UIM 05|2018

UIM 05|2018 Themenheft Schmerzmedizin

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Nachlese zum ÖSG-Kongress | 26. Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft

Editorial

  • Editorial
    Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
    der Österreichische Schmerzkongress fand unter dem Motto „Schmerzmedizin trifft Altersmedizin“ diesmal in Linz statt. Hintergrund für das gewählte Thema ist der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung. 80-Jährige stellen heute die am stärksten wachsende Gruppe dar, ...Weiterlesen ...

Schmerzmedizin

  • Einfluss von Behandler-Einstellungen auf Schmerzen älterer Patienten

    Schmerzen nehmen nicht grundsätzlich mit dem Alter zu, Rücken-, Bauch-, Gesichts- und Kopfschmerzen werden weniger.

    Sichtbare Veränderungen der Wirbelsäule sind in der Regel einfache Alterserscheinungen und keine Ursache von Rückenschmerzen.

    Ausdauer, Kraft und Flexibilität sind trainierbar und beugen Behinderung vor.

    Förderung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung beugt gelernter Hilflosigkeit vor.

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  • Opioidtherapie im Alter

    Geriatrische Patienten reagieren sehr sensibel auf Opioide; genaues Hinterfragen der Indikation.

    Besonders in der Einstellungsphase sollte mit niedrigen Dosierungen begonnen werden.

    Individuell muss beurteilt werden, ob ein Patient das primär festgelegte Therapieziel erreicht und damit für eine Langzeittherapie infrage kommt.

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  • Opioide in der Geriatrie – Fluch oder Segen?

    Opioideinsatz ist nicht nur segensreich.

    Risiko über das altbekannte Nebenwirkungsprofil hinaus!

    Die Überwachung von Opioidpatienten vor allem in der Geriatrie ist insbesondere bei Therapiebeginn, Dosisänderungen und Verschreibung von neuen Arzneimitteln unumgänglich.

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  • Entzündungshemmer in der Schmerztherapie geriatrischer Patienten

    Typische Einsatzgebiete der Glukokortikoid-Therapie sind akuter Gichtanfall, rheuma­tische Erkrankungen, Tumorschmerztherapie und Palliativmedizin.

    In der Geriatrie stehen in Bezug auf Nebenwirkungen Osteoporose, Infektionen und Steroiddiabetes im Vordergrund.

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  • Patientengesteuerte Analgesie im Alter – die verkannte Ressource?

    Entscheidend für effektive medikamentöse Schmerz-Selbstkontrolle im fortgeschrittenen Alter sind kognitive, physische und emotionale Funktionsreserven.

    Einsatzmöglichkeiten: postoperativ, Durchbruchschmerzen, Schmerzverstärkung.

    Voraussetzung: Compliance; seitens Therapeut: genaue mündliche und schriftliche Anleitungen, Kontrollen.

    Schmerz-Selbstmanagement auf Basis von Aktivität und Entspannungstechniken.

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  • Perioperatives Rapid Recovery im Alter – Möglichkeiten und Grenzen

    Von Rapid Recovery nach Hüft- und Kniegelenkersatz profitieren alle Altersgruppen –vermutlich die ältesten am meisten.

    Regionalanästhesie und lokale Infiltrationsanalgesie sind wichtige Eckpfeiler eines multimodalen opioidsparenden Analgesiekonzeptes zur Frühmobilisation.

    Rapid-Recovery-Protokolle müssen gemeinsam interprofessionell und interdisziplinär erarbeitet und akkordiert werden.

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  • Der chronische Abdominalschmerz aus gastroenterologischer Sicht

    Verschiedene Bauchkrankheiten haben unterschiedliche typische Altersgipfel.

    Schmerzlokalisation ist mit typischen Krankheitsbildern assoziiert.

    Im Alter ist besonders die Obstipation häufig mit chronischen Schmerzen des Abdomens vergesellschaftet.

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  • Schmerzen bei hämatoonkologischen Patienten

    Schmerzen haben beim Krebspatienten oft vielfältige Ursachen – deren Behandlung besteht aus Tumortherapie und systemischer Schmerztherapie.

    Das Grundprinzip der systemischen Schmerztherapie richtet sich auch beim Tumorpatienten im Wesentlichen nach dem WHO-Stufenschema.

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  • Hype Methadon-Therapie – Wahrheit oder Trugschluss?

    Methadon hat einen festen Stellenwert in der Schmerztherapie von Tumorpatienten, eine Off-Label-Anwendung von Methadon zur Antitumortherapie ist jedoch nicht gerechtfertigt.

    Aufgrund der dürftigen wissenschaftlichen Datenlage wird eine gemäß anerkannter wissenschaftlicher Vorgehensweisen durchzuführende Überprüfung der anti-tumoralen Wirksamkeit des bislang nur als Schmerzmittel zugelassenen D-L-Methadons gefordert.

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  • Muskelrelaxanzien in der Rückenschmerztherapie

    Die Empfehlungen internationaler Leitlinien zur Behandlung des Rückenschmerzes sind hinsichtlich zentraler Muskelrelaxanzien auffallend kontrovers; stehen im Kontrast zur häufigen Verwendung im Praxisalltag.

    In Österreich gebräuchliche Vertreter sind Baclofen, Tizanidin, Orphenadrin und Diazepam.

    Anwendung vor allem bei Vorliegen einer übersegmentalen Aktivierung der Muskelspannung sinnhaft; den Leitlinien-Empfehlungen entsprechend nicht länger als zwei Wochen.

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  • Evidenzbasierte Behandlung des Gelenkschmerzes

    Medikamentöse und nichtmedikamentöse schmerzlindernde Maßnahmen sind bei der Osteoarthrose für die Erhaltung der Beweglichkeit entscheidend. Damit werden Schonhaltungen verhindert, welche die Progression der Knorpelzerstörung beschleunigen.

    Oberstes Ziel: Patienten mit Gelenkschmerzen möglichst rasch in Bewegung bringen und damit eine Schmerzchronifizierung verhindern.

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