UIM 02|2017

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs, Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin

UIM 02|2017 Themenheft Pneumologie

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 2/17
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    „Obamacare“ (richtig: PPACA oder Patient Protection and Affordable Care Act) hat die Zahl der circa 47 Millionen Menschen, die in den USA ohne Krankenversicherung waren (Gesamtbevölkerung 325 Millionen), etwa halbiert. Man kann ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Editorial 2/17
    Bis hin zum Verlust der Extremität
    In der aktuellen Ausgabe von Universum Innere Medizin ist der Fokus auf das Fachgebiet Angiologie, und hier speziell auf die kritische Extremitätenischämie gerichtet.
    Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist als altersabhängige Erkrankung stark im Zuwachs ...Weiterlesen ...

Kardiologie

  • Serie: Kardiologische Register – Das österreichische Akut-PCI-Register

    Das Um und Auf in der Versorgung von Myokardinfarkten sind eine standardisierte antithrombotische Begleittherapie und eine möglichst geringe Zeitverzögerung von Schmerzbeginn bis zur Reperfusion im Herzkatheterlabor.

    Sogenannte Real-World-Daten aus großen Registern helfen uns dabei, diese Prozesse für unsere Patienten zu optimieren.

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Angiologie

  • Epidemiologie und Inzidenz der kritischen Extremitätenischämie

    Die kritische Extremitätenischämie (akut oder chronisch) stellt die schwerste Manifestation der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) dar. Innerhalb von 5 Jahren entwickeln 5–10 % der PAVK-Patienten eine kritische Ischämie.

    Die chronisch kritische Extremitätenischämie weist eine zunehmende Inzidenz auf und ist mit einem hohen Risiko für Amputation und kardiovaskulären Tod assoziiert.

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  • Diagnostische Maßnahmen bei kritischer Extremitätenischämie

    Bei kritischer Ischämie ist rasches Handeln unabdingbar, um Extremitätenverlust zu verhindern.

    Zur Diagnosefindung ist ein einzeitiges Vorgehen anzustreben, um Morbidität bzw. Mortalität zu minimieren.

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  • Welche Therapie für wen? Kritische Extremitätenischämie: Endovaskuläre Therapie

    Patienten mit kritischer Extremitätenischämie sollten an spezialisierten Gefäßzentren behandelt werden. Ein rascher Revaskularisationsversuch ist anzustreben.

    Die technischen Möglichkeiten einerseits sowie die Vulnerabilität von Patienten mit kritischer Extremitätenischämie andererseits machen ein primär endovaskuläres Vorgehen in den meisten Fällen sinnvoll.

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  • Welche Therapie für wen? Kritische Extremitätenischämie: Gefäßchirurgische Therapie

    Die kritische Extremitätenischämie erfordert viel Erfahrung und Ressourcen: Interdisziplinarität, die Möglichkeit, jederzeit operativ und endovaskulär zu behandeln, und eventuelle Komplikationen der Behandlung zu beherrschen.

    Trotz enormer Entwicklungen im endovaskulären Bereich sind gefäßchirurgische Therapien (z. B. Endarterektomie, Bypass) unverzichtbare Strategien in der Behandlung kritischer Ischämien.

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  • Diabetisches Fußsyndrom

    Rund 90 % aller durchgeführten Amputationen sind vaskulär bedingt, ca. 70 % davon betreffen Diabetiker.

    Angiografisch zeigen sich beim Diabetiker typischerweise Cruralarterienverschlüsse bei stenosefreier femoropoplitealer Achse und vorhandenen Fußarterien.

    Die pedale Bypasschirurgie ist für den Patienten sicher, effektiv und mit guten Langzeitergebnissen durchführbar.

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Onkologie

  • Immunonkologie – aktuelle Entwicklungen: Immuntherapie bei Lungenkrebs

    Die Immuntherapie ist neuer Erstlinientherapiestandard für eine definierte Patientengruppe mit hoher PD-L1-Expression.

    Auch in der Zweitlinientherapie findet die Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren einen Platz.

    Die Suche nach prädiktiven Markern zu besserer Patientenselektion muss weiter vorangetrieben werden.

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  • Immunonkologie – aktuelle Entwicklungen: Immuntherapie des Magenkarzinoms

    Anti-PD-(L)1-Antikörper zeigen vielversprechende Wirksamkeitsdaten und eine akzeptable Toxizität bei Patienten mit oberen gastrointestinalen (GI) Tumoren.

    Es gibt zahlreiche laufende Phase-III-Studien, deren Ergebnisse in wenigen Jahren verfügbar sein werden.

    Kombinationen von Immuntherapie mit antiangiogenen Substanzen, CTLA-4-Inhibitoren, HER2-zielgerichteter Therapie und Strahlentherapie werden ebenfalls untersucht.

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  • Immunonkologie – aktuelle Entwicklungen: Immuntherapie des hepatozellulären Karzinoms

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) erscheint geeignet für Immuntherapie, da es typischerweise mit chronischer Inflammation assoziiert ist, immunogen sein kann (Spontanremission beschrieben) und Immun-Checkpoints eine Rolle bei der tumorinduzierten Immunsuppression spielen.

    Ergebnisse aus Phase-II-Studien bei fortgeschrittenem HCC zeigen gutes radiologisches Ansprechen und ein mildes Nebenwirkungsprofil.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Highlights vom ECCO-Kongress 2017

    Als Erweiterung zu den gängigen ECCO-Guidelines für Ärzte und medizinisches Personal wurden nun Leitlinien für Patienten entwickelt, welche Standards in Diagnose, Monitoring und Therapie in einer laienverständlichen Sprache zusammenfassen. Diese sind für Betroffene in deutscher Übersetzung online verfügbar.

    Mit Ustekinumab steht seit Kurzem eine neuartige Behandlung für Patienten mit Morbus Crohn zur Verfügung, welche auch in der Langzeitbehandlung gute Ergebnisse erbrachte.

    Weitere Therapien wie beispielsweise JAK-Inhibitoren werden zurzeit in klinischen Studien in der Anwendung bei CED überprüft und erzielen hier bereits erste positive Resultate.

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Nephrologie

  • Vorhofflimmern und antithrombotische Therapien bei Dialysepatienten

    In der VIVALDI-Studie (Vienna InVestigation of AtriaL fibrillation and thromboembolism in hemoDIalysis) wurden klinisch-epidemiologische Eigenschaften von 626 Patienten mit Nieren­versagen und Hämodialysebehandlung (73 % der Wiener Hämodialysebevölkerung) erhoben.

    Prävalenz des Vorhofflimmerns bei HD-Patienten in Wien bei 26,5 %.

    HD-Patienten mit Vorhofflimmern: Nur die Hälfte erhält Antikoagulationstherapie.

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Pneumologie

  • Einsatz endobronchialer Ventile beim Lungenemphysem

    COPD-Patienten mit Lungenemphysem leiden oft unter massiver Atemnot.

    Die Implantation von kleinen Einwegventilen direkt in die Bronchien schafft Erleichterung und mehr Lungenfunktion für Betroffene.

    Neu: Von dem Verfahren profitieren auch Patienten mit homogenem Lungenemphysem, so die Ergebnisse der IMPACT-Studie.

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Themenheft: Schillernde Pneumologie: 12 außergewöhnliche Patientenfälle

  • Editorial

    Ein nicht mehr wegzudenkender Fixpunkt bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) ist die Sitzung „Fall des Jahres“, wo alle österreichischen pneumologischen Kliniken eingeladen sind, einen besonders spannenden Patientenfall aus ihrer Abteilung zu präsentieren. Erfreulicherweise wird die Einladung…

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  • Entzugsprogramm auf pulmologische Art

    Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist mit einer linksventrikulären Hypertrophie assoziiert, es kann zu einer diastolischen Dysfunktion kommen. Die Hypertrophie kann mit einer CPAP-Therapie behandelt werden.

    Im Fallbeispiel blieb ein höchstgradiges OSAS mit deutlich klinischen Folgeschäden inklusive folgendem Drogenabusus lange Zeit unentdeckt. Es stellt sich die Frage, ob ein undiagnostiziertes OSAS zum Konsum von Aufputschmitteln führen kann.

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  • Wenn Sitzen Dyspnoe verursacht

    Das Platypnoe-Orthodeoxie-Syndrom – eine seltene Ursache von Dyspnoe – geht charakteristischerweise mit einer Besserung der Symptome im Liegen und einer Verschlechterung im Sitzen einher. Paradoxe Embolien können parallel auftreten.

    Die Bestätigung einer Lageabhängigkeit der Dyspnoe wird mittels Blutgas-analysenserie festgestellt. Das Vorliegen eines Shunts kann durch Echokardiografie bestätigt werden.

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  • Vom Kinderwunsch zur ZNS-Tuberkulose

    Patientin mit seit Jahren anhaltenden Kopfschmerzen wird aufgrund einer Synkope sowie plötzlich aufgetretenen Sprachstörungen ins Krankenhaus eingeliefert.

    Bildgebung zeigt Ödem links temporal, Mastoiditis links sowie lokale Meningitis mit Abszessbildung. Als zusätzliche Symptomatik treten epileptische Anfälle auf.

    Bei positivem T-Spot, zusätzlich positivem MMT und QuantiFERON®-Test erfolgt die Einleitung einer 4-fach tuberkulostatischen Therapie.

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  • Der Pneumektomie entkommen

    Die nekrotisierende Pneumonie durch Panton-Valentine-Leukozidin-(PVL-)positiven Staphylococcus aureus ist im Erwachsenenalter mit einer deutlich höheren Mortalität assoziiert als im Kindesalter.

    Neben adäquater antibiotischer Therapie ist ein interdisziplinäres Management dieser schweren Erkrankung essenziell.

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  • Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust – alles klar!?

    Die Riesenzellarteriitis ist eine systemische Großgefäß-Vaskulitis, die vorwiegend bei weiblichen Patienten über 50 Jahren auftritt. In seltenen Fällen gibt es eine Lungenbeteiligung.

    Die unspezifischen Symptome dieser Erkrankung sind: Fieber unklarer Genese, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, auffällige Laborwerte (z. B. stark erhöhtes CRP ohne Keimnachweis), Thrombozytose und normochrome, normozytäre Anämie. Im geschilderten Fallbericht konnte die Diagnose durch PET-CT gestellt werden.

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  • Perforation des Herzens durch Zementembolus

    In seltenen Fällen kann es nach Wirbelsäulenoperation zur Versteifung von Wirbel­körpern (Spondylodese) zu multiplen Zementembolien in peripheren Lungenarterien kommen.

    Durch frühzeitige Diagnostik mittels CT und TEE bei klinischem Verdacht auf Pulmonalarterienembolie könnte eine Operation am offenen Herzen vermieden werden.

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  • Mehr als ein gewöhnlicher Ureterstein

    Ein auffälliges Blutlabor – erhöhtes Serumkalzium und erhöhter Parathormonspiegel – führte bei einem Patienten mit abgegangenem Ureterstein zu weiterführender Diagnostik.

    Die Verdachtsdiagnose eines ektopen Nebenschilddrüsenadenoms konnte nach einer videoassistierten Thorakoskopie bestätigt werden.

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  • Sarkomatoides Pleuramesotheliom?

    Fallbericht einer Patientin mit progredienter Dyspnoe und Fatigue-Symptomatik mit radiologisch bestehender einseitiger subtotaler Verschattung:

    • Das nach umfassender Diagnostik vermutete sarkomatoide Pleurameso­theliom ließ sich postoperativ nicht nachweisen.
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  • Endobronchialer Tumor – eine gutartige Rarität

    Das Schwannom kann aus jedem peripheren Nerv entstehen und findet sich häufig in der Thoraxwand oder im hinteren Mediastinum.

    Fallberichte über intrapulmonale Schwannome sind eine Seltenheit. Die Symptome hängen von der Lokalisation ab.

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  • Unterschätzte intralobäre Lungensequestration

    Bei geringstem Malignomverdacht sollten intralobäre Lungensequester beim Erwachsenen reseziert werden.

    Eine radiologische Nachsorge ist erforderlich, wenn Lungensequester lediglich interventionell, durch Embolisation der atypischen Arterien behandelt wurde.

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  • Immuntherapie entgegen den Biomarkern

    Die Programmed-Death-Ligand-1-(PD-L1-)Inhibitoren sind monoklonale Antikörper, die bei Patienten mit progredientem Lungenkarzinom als Zweitlinientherapie eingesetzt werden.

    Obwohl die PD-L1-Expression des Tumors ein Marker für die Wahrscheinlichkeit des Therapieansprechens ist, sollte bei aussichtslosen Fällen eine Therapie auch ohne PD-L1-Expression erwogen werden.

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  • Herausforderungen in der Mammachirurgie

    Thoraxwandresektion aufgrund drohender Tumorblutungsgefahr: Adäquate Sicherheitsabstände in Verbindung mit der Wiederherstellung von Stabilität und Funktionalität sind zu berücksichtigen.

    Thoraxchirurgische Erfahrung ist bei großen, allschichtigen Defekten der Thoraxwand erforderlich.

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