Aus- und Weiterbildung: Jeder Mitarbeiter zählt

Eines der obersten Ziele der AUSTROMED-Akademie ist die Förderung von qualitativ hochstehenden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der Mitglieder. Gerade im Gesundheitswesen bedeuten bestens ausgebildete Mitarbeiter nicht nur Kompetenz für das Unternehmen im Kontakt mit dem Kunden, sondern letztlich mehr Sicherheit für Patienten und Anwender.

Erfolgsfaktor Bildung

Nahezu alle befragten Unternehmen geben an, im letzten Geschäftsjahr Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt zu haben. Im Schnitt umfasst die dafür aufgewendete jährliche Arbeitszeit 774,2 Stunden, wobei die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen weniger als 500 Stunden und nur ein kleiner Teil mehr als 2.000 Stunden dafür angibt.

Kunden im Fokus

Neben der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sind die österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen ebenso stark in der Aus- und Weiterbildung von Kunden engagiert. 88,9 Prozent der befragten Unternehmen geben an, im letzten Geschäftsjahr entsprechende Maßnahmen für Kunden durchgeführt zu haben. Die Gründe liegen einerseits in gesetzlichen Regelungen, die zum Beispiel Geräteschulungen vorsehen, aber auch darüber hinausgehende Leistungen sind häufig Teil der Produktpakete.

 

Nachgefragt bei …

… Richard Limbeck, AUSTROMED-Akademie

Welche Strategie verfolgt die AUSTROMED-Akademie mit ihrem Angebot?

Investitionen in die Aus- und Fortbildung bilden die Basis für eine langfristig positive Entwicklung. Gerade im Gesundheitswesen bedeuten bestens ausgebildete Mitarbeiter vor allem ein großes Maß an Sicherheit, sowohl für Patienten als auch für die Anwender unserer Produkte.

Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für die Ausbildung?

Dem Sicherheitsaspekt trägt auch das Medizinproduktegesetz Rechnung, indem es an die medizinische und medizintechnische Sachkenntnis und allgemein an den permanent hohen Ausbildungsstand der Medizinprodukte-Berater besonders hohe Ansprüche normiert. Um den gesetzlichen Anforderungen schon jetzt Rechnung zu tragen, hat AUSTROMED seit dem Inkrafttreten des Medizinproduktegesetzes Standards für die Ausbildung von Medizinprodukte-Beratern gesetzt und mit der Akademie umgesetzt.

Wie wird man Medizinprodukte-Berater?

Die Ausbildung besteht aus zwei Teilen: dem theoretischen Basiswissen aus Medizin und Recht einerseits und dem produktspezifischen Wissen andererseits. Um diese rechtlichen Grundlagen umzusetzen, müssen die Unternehmen ihre Medizinprodukte-Berater regelmäßig schulen. Der Nachweis erfolgt durch eine Dokumentation, das heißt, dass jede Schulung die im Unternehmen durchgeführt wird, auch zu bestätigen und zu dokumentieren ist – zur Sicherheit des Teilnehmers und zur Sicherheit des Unternehmens.

Interview mit: Richard Limbeck

AUSTROMED-Akademie


MP Sonderheft

Herausgeber: AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2013-11-27