GA 02|2013

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Geleit 2/2013: Good Scientific Practice Guidelines der MedUni Wien

    Noch vor einigen Jahrzehnten war es in der Gesellschaft üblich, gewissen Berufsgruppen wie z. B. Ärzten, Forschern, Bankern oder Priestern mit großem Vertrauen zu begegnen. Nicht zuletzt aufgrund von krassen Fällen von Missbrauch dieser Vertrauenssituation ist es hier in den letzten 20 Jahren zu einem Umdenken in der öffentlichen Meinung – hin zu einer Beweislastumkehr gekommen.

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Editorial

  • Editorial 2/2013: Europäisches Schiedsverfahren für Pillen

    Am 30. 1. 2013 gab der Direktor der französischen Nationalen Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM), Dominique Maraninchi, bekannt, dass von seiner Behörde beschlossen wurde, Pillen, die Cyproteronacetat (CPA) enthalten, vom Verkauf auszusetzen.

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Seite des BÖG

  • Verhandlungsdilemma beim Mutter-Kind-Pass

    Wie schon berichtet, hat sich das Mutter-Kind-Pass-Honorar bei fehlender Inflationsabgeltung seit 1996 zur „Wertlosigkeit“ entwickelt, und das meine ich selbstverständlich nur aus ökonomischer Sicht. Ob man das als Liebhaberei oder einfach nur als betriebswirtschaftlich nicht kostendeckend bezeichnet, bleibt jedem selbst überlassen.

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Podium

  • Zentrums-Urogynäkologie auf ­Augenhöhe mit den ZuweiserInnen

    Teil 1 einer Service-Offensive der Klinischen Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Wiener Universitätsfrauenklinik: „Wir brauchen die Erfahrungen des extramuralen Bereichs – und umgekehrt müssen die niedergelassenen ÄrztInnen, die erste Anlaufstelle für die Frauen sind, absolut präzise über das medizinische Angebot der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Bescheid wissen.“

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Focus: XXII. AGO-Jahrestagung

  • Krebs bei der Frau
    Die AGO-Jahrestagung ist mittlerweile zu einer akademischen Institution der gynäkoonkologischen Fortbildung in Österreich geworden und zu einem Pflichttermin für alle Ärztinnen und Ärzte, die an der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von gynäkologischen Krebserkrankungen einschließlich Brustkrebs interessiert sind.
    Dazu beigetragen ...Weiterlesen ...
  • WAAGO* 2012 – ein Rückblick
    Die WAAGO befasst sich seit 1999 mit klinischen, wissenschaftlichen sowie auch organisatorischen Fragestellungen bei Krebserkrankungen im Sinne der Frauengesundheit. Ziel ist es, Krebserkrankungen hinsichtlich ihrer Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge gemeinsam mit den Patientinnen zu erforschen und bestmöglich mit der ...Weiterlesen ...
  • AGO Österreich: aktuelle Studienlandschaft
    TRINOVA-3 – Angiogenesehemmer Trebananib bei Ovarialkarzinom: AMGEN prüft in dieser randomisierten, placebo-kontrollierten und multizentrischen Phase-III-Studie die Wirksamkeit des Angiogenesehemmers Trebananib (AMG 386) in der Primärtherapie von Eierstockkrebs.
    Zugelassen sind Patientinnen mit Ovarialkarzinomen, Karzinomen der serösen Häute und Tubenkarzinomen im FIGO-Stadium III ...Weiterlesen ...
  • Brustkrebs-Prävention durch Bewegung
    Der Einfluss von körperlicher Aktivität auf den Allgemeingesundheitszustand sowie auf die Gesamtmortalität ist in den letzten 20 Jahren wissenschaftlich weitgehend belegt. Die Daten zeigen, dass Bewegung eine positive Wirkung auf die Knochengesundheit, das Körpergewicht, die Lebenserwartung, auf Herz-Kreislauf- und Muskelkondition, ...Weiterlesen ...
  • Brustkrebs und Ernährung: Prävention, Therapie und Nachsorge in der Diätologie
    In Österreich erkranken jedes Jahr rund 5.000 Frauen an Brustkrebs. Mit einem Anteil von 29 % ist der Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau (Statistik Austria, 2012).
    Ernährungs-Risikofaktoren beim Mammakarzinom: Wissenschaftliche Daten zeigen, dass neben einer genetischen Disposition die Ernährung und ...Weiterlesen ...
  • Adjuvante osteoprotektive Therapie beim Mammakarzinom
    Osteoprotektion unter Aromatasehemmertherapie durch adjuvante Zoledronsäure- bzw. Denosumab-Therapie: Knochenverlust in der Postmenopause ist in erster Linie das Ergebnis einer Östrogendefizienz infolge des Funktionsverlusts der Ovarien. Postmenopausale Frauen mit Mammakarzinom, welche Aromataseinhibitoren (AI) einnehmen, haben ein zusätzliches Risiko für Knochenverlust, weil es ...Weiterlesen ...
  • Screening und Brustkrebs-­Früherkennungsprogramme
    Die weltweit hohe Inzidenz des Mammakarzinoms stellt ein zentrales Problem in der onkologischen Krankenversorgung dar. Die Früherkennung der Erkrankung kann jedoch zu einer optimalen Therapie und hiermit zur Mortalitätssenkung und zur besseren krankheitsassoziierten Lebensqualität der betroffenen Frauen führen.
    Das Ziel ...Weiterlesen ...
  • Eingeschränkte chirurgische Radikalität beim Zervixkarzinom
    In den letzten Jahrzehnten wurde die Radikalität der Operation des Zervixkarzinoms immer weiter eingeschränkt. Aufgrund der Erfolge der Strahlentherapie und insbesondere der kombinierten Chemo-Strahlentherapie beschränkt sich die Operation aufgrund der gleich guten Erfolge beider Therapiemodalitäten nur mehr auf die Frühstadien ...Weiterlesen ...
  • Paradigmenwechsel in der Entstehung des Ovarialkarzinoms
    Bisher stand das Ovar im Mittelpunkt der Auseinandersetzung um die Pathogenese des Ovarialkarzinoms; die Tube wurde nur als lästiges Anhängsel betrachtet, das keine weitere Aufmerksamkeit für eingehende histologische Untersuchungen hervorrief. Allerdings konnten zahlreiche morphologische und molekulargenetische Studien eine eindeutige Vorläuferläsion ...Weiterlesen ...
  • Therapie des frühen Vulvakarzinoms
    Das Vulvakarzinom ist mit einer Inzidenz von 2–3 Neuerkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr selten. Nach Endometrium-, Ovarial- und Zervixkarzinom stellt es das vierthäufigste gynäkologische Malignom dar und macht 5 % aller Krebserkrankungen des weiblichen Genitaltrakts aus. Die Inzidenz des ...Weiterlesen ...
  • Nebenwirkungsmanagement neuer ­zielgerichteter onkologischer Therapien
    Everolimus wird zunehmend beim metastasierten hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom eingesetzt. Folgende Sicherheitsaspekte sind dabei zu beachten:

    Die Toxizität von Everolimus und Exemestan ist in späteren Therapielinien deutlich höher. Deshalb sollte der Einsatz möglichst als First- oder Second-Line-Therapie nach initialem Ansprechen auf eine ...Weiterlesen ...
  • Psychoimmunologische Aspekte in der Tumorprävention
    Mens sana in corpore sano – der gesunde Geist in einem gesunden Körper, beides ist für den Menschen von großer Bedeutung und sowohl der Körper als auch die Psyche sind während des Lebens vielfältigen Belastungen und Veränderungsprozessen ausgesetzt.
    Die Erforschung ...Weiterlesen ...

Gynäkologische Onkologie

  • Benignes Myom oder malignes uterines Sarkom?

    Das Lebenszeitrisiko für uterine Myome beträgt zwischen 70 und 80 %, für ein uterines Sarkom jedoch weniger als 1 %.

    Aus der sehr ähnlichen Symptomatik ergibt sich das Problem, bei konservativer Myomtherapie das seltene Sarkom zu übersehen.

    Sarkomverdächtig sind wachsende Leiomyome in der Postmenopause.

    Auch wenn bei Myomoperation ein Sarkomverdacht entsteht, keine Hysterektomie in derselben Sitzung, weil ausschließlich eine endgültige Histologie (und kein Gefrierschnitt!) konklusiv ein Sarkom diagnostizieren kann.

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  • Mit Antiemetika unterversorgte Frauen

    Frauen leiden stärker und häufiger als Männer unter Nausea und Vomitus als Chemotherapie-Nebenwirkungen.

    Jede Patientin, insbesondere jene mit Risikofaktoren, sollte die heute effektivste antiemetische Therapiekombination erhalten – und zwar ab dem ersten Therapiezyklus.

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  • Vaginalhygiene im Licht der Evidenz

    Im Rahmen der Intimhygiene erhöhen regelmäßige Vaginalspülungen das Risiko für vaginale Infektionen, weil schützende immunologische Faktoren beseitigt werden.

    Bei symptomatischen Frauen mit Vaginalinfekten ist eine therapeutische Anwendung ­bestimmter Spülungen jedoch hilfreich.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Neuro-Urologie für GynäkologInnen

    Anamnese, klinische Untersuchung inkl. Harnuntersuchung, Blasentagebuch und Restharnbestimmung sind die Grundlage für den Nachweis bzw. Ausschluss einer neurogenen Blase.

    Das Ergebnis der Sensitivitätsprüfung in den sakralen Dermatomen, die Rektaluntersuchung sowie das Vorhandensein bzw. das Fehlen des Bulbocavernosus-Reflexes erlauben Rückschlüsse, ob und in welcher Weise die Innervation von Harnblase und Schließmuskel gestört ist.

    Das Ergebnis dieser Befunde zusammen mit der Kenntnis, ob und welche LUTS wann im Laufe einer neurologischen Erkrankung auftreten, erlauben im Allgemeinen den Verdacht bzw. den Ausschluss einer neurologischen Erkrankung als Ursache der geklagten Beschwerden.

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  • Algorithmus ohne Training stumpfes Instrument

    2011 wurden detaillierte konsensuelle Empfehlungen österreichischer, deutscher und schweizerischer Geburtshilfe-Experten zum Management der geburtshilflichen Komplikation Post-partum-Hämorrhagie (PPH) veröffentlicht.

    Eckpunkte: rasche Initiierung des Ablaufschemas, interdisziplinäre und interprofessionelle Konzeption und klar definierte Vorgaben im Hinblick auf Symptome, Ablaufkaskaden und Therapieziele.

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  • Neues Gestagen erlaubt Abkehr von alkyliertem Pillen-Östrogen

    Die Eigenschaften des lang wirksamen Gestagens Nomegestrolacetat erlauben erstmals in einer Östradiol-hältigen Einphasenpille eine mit Ethinylestradiol-hältigen Pillen vergleichbare ­Zyklusstabilität.

    Mit Östradiol statt Ethinylestradiol in einer Kombinationspille erhofft man sich ein verbessertes Nebenwirkungsprofil durch geringere negative Effekte auf die Blutgerinnung und den Lipid- und Glukosestoffwechsel.

    Durch die spezifische Enzymmodulation von Nomegestrolacetat in verschiedenen extragenitalen ­Organen sind gewebeprotektive Effekte und Einsatzgebiete über die Kontrazeption hinaus denkbar.

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  • Pflanzliche Arzneimittel bei PMS und im Klimakterium

    Durch Phytotherapie mit Cimicifuga-racemosa-Extrakten (Traubensilberkerze) können menopausale Beschwerden wie Hitzewallungen, vermehrte Schweißausbrüche und depressive Verstimmungen gelindert werden.

    Die Hauptindikationen von Mönchspfeffer-Extrakten (Vitex agnus castus) sind prämenstruelles Syndrom, Mastodynie und Anomalien im Zyklus. In Studien konnten Symptome wie Brustempfindlichkeit, Verstimmung und Nervosität vor der Regel signifikant verbessert werden.

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  • Studie* zu Soja- und Rotklee-hältigen Nahrungsergänzungsmitteln: Postmenopausale Phytoöstrogen-Gabe und Lipidstoffwechsel

    Eine klinische Studie untersuchte bei postmenopausalen Frauen den Effekt von Soja- (S-Gruppe) und Rotklee-Nahrungsergänzungsmitteln (RC-Gruppe) auf die Serumlipid-Parameter im Vergleich zu einer nicht-supplementierten Kontrollgruppe.

    Die Ergebnisse zeigten zu allen Untersuchungszeitpunkten (6, 12 und 18 Monate) signifikante und für Soja und Rotklee vergleichbare Vorteile gegenüber der Kontrollgruppe: eine Reduktion der Gesamtcholesterin-Spiegel, LDL-Cholesterinspiegel und Triglyzerid-Spiegel (in den Kontrollgruppen jeweils Anstieg) sowie eine Zunahme der HDL-Serumspiegel (Kontrollgruppe mit Abfall).

    Aufgrund der nach diesen Daten zu erwartenden positiven metabolischen Effekte empfehlen die Autoren die Einnahme von Soja- und Rotklee-hältigen Nahrungssupplementen in der Postmenopause.

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Frauengesundheit

  • Natürliche Alternativen zur Statintherapie bei Hypercholesterinämie

    Der Stellenwert von LDL-Cholesterin als kardiovaskulärer Risikofaktor ist nicht nur epidemiologisch, sondern auch auf Basis prospektiver Interventionsstudien klar belegt.

    Zur Erreichung der in den Leitlinien vorgegebenen niedrigen LDL-Zielspiegel ist in den meisten Fällen der Einsatz von lipidsenkenden Medikamenten (Statine, Ezetimib) erforderlich.

    Als Alternative zur medikamentösen Strategie können auf Basis von ernährungstherapeutischen Maßnahmen auch pflanzliche Substanzen wie Phytosterine, roter Hefereis, Policosanol oder Berberin die LDL-Konzentration nachweislich absenken und somit das Lipidprofil verbessern.

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