UIM 01|2014

Herausgeber: o. Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs

Brief des Herausgebers

  • Brief des Herausgebers 1/14
    Liebe Leserinnen und Leser! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
    Bei der Olympiade in Sotchi haben wir uns also gut geschlagen, 17 Medaillen für Österreich! (Die für Österreich medaillenlose Sommerolympiade in London ist vergessen.) Die USA erreichte in Sotchi 28 Medaillen, hat ...Weiterlesen ...

Editorial

  • Mehr Awareness für die Wichtigkeit eines Impfschutzes
    Masernausbruch in Ostösterreich, gehäufte Fälle von Mumps und Pertussis und zuletzt Polioverdacht in einem Flüchtlingslager: 150 Jahre nach den ersten Vakzinationen sind einige der durch Impfung eigentlich verhütbaren Erkrankungen offensichtlich wieder am Vormarsch. Eindrucksvoll zeigt sich dies anhand der Poliomyelitis: ...Weiterlesen ...

Seite der Gesellschaft

  • ÖGIT: Infektiologische Fachgesellschaft mit neuer Führung

    Mit 1. 1. 2014 wurde Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer zum Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (ÖGIT) berufen. Er folgt als Präsident Univ.-Prof. Günter Weiss (Medizinische Universität Innsbruck), der seit Anfang Jänner als Vizepräsident die Belange und Interessen der ÖGIT vertritt.

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Seite des niedergelassenen Internisten

  • ELGA – auf ein taugliches System kommt es an

    Wieder einmal sorgt die elektronische Gesundheitsakte für Schlagzeilen. ELGA hin oder her, wichtig ist eine praktikable elektronische Vernetzung im Gesundheitswesen, meint Dr. Lothar Fiedler, Fachgruppenobmann Innere Medizin der Österreichischen Ärztekammer.

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Kardiologie

  • Vorstellung des HFPEF-Programms an der MedUni Wien − Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion

    Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion (HFPEF) ist in breiten MedizinerInnenkreisen kaum als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.

    An der medizinischen Universität Wien (Allgemeines Krankenhaus) befindet sich die europaweit erste klinisch-akademische Anlaufstelle für PatientInnen mit HFPEF.

    Das Ziel besteht darin, therapeutische Interventionen im Rahmen von klinischen Studien anzubieten und pathobiologische sowie pathophysiologische Zusammenhänge besser zu verstehen.

    PatientInnen kann der Zugang zu vielversprechenden Substanzen und Medizinprodukten noch vor möglicher Marktzulassung eröffnet werden.

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  • Soziodemografische Aspekte in der Hypertonie

    Soziodemografische Variablen wie Bildung, Einkommen, Erwerbstätigkeit und berufliche Position sowie Migrationshintergrund prädizieren das Risiko, eine Hypertonie zu entwickeln, sowie eine schlechtere Kontrolle bei vorhandener Hypertonie.

    Gründe dafür sind Unterschiede im Gesundheitsverhalten, das einem sozialen Gradienten folgt, arbeitsbezogene Faktoren wie Gratifikationskrisen und Arbeitsstress, Unterschiede in der Blutdruck-Awareness und bei der Inanspruchnahme von Versorgungs-, Präventions- und Gesundheitsförderungssystemen sowie Unterschiede in der Therapieadhärenz.

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Angiologie

Hämatologie und Hämostaseologie

  • Diagnostik von Thrombozytenfunktionsstörungen bei Kindern

    Angeborene Thrombozytenfunktionsstörungen sind sehr selten.

    Bei Epistaxis, kutanen Hämatomen, Schleimhautblutungen und Menorrhagien soll als Ursache auch an eine Thrombozytenfunktionsstörung gedacht werden.

    Zur Klassifizierung und Diagnosestellung haben sich Blutausstrichbeurteilung, PFA-100/200®-Verschlusszeit, Thrombozytenaggregometrie, Durchflusszytometrie und genetische Untersuchungen bewährt.

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Rheumatologie

  • Nichtmedikamentöse Therapie: Neue EULAR-Empfehlungen zur Hüft- und Kniearthrose

    Eine Spezialistengruppe der European League Against Rheumatism (EULAR) sieht vorrangig im kontinuierlichen Ausdauertraining, in Schulungsprogrammen und in der Gewichtsreduktion, individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt, die stärksten Empfehlungen zur dauerhaften nichtpharmakologischen Behandlung der Osteoarthrose.

    Gesundheitseinrichtungen und niedergelassene Ärzte sind gefordert, diesbezügliche Programme und Informationen auch gezielt an die betroffenen PatientInnen weiterzugeben.

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Onkologie

  • Aktualisierte ASCO/USCAP-Richtlinien: HER2-Bestimmung beim Mammakarzinom

    Die revidierten ASCO/USCAP-Richtlinien zu HER2-Bestimmung beim Mammakarzinom bedeuten durch die Harmonisierung der Algorithmen einen Fortschritt in der Diagnostik und Therapieempfehlung des Mammakarzinoms.

    Als oberstes Gebot gelten weiterhin eine effektive externe Qualitätskontrolle, eine reibungslos funktionierende interdisziplinäre Kommunikation und die Aufforderung, in Fällen mit „equivocal‟ Testergebnissen durch weitere Bestimmungen klare, klinisch relevante Resultate zu erzielen.

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Endokrinologie & Stoffwechsel

  • Antidiabetische Fixkombinationen: Chancen und Risiken

    Relevantester Vorteil von Fixkombinationen: Weniger Tabletten vereinfachen die Therapie und erhöhen die Therapieadhärenz.

    Mögliche Nachteile/Gefahren: Unkenntnis der genauen Zusammensetzung bei einer Vielzahl von Fixkombinationspräparaten (Cave: Metformin bei Niereninsuffizienz); Bevorzugung der verfügbaren Fixkombinationen aus Praktikabilitätsgründen.

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Gastroenterologie & Hepatologie

  • Frühzeitige Eisensubstitution: die Vor- und Nachteile von oral und i. v.

    Eisenmangel ist ein Symptom und keine Diagnose.

    Oraler Therapie ist der Vorzug zu geben. Bei Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit kann unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen auf neue i. v. Eisenpräparate zurückgegriffen werden.

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  • Reflux-Ösophagitis und Barrett-Karzinom: Screening – Surveillance – Therapie

    Reflux, Barrett-Ösophagus und insbesondere das Barrett-Karzinom zeigen eine steigende Inzidenz.

    Das Screening sollte sich unabhängig von der Symptomatik auf folgende Risikogruppe konzentrieren: männlich/> 50/übergewichtig.

    Die Zweitbegutachtung dysplastischer Befunde durch einen Referenzpathologen ist essenziell.

    Mukosaresektion/endoskopische Submukosadissektion (ESD) in Kombination mit thermischen Ablationsverfahren stellen eine sichere und effektive Therapieform für Dysplasie und Frühkarzinome dar.

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Nephrologie

  • Nephrologie – Früherkennung im Fokus

    Die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN) hat ein Konzept zur strukturierten Prävention, Früherkennung und Progressionsverzögerung von chronischen Nierenerkrankungen erstellt.

    Ein Screening zur Früherkennung sollte bei erhöhtem Risiko (Diabetikern, Hypertonikern, Adipositas, Nierenerkrankungen in der Familie etc.) durchgeführt werden und die Beurteilung der Nierenfunktion und der Albuminausscheidung im Harn beinhalten.

    „60/20-Konzept‟ zur Kooperation mit den Allgemeinmedizinern: bei einer GFR ≤ 60 ml/min/1,73 m2 je nach Risikokonstellation für Progression Überweisung zum nephrologischen Nierencheck, ab ≤ 20 ml/min/1,73 m2 Überweisung zur strukturierten Vorbereitung für die Nierenersatztherapie.

    Die im Strukturplan Gesundheit festgesetzten, aber noch keineswegs für alle Regionen erfüllten Zielsetzungen zur nephrologischen Infrastruktur werden dringend eingefordert.

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Infektiologie

  • Impfempfehlungen für Gesundheitspersonal

    Trotz günstiger Nutzen-Risiko-Ratio bestehen große Lücken in der Durchimpfungsrate der gesamten Bevölkerung und auch des Gesundheitspersonals (Health Care Workers, HCW).

    Impfempfehlungen für HCW sind: routinemäßiger Schutz gegen Diphtherie, Pertussis, Polio, Tetanus, Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, Influenza sowie Hepatitis A und B; für Pädiater, Infektionsabteilungen, ICU und Labor zusätzlich Meningokokken und Pneumokokken.

    Impfungen für HCW können gesetzlich nicht vorgeschrieben werden, aus ethischer Sicht sollte diese Gruppe aber darauf achten, ausreichend geschützt zu sein, um auch die Patienten keinem vermeidbaren Risiko auszusetzen.

    Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, Personen, die keinen ausreichenden Schutz aufweisen, die Durchführung bestimmter Impfungen aber ablehnen, in entsprechenden Risikobereichen nicht einzusetzen bzw. von dort zu versetzen.

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  • Impfen bei Auslandseinsatz

    Spezielle Schutzimpfungen bei beruflicher Entsendung sind Teil des Arbeitnehmerschutzes und daher vom Arbeitgeber zu bezahlen.u Standardimpfungen und deren Auffrischungen sind im österreichischen Impfplan gelistet.

    Die erweiterte Basisimmunisierung umfasst die Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus.

    Indikationsimpfungen werden durch ein spezifisches Expositionsrisiko oder durch ein individuelles Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bestimmt. Zu den möglichen Indikationen zählen seltene, aber schwere Krankheiten und häufige, bei Gesunden unproblematische Krankheiten.

    Pflichtimpfungen sind durch nationale oder internationale Behörden festgelegt und bei der Einreise obligatorisch.

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  • Masern, Pertussis, Pneumokokken, HPV: Patientenkontakte zur Aufklärung nutzen

    Masern sind in Europa nach wie vor eine Bedrohung, da die Durchimpfungsrate, die zur Elimination der Viren notwendig wäre (> 95 %), noch nicht erreicht ist. In Gesundheitseinrichtungen wird die Masernimpfung kostenfrei bis 45 Jahre angeboten.

    Seit 2010 steigt die Zahl der Pertussisinfektionen wieder an. Betroffen sind nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene, die keine Auffrischungsimpfung mehr erhalten haben.

    Um die Wirksamkeit der Pneumokokkenimpfung zu überwachen, läuft ein Surveillance-Programm, das in den nächsten Jahren zeigen wird, ob die beiden empfohlenen Impfstoffe alle Stämme abdecken.

    Seit 2014 ist die 4-fach-Impfung gegen HPV im kostenlosen Kinderimpfprogramm enthalten. Europaweit ist Österreich das einzige Land, in dem sowohl Mädchen als auch Buben kostenlos geimpft werden.

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  • Die Pipeline bei Impfungen gegen Viruserkrankungen

    Zahlreiche neue Impfungen befinden sich in Entwicklung oder bereits in klinischer Evaluierung.

    Medizinisch und ökonomisch besonders relevante Virusinfektionen wie CMV, RSV, HPV oder Noroviren könnten in absehbarer Zeit erstmals mit einer Impfung zu verhindern sein.

    Die Entwicklung weiterer Impfstoffe wird zusätzlich von den Erfahrungen aus erfolgreichen Grundlagen- und klinischen Studien profitieren.

    Es ist zu hoffen, dass diese effektiven und verträglichen Optionen zur Prävention von Virusinfektionen besser angenommen werden als etwa die jährliche Grippeimpfung.

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Schmerzmedizin

Palliativmedizin

Pneumologie

  • COPD-Symptome und Outcomes

    Die Symptome der COPD variieren auch in der stabilen Phase im Tagesverlauf und von Tag zu Tag bei bis zu 75 % der Patienten.

    Die Instabilität der Symptome ist ein Indikator für ein erhöhtes Mortalitätsrisiko und für einen schlechteren Krankheitsverlauf der COPD.

    Die Instabilität der Symptome ändert das Therapieregime der COPD.

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