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Mehr als nur Gewichtsreduktion

Neue medikamentöse Therapien haben die Behandlung der Adipositas grundlegend verändert. Trotzdem bestehen in Österreich weiterhin große Versorgungslücken. Fehlende Strukturen, mangelnde Kostenerstattung und unzureichende Ausbildung erschweren eine flächendeckende Betreuung.
Im Interview erläutert Dr.in Bianca-Karla Itariu, PhD, Präsidentin der Österreichischen Adipositas Gesellschaft, welche politischen Maßnahmen dringend notwendig sind, welche Rolle niedergelassene Ärzt:innen in der Diagnostik und Therapie spielen sowie warum die langfristige Gewichtsstabilisierung ebenso wichtig ist wie die Gewichtsreduktion selbst.


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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • „Es fehlt ein politisches Konzept, wie die Versorgung aussehen muss – und natürlich muss Adipositas bereits in der Ausbildung vorkommen.“
  • „Wir von der Österreichischen Adipositas Gesellschaft fordern die Anerkennung der Adipositas als chronische Erkrankung, aber auch die Überarbeitung des ASVG, in dem Medikamente zur Adipositastherapie nach wie vor auf der Negativliste sind, um eine Erstattung zu ermöglichen. Weiters fordern wir eine Veränderung im Diskriminierungsgesetz: Man kann wegen des Geschlechtes, der Hautfarbe, der Religion diskriminiert werden, aber nicht wegen des Gewichtes.“
  • „Vor dem Abwiegen sollten wir fragen. Das bedeutet, wenn mir als Hausärzt:in auffällt, dass mein:e Patient:in dick ist, sollte ich beim ersten Mal fragen: ‚Ist das Gewicht ein Problem, das Sie ansprechen wollen?‘“