Gesundheit mitgestalten

Gerald Gschlössl, Präsident

Mein Vater meinte zu mir als Jugendlicher: „Solange sich Menschen wehtun und diese Firma keine großen Fehler macht, wirst du dort einen Job haben. Häng dich rein!“
Unsere Branche ist für mich sehr attraktiv, denn die Gesundheit ist für die Menschen das höchste Gut. Die Medizinprodukte-Branche bietet ein sehr breites Spektrum an ­Lösungen für medizinische Problemstellungen und entwickelt sich permanent weiter. Teil dieses Innovationsgedankens zu sein, motiviert mich jeden Tag. Es macht mir Freude, unseren Anwendern und deren Patienten Produkte zu bieten, die ihren Weg zur Gesundung erleichtern.
Als Präsident der AUSTROMED treffe ich viele Menschen, die an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Gesundheitssystems arbeiten. Mein Ziel ist es, die Mitglieder der AUSTROMED in diese Weiterentwicklung zu integrieren, um einen Vorteil für alle Beteiligten zu schaffen.

Tipps:

  • Die Gesundheit ist ein spannendes ­Zukunftsthema.
  • In den Vertrieb gehen und verstehen, welche Lösungen die Kunden benötigen
  • Karriere macht man „nach 17:00 Uhr“.

© Foto: Oliver Miller-Aichholz


Dipl. BW Christian Braun, Vizepräsident

Ich bin in die Branche hineingeboren, denn B. Braun ist ein Familienbetrieb seit 1839 und wird heute in sechster Generation geführt. Mein Vater war Gründungsmitglied der AUSTRO­MED. Für mich gilt bis heute: nicht meckern oder jammern, sondern engagiert für Besseres eintreten.
Die Krisensicherheit hat sich schon vielfach gezeigt: Wir hatten Finanz- und Immobilienblasen und jetzt die wohl größte Gesundheitskrise der Neuzeit. Keine davon hat der Branche wirklich etwas Substanzielles anhaben können. Natürlich waren nicht alle Betriebe gleichermaßen Krisengewinner, dennoch konnten viele die Belegschaft halten und kamen gut durch die letzten Monate. Wichtig war das breite Produktportfolio, mit dem es immer wieder gelingt, einzelne Krisenszenarien auszugleichen.

Tipps:

  • Gute Ausbildung, nicht nur technisch, sondern auch im Bereich von Regulatorien
  • Medizinprodukte ernst nehmen – sie sind unverzichtbar für die Versorgung.
  • Offen sein für Neues

KommR Mag. Alexander Hayn, MBA, Vizepräsident

Das Interesse für die Gesundheitsbranche wurde mir quasi in die Wiege gelegt: Als Schüler habe ich meine Hausaufgaben oft im familiären Betrieb erledigt, während meines Pharmaziestudiums habe ich in mehreren Ferialpraktika die wichtigsten Tipps und Tricks rund um Lagerhaltung und Auslieferung unserer Produkte von der Pike auf kennengelernt. Dabei und bei vielen Gesprächen in der Familie konnte ich somit schon in jungen Jahren Unternehmerluft schnuppern.
An unserer Branche fasziniert mich das Zusammenspiel aus Technik, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft zum Wohle der Gesundheit; in der AUSTROMED engagiere ich mich, um mein Wissen und meine Erfahrungen zum Wohle der Medizinprodukteunternehmen beizusteuern und im Austausch mit anderen Unternehmen meinen eigenen Wissenshorizont stetig zu erweitern.

Tipps:

  • Wissen ist Macht – höre nie auf ­dazuzulernen, bleibe neugierig!
  • Tue alles, was Du tust, mit Begeisterung!
  • Höre Kunden und anderen Marktteil­nehmern aufmerksam zu, suche stets den Dialog mit ihnen!

Gerold Gruber, Vorstandsmitglied

Nach einer Ausbildung in technischer Chemie an der HBLVA 1170 Wien war ich in der Zulieferbranche der Forschungsbereiche Biologie/Biotechnologie und medizinischen Forschung tätig und bin vor rund 25 Jahren so in die Medizinprodukte-Branche eingestiegen. Attraktiv ist der direkte Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit der Menschen – unsere Produkte und Dienstleistungen machen den Unterschied!
Eine starke Interessenvertretung wird von den Vertretern des Gesundheitswesens auch gehört und hilft uns, unsere am Patientenwohl orientierten Lösungen umsetzen zu können.

Tipps:

  • Eine solide Ausbildung ist der Grundstein zum Erfolg – egal ob in Medizin, Biologie oder anderen verwandten Studienrichtungen.
  • Seid persönlich immer authentisch und offen für Veränderung.
  • Die Arbeit muss Spaß machen und ­vergesst nicht auf Familie und Freunde – eine gute Work-Life-Balance ist wichtig, um gesund durchs Leben zu gehen.

Ing. Mag. (FH) Christine Stadler-Häbich, Vorstandsmitglied

Ich wollte immer schon Forscherin werden. Nach der Matura habe ich ein Kolleg für Biochemie, Genetik und Biotechnologie besucht und anschließend am Biozentrum vier Jahre in einem Forschungslabor gearbeitet. In der täglichen Routine hat mir die enge Zusammenarbeit mit Menschen gefehlt und irgendwie ging es mir zu langsam. Ich wollte sehen, wie die Entwicklungen und Errungenschaften in der Medizin auch beim Menschen ankommen. Ich habe berufsbegleitend ein Studium für europäische Wirtschaft und Unternehmensführung absolviert und danach bei einem Medizinprodukte-Unternehmen gestartet.
Die Branche ist nicht statisch, sie entwickelt sich weiter, birgt eine Fülle an unterschiedlichen und spannenden Aufgabenfeldern und ist da, um Menschen zu helfen.
Ich engagiere mich in der AUSTROMED, weil ich das Gesundheitswesen mitgestalten möchte, mich vor allem für die Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitsbereich begeistere und mir wünsche, dass der Zugang zur besten medizinischen Versorgung für alle Menschen in Österreich gleichermaßen vorhanden ist.

Tipps:

  • Neugierig und offen sein
  • Veränderungen begrüßen und
  • Speed-Reading lernen denn, alle 70 Tage verdoppelt sich das medizinische Wissen!

DI Josef Schabauer, Vorstandsmitglied

Basis für den Einstieg in die Medizinprodukte-Branche war ein naturwissenschaftlich-technisches Studium. Um auch den wirtschaftlichen Hintergrund zu erlernen, entschied ich mich nach dem Studium für ein Trainee-Programm in einem Verbrauchsgüterkonzern. Von dort wurde ich direkt in den Medizinprodukte-Bereich abgeworben. Das Erlernen der Praxis (Verkauf) war die Basis, die verschiedenen Managementfunktionen hier erfolgreich auszuüben. Die Branche ist attraktiv, weil man in einem wertvollen Umfeld einen messbaren Beitrag für die Gesundheit der Menschen leisten kann. Das Umfeld bietet Kontakt zu vielen unterschiedlichen Stakeholdern und Wertelandschaften. Das macht es komplex, aber auch spannend. Meine Erfahrungen kann und will ich über die Arbeit in der AUSTROMED auch anderen Marktpartnern öffnen.

Tipps:

  • Bringe Leidenschaft mit … Wer will, der kann.
  • Sei neugierig, wissbegierig und offen für Neues.

Richard Limbeck, Vorstandsmitglied

Unser Unternehmen wurde von meinem Urgroßvater gegründet und ich habe den Familienbetrieb übernommen. Natürlich habe ich mir überlegt, auch andere Karrierewege einzuschlagen, aber nachdem das Interesse für die Medizinprodukte immer schon vorhanden war und ich hier meine persönlichen Ideen umsetzen kann, kam keine Alternative infrage. Unsere Branche hat laufend mit neuen, innovativen Produkten zu tun. Das erfordert auch, dass wir lebenslang lernen müssen und wollen. Spannend macht es zusätzlich, dass wir dieses Wissen über neue Technik und neue Produkte an viele unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Ansprüchen vermitteln: Ärzte, Pflege, Techniker, Einkauf, Hersteller. Ich engagiere mich in der AUSTROMED, weil ich es wichtig finde, auf einer überparteilichen Ebene die Interessen der Akteure zu verbinden und auszugleichen und den Standort Österreich zu sichern.

Tipps:

  • Interesse an Medizin, aber auch – je nach Produkt – für die Technik
  • Interesse, um mit sehr unterschiedlichen Berufsgruppen zu kommunizieren
  • Bereitschaft für lebenslanges Lernen

Mag. Roland Pfleger, Vorstandsmitglied

Nach beruflichen Erfahrungen bei Unilever und Eli Lilly reizte mich die Konsolidierungsphase in der Medizintechnik. Ich habe bei Boston Scientific, Covidien und bei BD sehr viel Erfahrung im Bereich Akquisition und Integration von Firmen gesammelt. Highlights waren sicher meine Jobs in ganz Europa – so habe ich in Rotterdam, Lissabon, Frankfurt, Düsseldorf, Paris, London, Hamburg, München und Zürich gelebt.
Attraktiv macht die Branche die sehr direkte Möglichkeit, mit Kunden an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu arbeiten – und dies in einem globalen Umfeld.
Ich engagiere mich in der AUSTROMED, weil es wichtig ist, unsere Geschichte zu erzählen – wir helfen, Leid zu lindern und die Versorgung zu verbessern. Dafür sollten wir auch Rahmenbedingungen vorfinden, die Innovationskraft und Verbesserungswillen belohnen.

Tipps:

  • Neugierig sein
  • Jeden Tag lernen
  • Kunden gut zuhören

Mag. Kathrin Lothka, Vorstandsmitglied

Nach meinem ersten Job nach dem Studium bei REWE wollte ich mich auf zukunftsträchtige Branchen fokussieren. Das war Ende der 90er die Telekommunikation. Zehn Jahr später habe ich über private Kontakte den Zugang zur Medizinproduktebranche bekommen, ohne vorerst genau zu wissen, was mich erwartet.
Für mich ist das Thema „making a difference“ sehr wichtig. Ich sehe heute die Bedeutung, in einem Bereich zu arbeiten, der sich dadurch auszeichnet, Positives für die Gesundheit und Allgemeinheit beizutragen,­ als sehr wichtig an. Jedes Teil, das wir verkaufen, ist relevant, egal ob es zehn Cent oder Tausende Euros kostet. Denn wenn es nicht funktioniert, stehen potenziell Menschenleben auf dem Spiel. Dieser Verantwortung und Relevanz sind sich alle meiner Mitarbeiter bewusst, egal ob sie im Lager, im Vertrieb oder im Service arbeiten.
Die AUSTROMED begleitet mich seit vielen Jahren und aufgrund meiner Erfahrung kann ich mich auch den Themen, die so relevant sind, widmen. Die Außenwirkung der AUSTROMED ist wichtig, um der Branche ein Gesicht nach außen zu geben. Die Ziele, die wir uns setzen, sind für alle Mitglieder erstrebenswert, aber jeder Einzelne für sich kann diese nicht erreichen: 1+1=3, wenn wir es richtig machen.
Egal, in welcher Position man sich engagiert: Ich denke, es ist ein gutes Betätigungsfeld, das immer abwechslungsreich bleibt.

Tipps:

  • Wer der Branche treu bleibt und zielstrebig ist, wird auch Erfolg haben.
  • Fortbildung ist ein zentraler Faktor.
  • Persönlichkeit entscheidet – in jeder Branche.
  • Ein Fokus auf Digitalisierung ist zukunftsweisend.

KommR Mst. Reinhard Di Lena, ­Vorstandsmitglied

Die Technik hat mich schon als Kind begeistert. Ich entschied mich, meine Aus­bildung im Bereich Nachrichtenelektronik an der HTL Mödling zu absolvieren, da ich in diesem Bereich Karrierechancen sah. Während meiner Jobsuche nach meinem Abschluss ergab es sich durch Zufall, dass ich in der Medizintechnik startete. In meinen ersten Berufsjahren absolvierte ich berufsbegleitend die Ausbildung zum Meister, da es mein Traum war, selbst ein Unternehmen zu gründen. Schließlich gründete ich 1994 mein Unternehmen mit dem Schwerpunkt Handel & Service in der Endoskopie-Technik mit der Vision, neue Dienstleistungen in unserer Branche zu etablieren.
Ich engagiere mich in der AUSTROMED, um gute Voraussetzungen für zukünftige Medizinprodukte-Unternehmer zu schaffen, sodass sie zertifizierte Qualität für höchste Patientensicherheit anbieten können.

Tipps:

  • Eine gute Grundausbildung ist das Um und Auf.
  • Es ist wichtig, Freude und Spaß an der Arbeit zu haben, um höchste Qualität zu bieten.
  • Es wird einem nichts geschenkt – Fleiß, Engagement und hartnäckiges Anstreben der eigenen Vision führen zum Erfolg.
  • Um die Zusammenhänge und Abläufe eines Unternehmens zu verstehen, ist es wichtig, in allen Bereichen zu arbeiten.

MP 02|2021

Herausgeber: AUSTROMED, lnteressensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2021-07-06