Rubrik: Personalisierte Medizin

  • Molekulares Tumorboard: Patient mit metastasiertem Oropharynxkarzinom

    ECOG: 0; 48 Jahre

    Erstdiagnose: Oropharynxkarzinom li., cT2N1M1, Stadium IV; multiple pulmonale Metastasen, 04/2017

    Histologie: Plattenepithelkarzinom, G2, p16-positiv

    Erstlinientherapie: 6 Zyklen Cetuximab, Cisplatin, 5-FU, 04/17–09/17

    Restaging CT 09/17: pulmonal und im Bereich des Primärtumors CR, lediglich 1 positiver LKN übrig

    Proc: Fortführung der Cetuximab-Erhaltungstherapie +Durchführung einer selektiven Neck Dissection li. 10/2017

    Histo: Zwei Lymphknoten, jeweils mit Metastase eines wenig differenziertenPlattenepithelkarzinoms: 2/2 LK positiv

    Restaging 12/2017: Thorakal weiterhin CR, 2 x 2 cm Rezidiv des Oropharynxkarzinoms li., cervikal deutlich progrediente Lymphadenopathie.Bioptische Verifizierung des Oropharynx-Ca’s

    01–03/2018: Primäre Radiotherapie des Oropharynx + cervikal bds. bis 70 Gy

    Restaging CT 05/2018: deutliche PD der Erkrankung cervikal

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  • Patientin mit ALK-positivem NSCLC: Brigatinib-Rechallenge in der 6. Therapielinie

    Fallpräsentation: OA Dr. Maximilian Hochmair Erstdiagnose, April 2005: Patientin, 46 Jahre, Ex-Raucherin (10 pack-years) mit einem lokalisierten Adenokarzinom ­­(< 3 cm) in der rechten Lunge Therapie: Lobektomie (pT1/N0/R0) ohne adjuvante Therapie Juli 2011: multiple mediastinale Lymphknotenmetastasen sowie zytologische Sicherung eines…

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  • Patientin mit HER2-positivem Mammakarzinom

    Erstdiagnose: N. mammae sin. (Tumor selbst getastet) 02/2017, lt. MRT-MG: Primum 3 cm, Axilla pos.St. p. Biopsie: Mamma sin.

    Histologie: invasiv lobuläres Ca, G2, ER 3+, PgR neg., HER2 3+, Ki67 40 %,

    Staginguntersuchung: PET-CT – primär metastasierte Erkrankung mit Absiedelungen in Leber und Knochen

    Erstlinientherapie ab 03/2017: Docetaxel + Trastuzumab + Pertuzumab (DTP), Denosumab als antiresorptive Therapie; gute partielle Remission, SBL in Knochen und Leber ohne metabolische Aktivität. Nach 6 Zyklen Chemo + TP, Erhaltungstherapie mit TP + Tamoxifen ab 08/2017

    Restaging 10/2017: Progressio der ossären und hepatalen SBL

    Zweitlinientherapie: T-DM1 ab 11/2017 Restaging 01/2018: neuerliche Verschlechterung St. p. CT-gezielte Leberbiopsie 01/2018Histo: inv. lobuläres Ca, ER 3+, PgR neg., HER2 1+, Ki67 50 %

    Aktuell: mäßige Auslenkung der Leberfunktionsparameter, Schmerzen in der Brustwirbelsäule

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  • Fallpräsentation: Patientin mit fortgeschrittenem BRCA1-mutiertem Ovarialkarzinom

    Fall: 64-jährige Patientin mit fortgeschrittenem, epithelialem Ovarialkarzinom Komorbiditäten: arterielle Hypertonie, ECOG 0 St. p. extensiver, zytoreduktiver Chirurgie mit extraperitonealer, pelviner hinterer Exenteration, Sigma-Rektumresektion und primärer End-zu-End-Anastomose, supra- und infrakolische Netzresektion plus Splenektomie, rechtsseitiges Diaphragmastripping, Cholezystektomie, Peritoneumektomie, parakolische Gruben beidseits, periaortales Lymphknotendebulking. Komplikationsloser postoperativer Verlauf. Histologie: „high-grade“ serös-papilläres Ovarialkarzinom, FIGO-Stadium IIIC, 3 Liter Aszites; Keimbahntestung zeigt keine BRCA-Mutation, Tumortestung eine somatische BRCA1-Mutation

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  • Molekulares Tumorboard | Fallpräsentation Kolorektalkarzinom

    Ein „molekulares Tumorboard“ lotet Möglichkeiten aus, wie weit sich wissenschaftliche Erkenntnisse auf molekularer Ebene in den klinischen Alltag und damit in die konkrete Behandlungssituation von Patienten übersetzen lassen. Idealerweise erschöpft sich ein molekulares Tumorboard nicht darin, dass der Kliniker seinen Fall präsentiert und der Grundlagenforscher die Mutation, sondern es sollen im gegenseitigen Austausch Anamnese und Vortherapien in Relation zu den Mutationen und ihrer klinischen Evidenz gestellt werden. Diesem Konzept entsprechend wird in SPECTRUM ONKOLOGIE regelmäßig ein interessantes Fallbeispiel einer wichtigen Tumorentität präsentiert. Relevante molekulare Aspekte und Fragestellungen werden von unserem Tumorboard diskutiert und kommentiert.

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  • EXACT-Studie − Von den Möglichkeiten zu den Ergebnissen

    Das „proof of principle“ eines personalisierten Therapieansatzes ist in der EXACT-Studie gelungen. Grundsätzlich lässt sich festhalten:

    Molekulare Profilerstellung ist machbar (MONDTI-Plattform an CCC Wien).

    Austausch im molekularen Tumorboard ist essenziell.

    Das Genom ist instabil, es empfiehlt sich eine „Echtzeit“-Biopsie.

    „Liquid biopsy“ ist eine Alternative bzw. in Entwicklung.

    Der personalisierte Therapieansatz ist bei vielen, wenn auch nicht allen Patienten möglich.

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  • „Druggable“ Targets bei hochmalignen Gliomen

    Die Inhibition des „Vascular Endothelial Growth Factor“ durch Bevacizumab ist die einzige „Targeted Therapy“, die bei Gliomen im Routine-Setting in Verwendung ist.

    Andere therapeutische Targets wie EGFR/EGFRvIII, IDH1/2 und weitere zahlreiche Immuntherapien sind aktuell Bestandteil der Forschung.

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  • Watson, übernehmen Sie! Der neue Megatrend in der Medizin

    Personalisierte Medizin bringt eine unglaubliche Datenflut mit sich. Eine im New England Journal of Medicine publizierte Studie etwa, eine genomweite Assoziationsstudie zur intratumoralen Heterogenität und Evolution von Nierenzellkarzinomen, die im Jahr 2012 zu den meistzitierten Studien der onkologischen Fachwelt zählte,…

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  • „The Algorithm Will See You Now“

    Siddhartha Mukherjee, Pulitzerpreisträger („The Emperor of All Maladies“), beschreibt in einem lesenswerten medizinischen Essay im New Yorker („A.I. VERSUS M.D.“, später publiziert als „The Algorithm Will See You Now“*), wie führende Köpfe der IT-Branche dabei sind, die Medizin zu transformieren….

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  • Wie kognitive Computersysteme die Medizin transformieren

    Univ.-Prof. Dr. Michael Krainer hat sich in den USA mit „kognitiven Computersystemen“ wie Watson von IBM vertraut gemacht, betreut das System von wissenschaftlicher Seite an der MedUni Wien zusammen mit anderen Kollegen und hat im Interview für Spectrum Onkologie grundlegende…

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  • Bedeutung der genetischen Beratung bei Krebserkrankungen

    Die genetische Beratung von Ratsuchenden aus Familien mit gehäuften Krebserkrankungen kann dazu beitragen, ein genetisch bedingtes Risiko besser einzuschätzen und abzuklären.

    Die Erkennung und korrekte Einordnung monogen erblicher Tumorsyndrome ist unabdingbar, da Patienten und asymptomatische Anlageträger eine im Vergleich zu Patienten mit sporadischen, vereinzelt vorkommenden Krebserkrankungen individuelle, spezielle und längerfristige medizinische Betreuung benötigen.

    Die aus der Beratung gewonnenen Erkenntnisse können es Betroffenen erleichtern, präventive Untersuchungen eher anzunehmen, und helfen unnötige Ängste zu vermeiden.

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  • Früherkennung und Prävention: Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen mit familiärem Risiko

    BRCA1 und BRCA2 sind Tumorsupressorgene. Ist eines dieser Gene mutiert, ist das Risiko an Brust- bzw. Eierstockkrebs zu erkranken deutlich erhöht.

    Die Genmutation wird autosomal-dominant vererbt; das Risiko, das veränderte Allel zu erben, beträgt für Kinder eines betroffenen Elternteiles somit 50 %.

    Die Mutationsanalyse erfolgt zumeist mittels Next Generation Sequencing.

    Die Magnetresonanz-Mammografie/Brust-MRT ist die genaueste und empfindlichste bildgebende Untersuchung für Hochrisikopatientinnen.

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  • Genetische Beratung

    Im Rahmen der Neudiagnose einer Tumorerkrankung sollte prinzipiell immer die Möglichkeit eines familiären Tumorsyndroms in Erwägung gezogen werden.

    Die genetische Beratung muss vor und nach einer Untersuchung hinsichtlich Keimbahnmutationen erfolgen.

    Die genetische Beratung ist streng gesetzlich geregelt.

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  • Herausforderungen der molekularen Pathologie

    Die onkologische molekulare Pathologie bestimmt die molekularen Veränderungen eines Tumors. Sie verbessert damit die Tumorklassifikation und identifiziert Targets für die Therapie.

    Die molekulare Pathologie erfordert einen neuen Typus von Pathologen und Pathologinnen sowie die ernsthafte Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung zum Facharzt für„Klinische Pathologie und Molekularpathologie“.

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  • ALK-Inhibition bei EML4-ALK-Translokation: Erfahrungen in Österreich

    Eine EML4-ALK-Translokation findet sich bei 2–7 % aller NSCLC-Patienten. Die Treibermutation kann durch zielgerichtete Therapien inhibiert werden. In Österreich derzeit zugelassen sind Crizotinib und Ceritinib.

    Mit den neuen Substanzen gibt es im Rahmen der Austrian Lung Cancer Study Group ausgezeichnete Erfahrungen.

    Die Bedeutung der frühen Verfügbarkeit neuer Substanzen lässt sich exemplarisch an der ersten Patientin nachvollziehen, die in Österreich mit Ceritinib behandelt wurde.

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  • Single Case Report: Junge Patientin mit BRAF-mutiertem metastasiertem Kolorektalkarzinom − ein prognostischer Marker fordert Handeln!

    Eine 23-jährige Studentin klagt seit etwa 14 Tagen über beidseitige Leisten- sowie Rückenschmerzen. Die Einnahme von Paracetamol bringt ihr nur kurzzeitig Besserung. Schließlich bemerkt sie eine Lymphknotenschwellung links zervikal, sodass sie zunächst den Hausarzt aufsucht. Dieser vermutet nicht zuletzt auch wegen eines rezenten Aufenthalts auf den Philippinen zunächst eine Infektionserkrankung und weist die Patientin an die Ambulanz der Klinischen Abteilung für Infektionserkrankungen zu.

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  • Neuerungen in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms

    In der neoadjuvanten Therapie HER2-positiver Tumoren sollte eine duale HER2-Blockade mit Trastuzumab und Pertuzumab eingesetzt werden.

    Eine duale Blockade ermöglicht eine Deeskalation der Chemotherapieintensität.

    Neratinib nach einem Jahr Trastuzumab verbessert das krankheitsfreie Überleben im adjuvanten Setting, dies kann jedoch derzeit nicht als Therapiestandard erachtet werden.

    Bei metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs bleibt die Kombination von Docetaxel, Trastuzumab und Pertuzumab der Standard in der Erstlinientherapie.

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  • Ein Beispiel für personalisierte Medizin. Druggable Targets bei HNO-Tumoren

    SCCHN zählt zu den Tumorentitäten mit der höchsten Prävalenz für somatische Mutationen4, dennoch konnte in der klinischen Routine nur der epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor-Pathway als therapeutisches Target für Cetuximab nutzbar gemacht werden.

    Erste Daten mit Immuncheckpoint-Inhibitoren sind vielversprechend. Ergebnisse von Phase-III-Studien werden in den nächsten 1 bis 2 Jahren erwartet.

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  • BRCA-Testung beim Ovarialkarzinom

    BRCA-1-, und -2-Mutationen können in der Keimbahn (in allen Zellen) oder selektiv in Tumorzellen vorkommen. Sie sind ursächlich für die Entstehung von Ovarialkarzinom verantwortlich.

    Die Entwicklung von PARP-Inhibitoren ermöglicht nun eine zielgerichtete und nebenwirkungsarme Therapie.

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  • Druggable Targets bei Glioblastomen

    Die Immuntherapie wird beim Glioblastom bereits seit geraumer Zeit beforscht. Ein Beispiel ist die Impfung gegen eine speziell im Glioblastom vorkommende Mutationsvariante des EGF-Wachstumsfaktorrezeptors (EGFRvIII). Andere Beispiele sind Vakzinierungen gegen IDH-Mutationen in niedriggradigen Gliomen oder der Einsatz von Immun-Checkpoint-Inhibitoren.

    In Subpopulationen lassen sich BRAF-Mutationen finden, die sich für BRAF-Inhibitoren anbieten, oder die FGFR-TACC-Fusion mit möglichem Ansprechen auf FGFR-Inhibitoren. Damit wird die personalisierte Therapie auf Basis spezifischer genetischer Tumorcharakteristika auch in der Behandlung von Glioblastomen an Bedeutung zunehmen.

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  • Hält die Molekularbiologie beim Pankreaskarzinom, was sie verspricht?

    Aufgrund ausgeprägter chromosomaler Instabilität und genetischer Heterogenität mit zahlreichen Mutationen, Amplifikationen, Genverlusten und chromosomalen Rearrangements ist das Pankreaskarzinom eine genetisch komplexe Erkrankung.

    Chromosomale Instabilität und genetische Heterogenität sind mögliche Ursachen für die ausgeprägte Therapieresistenz dieser Tumorentität.

    Zunehmende molekularbiologische Erkenntnisse sind Grundlage für mögliche zukünftige Therapieverbesserungen.

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  • Herausforderung der personalisierten Medizin beim hepatozellulären Karzinom

    Das hepatozelluläre Karzinom ist ein molekulargenetisch sehr heterogener Tumor, für den bislang kein einheitlicher Pfad der Kanzerogenese festgestellt werden konnte.

    Stadiengerechte Therapiekonzepte, histologische Charakteristika, individuelle Marker und Scores bieten aber jetzt schon Möglichkeiten für personalisierte Therapieentscheidungen.

    Im nächsten Schritt werden Biomarker zur medikamentösen Therapieselektion untersucht, u. a. Met-Expression für Tivantinib oder Alpha-Fetoprotein-Spiegel für Ramucirumab.

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  • Intratumorale Heterogenität in urologischen Tumoren: Von der molekularen Evidenz zu klinischen Implikationen

    Interview mit Dr. Marco Gerlinger, London, UK, anlässlich seines aktuellen Reviews in European Urology über die genetische Tumorheterogenität beim Nierenzell-, Prostata- und Blasenkarzinom.

    Der Review zeigt einige der nächsten wichtigen Schritte in der Zukunft auf:

    • Es gilt herauszufinden, welche Tumoren besonders heterogen sind,
    • welche „Driver“-Mutationen generell davon betroffen sind und
    • wie man am besten Medikamente für häufig auftretende Stammmutationen entwickeln kann.
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  • Das Prostatakarzinom – ein Nachzügler der personalisierten Medizin

    Die molekulare Heterogenität des Prostatakarzinoms führt zu einer Vielzahl an klinischen Erscheinungsbildern.

    Die Therapieoptionen sind erst in den letzten Jahren rasant gewachsen.

    Individualisiertes PSA-Screening ist der erste Schritt zur personalisierten Behandlung.

    Die Zukunft gehört der molekularen Typisierung und genomischen Klassifizierung sowie neuen, gezielten Therapien.

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  • Routine-Gensequenzierung beim Prostata­karzinom – Konsequenzen für die Therapie

    Beim Prostatakarzinom gibt es nur sehr wenige Mutationen, aber eine große genetische Unordnung.

    Viele dieser genetischen Veränderungen sind prognostisch und therapeutisch relevant.

    Durch die Fortschritte bei der Gensequenzierung wird sich die Krebsmedizin fundamental ändern.

    Das komplette Genom eines Tumors kann heute innerhalb einer Woche für ca. 1.000 Euro analysiert werden.

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  • „N of 1“-Fallberichte: Detektivarbeit beim Prostatakarzinom – Dem letalen Klon auf der Spur

    „N of 1“-Fallberichte beim Prostatakarzinom: klonale Evolution, Tumorheterogenität, diagnostische Herausforderungen.

    Außergewöhnlich am ersten Fallbericht ist die Tatsache, dass es bei einem Patienten mit Prostatakarzinom 17 Jahre nach der Erstdiagnose gelungen ist, jenen Ursprungsklon zu identifizieren, der letztlich den letalen Phänotyp begründet hat.

    Interessant am zweiten Fallbericht ist der Versuch einer Etablierung molekularer Marker wie PTEN und p53, mit denen aggressive Klone im Rahmen der „aktive surveillance“ besser erfasst werden können.

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  • Mammakarzinom: Genetic Assays – Stellenwert, Daten und zukünftige Entwicklungen

    Multigen-Assays verbessern die individuelle Prognoseeinschätzung bei einigen Subtypen des Mammakarzinoms bedeutend und sind dabei besser reproduzierbar.

    Trotz noch fehlender Evidenz aus den großen Phase-III-Studien werden Multigentests zunehmend in der klinischen Praxis verwendet.

    Eine individuelle Vorhersage zur Verwendung einzelner Medikamente im Sinne einer echten Prädiktion ist mit den kommerziell verfügbaren Tests derzeit nicht möglich.

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  • „Druggable targets“ bei GIST

    Neue Therapieansätze bei GIST inkludieren die bereits erfolgte FDA-Zulassung von Regorafenib.

    Darüber hinaus laufen frühe Studien mit Everolimus, dem Hitzeschockprotein-Inhibitor Retaspimycin und dem Histon-Deacetylase-Hemmer Panobinostat.

    Die neuen Therapieprinzipien werden bei Imatinib- und Sunitinib-Resistenz als Monotherapie oder in Kombination mit etablierten Substanzen geprüft.

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  • Druggable Targets beim metastasierten Melanom

    Die Induktion einer Immunantwort ist beim metastasierten Melanom möglich.

    Vielversprechende neue Therapieansätze sind Antikörper gegen T-Zell-Checkpoint-Moleküle.

    Die Häufigkeit und der Schweregrad der dadurch induzierten Autoimmunprobleme benötigen Langzeitstudien zur Beurteilung.

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  • Personalisierte Medizin am Beispiel Bronchialkarzinom: „Proof of principle“-Shift

    In spezialisierten Zentren findet derzeit ein „Proof of principle“-Shift statt. Mit Hilfe neuer Mulitplex-Sequenzierstrategien („next generation sequencing“) können zunehmend auch in der klinischen Routine Patienten mit neuen Treibermutationen identifiziert werden, die in frühen „Proof of concept“-Studien auf die Möglichkeit einer therapeutischen Intervention geprüft werden.

    Stop-and-go-Entscheidungen für eine neue Substanz sollen bereits an wenigen Patienten getroffen werden, was Zeit, Geld und große Studien mit ungewissem Ausgang spart.

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  • „EXACT-Protokoll“: Der Weg zur personalisierten Krebstherapie

    Im Rahmen der EXACT-Studie, „Extended Analyses for Cancer Treatment“, an der Universitätsklinik für Innere Medizin I, MedUni Wien, soll erstmals in ­Österreich ein System zur individualisierten Krebsmedizin etabliert werden.

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  • MOSCATO: „Proof of Concept“ für eine neue Ära der personalisierten Medizin

    MOSCATO-01-Studie: Prospektive biomarkerbasierte „Proof of Concept“-Studie zu einem neuen Konzept der personalisierten Medizin.

    Hypothese: Mit Therapieentscheidungen auf Grundlage tumortreibender genetischer Veränderungen lässt sich ein besseres Ergebnis erzielen. Aktuell wird bei „austherapierten“ Patienten ein „Real time“-Tumorprofil erstellt, um Targets für eine zielgerichtete Therapie zu finden.

    Ziele: Das verfügbare tumorbiologische Wissen könnte rascher als bisher mehr Patienten zukommen.

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  • „Druggable targets“ beim Mammakarzinom

    Bei Hormonrezeptor-positiven Tumoren liegt das Hauptaugenmerk auf der Durchbrechung von Resistenzmechanismen mit mTor-Inhibitoren und aktuell auch PI3K-Inhibitoren

    Neue Trends bei HER2-positiven Tumoren: Kombinationstherapie Trastuzumab und Pertuzumab, Antikörper-Chemotherapie-Konjugat Trastuzumab-Emtansin (T-DM1), Entwicklung irreversibler HER2-Tyrosinkinasehemmer (Neratinib oder Afatinib) und Blockade von Heat shock protein 90 (Tenespimycin)

    Bei „triple-negativen“ Karzinomen steht die Identifikation neuer klinisch relevanter Zielstrukturen und therapeutischer Ansätze im Vordergrund: z.B. Insulin-like growth factor, Hepatocyte growth factor, PI3K-Inhibitoren, Androgenblockade, Tumorvakzine

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  • Drugable Targets bei Hirntumoren

    Die Möglichkeit zur Durchdringung der Blut-Hirn-Schranke ist eine Grundvoraussetzung der medikamentösen Therapie.

    Die starke Vaskularisierung von Glioblastomen gilt als Rationale für den Einsatz antiangiogener Substanzen wie Bevacizumab oder Cilengitid.

    Ipilimumab, Vemurafenib und Dabrafenib wirken bei melanomassoziierten Hirnmetastasen.

    Die Wirksamkeit des HER2-Tyrosinkinasehemmers Lapatinib beim HER2-positiven Mamma­karzinom mit zerebraler Metastasierung wurde zuletzt in der LANDSCAPE-Studie dokumentiert.

    Die EGFR-Tyrosinkinasehemmer Erlotinib und Gefitinib wirken auch gegen bronchialkarzinomassoziierte Hirnmetastasen.

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  • Klinische Protokolle zur Überprüfung der Validität einer individualisierten Krebstherapie

    Zwei Pionierarbeiten zeigen: Personalisierte Mediezin steigert den Therapieerfolg.

    Es gibt keine schlechten Substanzen, sondern nur ein schlechtes Studiendesign zur Evaluierung einer Substanz (Danie D. Von Hoff): Ein neues „selbstlerndendes“ biomarker-basiertes Randomisierungskonzept zeigt Erfolge mit Substanzen, die in konventionellen „All comer“-Phase-III-Studien nicht erfolgreich waren.

    „Crossing entity borders“: Eine zielgerichtete Therapie kommt nicht an einer anatomischen Tumorgrenze optimal zur Anwendung, sondern im entsprechenden molekularbiologischen Kontext einer Tumorzelle.

    Das volle Potenzial zielgerichteter Therapien kann nur im Rahmen neuer Konzepte der personalisierten Medizin ausgeschöpft werden.

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  • „Drugable Targets“ beim Nierenzellkarzinom


    Biomarker sind das Um und Auf der personalisierten Medizin.

    Tumorrelevante Schlüsselmoleküle sind charakterisiert und bieten sich als „drugable Targets“ zur klinischen Evaluierung an.

    Neue Ansätze beim Nierenzellkarzinom: Angiopoietin-Inhibitoren, FGF-Inhibitoren (Dovitinib), Unterdrückung von Interleukin-6, T-Zell-stimulierende Immuntherapie mit Anti-PD-1-Antikörper, Met-Inhibitoren

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  • Quo vadis personalisierte Medizin?

    Anfang September trafen sich in Wien europaweit erstmals nationale und internationale Fachleute bei der PerMe*, dem Kongress zum Thema personalisierte Medizin. Wenn sich die Hoffnungen erfüllen, gehört die Zukunft der 5-P-Medizin – „präzise, prädiktiv, präventiv, personalisiert und partizipatorisch“. Der Grundstein dafür ist gelegt und die Aussicht durchaus positiv.

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