SD 01|2021


Editorial

  • Editorial 01/21
    Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen!
    Die erste Ausgabe von SPECTRUM Dermatologie 2021 widmet ihren Fokus unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der ÖGDV, Professor Johann Bauer, der Forschung an der Universitätsklinik für Dermatologie in Salzburg. Aus dem Bereich der Genodermatosen ...Weiterlesen ...

Focus

  • Vorwort: Auf zu neuen Ufern!

    Der Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie an der ­Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer, MBA HCM, hält die verstärkte Zusammenarbeit der Kliniken auf Forschungs- und Ausbildungsebene sowie das Mithalten mit dem technologischen Fortschritt der Medizin für unverzichtbar, um an der Spitze mitzuhalten.

    Die Forschungsschwerpunkte der Salzburger Hautklinik: das Melanom sowie genetische Hauterkrankungen, allen voran Epidermolysis bullosa.

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  • Der Energiestoffwechsel des Melanoms

    Das Melanomwachstum kann, unabhängig vom genetischen Hintergrund der Tumoren, durch gezielte Eingriffe sowohl im mitochondrialen Energiestoffwechsel durch einen Wirkstoff aus der Familie der Imperidone als auch im Glukosestoffwechsel durch eine diätische Intervention mittels einer ketogenen Ernährung inhibiert werden.

    Melanome sind heterogene Tumoren, welche sich, unabhängig vom Mutationsstatus,  metabolisch vorwiegend in ihrem Lipidprofil unterscheiden.

    Einzelne Stoffwechselmetaboliten, welche im Plasma von melanomtragenden Mäusen konsistent hochreguliert sind, haben möglicherweise als diagnostische Biomarker eine Bedeutung.

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  • Adjuvante Anti-PD-1-Antikörpertherapie beim Melanom: Prognostische/prädiktive und pharmakodynamische Biomarker

    Durch die adjuvante Anti-PD-1-Antikörpertherapie beim vollständig resezierten Melanom kann das Rezidivrisiko um etwa 50 % reduziert werden.

    Auf der Suche nach prognostischen/prädiktiven Biomarkern rückt die Immunphänotypisierung von Immunzellen immer mehr in den Vordergrund.

    Zirkulierende Immunzellen der CXCL13:CXCR5-Immunachse könnten dabei von Bedeutung sein.

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  • Personalisierte Therapie: Gene-Editing-Strategien für Genodermatosen

    Mit der Designer-Nuklease CRISPR/Cas9 kann man Gene sowohl gezielt und präzise inaktivieren als auch korrigieren und damit die Funktionalität des zuvor nichtfunktionellen bzw. die Herstellung des zuvor abwesenden Proteins effizient und sicher wiederherstellen.

    Die einfache Handhabung der CRISPR/Cas9-Technologie beschleunigt die Entwicklung einer personalisierten und auf den Patienten speziell abgestimmten Therapiestrategie enorm.

    Die Etablierung und Optimierung hochsensitiver Methoden für die Detektion ungewollter Nebeneffekte und die Entwicklung von Strategien für die effiziente und spurenlose Korrektur von Mutationen werden die klinische Anwendung in naher Zukunft noch weiter beschleunigen.

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  • Erforschung von miRNAs bei aggressiven Plattenepithelkarzinomen

    Kurze Ribonukleinsäuremoleküle – miRNAs – können von Tumorzellen missbräuchlich verwendete Zellprogramme regulieren.

    Erste klinische Studien bestätigten die Möglichkeit des Einsatzes von miRNA-Therapeutika in der Tumorbehandlung. MiRNAs sind von besonderem Interesse in der minimalinvasiven Tumordiagnostik.

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  • Haarfollikel und Verbandsmaterial: Innovative Methoden zur Probengewinnung bei Epidermolysis-bullosa-Patienten

    Haarfollikel stellen eine nichtinvasive Quelle für die Isolierung von primären Keratinozyten und Fibroblasten aus Patienten mit Epidermolysis bullosa dar.

    Primäre Keratinozyten und Fibroblasten aus Haarfollikeln können zu epidermalen Hautäquivalenten expandiert und für ex-vivo-gentherapeutische Forschungsansätze herangezogen werden.

    Immunzellen und Fibroblasten können aus Wundverbänden isoliert und zur Erforschung von gestörten Heilungsprozessen (z. B. bei chronischen Wunden) verwendet werden.

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Panorama

  • 2020 deutlich weniger Hautkrebs diagnostiziert

    Die Zahl der diagnostizierten Fälle von Hautkrebs war im Jahr 2020 gegenüber 2019 deutlich reduziert. In manchen Monaten wurden bis zu 50 % weniger Basaliome, kutane Plattenepithelkarzinome und Melanome diagnostiziert.

    Die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) warnt: Die Hautkrebsvorsorge darf während der Corona-Pandemie keinesfalls ­vernachlässigt werden.

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  • Berufsdermatologisches Zentrum (BDZ) am Ordensklinikum Linz

    Die frühzeitige Erkennung und Behandlung berufsbedingter Hauterkrankungen – allen voran chronischer Hautekzeme – verhindert nicht nur krankheitsbedingte Ausfälle, sondern vor allem auch einen langen Leidensweg, wie OÄ Dr. Barbara Ernst, Leiterin des ersten Berufsdermatologischen Zentrums ­Oberösterreichs, im Interview mit SPECTRUM Dermatologie ausführt.

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  • Dermatologische Forschung befeuert die Corona-Impfstoffentwicklung – und umgekehrt

    Im Interview mit SPECTRUM Dermatologie erläutert Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer, MBA HCM, Präsident der ÖGDV, die Vorreiterrolle der dermatologischen Forschung. Wie kaum ein anderes Fach haben die Erkenntnisse aus der Dermatologie die Forschung auch in anderen Fachgebieten beflügelt. Auch die moderne mRNA-Corona-Impfstoffentwicklung basiert letztlich auf Konzepten der Melanom­forschung. Die klinischen Erfolge der Corona-Impfung werden wiederum die dermatologischen ­Forschungsgebiete befeuern.

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State of the Art

  • „Boulevardisierung“ der Wissenschaftsliteratur: Hautsymptome bei COVID-19

    Die Literatur zu COVID-19 ist bereits sehr umfangreich, gerade in Bezug auf Hautsymptome bei COVID-19 gibt es jedoch berechtigte Zweifel an der Relevanz mancher Publikationen.

    Auffallend ist die Vielfalt der beschriebenen Hautmanifestationen; die wohl bekannteste und umstrittenste davon: die sogenannten „COVID-Zehen“.

    Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei den beobachteten Hautmanifestationen um eine Mischung aus zufälligen Assoziationen und parainfektiösen ­Phänomenen, wie wir es auch von anderen Viruserkrankungen kennen.

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Journal Club

  • Vorgeburtlicher Proteinersatz zur Behandlung der ektodermalen Dysplasie

    Bei der hypohidrotischen ektodermalen Dysplasie führt ein genetisch bedingter Mangel am Signalprotein Ektodysplasin A1 dazu, dass sich während der Entwicklung im Mutterleib die Schweißdrüsen und andere Hautanhangsgebilde sowie die Anlagen der Zähne nicht richtig bilden.

    Wer keine Schweißdrüsen hat, der ist unfähig zu schwitzen, was im Sommer oder bei  fieberhaften Infekten lebensgefährlich sein kann.

    In allen Fällen, in denen das fehlende Protein zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels ins Fruchtwasser verabreicht wurde, kam es zur Normalisierung der Schweißdrüsenbildung mit dauerhafter Schwitzfähigkeit.

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  • Angeboren vs. nicht angeboren: Klinische und dermatoskopische Merkmale Nävus-assoziierter Melanome

    Unsere Studie zeigt die morphologische Vielfalt von Nävus-assoziierten Melanomen auf, ­wodurch sich neue Einsichten in die unterschiedlichen Entstehungsmechanismen ­Nävus-assoziierter Melanome ergeben.

    Nävus-assoziierte Melanome unterscheiden sich hinsichtlich Epidemiologie, Demografie und Morphologie – abhängig davon, ob der assoziierte Nävus ­angeboren oder erworben ist.

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  • Ein neuer Akteur in der Pathogenese der Psoriasis

    Bei psoriatischen Läsionen treten in der gesamten akanthotischen Epidermis hohe Konzentrationen von BMP7 auf, zusammen mit einer Phosphorylierung von Smad1/5/8 (einem Downstream-Signal von BMP7).

    BMP7 instruiert die Differenzierung von proliferierenden Langerhans-Zellen mit einem Psoriasis-entzündungsassoziierten Phänotyp. Bei Psoriasis-Patienten korreliert eine Senkung der epidermalen Spiegel von BMP7 mit klinischer Verbesserung.

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  • LSD1-Inhibition vermittelt Differenzierung und Zelltod

    Pharmakologische Inhibition des epigenetischen Regulatorproteins LSD1 induziert neuronale Differenzierung des hochmalignen Hauttumors Merkelzellkarzinom (MCC).

    Diese Differenzierung führt zu Zellzyklusarrest mit Tumorzelltod und blockiertem Tumorwachstum in vitro und in vivo.

    Unsere Studie legt nahe, dass Differenziationstherapien, die sich bereits in diversen malignen hämatologischen Erkrankungen bewährt haben, auch eine therapeutische Option für solide Tumoren wie MCC sein könnten.

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  • Hemmung des antiapoptotischen Moleküls Bcl-2

    Die Graft-versus-Host Disease (GVHD) der Haut zählt zu den häufigsten Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation.

    Die aktuelle Studie zeigt, dass Leukozyten in Blut und Haut von GVHD-Patienten das

    antiapoptotische Molekül Bcl-2 vermehrt exprimieren.

    In der Patientenkohorte korrelierte eine hohe Bcl-2-Expression mit schlechtem Ansprechen auf Steroide und erhöhter Mortalität.

    In-vitro-Hemmung von Bcl-2 mit dem Small-Molecule-Inhibitor Venetoclax führte zu Apoptose von zytotoxischem und selektivem Überleben von regulatorischen T-Zellen.

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