GA 06|2017

Herausgeber: em. o. Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter, Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Wien

Zum Geleit

Editorial

Seite des BÖG

  • Confirmation Bias – Cognitive Bias: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

    Der wissenschaftliche Terminus für die Ausblendung von Fakten zur Aufrechterhaltung eigener Vorstellungen, Überzeugungen oder Glaubenssätze ist der Confirmation Bias. Wir sehen, was wir sehen wollen, und gestalten so tagtäglich unsere subjektiven Wahrheiten. Gesunde Reflexion hilft uns darüber hinaus, auch andere subjektive Wahrheiten anzunehmen und uns einer objektiven Wahrheit anzunähern.

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Focus: ESGO 2017

  • Nachlese zum Wiener ESGO-Kongress: Das war der ESGO 2017

    Die alle 2 Jahre abgehaltenen internationalen Kongresse der European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) sind mittlerweile weltweit – nicht nur mit Blick auf die Teilnehmerzahlen – die wichtigste Bühne für die neuesten Entwicklungen in der Gynäkoonkologie und daher ein Pflichttermin für alle medizinischen Disziplinen, die sich wissenschaftlich und therapeutisch mit gynäkologischen Tumoren befassen.

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  • ESGO-Keynote-Lecture: Warum wir bei der Heilung des Ovarialkarzinoms versagen

    Univ.-Prof. Dr. Christian Marth war nicht nur prominent in das erfolgreiche Ringen um den Zuschlag des diesjährigen ESGO-Jahreskongresses an Wien als Veranstaltungsort involviert, sondern auch intensiv in das wissenschaftliche Programm: sowohl als Vortragender als auch als Chair einiger Sitzungen. In seiner Keynote-Lecture betrieb er Ursachenforschung zu einem der drängendsten Probleme der Gynäkoonkologie. In einem Interview dazu analysierte er, woran man schrauben müsste, um die stagnierenden Heilungsraten bei Ovarialkarzinom entscheidend zu verbessern.

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  • Frauen und Krebs – Onkogenes Zusammenspiel von RANK-RANKL und Sexualhormonen
    Eine von 8 Frauen wird im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Damit zählt Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Doch laut aktuellen Prognosen werden 2017 wohl erstmals mehr Frauen an Lungenkrebs sterben als an Brustkrebs. Frauen ...Weiterlesen ...
  • Lymphknotenbefall und Lymphknoten-Ratio als Prognose-Parameter bei gynäkologischen Malignomen
    Eine der ersten Fragen, die eine Patientin mit neu diagnostiziertem Malignom stellt, ist häufig die ihrer Prognose. Nicht nur, um diese Frage beantworten zu können, setzt man sich in der Onkologie vermehrt mit Prognoseparametern auseinander.
    Bei gynäkologischen Malignomen hat Lymphknotenbefall ...Weiterlesen ...
  • Positive Zervixzytologie und/oder Hochrisiko-HPV-Infektion – Kolposkopie und klinisches Management
    Die HPV-Typisierung wird zunehmend zur Vorsorge und zum Screening für das Zervixkarzinom eingesetzt.
    In mehreren Ländern ist die HPV-Typisierung bereits Basis von Screeningprogrammen, in anderen sind regionale Programme sowie Leitlinien als Vorstufe zu nationalen Screeningprogrammen etabliert. In den Niederlanden wird ...Weiterlesen ...
  • Endometriumkarzinom: L1CAM und p53-Status – wann, warum und wie soll getestet werden
    Prognostische Wertigkeit von L1CAM: Bereits im Jahr 2013 konnten wir in einer Multicenterstudie an 1.021 Patientinnen mit einem Endometriumkarzinom im Stadium I eine hohe prognostische Wertigkeit des transmembranösen Glykoproteins L1CAM für das krankheitsfreie- und Gesamtüberleben zeigen. Darüber hinaus erwies sich ...Weiterlesen ...
  • Neoadjuvante Systemtherapie des Mammakarzinoms
    Durch neoadjuvante Therapien können primär inoperable Tumoren operabel werden. Die Chance auf Brusterhalt wird signifikant erhöht. Das Überleben von Patientinnen mit nicht-metastasiertem Mammakarzinom ist unabhängig davon, ob eine Chemotherapie primär neoadjuvant oder postoperativ verabreicht wird, wenn das Chemotherapieschema und die ...Weiterlesen ...

Focus: Wiener Menopause-Kongress 2017

  • Geleit zum Heftschwerpunkt
    Auf dem traditionellen Wiener Menopause-Kongress werden auch heuer wieder internationale Experten ein ­umfangreiches und attraktives Programm zu den drei großen Schwerpunktthemen – Menopause, Andropause, Anti-Aging – präsentieren und praxisorientiert darstellen.
    Tradition vs. Innovation: Ein Kongress darf und soll auch in ...Weiterlesen ...
  • Wechselbeschwerden − Hormontherapie nach 70?
    Ausgangslage 2017: Die Women’s Health Ini­tiative Study (WHI) hat über die letzten 15 Jahre immer wieder zur Verwirrung beigetragen. Dies betrifft auch die mögliche Weiterführung der menopausalen Hormontherapie (MHT) nach dem Alter von 60 und noch mehr Jahren.
    Die Teilnehmerinnen ...Weiterlesen ...
  • Lifestyle-Prävention − Übergewicht: ein wichtiger Risikofaktor für DNA-Instabilität und Krebs
    Die Zahl der übergewichtigen/adipösen Menschen ist seit 1995 global auf das rund 6-Fache angestiegen. In Österreich weisen derzeit 47 % der Bevölkerung erhöhte BMI-Werte auf (32,6 % sind übergewichtig, BMI ­≥ 25 < 30; 14,4 % sind adipös [BMI ≥ ...Weiterlesen ...
  • Komplementäre Therapie − Methadon und Cannabis in der Onkologie
    Methadon: Methadon findet in Österreich seit vielen Jahren im Heroinentzug und als Schmerzmittel Verwendung. Methadon ist ein Racemat aus Levomethadon und Dextromethadon, die unterschiedliche Wirkprinzipien haben. Oyekoya T. Ayonrinde und Douglas T. Bridge publizierten den erfolgreichen Einsatz von Methadon als ...Weiterlesen ...
  • Cannabinoide im täglichen klinischen Einsatz − Vision, Realität, Evidenz
    Cannabinoide gehören auf Grund ihrer Wirksamkeit zu den am längsten bekannten biologisch aktiven Stoffen der Menschheitsgeschichte.
    Die analgetische Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen im Bereich des Bewegungs- und Stützapparates ist häufig nicht zufriedenstellend. Auch der Einsatz von starken Opioiden ...Weiterlesen ...
  • Süßstoffe als Alternative zu Zucker? − Welchen Einfluss sie auf Appetit und Energiebilanz haben
    Nach einer fast ewig währenden, eher unkritisch geführten Debatte um das „böse“ Fett ist seit einigen Jahren der Zucker zur Zielscheibe der Ernährungswissenschaften geworden. Der primäre Grund dafür ist der mittlerweile gefestigte Zusammenhang zwischen einem hohen Konsum von Zucker, insbesondere ...Weiterlesen ...
  • Ayurveda und Anti-Aging
    Traditionelle indische Medizin
    Nun betrachten wir die Frage der Langlebigkeit“, mit diesen Worten beginnt vor ca. 3.000 Jahren das Hauptwerk des Ayurveda. Anti-Aging ist demnach keine Erfindung unserer Zeit. Vielmehr scheint es ein wesentliches Bedürfnis aller Hochkulturen gewesen zu sein.
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  • Anti-Aging extrem: Transhumanismus – auf dem Weg zum Homo Deus
    Der Transhumanismus hat sich – vor allem in den Vereinigten Staaten – in den letzten Jahren von einer eher esoterisch-sektiererisch geprägten Denkrichtung zu einer durchaus ernstzunehmenden philosophischen Strömung weiterentwickelt. Dies hat nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die Medizin im Allgemeinen ...Weiterlesen ...

AGO Austria

  • Studiendaten legen es nahe: Ärztinnen operieren vermutlich besser als Ärzte

    Ein Studie zeigte, dass bei Patienten, die durch Ärztinnen operiert wurden, die Mortalitätsrate signifikant und die Komplikationsrate bzw. Wiederaufnahmerate tendenziell geringer war als bei Patienten, die durch männliche Ärzte operiert wurden.

    Als mögliche Ursachen identifiziert: höhere Motivation, striktere Leitlinientreue, weniger Risikobereitschaft, höhere psychosoziale Kompetenz der weiblichen Kolleginnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.

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Gynäkologische Onkologie

  • Erhaltungstherapie bei rezidiviertem platinsensitiven Ovarialkarzinom: Bahnbrechende Fortschritte durch neue PARP-Inhibitoren

    Eine Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib, Rucaparib) im Anschluss an eine platinhältige Rezidivtherapie bei Ovarialkarzinom (OC) ist für die Patientinnen vorteilhafter als Watchful Waiting.

    Der für Patientinnen mit BRCA-Mutation zugelassene PARP-Inhibitor Olaparib hat die OC-Rezidivtherapie entscheidend verbessert und zur Empfehlung für ein BRCA-Screening bei allen OC-Patientinnen geführt.

    Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe wurde für Niraparib die EU-Zulassung zur Erhaltungstherapie des platinsensitiven Ovarialkarzinoms unabhängig vom BRCA-Status erteilt – Phase-III-Daten bestätigen Niraparib Effektivität über alle Subgruppen hinweg, auch bei Patientinnen ohne BRCA-Mutation.

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  • ABCSG 48/POSITIVE: Studie für Brustkrebspatientinnen mit Kinderwunsch startet
    Österreichs größte akademische Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) startet ein wichtiges und ehrgeiziges Studienprojekt, um jungen Frauen mit Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs ihren Kinderwunsch erfüllen zu können.
    Ungefähr zwei Drittel der Brustkrebspatientinnen erhalten eine adjuvante endokrine Therapie, die ...Weiterlesen ...

Gynäkologie & Geburtshilfe

  • Harnwegsinfekt bei Frauen: Ein häufiges Ereignis braucht suffiziente Therapie

    Ein unkomplizierter Harnwegsinfekt ist bei Frauen häufig. Rezidive oder komplizierende Faktoren erfordern eine weiterführende Diagnostik und/oder spezifische Therapie.

    Die Diagnostik fußt zumindest auf einer suffizienten Beurteilung der Klinik und einer Harnprobe, die Harnkultur gewinnt zusehends an Bedeutung.

    Therapeutische Optionen reichen von Allgemeinmaßnahmen bis zu kontrollierter Antibiotikagabe.

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Junge Gyn

  • Erfahrungsaustausch im Rahmen des ENTOG-Exchange

    Im Rahmen der Ausbildung gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich auf Kongressen und internationalen Treffen über die regionalen Gegebenheiten hinaus weiterzubilden und auch mit Kollegen aus anderen Ländern auszutauschen – die ENTOG bietet hierzu eine breite Vernetzungsplattform.

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  • ENTOG-Exchange 2017: Impressionen aus Slowenien

    Das jährliche ENTOG-Meeting und das 4-tägige Exchange-Programm fanden 2017 in Slowenien statt. Mehr als 40 Assistenzärztinnen und Assistenzärzte aus ganz Europa reisten im Mai 2017 in das Gastland Slowenien, um den dortigen Arbeitsalltag kennenzulernen, sich auszutauschen und Unterschiede zwischen den Ländern zu sehen und zu diskutieren.

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Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich

  • Editorial: Erfolgreiche 27. Jahrestagung der MKÖ
    Mit großer Freude darf ich berichten, dass von 20. bis 21. Oktober 2017 in Linz eine gut besuchte Jahrestagung der MKÖ stattgefunden hat. Der Standort Linz, den wir seit 2013 gewählt haben, hat sich sehr bewährt. Die Tagungspräsidenten, Frau OÄ ...Weiterlesen ...
  • Das LARS-Syndrom und mögliche chirurgische Therapieoptionen
    Für Patienten, die mit der Diagnose Rektumkarzinom konfrontiert sind, steht neben der Wiedererlangung der Gesundheit der Schließmuskelerhalt sehr weit im Vordergrund. Ein Leben mit einem bleibenden Stoma ist für viele Menschen unvorstellbar. Abhängig von der Ausdehnung des Primärtumors und der ...Weiterlesen ...
  • Pessartherapie bei Genitaldeszensus und Prolapsbeschwerden
    Genitaldeszensus und Prolapsbeschwerden sind wohl so alt wie die Menschheit. In der Literatur variiert die Prävalenz je nach Stadium von 28 bis 46 % der Frauen über alle Altersgruppen. Diese große Patientinnengruppe erfordert bei unterschiedlich großem Leidensdruck durch verschiedene Symptome ...Weiterlesen ...