Neph 04|2012

Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Nephrologie

Editorial

  • Editorial: Glomerulonephritis
    Sehr geehrte Nephrologinnen und Nephrologen!
    Das Thema Glomerulonephritis war immer schon eines der spannendsten in der Nephrologie. Das gilt heute mehr denn je. Wir bewegen uns von der rein morphologischen Beschreibung und Diagnostik dieser Erkrankungen langsam aber unaufhaltsam in Richtung ...Weiterlesen ...

Focus: Glomerulonephritis

  • IgA-Nephropathie


    Primäres Ziel ist eine optimale supportive Therapie mit Fokus auf antihypertensive und antiproteinurische Maßnahmen.

    Bei persistierender Proteinurie oder progredienter Nierenfunktionsverschlechterung muss der Einsatz von Kortikosteroiden erwogen werden.

    Die Kombination von Steroiden mit zytotoxischen Medikamenten wird nicht empfohlen.

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  • Membranöse Glomerulopathie


    Nach Ausschluss einer sekundären Ursache ist eine antiproteinurische und antihypertensive Therapie für mindestens 6 Monate sinnvoll, solange die Nierenfunktion stabil bleibt und keine schweren Komplikationen des nephrotischen Syndroms auftreten.

    Als initiale immunsuppressive Therapie werden Kalkineurininhibitoren mit oder ohne Steroid oder Zyklophosphamid mit Steroid empfohlen.

    Die Daten zu Rituximab sind vielversprechend.

    PLA2R-Antikörperspiegel sind für Diagnose und Therapiemonitoring geeignet.

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  • Rekurrenz der fokal segmentalen Glomerulosklerose nach Nierentransplantation


    Bei Nierentransplantation aufgrund einer FSGS limitiert eine FSGS-Rekurrenz den Therapieerfolg.

    Bei der Rekurrenz spielen Permeabilitätsfaktoren, die die glomeruläre Filtrationsbarriere schädigen, eine wesentliche Rolle.

    Therapieansätze wie Plasmapherese, Rituximab oder TNF-α-Blockade beruhen auf Fallberichten und Fallserien. Größere Studien bleiben abzuwarten.

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  • Lupusnephritis 2012


    Jede glomeruläre Mikrohämaturie und/oder Proteinurie >0,5 g EW/24 h stellt bei SLE auch bei normaler Nierenfunktion eine Indikation zur Nierenbiopsie dar.

    Die Therapie richtet sich nach der Histologie entsprechend der ISN/RPS-2003-Klassifikation.

    Die proliferativen Formen (LN Class III und IV) sind die schwersten Verlaufsformen.

    Die Induktionstherapie besteht aus MMF (3 g/Tag) oder Low-Dose-Zyklophosphamid i. v. (EURO Lupus) in Kombination mit Steroiden, alternativ Rituximab; die Erhaltungstherapie aus MMF oder Azathioprin.

    Eine regelmäßige nephrologische Kontrolle ist lebenslang erforderlich.

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