UIM 08|2012

UIM 08|2012 Themenheft Schmerzmedizin

Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Schmerzmedizin

  • Editorial Schmerzbeilage
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
    Die dem UNIVERSUM INNERE MEDIZIN beiliegende Sonderausgabe zur Schmerztherapie setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Block ist dem Fibromyalgie-Syndrom gewidmet, das aus psychiatrischer, rheumatologischer (inkl. neue Diagnosekriterien und neue S3-Leitlinien in Kurzform) und aus ...Weiterlesen ...
  • Das Fibromyalgie-Syndrom (FSM): Fächerübergreifend behandeln statt „Doctor-Shopping“

    Bei chronischen Schmerzsyndromen wie dem Fibromyalgiesyndrom (FMS) haben sich vor allem interdisziplinäre Interventionen bewährt.

    Aus Sicht des Psychiaters: Bei der Diagnose ist auf das Vorliegen einer Depression und anderer psychischer und substanzinduzierter Störungen zu achten. Selbstmanagement beeinflusst die Lebensqualität anhaltend positiv.

    Aus Sicht der Rheumatologin: Die aktualisierten S3-Leitlinien (inkl. Patientenfassung) bieten eine sichere Entscheidungsgrundlage für die Therapie.

    Aus Sicht des Gutachters: Die Kooperation zwischen internistischen Rheumatologen, Orthopäden und Neuropsychiatern zur objektiven Beurteilung der Fibromyalgie ist unabdingbar. Das Krankheitsbild sollte nicht automatisch zur krankheitsbedingten Pensionierung führen.

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  • Fallbericht: Neuropathische Schmerzen – Praxisrelevanter Leitfaden

    Vorstellig wird eine 61-jährige Patientin, die seit 10 Jahren an Typ-2-Diabetes mellitus leidet und über unerträgliche Schmerzen in den Beinen klagt.

    Auffällig ist ein hoher Depressionsscore.

    Diagnose: neuropathischer Schmerz im Rahmen der diabetischen Neuropathie – absolute Schmerzfreiheit ist selten zu erreichen.

    Für den Patienten relevant: Selfempowerment, fixe Wiedervorstellungstermine beim Hausarzt, ggf. auch Schmerzambulanz

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  • Fallbericht Rückenschmerz – Der Schmerz, der in die Beine strahlt


    Beschrieben wird die Kasuistik eines 67-jährigen Patienten. Er klagt über Schmerzen, ausgehend von der Lumbalregion, über gluteal in den ventrolateralen Oberschenkel bis zum proximalen Drittel des Unterschenkels ausstrahlend.

    Im MRT der Lendenwirbelsäule stellte sich der Prolaps L4/5 massiv dar.

    Transformal epidurale Infiltration L4/5 links bringt keine vollständige Schmerzfreiheit. Behandlungsplan wird erweitert, denn Schmerzausstrahlung wird auch durch diverse andere Gelenke verursacht.

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  • Viszeraler Schmerz – Das Repertoire der schmerztherapeutischen Möglichkeiten


    Fallbericht eines 55-jährigen Patienten mit gürtelförmigen, in das gesamte Abdomen ausstrahlenden Schmerzen seit ca. 5 Jahren. 2004 erfolgten Pankreasteilresektion und Splenektomie. Pankreatektomie und Magenteilresektion 2009. Opioidschmerztherapie

    seit 2004, auch Koanalgetika.

    Diagnose chronischer viszeraler Schmerz, neuropathischer Narbenschmerz führt zum Einsatz des gesamten Repertoires an schmerztherapeutischen Optionen.

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  • Akute Kopfschmerzen: mehr als „nur“ Migräne? – Die unterschätzte Gefahr der Differenzialdiagnosen

    Zwei Fallbeispiele zu akutem Kopfschmerz und „Migräne” mit den Diagnosen:

    Sinusvenenthrombose mit eingeblutetem (Fall 1)

    bzw. kleinem Stauungsinfarkt (Fall 2)

    Die genaue Abklärung muss bei einem Facharzt für Neurologie, im akuten Fall an einer neurologischen Abteilung, erfolgen.

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  • Therapie der Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie

    Berichtet wird über eine 72-jährigen Patientin, die 2008 aufgrund eines papillären Adenokarzinoms des linken Ovars eine Chemotherapie erhält.

    Aufgrund der Diagnose neuropathischer Schmerz befindet sich die Patientin seitdem in Behandlung an der interdisziplinären Schmerzambulanz.

    Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, sollten vom Arzt aktiv nach Parästhesie, Dysästhesien oder Schmerzen befragt werden.

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  • Opioidtherapie ohne Atemdepression


    Die am meisten gefürchtete (obwohl seltene) Nebenwirkung einer Opioidtherapie ist die Atemdepression. Diese kann bei jedem Verabreichungsmodus und bei allen Substanzen vorkommen. Allerdings ist die Atemdepression direkt proportional zur analgetischen Potenz des Opioids.

    Die Atemdepression kann mit dem Opioidrezeptor-Antagonisten Naloxon aufgehoben werden.

    Bei einer der Schmerzintensität angepassten Dosierung von Opioiden ist mit keiner klinisch relevanten Atemdepression zu rechnen. Bei Beachtung und Befolgung bestimmter Regeln kann man mit Opioiden eine erfolgreiche und sichere Schmerztherapie erreichen.

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  • Diskusprolaps L3 mit starker Allodynie – Unter Kontrolle mit Capsaicin-Pflaster 8 %


    Beschrieben wird der Fall eines Diskusprolaps L3 mit massiver Allodynie im Oberschenkel und Kniebereich rechts.

    Durch die Anwendung von Capsaicin-Pflaster 8 % konnte eine massive Verbesserung des Zustands herbeigeführt werden.

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