GA 05|2013

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde/Wien

Zum Geleit

Editorial

Seite des BÖG

  • Seite des BÖG: Hebammen auf der Überholspur

    Mit 1. 11. 2013 wird ein historischer Schritt vollzogen, wenn Hebammen aus der Liga der sogenannten nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe erstmals in der Geschichte im Mutter-Kind-Pass fakultativ implementiert sein werden.

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Podium

  • 150 Jahre Lehrstuhl für Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Graz
    Am 13. und 14. September 2013 fand zum Anlass des 150-jährigen Bestehens des universitären Lehrstuhls für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Graz ein hochkarätig besetztes Symposium zu Themen rund um Geburtshilfe, fetomaternale Medizin, Frauenheilkunde, gynäkologische Onkologie sowie Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin ...Weiterlesen ...

Focus: ÖGS-JAHRESTAGUNG 2013

  • Interdisziplinäres Jahrestreffen zur Brustgesundheit
    Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Senologie – Interdisziplinäres Forum für Brustgesundheit fand nach dem erfolgreichen Kongress 2009 heuer zum zweiten Mal in Velden am Wörthersee statt. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Auswahl an interessanten Kongress-Vorträgen zur Nachlese. ...Weiterlesen ...
  • ABCSG 33R: das österreichische Axilla-Register
    Die amerikanische prospektive Studie ACOSOG Z0011 von Giuliano et al. ist seit der Erstpublikation im Jahr 2010 das chirurgische Hauptthema nationaler und internationaler Brustkrebskongresse. Hierbei konnten die Autoren zeigen, dass die axilläre Level-I- und Level-II-Dissektion scheinbar zu keiner onkologischen Verbesserung ...Weiterlesen ...
  • Psychologische Aspekte zur Brustrekonstruktion nach Mammakarzinom
    Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau, wobei zwischen 10 bis 12 von 100 Frauen im Laufe ihres Lebens an einem bösartigen Tumor der Brustdrüse erkranken. Die chirurgische Therapie dieser Erkrankung schließt häufig eine partielle oder komplette Entfernung der Brust ...Weiterlesen ...
  • Die Rolle prognostischer und prädiktiver Faktoren
    In der wissenschaftlichen Literatur werden die beiden Begriffe prognostisch und prädiktiv häufig falsch eingesetzt. Ein prognostischer Faktor liefert Information über den wahrscheinlichen Verlauf einer Krebserkrankung ohne Behandlung. Mit Hilfe von prognostischen Faktoren können Patientinnen identifiziert werden, die ein hohes Rezidivrisiko ...Weiterlesen ...
  • Sexualität bei Brustkrebs
    Sexualität als Dimension unseres Menschseins ist bei der Diagnose Krebs vorerst im Hintergrund, wenn der Kampf um den Erhalt des Lebens gelungen ist, dann gewinnt sie aber zunehmend an Bedeutung.
    Mythen und Tabuisierung umgeben das Thema Krebs und Sexualität und ...Weiterlesen ...
  • Gentest zum axillären Tumoransprechen nach neoadjuvanter Chemotherapie
    Das Konzept der neoadjuvanten Chemotherapie hat bei Patientinnen mit einem operablem, fortgeschrittenem Mammakarzinom nicht nur zu einer Zunahme der brust­erhaltenden Operationen geführt, sondern auch zur Konversion der klinisch positiven axillären Lymphknoten in pathologisch negative Lymphknoten. Die prognostische Bedeutung des axillären ...Weiterlesen ...
  • Imaging-Biomarker
    Biomarker sind Merkmale, die objektiv gemessen und ausgewertet werden und als Indikatoren für biologische und (patho-)physiologische Prozesse sowie die therapeutische Effektstärke gelten und demnach in der personalisierten Medizin vielfältige Anwendungen finden. Es existieren prädiktive, prognostische und Imaging-Biomarker. Imaging-Biomarker haben im ...Weiterlesen ...
  • Onkologische Rehabilitation
    Da die Verweildauer bei und nach onkologischer Behandlung in öffentlichen Spitälern aufgrund des Kostendrucks immer kürzer wird und sich diese Spitäler auf die Durchführung der primären Therapie konzentrieren müssen, steigt der Bedarf der Rehabilitation im Bereich Onkologie.
    Die onkologische Rehabilitation ...Weiterlesen ...
  • Bestrahlung nach Brustrekonstruktion bei Mammakarzinom
    Eine sofortige onkoplastische Rekonstruktion bei Mammakarzinom-Operationen erfordert meistens autologe Transplantationen alleine oder mit Prothesen. Hier wiederum werden temporäre Expander oder definitive Implantate verwendet. Abhängig von der Tumorsituation ist eine Nachbestrahlung notwendig.
    Über strahlenbedingte Komplikationen nach Brustrekonstruktion existieren in der vorliegenden Literatur ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Zur Sicherheit von Mammaimplantaten: „PIP and beyond“

    Die Kapselfibrose bleibt ein Thema, das weiterer klinischer und experimenteller Untersuchungen bedarf.

    An das Auftreten eines anaplastischen Large-Cell-Lymphoms sollte gedacht werden.

    Die Notwendigkeit eines Implantattausches ist abhängig vom klinischen Beschwerdebild.

    Aus den Risiken der Kombination aus Implantat und Bestrahlung ergibt sich eine relative Kontra­indikation für die Verwendung von Implantaten.

    Das Einbringen der Patientinnen in das Implantatregister der Österreichischen Gesellschaft für ­Plastische Chirurgie stellt einen Sicherheits- und Qualitätsaspekt dar.

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  • Endometriumkarzinom: Wandel in Diagnostik und Therapie

    Der Wandel in Diagnostik als auch Therapie des Endometriumkarzinoms (EC) ist von der ­Reduktion der Invasivität geprägt.

    In der Diagnostik hat sich die Endometriumbiopsie als minimal invasive Alternative zur ­Kürettage etabliert, der niedergelassene und periphere Bereich scheint hier nachzuhinken.

    Grundlegender Wandel des primären operativen Zugangswegs: Großteil der Hysterektomien heute ­minimal invasiv. Vorteile: niedrige Konversionsraten bei vergleichbaren Überlebensraten, kürzeren ­OP-Zeiten, geringere Morbidität, Reduktion der stationären Aufenthaltsdauer.

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  • Die Bedeutung des HPV-Tests für das Zervixkarzinom-Screening

    In den letzten Jahren untersuchten etliche Studien die Inkorporation der HPV-Typisierung in verschiedene Zervixkarzinom-Screeningprogramme.

    Aufgrund der aktuellsten Studien und Leitlinien dürfte ein alleiniges zytologisches Screening bei Frauen zwischen dem 21.–30. Lebensjahr alle 3 Jahre und ein kombiniertes Screening aus synchronem HPV-Test und Zytologie bei Frauen zwischen dem 30.–65. Lebensjahr alle 5 Jahre am effizientesten sein.

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  • Konservative Therapie der CIN 2/3 – ist ein Bedarf vorhanden?

    Die Konisation als Standardtherapie der CIN 2/3 hat als relevanteste Spätkomplikation ein bis zu 2- bis 3-fach erhöhtes Risiko für Frühgeburten und vorzeitigen Blasensprung.

    Nachdem in einer Wiener Phase-II-Studie ein konservativer Therapieansatz mit immunmodulatorisch wirksamem Imiquimod bei 47 % der Patientinnen zur Remission geführt hatte, wird dieser konservative Therapieansatz in einer österreichweiten Phase-III-Studie weiter verfolgt.

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  • Antiangiogenese beim Mamma- und Ovarialkarzinom

    Für den VEGF-Antikörper Bevacizumab, die bestuntersuchte antiangiogenetische Substanz, gibt es nach dem Rückzug der FDA-Zulassung beim Mammakarzinom nur mehr in Europa (EMA) eine Zulassung beim metastasierten, HER2-neu-negativen Mammakarzinom in Kombination mit Paclitaxel oder Capecitabine.

    Nach enttäuschenden Daten der LEA- und BEATRICE-Studien Sinnhaftigkeit der Anwendung von ­Bevacizumab beim Mammakarzinom in Frage gestellt.

    Bessere Daten beim Ovarialkarzinom, jedoch extrem hohe Kosten pro gewonnenem progressionsfreien Lebensjahr bei signifikanter Lebensqualitätseinbuße und viele offene Fragen.

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  • Nachsorge beim Mammakarzinom

    Es besteht ein kurativer Ansatz nach Früherkennung von Lokalrezidiven (Lu W.L., 2008). Für die frühzeitige Erkennung von Fernmetastasen liegen keine größeren prospektiv-randomisierte Studien mit Überlebensvorteil vor (Hayes D. F., 2007).

    Es zeigt sich kein Vorteil einer engmaschigen Nachsorge bei Hochrisiko-Patientinnen gegenüber Niedrigrisiko-Patientinnen (Khatcheressian J. L., 2006).

    „Intensivere“ apparative Nachsorge sollte im klinischen Alltag eher symptomorientiert stattfinden.

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  • Non-Compliance – Herausforderung für jeden Therapeuten

    Adherence betont im Unterschied zu Compliance die partizipative Rolle des Patienten und versteht Therapieerfolg als Resultat einer gemeinsamen Verantwortung von Behandler und Patienten.

    Die Folgen mangelnder Adherence sind weitreichend: u. a. erhöhte Morbidität und Mortalität, Minderung der Therapieeffektivität sowie häufigere und längere Krankenhausaufenthalte. Daher sollte besonderes Augenmerk auf adherencefördernde Maßnahmen, aufbauend auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit, gerichtet werden.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Antikonzeption in der Prämenopause und bei Risikokonstellationen

    In der Prämenopause Allgemein- und gynäkologischen Anamnese besonders wichtig: wegen aufgrund des Lebensalters erhöhter Risiken (Thromboembolie etc.), aber auch um Zusatznutzen zu lukrieren (bei Blutungsstörungen etc.).

    Bei Risikokonstellationen Gestagen-Monopräparate, intrauterine Systeme, Sterilisation als Alternative zu Kombinationspräparaten (cave Ethinylestradiol und Thromboembolien).

    Prämenopause: Wann eine Kontrazeption beendet werden kann, ist nur individuell zu beantworten. HRT nicht geeignet zur Antikonzeption.

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  • Desogestrel-hältige Minipillen

    Desogestrel-Minipillen unterscheiden sich von anderen reinen Progestagen-Pillen durch eine kontrazeptive Sicherheit, die mit kombinierten oralen Kontrazeptiva vergleichbar ist, sowie auch durch eine geringere Inzidenz androgener Nebenwirkungen.

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Frauengesundheit

  • Gendermedizin – Frauengesundheit: Luxus oder Notwendigkeit?

    Die Nichtbeachtung geschlechtsspezifischer Unterschiede – biologisch, aber auch im Kontext von Umweltbedingungen und sozialen Faktoren wie etwa Geschlechterrollen – in der medizinischen Forschung und Praxis führt zu einer Benachteiligung von Frauen.

    Ein zentrales Ziel der Gendermedizin ist es, mit innovativen frauenspezifischen Behandlungskonzepten zu einer besseren Therapie- und Lebensqualität der Frau beizutragen. Frauengesundheitszentren können hierbei eine wichtigen Beitrag leisten.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Inkontinenz – das zweifache Tabu
    Das erste Jahr als Präsident der MKÖ ist mir nicht langsam vergangen. Im Rhythmus der Veranstaltungen und deren Vorbereitung vor dem Hintergrund der täglichen praktischen Arbeit aller Mitarbeiter unserer Gesellschaft in ihren jeweiligen Gesundheitseinrichtungen haben sich mir neue Perspektiven eröffnet. ...Weiterlesen ...
  • Paradigmenwechsel bei Stuhlinkontinenz
    Die fäkale Inkontinenz (FI) betrifft in erster Linie Frauen und ist zumeist auf den Geburtsvorgang zurückzuführen. Der klassische Verlauf dieser FI ist verhältnismäßig stereotyp: Bei einer Geburt, insbesondere wenn schwer (z. B. Forceps), kann es zu einem Riss oder Einriss ...Weiterlesen ...
  • Die Jahrestagung 2013 aus Sicht der Pflege
    Seit fast 20 Jahren bin ich als diplomierte Pflegeperson in der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich engagiert, das weiterhin tabuisierte Thema Harn- und Stuhlinkontinenz in den Focus besonders auch von medizinischem Personal zu rücken.
    Aus der Perspektive meiner Rolle als Tagungspräsidentin (gemeinsam ...Weiterlesen ...
  • Zarte Bänder – moderne operative Therapie der weiblichen Belastungsharninkontinenz
    Belastungsharninkontinenz (englisch: Stress Urinary Incontinence = SUI) ist definiert als Harnabgang aus der Harnröhre bei körperlicher Belastung. Von der weiblichen Bevölkerung sind 6 bis 17 % betroffen, von denen mehr als die Hälfte dadurch in der Lebensqualität stark oder sehr ...Weiterlesen ...