UIM 02|2017

UIM 02|2017 Themenheft Pneumologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Schillernde Pneumologie: 12 außergewöhnliche Patientenfälle

Editorial

  • Editorial
    Ein nicht mehr wegzudenkender Fixpunkt bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) ist die Sitzung „Fall des Jahres“, wo alle österreichischen pneumologischen Kliniken eingeladen sind, einen besonders spannenden Patientenfall aus ihrer Abteilung zu präsentieren.
    Erfreulicherweise wird die Einladung ...Weiterlesen ...

Pneumologie

  • Entzugsprogramm auf pulmologische Art

    Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist mit einer linksventrikulären Hypertrophie assoziiert, es kann zu einer diastolischen Dysfunktion kommen. Die Hypertrophie kann mit einer CPAP-Therapie behandelt werden.

    Im Fallbeispiel blieb ein höchstgradiges OSAS mit deutlich klinischen Folgeschäden inklusive folgendem Drogenabusus lange Zeit unentdeckt. Es stellt sich die Frage, ob ein undiagnostiziertes OSAS zum Konsum von Aufputschmitteln führen kann.

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  • Wenn Sitzen Dyspnoe verursacht

    Das Platypnoe-Orthodeoxie-Syndrom – eine seltene Ursache von Dyspnoe – geht charakteristischerweise mit einer Besserung der Symptome im Liegen und einer Verschlechterung im Sitzen einher. Paradoxe Embolien können parallel auftreten.

    Die Bestätigung einer Lageabhängigkeit der Dyspnoe wird mittels Blutgas-analysenserie festgestellt. Das Vorliegen eines Shunts kann durch Echokardiografie bestätigt werden.

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  • Vom Kinderwunsch zur ZNS-Tuberkulose

    Patientin mit seit Jahren anhaltenden Kopfschmerzen wird aufgrund einer Synkope sowie plötzlich aufgetretenen Sprachstörungen ins Krankenhaus eingeliefert.

    Bildgebung zeigt Ödem links temporal, Mastoiditis links sowie lokale Meningitis mit Abszessbildung. Als zusätzliche Symptomatik treten epileptische Anfälle auf.

    Bei positivem T-Spot, zusätzlich positivem MMT und QuantiFERON®-Test erfolgt die Einleitung einer 4-fach tuberkulostatischen Therapie.

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  • Der Pneumektomie entkommen

    Die nekrotisierende Pneumonie durch Panton-Valentine-Leukozidin-(PVL-)positiven Staphylococcus aureus ist im Erwachsenenalter mit einer deutlich höheren Mortalität assoziiert als im Kindesalter.

    Neben adäquater antibiotischer Therapie ist ein interdisziplinäres Management dieser schweren Erkrankung essenziell.

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  • Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust – alles klar!?

    Die Riesenzellarteriitis ist eine systemische Großgefäß-Vaskulitis, die vorwiegend bei weiblichen Patienten über 50 Jahren auftritt. In seltenen Fällen gibt es eine Lungenbeteiligung.

    Die unspezifischen Symptome dieser Erkrankung sind: Fieber unklarer Genese, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, auffällige Laborwerte (z. B. stark erhöhtes CRP ohne Keimnachweis), Thrombozytose und normochrome, normozytäre Anämie. Im geschilderten Fallbericht konnte die Diagnose durch PET-CT gestellt werden.

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  • Perforation des Herzens durch Zementembolus

    In seltenen Fällen kann es nach Wirbelsäulenoperation zur Versteifung von Wirbel­körpern (Spondylodese) zu multiplen Zementembolien in peripheren Lungenarterien kommen.

    Durch frühzeitige Diagnostik mittels CT und TEE bei klinischem Verdacht auf Pulmonalarterienembolie könnte eine Operation am offenen Herzen vermieden werden.

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  • Mehr als ein gewöhnlicher Ureterstein

    Ein auffälliges Blutlabor – erhöhtes Serumkalzium und erhöhter Parathormonspiegel – führte bei einem Patienten mit abgegangenem Ureterstein zu weiterführender Diagnostik.

    Die Verdachtsdiagnose eines ektopen Nebenschilddrüsenadenoms konnte nach einer videoassistierten Thorakoskopie bestätigt werden.

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  • Sarkomatoides Pleuramesotheliom?

    Fallbericht einer Patientin mit progredienter Dyspnoe und Fatigue-Symptomatik mit radiologisch bestehender einseitiger subtotaler Verschattung:

    • Das nach umfassender Diagnostik vermutete sarkomatoide Pleurameso­theliom ließ sich postoperativ nicht nachweisen.
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  • Endobronchialer Tumor – eine gutartige Rarität

    Das Schwannom kann aus jedem peripheren Nerv entstehen und findet sich häufig in der Thoraxwand oder im hinteren Mediastinum.

    Fallberichte über intrapulmonale Schwannome sind eine Seltenheit. Die Symptome hängen von der Lokalisation ab.

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  • Unterschätzte intralobäre Lungensequestration

    Bei geringstem Malignomverdacht sollten intralobäre Lungensequester beim Erwachsenen reseziert werden.

    Eine radiologische Nachsorge ist erforderlich, wenn Lungensequester lediglich interventionell, durch Embolisation der atypischen Arterien behandelt wurde.

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  • Immuntherapie entgegen den Biomarkern

    Die Programmed-Death-Ligand-1-(PD-L1-)Inhibitoren sind monoklonale Antikörper, die bei Patienten mit progredientem Lungenkarzinom als Zweitlinientherapie eingesetzt werden.

    Obwohl die PD-L1-Expression des Tumors ein Marker für die Wahrscheinlichkeit des Therapieansprechens ist, sollte bei aussichtslosen Fällen eine Therapie auch ohne PD-L1-Expression erwogen werden.

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  • Herausforderungen in der Mammachirurgie

    Thoraxwandresektion aufgrund drohender Tumorblutungsgefahr: Adäquate Sicherheitsabstände in Verbindung mit der Wiederherstellung von Stabilität und Funktionalität sind zu berücksichtigen.

    Thoraxchirurgische Erfahrung ist bei großen, allschichtigen Defekten der Thoraxwand erforderlich.

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