GA 04|2013

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

  • Geleit 4/2013: WHI: Nicht alles fließt …

    Die vielen Experten, die sich einst um das Wohl von Millionen Frauen sehr besorgt gezeigt haben, halten es offenbar nicht für notwendig, nunmehr die beruhigende Nachricht weiterzugeben und zu verkünden, dass die Sorgen von so vielen Frauen, die sich im Klimakterium für einige Jahre oder auch länger eine Östrogen-Monotherapie unterzogen haben, ganz unnötig waren.

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Editorial

  • Editorial 4/2013: Brauchen wir ein organisiertes Zervixkarzinom-Screening?

    Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden kann, das gilt zweifellos auch für das „Zervixkarzinom-Screening“. Andererseits steht fest, dass das seit den frühen 1970er-Jahren in Österreich durchgeführte opportunistische Screening viel Leid erspart hat, ist doch seit damals die Erkrankungsrate an Zervixkarzinom um über 70 % zurückgegangen.

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Seite des BÖG

  • HPV-Impfung: besser eine schlechte als gar keine Lösung

    Das Bundesministerium für Gesundheit hat Mitte August angekündigt, dass ab Februar 2014 die HPV-Impfung für alle in Österreich lebenden Kinder in der 4. Schulstufe (vollendetes 9. Lebensjahr) kostenfrei im Rahmen des bestehenden Schulimpfprogramms angeboten wird.

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Gynäkologische Onkologie

  • Individualisierte, „personalisierte“ Medizin

    „One size does not fit all“: Die individualisierte Medizin versucht durch Nutzung von Bio­marker-basierten Gesundheitsinformationen gezieltere und damit wirksamere Medikamente zu entwickeln, aber auch aktuelle sicherer zu machen.

    Zielsetzungen – wen, womit und wie intensiv? Biomarker könnten z. B. in der Onkologie bei der ­Entscheidung helfen, ob eine (adjuvante) medikamentöse Therapiestrategie erforderlich ist, welche ­Wirkstoffe und in welcher Dosierung bei der individuellen Patientin Erfolg versprechen.

    Tandems aus Therapeutikum und Diagnostikum: Passend zu den gefundenen Markern müssen auch Vortests entwickelt und behördlich zugelassen werden.

    Vom „Blockbuster“ zum „Niche Buster“: Aus kommerziell-pharmaindustrieller Sicht könnte der Nachteil kleinerer Patientengruppe durch höhere Effektivität und ev. auch höheren Preis wettgemacht werden.

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  • Plenarsitzung und Late Breaking Abstracts am ASCO 2013 – Praxisverändernde Studien in der ­Onkologie

    In Indien sind Zervixkarzinome häufiger als Mammakarzinome. Pap-Abstriche sind „kostenprohibitiv“, daher versuchte eine Pilotstudie stattdessen ein Screening mit Essigsäure.

    In der Phase-III-Studie GOG240 konnte die Zugabe von Bevacizumab zur Chemotherapie das Gesamtüberleben von Patientinnen mit Zervixkarzinom signifikant verlängern.

    Die Zulassungsstudie mit Pazopanib als Erhaltungstherapie beim Ovarialkarzinom war positiv, sodass mit einer Erweiterung des therapeutischen Armentariums gerechnet werden kann.

    Die CHORUS-Studie zum Stellenwert der neoadjuvanten Chemotherapie mit Intervall-Debulking kann die Zweifel, die sich aus der Vorgänger-Studie ergeben haben, auch nicht ausräumen.

    aTTOm ist nach ATLAS die zweite Studie, die den Benefit einer 10-jährigen Tamoxifen-Therapie beim Mammakarzinom bestätigen kann. Allerdings erhalten die meisten postmenopausalen Patientinnen heute Aromatasehemmer.

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  • Umfangreiche Studie* zu Endometriumkarzinom Typ 1 im Frühstadium: Prognosefaktor L1CAM-Expression

    Die Expression des Zelladhäsionsmolekül L1CAM bei Endometriumkarzinom im FIGO-Stadium I war mit einem signifikant reduzierten krankheitsfreien Überleben und als unabhängiger Faktor mit einem deutlich erhöhten Rezidivierungs- und Mortalitätsrisiko assoziiert.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Diagnostische Abklärung bei unerfülltem Kinderwunsch

    Beginn der Abklärung: spätestens nach 12 Mo. mit regelmäßigem und ungeschütztem Geschlechtsverkehr, bei Frauen über 35 Jahren bereits nach 6 Monaten (Zeit drängt wegen ­IVF-Fonds-Erstattung), bei Frauen über 40, bekannten Risikofaktoren etc. auch sofort nach ­Erstvorstellung.

    Basisdiagnostik: gynäkologische Untersuchung, basaler Hormonstatus, Ovulationsmonitoring und in ­jedem Fall auch ein Spermiogramm.

    Weiterführende invasive diagnostische Abklärung von anatomischen Pathologien mittels Hystero­salpingografie, Laparoskopie, Fertiloskopie etc.

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  • Ernährungsberatung in Schwangerschaft und Stillzeit

    Ein gesunder Lebensstil in der Schwangerschaft beinhaltet adäquate Gewichtszunahme, körperliche Aktivität, Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen, Vermeidung der Aufnahme von Alkohol, Nikotin und anderen schädlichen Substanzen und striktere Einhaltung von Hygiene­maßnahmen.

    Der Ernährungsstatus sollte bereits präkonzeptionell evaluiert werden. Frauen, die unregelmäßig essen und dann vorzugsweise zu Fertigprodukten, Fast Food und Limonaden greifen, benötigen eine detaillierte Ernährungsberatung.

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  • Botulinumtoxin gegen überaktive Blase

    Die vorliegenden Daten legen nahe, dass intravesikal injiziertes Botulinumtoxin eine wirksame und sichere Therapiealternative für Frauen mit überaktiver Blase ist: vor allem für Frauen, die mit Anticholinergika nicht ausreichend behandelt werden können.

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  • Studienaufruf: OSCAR – Endo: ein „Fast Track“-Protokoll zur Abklärung von Endometriumpathologien
    Das Endometriumkarzinom und seine Präkanzerosen (adenomatöse Hyperplasie mit Atypien) stellt das häufigste gynäkologische Malignom dar. Die Abklärung von auffälligen Endometriumbefunden und von postmenopausalen Blutungen mittels Hysteroskopie und Kürettage stellt eine der häufigsten chirurgischen Interventionen im Fachbereich der Gynäkologie dar.
    Hintergrund: Die ...Weiterlesen ...
  • Wiener Daten: Epidemiologie des Zytomegalievirus-Immunstatus in der Schwangerschaft

    CMV ist die häufigste perinatale Infektion und stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für den Fetus/das Neugeborene dar.

    Den verlässlichsten Schutz vor intrauteriner fetaler Infektion stellt ein positiver CMV-IgG-­Immunstatus nach stattgehabter CMV-Infektion vor der Schwangerschaft dar.

    Die CMV-Seroprävalenzraten variieren national sowie international deutlich und zeigen starke Abhängigkeit von soziodemografischen Faktoren wie Alter, Parität, Bildung und Migrationshintergrund.

    Mit dem Wissen um Risikokollektive für eine primäre CMV-Infektion – höchstes Risiko hat beispielsweise die schwangere Akademikerin mit einem Kleinkind – können Hygienemaßnahmen in der Schwangerschaft gezielter und effektiver eingesetzt werden.

    Zur Frage über die Notwendigkeit eines strukturierten CMV-Screenings in der Schwangerschaft bleiben die Ergebnisse laufender Studien abzuwarten.

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  • Promotion Trend zu Phytopharmaka bei klimakterischen Beschwerden setzt sich fort

Junge Gyn

  • Operationskatalog im Fach der Frauenheilkunde

    Patientenakquise an den gynäkologischen Instituten, die Errichtung von „Surgical Skills Lab Centers“ in Österreich sowie ein Mentoring-Programm an jeder Abteilung – das sind die drei Grundpfeiler, auf welche Univ.-Prof. DDr. Heinz Kölbl, Leiter der Abteilung für Gynäkologie an der Medizinischen Universität Wien, bei der Sicherung der operativen Ausbildungsqualität baut.

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  • Novelle der Prüfungsordnung der OÄK – Gültig ab 1. Juli 2013 für alle Fächer

    Der für uns Assistenzärzte interessante Punkt der aktuellen Novelle der Prüfungsordnung ist die Herabsetzung der für die Anmeldung zur Facharztprüfung notwendigen Ausbildungsmonate von bisher 56 auf 44 Ausbildungsmonate!

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Frauengesundheit

  • „Burn out“ – Work-Life-Balance: rechtzeitig reagieren, bevor es zu spät ist

    Burnout ist nach der ICD-10-Klassifikation ein Einflussfaktor mit Krankheitswert, aber noch kein eigenständiges Syndrom.

    Die Differenzialdiagnose orientiert sich am Kardinalsymptom Erschöpfung, das auch bei verschiedenen psychiatrischen Störungen (Depression, Anpassungsstörungen etc.) ein Hauptsymptom sein kann.

    Angehörige helfender Berufe wie Krankenschwestern und -pfleger, Ärzte und Ärztinnen, Lehrer und Lehrerinnen sind besonders oft betroffen.

    Zur Therapie des Burnout-Syndroms gibt es trotz zahlreicher Einzelhinweise bisher kaum gesichertes Wissen.

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  • Zum „Tag der Apotheke“: Gemeinsam für die Frauen

    Zum „Tag der Apotheke“ am 8. Oktober, der unter dem Motto Wechseljahre steht, dürfen wir Sie herzlich zur ­Zusammenarbeit einladen!

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Artikel

  • Nachruf
    Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, als Präsident der OEGGG kommt mir die traurige Pflicht zu, Nachricht vom Ableben zweier großer Persönlichkeiten unseres Faches zu geben.
    Univ.-Prof. Dr. Eduard Gitsch (verstorben am 19. 5. 2013) und Prim. Dr. ...Weiterlesen ...