Rubrik: Palliativmedizin

  • Enquetekommission: Würde am Ende des Lebens – 51 Empfehlungen

    Die parlamentarische Enquetekommission „Würde am Ende des Lebens“ empfiehlt: Sicherung und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung (z. B. Einrichtung eines stationären Kinderhospizes) sowie Vereinfachung/Attraktivierung der Patientenverfügung (z. B. durch vereinfachte Formulare und finanzielle Unterstützung). Die Frage der Sterbehilfe bleibt offen.

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  • Wenn die Kindheit mit dem Tod endet

    Pädiatrische Palliativversorgung bedeutet multiprofessionelle, aktive und umfassende Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensbedrohlichen (LBE) oder lebenslimitierenden (LLE) Krankheiten sowie der Angehörigen und der gesunden Geschwisterkinder im Krankheitsverlauf und in der Trauerphase.

    Im Vordergrund stehen neben der optimale Schmerztherapie und Linderung belastender Krankheitssymptome vor allem auch die psychische, soziale und spirituelle Begleitung.

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  • PRO Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

    PRO: Neben einer besseren Schmerztherapie einschließlich Durchbruch- und belastungs-abhängiger Schmerzen ist die Reduktion opioidbedingter Nebenwirkungen eine wichtige Indikation.

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  • CONTRA Invasive Schmerztherapie im palliativen Setting

    CONTRA: Neurolytisch-subarachnoidale Verfahren entsprechen nicht mehr den Anforderungen der modernen Medizin. Plexusblockaden sind häufig nur eine Option in therapierefraktären Situationen. Intrathekale, nichtneurolytische Verfahren bringen gegenüber der konventionellen Schmerztherapie in aller Regel keine Vorteile.

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  • Palliativmedizinische Aspekte der Neuropathie und neuropathischer Schmerzen

    Ursachen: Hinsichtlich der Chemotherapeutika sind Platinderivate, Taxane, Vinca-Alkaloide und neuerdings Epothilone als mögliche Auslöser zu nennen. Von den Nichtchemotherapeutika sind Bortezomib, Thalidomid sowie Brentuximab mit neurotoxischen Nebenwirkungen assoziiert.

    Prophylaxe: Vor Beginn einer potenziell neurotoxischen Therapie sollte eine klinische Basisevaluation bezüglich einer bereits bestehenden Neuropathie erfolgen. Für Thalidomid und Bortezomib sind Empfehlungen zur Dosisreduktion bzw. Absetzen der Medikation ab bestimmten Schweregraden der Neuropathie publiziert. Für Platinderivate, Taxane und Vinca-Alkaloide sollten ab Auftreten einer Neuropathie Grad 2 Therapiealternativen diskutiert werden.

    Pharmakologische Optionen sind u. a. NSAID (bei taxaninduzierten Arthralgien/Myalgien), Antidepressiva (z. B. Venlafaxin) und Opiate (z. B. Tramadol, Oxycodon).

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  • Die Praxis der palliativen Sedierung

    Unter palliativer Sedierung versteht man den Einsatz sedierender Medikamente mit dem Ziel, durch eine Bewusstseinsminderung unerträgliches Leid bei sonst therapierefraktären Symptomen zu lindern.

    Die palliative Sedierung ist eine medizinische Intervention, zu deren Indikationsstellung Patienten- und Angehörigenaufklärung, Durchführung und Überwachung, äußerste Sorgfalt und palliativmedizinische Expertise notwendig sind. Die EAPC-Guideline von 2009 hat derzeit die größte Verbindlichkeit.

    Zur palliativen Sedierung werden klassischerweise Benzodiazepine und/oder Neuroleptika eingesetzt. Ergänzend müssen den Patienten andere Medikamente zur Symptomkontrolle zugeführt werden (z. B. Analgetika). Die sachgerechte Applikation des richtigen Medikaments in adäquater Dosierung muss individuell auf die Patienten und die gewünschte Sedierungstiefe abgestimmt werden.

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  • Der Patient am Lebensende

    In der Psychoonkologie wird mit Patientenunterstützung, Forschung und Lehre ein Drei-Säulen-Modell praktiziert. Psychoedukative Schulungsprogramme wirken positiv auf Disstress, Ängstlichkeit, Depressivität und Schmerzen.

    Jeder Palliativpatient soll hinsichtlich einer depressiven Störung oder Angstsymptomen untersucht werden. Medikamentöse Therapie ermöglicht Symptomkontrolle.

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  • Übelkeit und Erbrechen im supportiven und palliativen Setting

    Übelkeit und Erbrechen

    Im supportiven Setting
    Je nach emetogenem Potential der Chemotherapie stehen unterschiedliche Substanzklassen zur Prophylaxe von Nausea und Emesis zur Verfügung. Ziele: Symptomkontrolle, Gewinn an Lebensqualität, bessere Therapieadhärenz. Wichtig ist die Vermeidung des antizipatorischen Erbrechens.

    Im palliativen Setting
    Es gilt die wahrscheinlichste Ursache für Übelkeit und Erbrechen zu identifizieren. Das Antiemetikum soll in adäquater Dosis (in der Einstellungsphase tägliche Überprüfung und Anpassung), in geeigneter Darreichungsform (überwiegend parenteral) und nicht nur bei Bedarf, sondern regelmäßig, u.U. auch kontinuierlich, verabreicht werden.

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  • Palliative Versorgung in Österreich: Nur ein Bruchteil des Bedarfs ist abgedeckt

    Interview mit Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke zur Palliativversorgung in Österreich.

    Gemäß dem 2004 vom ÖBIG entwickelten Strukturplan zur abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich sollten pro Million Einwohner 60 Palliativ- bzw. Hospizbetten zur Verfügung stehen:

    • Der Ausbaugrad über alle Einrichtungen gesehen liegt noch immer unter 50 %.

    Neu erschienen: ein Prozesshandbuch mit Empfehlungscharakter, um die Arbeit in den Hospiz- und Palliativeinrichtungen zu unterstützen und zu fördern.

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  • Alle onkologischen Patienten auf Mangelernährung screenen

    Vor allem in frühen Stadien hat die Ernährungstherapie bei onkologischen Patienten einen hohen Stellenwert.

    Alle Tumorpatienten sollten auf Mangelernährung gescreent werden.

    Orale Supplemente, wenn Kalorienzufuhr länger als 7-10 Tage herkömmlich nicht gedeckt werden kann (ESPEN-Guidelines).

    Mit fortschreitender Erkrankung und zunehmender Kachexie nimmmt der Stellenwert artifizieller Ernährung ab, die Bedeutung der physikalischen Therapie steigt.

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  • Senkung der Kostenspirale in der Krebsbehandlung und die Frage: Welchen Beitrag kann die Palliativmedizin leisten?

    Chemotherapie wenige Wochen vor dem Sterben: Hohe Kosten durch wiederholte Therapie­versuche mit Neben­wirkungen, die stationäre Aufenthalte erfordern können

    Späte Nutzung der Palliativmedizin trotz gegenteiliger Empfehlungen

    Neuausrichtung der Therapieziele: Symptomkontrolle, Schmerztherapie und offene Diskussion über die Gestaltung der verbleibenden Lebenszeit

    Tumorspezifische Maßnahmen überdenken: Betrachtung des Menschen als Ganzes unter Berücksichtigung seiner innersten Bedürfnisse

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  • Prophylaxe und Therapie der venösen Thromboembolie beim palliativen Krebspatienten

    Die venöse Thromboembolie (VTE) stellt eine häufige Komplikation bei hospitalisierten Patienten dar. Sie hat eine Inzidenz von etwa 0,1 % pro Jahr und steigert massiv die Komorbidität und die Mortalität der betroffenen Patienten.

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  • Versorgungsqualität der Schmerztherapie

    60–90 % der Schmerzzustände bei Tumorpatienten sind durch Infiltration, Kompression mit konsekutiver Durchblutungsstörung, Ödem, Ulzeration oder Perforation direkt tumorbedingt. 10–25 % der Schmerzzustände sind therapiebedingt. Operation, Chemotherapie, Hormontherapie oder Radiatio können schmerzhafte Folgezustände wie z. B. Neuralgien, Phantomschmerz, Fibrose, Mukositis oder Ödem verursachen. Außerdem unterscheidet man zwischen tumorassoziierten Schmerzursachen wie z. B. Pneumonie, Pilzinfektion, Venenthrombose, Dekubitus (5–20 %) und tumorunabhängigen Schmerzursachen wie z. B. Migräne oder Arthrits (3–10 %). Neben somatischen Ursachen beeinflussen kulturelle, psychosoziale und spirituelle Faktoren das Schmerzerleben. Pathophysiologisch unterteilt man den Karzinomschmerz in Nozizeptorschmerz und neuropathischen Schmerz bzw. gemischten Schmerz.

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  • Online-Petition: „Palliative Care Leben“

    Mit dem Beschluss, gemeinsam Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, präsentierten die Österreichische Palliativgesellschaft (OPG) und der Dachverband Hospiz Österreich als erste Aktivität die Online-Petition „Palliative Care Leben“ anlässlich des 3. Kongresses der Österreichischen Palliativgesellschaft Ende 2011 in Klagenfurt. In wenigen Wochen unterschrieben über 500 Einzelpersonen die Petition auf der Homepage der OPG unter www.palliativ.at. Die darin formulierten Forderungen sind im nachfolgenden Text wiedergegeben. In den nächsten Wochen wird gezielt an verschiedene Institutionen, die im Bereich Hospiz und Palliative Care tätig sind, mit der Bitte um Unterzeichnung herangetreten. Schließlich wird die Petition den Parlamentsparteien überreicht und daraus eine Charta formuliert werden.

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  • Teil I, Patientenverfügung – Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht im Vergleich

    KONTEXT: Im Arzt-Patienten-Verhältnis spielen rechtliche Regelungen eine wichtige Rolle: Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören jene über die Einwilligung in die Heilbehandlung. Mehrere Gesetze (z. B. ABGB, Patientenverfügungsgesetz) enthalten Regelungen über die Einwilligung in medizinische Behandlungen. Patienten werden zunehmend mündiger und nutzen die rechtlichen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung, da jede medizinische Maßnahme nur mit wirksamer Zustimmung des einsichts- und urteilsfähigen Patienten vorgenommen werden darf. Wer einen Patienten ohne dessen Einwilligung, wenn auch nach den Regeln der medizinischen Wissenschaft, behandelt, handelt rechtswidrig. Aus diesem Grund ist es für alle Angehörigen des Gesundheitsbereiches unbedingt erforderlich, die rechtlichen Regelungen im Zusammenhang mit der Einwilligung zu kennen. Im ersten Teil dieses Artikels werden Aspekte der Patientenverfügung erörtert und im zweiten Teil der Vorsorgevollmacht gegenübergestellt.

     

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  • Teamarbeit praxisnah – Fallbericht einer Patientin mit Mammakarzinom – Interdisziplinarität und Teamarbeit in Palliative Care

    Der Begriff Palliative Care hat sich mittlerweile auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt und drückt das hohe Maß an berufsgruppenübergreifender Zusammenarbeit aus. „Palliative Care ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von PatientInnen und ihren Familien, die mit den Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, frühzeitiges Erkennen, einwandfreie Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.“1

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  • Palliativmedizinische Versorgung in Österreich – Kompetente Betreuung und Würde bis zuletzt!

    Hospizarbeit und Palliativmedizin sind mittlerweile auch im österreichischen Gesundheitswesen mehr und mehr integriert – nach einer beachtlichen Entwicklung in den letzten 15 Jahren. „Kompetente Betreuung und Würde bis zuletzt!“ gehören zur erwünschten Qualität. Weitere Entwicklungen zeichnen sich ab.

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  • Dem sterbenden Menschen hilfreich – Richtige End of Life Care

    Das Ende des Lebens wird in medizinische Behandlungen zwar erst langsam, aber doch mehr und mehr einbezogen. Wie wir die Behandlung am Ende des Lebens so gestalten können, dass sie für die Patienten und deren Angehörigen richtig wird, dazu möchte dieser Artikel Anregung geben.

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  • Onkologie und Palliative Care

    Entweder Onkologie oder Palliative Care?

    Palliative Care“ und ihre medizinische Betreuungskomponente, die „Palliativmedizin“, sind in den letzten Jahren in ihrem Stellenwert in der Versorgung von Patienten, die an fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen leiden, ständig gestiegen.

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  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für Palliativmedizin?

    Chemotherapie auf der Onkologie – Sterben im Hospiz. Bisher war die Trennung zwischen kurativer Medizin und Palliativmedizin einfach und klar.

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