GA 03|2013

Herausgeber: MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH

Zum Geleit

  • Geleit 3/2013: Verantwortungsvolle Transparenz

    Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind Begriffe, die in der Gesundheitsbranche von hoher Bedeutung sind. Gesundheit, als essenzielles Gut des Menschen, ist von vielen Faktoren abhängig und interagiert mit einer großen Zahl an Netzen, Märkten und Personen. Der materielle Begriff „transparent“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, über einen „gläsernen Patienten“ zu sprechen, sondern über offene Strukturen und eine transparente und faire Zusammenarbeit innerhalb des Systems, um Glaubwürdigkeit und damit Vertrauen zu sichern.

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Editorial

Seite des BÖG

  • Die Wiener Patientenanwaltschaft bekommt Konkurrenz

    Die demnächst von der Wiener ÄK zu errichtende neue Anlaufstelle für Patienten soll durch eine/-n Patientenombudsfrau/-mann mit politischer Unabhängigkeit besetzt werden. In einem Auswahlverfahren hat eine Jury drei zur Wahl stehende KandidatInnen bestimmt, die in den kommenden Wochen per SMS-Voting von allen österreichischen Sozialversicherten für dieses Amt gewählt werden können.

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Podium

Focus: OEGGG-JAHRESTAGUNG 2013

  • OEGGG-Jahrestagung 2013

    Für unser Highlight-Special zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, den Höhepunkt des gynäkologischen Fortbildungs-Kalenders in Österreich, haben uns auch heuer wieder einige Vortragende dankenswerterweise ihre Abstracts zur Verfügung gestellt. Den OEGGG-Präsidenten, Univ.-Prof. Dr. Christian Marth, baten wir um ein einführendes Interview.

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  • Sport in der Prävention von Tumorerkrankungen
    Sport im Sinne von körperlichem Training hat wissenschaftlich nachgewiesen unzählige Benefits auf den menschlichen Organismus, welche sowohl präventiv als auch kurativ zu sehen sind. Nicht zuletzt wird diesen Tatsachen dadurch Rechnung getragen, dass gezielte und individuell abgestimmte körperliche Bewegung eine ...Weiterlesen ...
  • Laparoskopische Therapie des Korpuskarzinoms
    Bis vor wenigen Jahren war die Laparo­skopie als Therapiestrategie in der gynäkologischen Onkologie verpönt. Neben mangelnder Radikalität wurde der Endoskopie vor allem die Gefahr der Tumorzellverschleppung und Port-Metastasierung als Nachteil angelastet.
    Mit der Verbesserung des technischen Equipments und der zunehmenden ...Weiterlesen ...
  • Humanes Epididymis Protein 4 (HE4) – ein neuer Marker beim Ovarialkarzinom
    Das Ovarialkarzinom ist das fünfthäufigste Karzinom der Frau mit ca. 800 Neuerkrankungen/Jahr in Österreich (Statistik Austria, 2007; AGO Manual). Die 5-Jahres-Überlebensrate der Patientinnen mit Ovarialkarzinom liegt bei 45 %, das 10-Jahres-Überleben bei 35 %. Risikofaktoren sind eine niedrige Anzahl an ...Weiterlesen ...
  • Long Acting Reversible Contraceptives (LARCs)
    Die wohl ungünstigste Form der Schwangerschaftsverhütung aus ethischer und auch medizinischer Sicht ist der Schwangerschaftsabbruch. Nach den letzten verfügbaren Schätzungen der WHO beträgt der Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen sowohl in den entwickelten als auch in den unterentwickelten Ländern immer noch zwischen ...Weiterlesen ...
  • Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft
    Depressive Störungen zählen mit einer Prävalenz von 10–15 % zusammen mit Angst- und Panikstörungen (Prävalenz von 4–8 %) zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der Schwangerschaft (auf stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen und die seltener auftretenden Psychosen soll an dieser Stelle nicht eingegangen ...Weiterlesen ...
  • Immunologische Erkrankungen und Schwangerschaft
    Systemischer Lupus erythematodes (SLE): Mittlerweile ist eine Schwangerschaft bei Frauen mit SLE zur Normalität geworden, allerdings sollten diese Schwangerschaften immer noch als Hochrisikoschwangerschaften betrachtet werden.
    In folgenden Situationen sollte von einer Schwangerschaft abgeraten werden: eine schwere Präeklampsie/HELLP-Syndrom in der vorherigen ...Weiterlesen ...
  • CMV-Hyperimmunglobulin bei CMV-Erstinfektion in der Schwangerschaft
    Das Zytomegalievirus (CMV) ist mit einer Inzidenz von 0,5–1 % aller Lebendgeburten weltweit die häufigste Ursache kongenitaler Virusinfektionen sowie die häufigste Ursache von kindlichem Hörverlust und einer Verzögerung der geistigen Entwicklung. Die Erstinfektion mit diesem Virus bedeutet für den Feten ...Weiterlesen ...
  • Langzeit-Outcome bei intrauteriner Wachstumsrestriktion
    In der Beratung und Aufklärung der Eltern bezüglich Kurz- und Langzeit-Outcome ist es besonders wichtig, zwischen einer intrauterinen Wachstumsrestriktion (IUGR) und einem konstitutionell zu kleinem Kind (SGA) zu unterscheiden.
    Schwangerschaften mit plazentabedingter intrauteriner Wachstumsrestriktion (IUGR) weisen eine 5- bis 10-fach erhöhte ...Weiterlesen ...
  • Dysmenorrhö bei Adoleszentinnen – was tun?
    Klassischerweise wird zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhö unterschieden. Die primäre Dysmenorrhö ist durch das Auftreten im ersten Jahr nach der Menarche gekennzeichnet.
    Der sekundären Dysmenorrhö liegt eine organische Grunderkrankung wie zum Beispiel Endometriose, Infektionskrankheiten, Myome u. a. zugrunde.
    Es stellt ...Weiterlesen ...
  • Promotion Elecsys® Präeklampsietest (sFIt-1/PIGF-Quotient) – Früherkennung und Verlaufsabschätzung bei Präeklampsie

Gynäkologische Onkologie

  • PRO & CONTRA Axilladissektion nach Sentinel-Makrometastase

    Kritiker der Axilladissektion:

    in ~ 40–80 % der Fälle ist ein pos. SLN der einzige befallene LK

    positiver SLN ist die wichtigste Information

    die nodal positive Patientin erhält die adjuvante Therapie, die notwendig ist

    Chemotherapie und Strahlentherapie behandeln residuelle Erkrankung

    Befürworter der Axilladissektion:

    ~ 20–60 % der pos. SLN zeigen einen zusätzlichen Befall

    Gesamtanzahl der Lymphknoten ist wichtig (AJCC-Staging-System, therapieentscheidend in der adjuvanten Therapie)

    Beeinflussung der Prognose über die lokoregionäre Kontrolle

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  • Brustgesundheitszentren in Österreich – ein Erfolgsmodell

    Von der EU ist bis 2016 die flächendeckende Implementierung von zertifizierten Brust­gesundheitszentren mit standardisierten Qualitätskriterien vorgegeben.

    Über 50 % aller österreichischen PatientInnen können bereits in zertifizierten Zentren behandelt werden.

    Über 70 % aller Frauen mit einem Brustkrebs kleiner als 2 cm (= T1) konnten nach dem aktuellsten Jahresbericht von 2011 in den zertifizierten Zentren brusterhaltend therapiert werden.

    Das österreichische Modell aus Brustgesundheitszentren und affilierten Partnerzentren wird auch für andere europäische Länder diskutiert.

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  • Management von Everolimus-induzierter Toxizität

    Mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus kann bei HR+-Mammakarzinomen eine Resistenz ­gegenüber endokriner Therapie überwunden werden.

    Allerdings nicht zuletzt aufgrund der Wirkungsweise (Immunsuppression) um den Preis von ­erheblichen Nebenwirkungen: In der BOLERO-Studie wurden dysproportional hohe Raten von Stomatitis, Anämie, Dyspnoe, Hyperglykämie, Fatigue und Pneumonitis bei mit Everolimus/Exemestan behandelten Patientinnen beobachtet.

    Die sorgfältige Kenntnis der Nebenwirkungen und deren Behandlung ist für eine erfolgreiche Therapie unumgänglich.

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  • Es gibt eine Impfung gegen Krebs und niemand geht hin

    Die HPV-Impfung schützt Mädchen und Burschen effektiv vor HPV-assoziierten Karzinomen.

    Dennoch liegt die geschätzte Durchimpfungsrate in Österreich bei unter 4 %.

    Führende Experten sprechen sich vehement für ein nationales Impfprogramm aus. In allen anderen europäischen Ländern wird die Impfung längst von öffentlicher Seite unterstützt.

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  • Umfrage zur HPV-Kampagne 2012 – Gynäkologinnen lassen eigene Kinder impfen

    Von den befragten österreichischen GynäkologInnen empfehlen 70 % eine HPV-Impfung ­weiter und sprechen auch Patientinnen ungefragt darauf an.

    Knapp 85 % der befragten GynäkologInnen mit Kindern im impffähigen Alter ließen diese impfen.

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Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Update – Kontrazeption 2013

    Im Vergleich zu Levonorgestrel-haltigen kombinierten Kontrazeptiva ist für Präparate mit ­neueren Gestagenen ein erhöhtes Thromboserisiko in Studien festgestellt worden. Bei der Erstverordnung ausschließlich zur Kontrazeption sind deshalb Levonorgestrel-haltige Präparate zu bevorzugen.

    Die Kombination von Östradiol mit Dienogest und Nomegestrolacetat stellt eine zuverlässige und gut verträgliche Form der Kontrazeption dar. Es gelten jedoch dieselben Kontraindikationen wie für Ethinyl­estradiol-haltige Präparate.

    Die Anwendung kombinierter Kontrazeptiva im Langzyklus bietet Vorteile bei zyklusabhängigen ­Erkrankungen.

    Für die intrauterine Kontrazeption bei jungen Frauen und Nulliparae steht eine kleinere, niedrig dosierte Spirale zur Verfügung.

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  • Mikronährstoffe gegen ovarielles Altern

    Für die reduzierte Fertilität mit zunehmendem Alter ist neben der rein quantitativen Reduk­tion befruchtungsfähiger Eizellen im Ovar auch die Erhöhung genetischer Fehlbildungs­raten (sinkende genetische Qualität) verantwortlich.

    Es gibt Hinweise, dass sowohl die Eizell- als auch die Spermienqualität auf Ebene des Zytoplasmas positiv beeinflusst werden können: So wurde durch die Supplementierung bestimmter „mitochondrialer“ Mikro­nährstoffe vor der Zeugung eine geringere Aneuploidie- und somit eine verbesserte Erfolgsrate im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung erzielt.

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  • Multiple Sklerose in der Schwangerschaft

    Prinzipiell sind sämtliche immunmodulierende bzw. immunsuppressive Medikamente zur Therapie der multiplen Sklerose in der Schwangerschaft nicht zugelassen.

    Es wird empfohlen, diese Therapien elektiv vor einer geplanten Konzeption abzusetzen.

    Bei Frauen mit Schwangerschaftswunsch sollte unbedingt eine entsprechende Beratung und ­Information erfolgen.

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  • Introitussonografie vor Suburethralband-Implantation

    Die Introitussonografie liefert präoperativ wertvolle Informationen zur Planung einer TVT-Inkontinenzoperation: zur Urethralänge und -lage, Pathoanatomie, Trichterbildung, Urethra- und Blasenbodenmobilität, Blasenbodenmobilität, Sulci paraurethrales etc.

    Bei postoperativen Beschwerden wertvolle Informationen bei der Evaluierung von sog. „Bandversagern“.

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Frauengesundheit

  • Wir sind so alt wie unsre Zellen

    Der natürliche Alternsprozess stellt per se keine Krankheit dar, ist aber der Nährboden für ­altersassoziierte Erkrankungen.

    Das Lebensalter in Jahren ein schlechter Indikator für die biologische Funktion, weil Umwelt­faktoren (Exposition gegenüber freien Radikalen etc.) und Genetik (Kapazität von Reparaturmechanismen etc.) zelluläre Alterungsprozesse individuell unterschiedlich beeinflussen.

    Die Anzahl an möglichen Zellteilungen ist durch die Verkürzung der Enden der Chromosomen (Telomere) bei jeder Teilung limitiert. Den Zustand eines irreversiblen Zellteilungstopps nennt man Seneszenz.

    Seneszente Zellen weisen ein verändertes Repertoire an sezernierten Faktoren auf und können dadurch den Körper schädigen.

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  • Akupunktur als Therapie und Prävention in der Menopause

    Die traditionelle chinesische Medizin definiert den Begriff Krankheit anders als die westliche ­Medizin, die Prävention hat einen höheren Stellenwert als die Therapie.

    Erkennen von Subhealth ist in der westlichen Medizin und TCM der erste Schritt zur ­Prävention.

    Seit 1980 ist die Wirksamkeit der Akupunktur in der Schmerztherapie in den meisten Fällen unbestritten, weitere Einsatzgebiete sind Psychosomatik und Prävention.

    Gut bewährte Indikationen der Akupunktur im Westen – mit Schwerpunkt auf Frauen – sind Post ­Traumatic Stress Disorder, Fibromyalgie-Syndrom, Restless-Legs-Syndrom, depressive Symptome in der ­Menopause und Lumbalgie.

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  • Juckreiz im Alter

    Juckreiz ist eines der häufigsten Hautsymptome im Alter und kann Begleitsymptom vieler ­Erkrankungen sein.

    Die Diagnostik beinhaltet Anamnese, klinische Untersuchung und interdisziplinäre Abklärung.

    Die Therapie umfasst die Behandlung der Grunderkrankung, allgemeine Maßnahmen zur Minderung des Pruritus sowie individuelle topische und systemische Therapien.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Kontinenz ist MKÖ
    Höhepunkt im Jahresablauf der MKÖ ist zweifelsohne die Jahrestagung (JT) im Herbst. Während die vergangene noch analysiert wird, arbeitet man schon auf die nächste hin – mit höchster Konzentration aller Vorstandsmitglieder, denen ich für ihr konsequentes Engagement für die MKÖ ...Weiterlesen ...
  • Neue Zulassung von Botulinum-Toxin A auch bei überaktiver Blase (ÜAB) in Österreich
    Nach Symptomen der ÜAB fragen: Der Symptomenkomplex der ÜAB ist in der erwachsenen Bevölkerung bei etwa 15–17 % zu finden, wobei Frauen etwas häufiger (3 : 2) betroffen sind. In 2/3 der Fälle kann der vermehrte Harndrang noch kontrolliert werden (ÜAB ...Weiterlesen ...
  • Botulinumtoxin in der Proktologie
    Botulinumtoxin, das Neurotoxin des Anaerobiers Clostridium botulinum, hemmt spezifisch die Azetylcholinausschüttung an motorischen und vegetativen Nervenendigungen. Es kommt somit zu einer reversiblen schlaffen Parese der injizierten Muskulatur. Diese Wirkung macht man sich bei der Behandlung von Dystonien und Spastik zunutze. ...Weiterlesen ...
  • „Pelvic organ prolaps“ (POP) aus der Perspektive der Physiotherapie
    Entsprechend der im International Continence Society (ICS) Textbook 2009 beschriebenen Ätiologie ist der POP häufig mit Beckenbodendysfunktionen verschiedener Genese vergesellschaftet, wobei die aktuelle Studienlage eine gegenseitige Beeinflussung in beide Richtungen nahelegt. Der Einsatz der Physio­therapie als Teil des konservativen Behandlungsmanagements ...Weiterlesen ...