nausea/Emesis).

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Pneumologie

  • Allergien: Komponentendiagnostik im klinischen Alltag

    Anamnese, Hauttest und In-vitro-Test sind die wesentlichen Säulen für die Diagnose von IgE-vermittelten, Typ-1-allergischen Reaktionen und Anamnese.

    Aeroallergene und Lebensmittelallergien sind wichtige Indikationsstellungen für die Komponentendiagnostik.

    Für ein Allergie-Screening ist die Komponentendiagnostik ungeeignet, und im Bereich der IgE-vermittelten Reaktionen auf Medikamente wird die Komponentendiagnostik zurzeit nicht einmal beforscht.

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Themenheft: Focus Onkologie: Pathwayorientierte Therapieindividualisierung

  • Pathwayorientierte Therapieindividualisierung in der Onkologie

    Der Fachzeitschrift Universum Innere Medizin liegt eine Sonderausgabe zur Onkologie bei, die verschiedene Bereiche umfasst: „State of the Art“-Beiträge zu ausgewählten Indikationen, klassisches Therapiemanagement und Perspektiven zur Entwicklung der personalisierten Medizin. Die vorliegende Ausgabe entstand aus dem Bemühen, einerseits die…

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  • „Personalisierte Medizin? Auch den Beatles hat man zunächst keine große Zukunft prophezeit …“

    Ende Oktober letzten Jahres fand die Inauguration des neuen Rektors der Medizinischen Universität Wien, Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, im Van-Swieten-Saal der MedUni Wien statt. Die MedUni Wien ist die größte medizinische Einrichtung in Österreich und zählt zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas. Wir haben die Inauguration als Anlass für ein Interview mit dem neuen Rektor zum wichtigsten Megatrend der Medizin genutzt, der personalisierten Medizin am Beispiel der Onkologie.

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  • Die „Game Changer“ in der Onkologie

    Im Rahmen der personalisierten Medizin unterliegt die Onkologie einem tiefgreifenden Wandel.

    Der onkologische „Game Changer‟ mit aktuell größter Strahlkraft ist die Entwicklung immunstimulierender Antikörper. Während das historische Paradigma darin bestand, die Tumorzelle anzugreifen, besteht das neue Paradigma in der Modulation von Immunzellen.

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  • Neuerungen in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms

    In der neoadjuvanten Therapie HER2-positiver Tumoren sollte eine duale HER2-Blockade mit Trastuzumab und Pertuzumab eingesetzt werden.

    Eine duale Blockade ermöglicht eine Deeskalation der Chemotherapieintensität.

    Neratinib nach einem Jahr Trastuzumab verbessert das krankheitsfreie Überleben im adjuvanten Setting, dies kann jedoch derzeit nicht als Therapiestandard erachtet werden.

    Bei metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs bleibt die Kombination von Docetaxel, Trastuzumab und Pertuzumab der Standard in der Erstlinientherapie.

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  • Aktuelle Entwicklungen beim Bronchialkarzinom − Zielgerichtete Therapien und Immuntherapien

    Die zielgerichtete Therapie des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms umfasst im Wesentlichen Substanzen gegen EGFR, ALK, ROS1 und VEGF.

    Ein Durchbruch in der Therapie des NSCLC sind immuntherapeutische Substanzen, PD-1- und PD-L1-Antikörper wie Nivolumab, Pembrolizumab oder Atezolizumab.

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  • Lungenkarzinom – per se ein Risikofaktor für Thrombosen

    Das Risiko für eine venöse Thromboembolie bei Patienten mit Lungenkarzinom liegt bei über 2 % pro Jahr.

    Standard in der Sekundärprophylaxe ist niedermolekulares Heparin.

    Studien (z. B. Hokusai-VTE-Cancer Study) zum Einsatz der neuen oralen Antikoagulanzien bei Tumorpatienten mit Thrombose laufen.

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  • Neuroendokrine Neoplasien Rezente − Entwicklungen in Diagnostik und Therapie

    Zulassungen in Österreich seit 2012 zur Behandlung von „non-functioning‟ neuroendokrinen Tumoren, NET

    Octreotid LAR 30 mg alle 28 Tage: für inoperable/metastasierte neuroendokrine Tumoren des Darms und unbekanntes Primum.

    Lanreotid Autogel 120 mg alle 28 Tage: für inoperable/metastasierte gastro-entero-pankreatische Tumoren mit einem Ki67-Index bis 10 %.

    Everolimus 10 mg p. o. täglich: für radiologisch progrediente neuroendokrine Tumoren des Pankreas.

    Sunitinib 37,5 mg p. o. täglich: für radiologische progrediente neuroendokrine Tumoren des Pankreas.

    Andere registrierte Optionen zur Therapie von GI-NET: Streptozotocin, Interferon-alpha.

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  • Melanomtherapie − Zwischen Revolution und Gratwanderung

    Immuntherapien und BRAF-Hemmer können beim metastasierten Melanom im Fall eines Ansprechens das progressionsfreie Intervall und das Überleben unter Aufrechterhaltung der Lebensqualität verlängern.

    Aktuelle Forschungen evaluieren den Einsatz der Immuntherapie im adjuvanten Setting sowie Kombinationen der Substanzen untereinander und mit anderen Wirkprinzipien als Erst- und Zweitlinienstrategie in der fortgeschrittenen Situation.

    Die Ergebnisse stellen die bisher erreichten klinischen Resultate zum Teil deutlich in den Schatten, häufig stammen sie jedoch aus frühen Studienphasen und müssen erst noch im Phase-III-Setting bestätigt werden. Weiters ist noch zu überprüfen, ob die Wirksamkeit in einem vertretbaren Verhältnis zu den Nebenwirkungen steht.

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  • Nebenwirkungsmanagement bei Chemotherapie

    Komplikationen, die im Laufe der Behandlung einer onkologischen Erkrankung auftreten können, sind in Form und Schweregrad vielfältig und hängen von einer Vielzahl an Faktoren ab (individuelle Faktoren, Tumorentität und -stadium, genetische Faktoren).

    Durch die neuen, zielgerichteten Therapien und die Immuntherapie muss auch ein verändertes Nebenwirkungsspektrum beachtet werden.

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