GA 06|2013

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde/Wien

Zum Geleit

  • Geleit 5/2013: Hat die Frauenheilkunde die „Gender Medicine“ übersehen?

    An vielen Universitäten wurden Abteilungen für Gendermedizin, die präferenziell das große Feld der „Female Health“ abdecken, etabliert, zumeist werden sie von InternistInnen und PsychiaterInnen geleitet. Allerdings ist durchaus zu hinterfragen, ob nicht das Fach Frauenheilkunde, das sicherlich im Stande ist, einen hohen wissenschaftlichen, intellektuellen und klinischen Input zu erbringen, sich mehr in dieses hochinteressante Wissensgebiet involvieren sollte.

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Editorial

Focus: Wiener Menopause-Kongress 2013

  • Wiener Menopause-Kongress 2013
    Der diesjährige Menopause-Kongress hat zahlreiche Facetten: Bemerkenswert ist u. a., dass man sich bei der Programmgestaltung gezielt bemühte, junge GynäkologInnen aktiv zu involvieren, um ihnen auch die Möglichkeit zu geben, mit Professoren und Ordinarii spezielle Probleme und gezielt wissenschaftliche Fragen ...Weiterlesen ...
  • Die Haut im Wechsel
    Lustvoll hinein beißen möchte man – geradezu wie in eine saftige Nektarine! Die jugendliche Haut ist prall gefüllt mit wasserbindender Hyaluronsäure und verführt auch noch zur erregten Fortpflanzung bis jenseits der 40er, um dann ein paar Jahre früher oder später ...Weiterlesen ...
  • Nikotin und Rauchinhaltsstoffe: welche Risiken, welche Auswirkungen?
    Die Bedeutung des Tabakkonsums im Zusammenhang mit unserer körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheit ist unbestritten. Es besteht keine Zweifel, dass der Verzicht auf Tabak zu den wirksamsten Möglichkeiten zählt, den Alterungsprozess aufzuhalten und die Lebensqualität auch im letzten Lebensdrittel hochzuhalten. ...Weiterlesen ...
  • Human Enhancement – zwischen Science und Fiction
    Die Optimierung des Menschen mit den Mitteln der Medizin ist ein Thema, das seit einigen Jahren weltweit überaus kontroverse Diskussionen auslöst. Steuern wir auf eine schöne, neue Welt zu, in der Menschen dank des medizinischen Fortschritts nicht nur gesünder, sondern ...Weiterlesen ...
  • Sarkopenie: Herausforderung für Medizin, Gesellschaft und Volkswirtschaft
    Sarkopenie, als Begriff eingeführt 1989 von Rosenberg et al., beschreibt einen Muskelmangel (wörtlich aus dem Griechischen übersetzt). Dieser hat sowohl einen qualitativen als auch quantitativen Aspekt, weil es sowohl die Muskelmasse selbst als auch die Muskelfasern und die Muskelfunktion betrifft. ...Weiterlesen ...
  • Omega-3-Fettsäuren in der individuellen Gesundheitsprävention
    Omega-3-Fettsäuren sind die natürlichen Gegenspieler der Omega-6-Fettsäuren. Omega-3- und mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren können vom menschlichen Körper nicht selbst synthetisiert und müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Früher war die Zufuhr dieser beiden Klassen an essenziellen Fettsäuren im Gleichgewicht, während ...Weiterlesen ...
  • Zucker, Salz, Fette – das metabolische Trio infernale (?)
    Die „Hölle“ (ital.: inferno), so weiß man, bedeutet nicht Gutes. Darum ist es interessant zu wissen, ob und wie die allgegenwärtige „Dreifaltigkeit“ aus Zucker, Salz und Fett uns in das teuflische Habitat manövrieren kann.
    Salz macht nur bei wenigen hohen ...Weiterlesen ...
  • Migräne und Menopause
    Migräne ist eine häufige, belastende, unterdiagnostizierte und untertherapierte chronisch-rezidivierende Erkrankung, bei der den weiblichen Geschlechtshormonen eine maßgebliche Bedeutung zukommt.1 Die Menstruation ist der wichtigste Auslöser für Attacken. Während der Schwangerschaft kommt es bei der Mehrzahl der Frauen zu einer markanten ...Weiterlesen ...
  • Familiärer Brust- und Eierstockkrebs: der Angelina-Jolie-Effekt
    Die vorbeugende Entfernung beider Brüste der US-Schauspielerin Angelina Jolie hat offenbar bei vielen Frauen in Europa zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema erblicher Brustkrebs geführt.
    Nach dem Outing der erst 38-Jährigen, die an einem erblich bedingten hohen Brustkrebsrisiko litt, sind ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Klinischer Verlauf bei Patientinnen mit triplenegativem Mammakarzinom

    Das triplenegative Mammakarzinom stellt klinisch eigene Entität dar, präsentiert sich jedoch molekularbiologisch eher heterogen.

    Es ist gekennzeichnet durch eine signifikant schlechtere Prognose im Vergleich zu anderen Mammakarzinomsubgruppen.

    In der kurativen Situation stellt die Chemotherapie die einzige zugelassene systemische Therapieoption beim TNBC dar und sollte aus einer Anthrazyklin/Taxan-haltigen Kombinationschemotherapie bestehen.

    Beim metastasierten TNBC ist der Einsatz des monoklonalen antiangiogenetischen Antikörpers ­Bevacizumab (Avastin®) zugelassen.

    Aktuelle Studienkonzepte zielen zum einen auf eine Optimierung der Chemotherapie ab, untersuchen aber auch den Einsatz zielgerichteter Substanzen.

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  • „Petrol Ribbon“ – Neue Initiative gegen Unterleibskrebs

    Ins Leben gerufen wurde die „Petrol Ribbon“-Initiative gegen Unterleibskrebs von Prim. Univ.-Doz. Dr. Lukas Hefler, dem Experten für gynäkologische Chirurgie und Onkologie und Leiter der Gynäkologischen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz, nach Vorbild der „Pink Ribbon“-Aktion für Brustkrebs-Awareness.

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  • AGO Austria Young Scientific Award 2014 – Einreichfrist für Bewerbungen: 14. März 2014
    Der „AGO-Austria Young Scientific Award“, gesponsert von der Firma GlaxoSmithKline und dotiert mit 10.000 Euro, wurde zum Zweck der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in der gynäkologischen Onkologie und Senologie von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Österreichischen ...Weiterlesen ...

Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Pillengestagene und Thromboserisiko: Wie groß sind die Unterschiede?

    Das Ausmaß und die klinische Relevanz der Unterschiede des thromboembolischen Risikos unter Kontrazeptiva mit 3.- und 4.-Generations-Gestagenen ist nach wie vor in Diskussion.

    Frauen sollten über die – wenn auch noch nicht definitiv bewiesene – eventuelle Risikoerhöhung informiert und eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden.

    Um das VTE-Risiko zu minimieren, ist der wichtigste Schritt die Vermeidung der Verschreibung an Frauen mit erhöhten Risikofaktoren (siehe WHO-Richtlinien).

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  • Randomisierte kontrollierte Studien zu Isoflavonen

    Isoflavone werden häufig bei leichten bis mittelschweren klimakterischen Beschwerden wie etwa Hitzewallungen eingesetzt. Im Folgenden sollen aktuelle, nach gängigen Suchkriterien in Pubmed gelistete, randomisierte kontrollierte Studien zur klinischen Wirksamkeit von Isoflavonen analysiert werden. Das Ergebnis zeichnet ein positives Bild.

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  • Plazentationsstörungen nach Kaiserschnitt

    Zustand nach Sectio caesarea ist der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung von Plazentationsstörungen.

    Die unerwartete postpartale Blutung als Hauptkomplikation kann mit beträchtlicher Morbidität einhergehen und potenziell tödlich enden.

    Ziel muss sein, möglichst alle Plazentationsstörungen bereits präpartal zu diagnostizieren.

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  • Ovarian Tissue Banking

    Vor allem bei gonadentoxischen Krebstherapien kann durch prätherapeutische Ovargewebe­kyrokonservierung ein Fertilitätserhalt und Restitution der hormonellen Funktion erreicht werden.

    Frühestens nach 2 Jahren klinischer Vollremission kann eine nach Möglichkeit orthotope Rücktrans­plantation erfolgen.

    Das Risiko einer Rückübertragung von Tumorzellen ist als äußerst gering einzustufen.

    Das Netzwerk FertiPROTEKT berichtet jährlich deutlich steigende Raten an Lebendgeburten nach dem OTB-Verfahren (Ovarian Tissue Banking).

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  • Resümee zum 18th World Congress on Controversies in Obstetrics, Gynecology & Infertility: COGI 2013 – Weltkongress in Wien

    Der COGI-Kongress geht auf eine Idee von Professor Zion Ben Rafael aus Tel Aviv in den frühen 1990er-Jahren zurück. Für 2013 gelang es uns, den mittlerweile „18. World Congress“ nach Wien zu holen.

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Junge Gyn

Frauengesundheit

  • Frauen erkranken häufiger als MännerDie Osteoarthritis – ein metabolisches Syndrom?

    Durch verstärkte Expression des RANKL in subchondralen Osteoarthritis-Zonen lässt inflammatorischen Prozess als Auslöser der Osteoarthritis vermuten.In Chondrozyten vorhandene Rezeptoren für AGE (Advanced Glycosylation End-products) weisen auf eine Rolle der Kohlenhydrat-Stoffwechsellage hin.Bei hohe metabolische Belastung tendiert die mesenchymale Stammzelle dazu, zu Adipozyten statt zu Chondrozyten zu differenzieren.

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